Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
    Kn1980 ist offline Stranger
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    Unglücklich Wie nehme ich meinem Kind die Verlustangst?

    Hallo,
    ich bin 33 und Mutter einer knapp 3jährigen Tochter. Bedingt dadurch dass meine Familie weit weg wohnt, mein Partner sich leider nicht so sehr engagiert hat, hängen meine Tochter und ich sehr dicht aneinander. Wir besuchen zwar SPielgruppen und Turngruppe dennoch hat sie immer auf meinem Schoß geklebt bis kurz vor Ende und ist dann erst gegen Ende der Spielstunde aufgetaut, zuhause ist sie hingegen sehr lebhaft. Da sie ab August in den Kiga geht (für 25 Stunden/Woche) und ich wie jede Mama in diesen ersten 3 Jahren Kraft ließ, dachte ich, eine MutterKind-Kur sei das Richtige für meine Tochter und mich. Ich dachte, wenn sie dort in der Betreuung ist, würde sie sich schon mal ein bisschen abnabeln.Leider habe ich uns mit dieser adhoc-Umstellung wohl beide seelisch überfordert. Von heute auf morgen 4 Stunden im Kinderhaus in einer fremden Umgebung bei fremden Menschen sorgte für tägliches Riesentheater. Die dortige Kinderpsychologin versuchte mich zu beruhigen und auch die Erzieherinnen dort haben gesagt, dass sie sich meist nach 15 Minuten beruhigt habe und gespielt habe. Sie hatte ja auch bereits 1 Stunde vorher bei mir geweint und gezetert. Jetzt ist sie hier zuhause anhänglicher als je zuvor und auch wenn der Kiga eine sanftere Eingewöhnung macht, habe ich doch große Angst, wie das alles je funktionieren soll. Habe ich mein Kind selbst verschuldet traumatisiert und ihre Verlustängste geschürt?

  2. #2
    Schnecke04 ist offline addict
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    Standard Re: Wie nehme ich meinem Kind die Verlustangst?

    Kann dich gerade total gut verstehen.
    Ich war auch zur Kur, da es mir und meiner Großen Tochter schlecht ging. Und er Kleine mußte mit knapp drei halt mit. Und er hat genau wie deine Tochter gelitten. Hat bereits beim aufwachen geweint weil er nicht zur Betreuung wollte usw.
    Als wir wieder Zuhause waren wollte er nicht mal mehr beim Papa bleiben. Habe mir auch riesen Vorwürfe gemacht. Aber nach etwa drei Wochen war ihm nichts mehr anzumerken. Und seitdem erzählt er total viel von seinen Erlebnissen wärend der Kur. Und nur positives.
    Wie lange seit Ihr denn schon wieder zu Hause ?
    Sicher wird es auch bei Euch wieder besser. Ich wünsche euch jedenfalls alles Gute.

  3. #3
    Kn1980 ist offline Stranger
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    5

    Standard Re: Wie nehme ich meinem Kind die Verlustangst?

    Wir sind seit April wieder da, nach der Kur hatte Alina auch noch einen langwierigen Infekt mit Keuchhusten, vllt. eine psychische Folge. Wir waren im Anschluss an die Kur eine Woche bei meinen Eltern. Aber da hat sie quasi nur geschlafen und war eben krank und ich konnte nicht mal alleine zur Toilette. Hier zuhause wurde es dann etwas besser und im anderen Kindergarten fühlt sie sich wohler weil sie weiß dass ich immer in Sichtweite bin. Letzte Woche am Schnuppernachmittag war sie 2 Minuten mit der Erzieherin alleine im Nebenraum, dann entdeckte sie, dass ich gerade einen Moment raus war und weinte bitterlich. Wenn ich sie ins Bett bringe, muss ich warten bis sie eingeschlafen ist bei der GuteNachtGeschichte sonst verausgabt sie sich beim Weinen. Der Lichtblick ist, dass sie bei lange vertrauten Menschen auch bleibt und ich dann abgemeldet bin. Aber die machen auch richtig Entertainment und das kann eine Erzieherin nicht leisten, die haben ja auch noch die anderen Kinder. Ich wollte mich schon bewerben um wieder Teilzeit arbeiten zu gehen, aber unter diesen Umständen kann ich schlecht irgendwo eine Zusage machen wann ich anfange. Mein Partner macht aber Druck von wegen finanzieller Entlastung. Das ist alles nicht sehr einfach derzeit. Ich bin hin und hergerissen innerlich weil ich nicht weiß wie ich es Alina leichter machen könnte. So eine Hopplahopp-Aktion wie in der Kur war das Desaster aber ich kann ja auch nicht immer im Kiga bleiben. Dann mache ich es ihr doch auch nicht leichter. Ich weiß aber beim besten Willen nicht, wie ich die richtige Mischung aus Verständnis und Konsequenz finden soll, so dass es für uns beide ein verschmerzbarer Weg wird....

  4. #4
    Majetta ist offline old hand
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    Standard Re: Wie nehme ich meinem Kind die Verlustangst?

    Hallo,

    kennt deine Tochter schon andere Kinder aus dem Kindergarten? Ggf durch die Gruppen, die ihr zusammen besucht?
    Evtl. hilft es ihr, wenn du sie mit einem dieser Kinder bekannt machst? Dann hat sie schon einen Freund/Freundin auf die sie sich im Kindergarten freuen kann.
    Wie läuft denn bei euch ein Besuch in der Spiel- oder Turngruppe ab? Bist du permanent dabei? Ggf kannst du dich etw. zurückziehen und an den Rand setzen, mit Sichtkontakt, aber ohne dich direkt um deine Tochter zu kümmern.

    LG

  5. #5
    ManuelTT ist offline Stranger
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    Standard Re: Wie nehme ich meinem Kind die Verlustangst?

    Eine solche Verlustangst hat ja irgendwo einen Ursprung.
    Wie lange ist das denn schon so? War das schon immer so?
    Wie wichtig ist denn die Anwesenheit deiner Tochter für dich selbst? Kannst du sie selbst gut loslassen?
    Hast du sie mal gefragt, wovor sie Angst hat, wenn du nicht da bist?

  6. #6
    Marlin20608 ist offline Stranger
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    Standard Re: Wie nehme ich meinem Kind die Verlustangst?

    Mein Sohn 8 Jahre hat totale verlustängste, wir haben ein Baby bekommen und mein Sohn möchte manchmal mit ihr spielen und andererseits möchte er sie wieder loswerden,das funktioniert aber leider nicht! AbendS wenn es ins Bett geht führt er sich auf und weint herzzerreisend und ruft immer Mama und muss ständig aufs Klo und redet sich ein ich würde nicht für ihn da sein was natürlich nicht stimmt! Wenn die kleine schläft bin ich komplett für ihn da aber das scheint nicht zu helfen ,ich brauche öfters bis zu 4 Stunden ihn ins Bett zu bekommen das ich dann auch mal schimpfen kommt schon mal vor aber ich weiß keinen Rat mehr! Beim Kinderarzt waren wir deswegen auch schon und reden tun wir jeden Tag und ich erkläre immerzu das er sich keine Sorgen machen muss da ich nur eine Tür weiter bin! Kann mir jemand helfen, wo kann ich mich Hinwenden?

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