Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 39
Like Tree9gefällt dies

Thema: Dreijähriger spricht nicht

  1. #1
    Registriert seit
    05.12.2017
    Beiträge
    8

    Standard Dreijähriger spricht nicht

    Hallo Zusammen.

    Meiner Frau und mir macht unser 3 Jahre und vier Monate Alter Sohn Sorgen, da er noch nicht spricht. Nichts außer ein paar einzelne Worte. HNO konnte nichts finden und in der Uni Klinik (Pädaudiologie) wurde ebenfalls nichts gefunden (sofern er die Tests mitgemacht hat). Aber er hört, da sind wir uns sicher. Zumal auch im KiGa nichts anderes gesagt wird... Nur seine Zungenmotorik wäre etwas unterentwickelt, weshalb wir jetzt Logopädie verschrieben bekommen haben. Sofern wir endlich zeitnah endlich die Termine bekommen. Im Alter von etwa drei bis vier Monaten hat er beim Wickeln versucht die Vokale nachzuplappern die ich gesagt habe. Wenn man "Hallo" gesagt hat, kam ein "A-O" zurück . Von der Aussprache und Melodie nah dran. Jetzt, Rückblickend, hat es kurze Zeit später aufgehört. Das einzige was zeitlich hinkommt, war eine Mehrfachimpfung. Diverse Ärzte meinten, kann man schlecht sagen bzw. beweisen, bzw. sowas haben Sie noch nie gehabt oder davon gehört.... also das die Impfung daran schuld ist.

    Mit zwei Jahren kam dann Papa als erste Wort, kurz darauf Mama. Ja, nein, da folgten. Als er für Banane Ba sagte, dachten wir jetzt geht es mit dem sprechen langsam los. Doch leider war dem nicht so. Heute sagt er nicht mal mehr Mama oder Papa. Oder sehr sehr selten. Wir haben auch den eindruck, das es unterbewusst mit dem sprechen besser klappt. Wenn er wütend ist, kommt auch mal "Mama nein". Oder wenn er im spiel vertieft ist. Vereinzelt kamen auch schon Wörter die sich wie "Küche" oder "Tschüss" anhörten. Aber nur einmal. Er ist auch ein cleverer Bursche. Für die kleinen Probleme die sich für Ihn ergeben hat er immer Kreative Lösungen. Darauf wurden wir auch schon im KiGa angesprochen, er kann 100 diverse Tierarten voneinander unterscheiden und von vielen die Laute nachmachen. Er zeigt Gefühle, kuschelt auch mit uns gerne - somit fallen auch die deutlichsten Symptome für Autismus weg.

    Wir haben auch überlegt, ob es an etwas mangelnden sozialen Kontakten liegt. Wir sind erst kurz vor der Geburt hierher gezogen, kennen noch nicht viele und meine Frau und ich haben eine - nennen wir es mal "sehr Überschaubaren" - Freundeskreis. Unsere Eltern kümmern sich nicht so um Ihren Enkel wie wir es uns wünschen würden - höchstwahrscheinlich weil er nicht so funktioniert wie Sie es sich vorstellen. Unsere Brüder (jeweils 2 und Ihre Mädels) haben auch kein Interesse an Ihrem Neffen. Nur wenn es sein muss, bei Familienfeiern, fünf Minuten spielen und das war es. Wir wohnen zwar in einer sehr schönen Gegen, Spielstraße, lauter kleine Ein-Zwei-Familienhäuser, viele Familien mit Kindern - aber die Nachbarn sind auch nicht die besten. Alle halten sich für etwas besseres, meine Frau ist Erzieherin und ich Handwerker, so das unser Kleiner nicht gut genug ist mit den Kindern zu spielen. Das er nicht spricht, macht es nicht besser. Tut weh, mit ansehen zu müssen wie das eigene Kind mit einem anderen Kind spielen will, aber dessen Eltern es mitnehmen mit der Ausrede es müsse jetzt essen, oder schlafen oder irgendetwas anderes. Einmal ja, aber mehrmals fällt es doch auf. Die Enttäuschung im Gesicht des Kleinen. Im Kindergarten ist es ja auch nicht viel anders. Mit zwei haben wir Ihn in die Krippe. Hat er damals aber nicht mitgemacht, wir haben gemerkt das er immer Ängstlicher wurde und sich zurückgezogen hat. Er wollte nicht mal mehr bei seinen Großeltern auf dem Arm. Da haben wir Ihn aus der Krippe genommen.

    Im Oktober haben wir Ihn jetzt in den KiGa gegeben. Uns haben die Erzieher erzählt, das er schön auf andere Kinder zugeht, er möchte mit Ihnen spielen. Nur diese weisen Ihn ab, weil er nicht spricht. Weswegen er auch manchmal sehr traurig ist. Dazu kommt, das meine Frau wenn Sie Ihn morgen in den KiGa bringt oder Mittags abholt, von anderen Eltern komisch angesehen wird, weil er nur laute von sich gibt, bzw. sich andere Mütter darüber lustig macht. Meine Frau trifft das natürlich, weshalb Sie auch häufiger weint. Zu all dem ist noch zu sagen, das Sprachverständnis hat bei unserem Sohn auch etwas später eingesetzt. Zudem ist er ein ziemlicher Dickschädel. Wir haben auch von einer Studie gelesen, das bei Kindern mit Hohem Testosteron (auch schon im Bauch der Mutter) dazu neigen Spätredner zu sein. Dafür sind sie motorisch vorraus. Unser Kleiner hat mit einem Jahr gelernt zu laufen. Zwei Wochen später ist er gerannt - lange Strecken - und meine Mutter konnte nicht glauben das er erst seit zwei Wochen laufen kann. Ein Nachbarskind läuft seit über einem Jahr, aber noch so wacklig wie unser Sohn mit nach einer knappen Woche. Ein anderes Nachbarskind, drei Monate Jünger unser Sohn, konnte sich nicht mal auf ein Laufrad setzten als unserer schon damit rumgefahren ist. Unserer konnte mit eineinhalb auch schon Bälle geziehlt werfen und fangen - da waren die Nachbarskinder in dem Alter weit davon entfernt - aber diese Kinder reden..... Unser Sohn ist zudem größer wie die meisten vierjährigen Kinder, weshalb viele Menschen noch mehr von Ihm verlangen....

    Ich glaub das war genug. Vielleicht hat da draußen ja jemand ähnliche Sorgen und kann uns vielleicht weiterhelfen oder einen Tipp geben. Oder kennt jemanden bei dem es ähnlich war. Wir sind für alle Vorschläge dankbar.

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Dreijähriger spricht nicht

    Ist denn kein richtiger Hörtest gemacht worden ? Mein Enkel ist jetzt drei und hat auch Schwierigkeiten mit dem sprechen.
    Bei ihm hat man einen mittel Ultraschall festgestellt das er bestimmte Töne nicht hören kann .
    Das hatte dann zur Folge das es Schwierigkeiten mit dem sprechen gab.

    Den Eltern wurde dann eine OP empfohlen - Polypenentfernung und Paukenröhrchen wurden eingelegt .

    Die OP war kein Spaziergang und es geht langsam voran . Aber man merkt schon eine deutliche Verbesserung.

    Warum soll er sprechen wenn er auch so bekommt was er will ?

    Kinder in dem Alter spielen noch nicht mit anderen Kinder bzw. fangen gerade erst damit an . Meist spielen sie nebenher .
    Mein Enkel wächst auch in einem überschaubaren Kreis auf. Kinder in der Nachbarschaft gibt es auch keine .
    Er ist motorisch auch eher auf dem Stand eines Vierjährigen .

    Jedes Kind ist anders und hat seine Stärken und schwächen .

    Thori

  3. #3
    Gast

    Standard Re: Dreijähriger spricht nicht

    Zitat Zitat von quentin_tarentino Beitrag anzeigen
    Hallo Zusammen.

    Meiner Frau und mir macht unser 3 Jahre und vier Monate Alter Sohn Sorgen, da er noch nicht spricht. Nichts außer ein paar einzelne Worte. HNO konnte nichts finden und in der Uni Klinik (Pädaudiologie) wurde ebenfalls nichts gefunden (sofern er die Tests mitgemacht hat). Aber er hört, da sind wir uns sicher. Zumal auch im KiGa nichts anderes gesagt wird... Nur seine Zungenmotorik wäre etwas unterentwickelt, weshalb wir jetzt Logopädie verschrieben bekommen haben. Sofern wir endlich zeitnah endlich die Termine bekommen. Im Alter von etwa drei bis vier Monaten hat er beim Wickeln versucht die Vokale nachzuplappern die ich gesagt habe. Wenn man "Hallo" gesagt hat, kam ein "A-O" zurück . Von der Aussprache und Melodie nah dran. Jetzt, Rückblickend, hat es kurze Zeit später aufgehört. Das einzige was zeitlich hinkommt, war eine Mehrfachimpfung. Diverse Ärzte meinten, kann man schlecht sagen bzw. beweisen, bzw. sowas haben Sie noch nie gehabt oder davon gehört.... also das die Impfung daran schuld ist.

    Mit zwei Jahren kam dann Papa als erste Wort, kurz darauf Mama. Ja, nein, da folgten. Als er für Banane Ba sagte, dachten wir jetzt geht es mit dem sprechen langsam los. Doch leider war dem nicht so. Heute sagt er nicht mal mehr Mama oder Papa. Oder sehr sehr selten. Wir haben auch den eindruck, das es unterbewusst mit dem sprechen besser klappt. Wenn er wütend ist, kommt auch mal "Mama nein". Oder wenn er im spiel vertieft ist. Vereinzelt kamen auch schon Wörter die sich wie "Küche" oder "Tschüss" anhörten. Aber nur einmal. Er ist auch ein cleverer Bursche. Für die kleinen Probleme die sich für Ihn ergeben hat er immer Kreative Lösungen. Darauf wurden wir auch schon im KiGa angesprochen, er kann 100 diverse Tierarten voneinander unterscheiden und von vielen die Laute nachmachen. Er zeigt Gefühle, kuschelt auch mit uns gerne - somit fallen auch die deutlichsten Symptome für Autismus weg.

    Wir haben auch überlegt, ob es an etwas mangelnden sozialen Kontakten liegt. Wir sind erst kurz vor der Geburt hierher gezogen, kennen noch nicht viele und meine Frau und ich haben eine - nennen wir es mal "sehr Überschaubaren" - Freundeskreis. Unsere Eltern kümmern sich nicht so um Ihren Enkel wie wir es uns wünschen würden - höchstwahrscheinlich weil er nicht so funktioniert wie Sie es sich vorstellen. Unsere Brüder (jeweils 2 und Ihre Mädels) haben auch kein Interesse an Ihrem Neffen. Nur wenn es sein muss, bei Familienfeiern, fünf Minuten spielen und das war es. Wir wohnen zwar in einer sehr schönen Gegen, Spielstraße, lauter kleine Ein-Zwei-Familienhäuser, viele Familien mit Kindern - aber die Nachbarn sind auch nicht die besten. Alle halten sich für etwas besseres, meine Frau ist Erzieherin und ich Handwerker, so das unser Kleiner nicht gut genug ist mit den Kindern zu spielen. Das er nicht spricht, macht es nicht besser. Tut weh, mit ansehen zu müssen wie das eigene Kind mit einem anderen Kind spielen will, aber dessen Eltern es mitnehmen mit der Ausrede es müsse jetzt essen, oder schlafen oder irgendetwas anderes. Einmal ja, aber mehrmals fällt es doch auf. Die Enttäuschung im Gesicht des Kleinen. Im Kindergarten ist es ja auch nicht viel anders. Mit zwei haben wir Ihn in die Krippe. Hat er damals aber nicht mitgemacht, wir haben gemerkt das er immer Ängstlicher wurde und sich zurückgezogen hat. Er wollte nicht mal mehr bei seinen Großeltern auf dem Arm. Da haben wir Ihn aus der Krippe genommen.

    Im Oktober haben wir Ihn jetzt in den KiGa gegeben. Uns haben die Erzieher erzählt, das er schön auf andere Kinder zugeht, er möchte mit Ihnen spielen. Nur diese weisen Ihn ab, weil er nicht spricht. Weswegen er auch manchmal sehr traurig ist. Dazu kommt, das meine Frau wenn Sie Ihn morgen in den KiGa bringt oder Mittags abholt, von anderen Eltern komisch angesehen wird, weil er nur laute von sich gibt, bzw. sich andere Mütter darüber lustig macht. Meine Frau trifft das natürlich, weshalb Sie auch häufiger weint. Zu all dem ist noch zu sagen, das Sprachverständnis hat bei unserem Sohn auch etwas später eingesetzt. Zudem ist er ein ziemlicher Dickschädel. Wir haben auch von einer Studie gelesen, das bei Kindern mit Hohem Testosteron (auch schon im Bauch der Mutter) dazu neigen Spätredner zu sein. Dafür sind sie motorisch vorraus. Unser Kleiner hat mit einem Jahr gelernt zu laufen. Zwei Wochen später ist er gerannt - lange Strecken - und meine Mutter konnte nicht glauben das er erst seit zwei Wochen laufen kann. Ein Nachbarskind läuft seit über einem Jahr, aber noch so wacklig wie unser Sohn mit nach einer knappen Woche. Ein anderes Nachbarskind, drei Monate Jünger unser Sohn, konnte sich nicht mal auf ein Laufrad setzten als unserer schon damit rumgefahren ist. Unserer konnte mit eineinhalb auch schon Bälle geziehlt werfen und fangen - da waren die Nachbarskinder in dem Alter weit davon entfernt - aber diese Kinder reden..... Unser Sohn ist zudem größer wie die meisten vierjährigen Kinder, weshalb viele Menschen noch mehr von Ihm verlangen....

    Ich glaub das war genug. Vielleicht hat da draußen ja jemand ähnliche Sorgen und kann uns vielleicht weiterhelfen oder einen Tipp geben. Oder kennt jemanden bei dem es ähnlich war. Wir sind für alle Vorschläge dankbar.
    Ich würde ihn glaube ich einmal in einem SPZ vorstellen und drücke Euch die Daumen, für einen guten Logopäden. Hattet ihr ein gutes Gefühl beim Pädaudiologen? Sonst würde ich eventuell eine Zweitmeinung einholen. Gibt es einen Sprachheilkindergarten in der Nähe? Da gäbe es Fachkräfte und Kinder mit ähnlichen Problemen. Dass er erst lautiert und dann wieder aufgehört hat, wäre sehr typisch für eine Schwerhörigkeit.
    dusktildawn gefällt dies

  4. #4
    Registriert seit
    05.12.2017
    Beiträge
    8

    Standard Re: Dreijähriger spricht nicht

    Hallo Thori, Hallo Zickzackkind,
    vielen Dank für eure Kommentare und Anregungen.

    Hörtest wurde gemacht. Ob dein Ultraschall gemacht wurde bzw ob der geklappt hat kann ich leider nicht sagen. Laut HNO (wir haben extra einen gesucht der sehr gut mit Kindern umgehen kann) sind die Tests nicht wirklich für Kleinkinder geeignet bzw. klappen die bei den ersten paar mal nicht richtig. Wasser im Ohr konnte z.B. definitiv ausgeschlossen werden. Zudem sagt der HNO das der Kleine seiner Meinung nach keine Probleme mit dem Hören hat. Nur kann er (HNO) es nicht beweisen, da unser Kleiner ja nicht alle Tests reibungslos mitgemacht hat. Auch sagt dieser besagte HNO, er würde sich bis zum Fünften Lebensjahr da keine sorgen machen. Man würde von vielen Kindern einfach zu viel erwarten und einige entwickeln sich halt deutlich anders als normal. Er würde uns das nicht nur als Arzt mit langjähriger Berufserfahrung sagen der schon viel mit Kindern zu tun hatte, sondern auch als 4 facher Vater. Zudem sind wir uns sicher das er hört. Im Haus alles ruhig, kein Musik TV ect. und von draußen fliegt ein Flugzeug oder ein Vogel zwitschert. Aber ganz leise, fast nicht zu hören. Er hört es und zeigt uns auf seine weiße ob es Flugzeug oder Vogel ist. Auch die Geräusche von Tieren macht er nach ein oder zweimal hören sehr gut nach - würde er Sie nicht hören oder nur schlecht bzw verzerrt könnte er Sie auch nicht 1:1 nachmachen.

    Der Chefarzt der Pädaudiologie bzw. seine Mitarbeiter haben uns kein gutes Gefühl vermittelt. Unsere Erfahrungen bzw. was wir als Eltern festgestellt haben, interessierte die nicht. Wir hatten eine einstündige Anfahrt zur Uniklinik, waren pünktlich da. Im Juli Termin gemacht, der nächste freie Termin war ende November!!! Dann mussten wir zwei Stunden warten, weil der Chefarzt eine "Besprechung" hatte - obwohl mehrere Eltern mit Kleinkindern und Termin warteten. Absolut nicht Kleinkindtauglich auf einem Flur mit spartanischer Ausstattung zu warten. Dann ziehen sich die einzelnen Besprechungen und Untersuchungen noch über zwei Stunden. Aber der Hammer: andere Kinder würden diese Untersuchungen Problemlos mitmachen.... Eine Anwesende Mutter erzählte uns, das Ihr Sohn diese erst beim sechsten mal mitgemacht hatte, bei Ihrer Tochter dauerte es sogar noch länger. Also wird man angelogen, kein guter Eindruck.

    Termin beim Logopäden steht endlich: nächsten Montag will Sie Ihn sich mal ansehen, mal sehen ob Sie es schaft Bezug aufzubauen, sonst ist es zum scheitern verurteilt - hat Sie selbst gesagt. Sprachkindergarten haben wir schon vor Monaten angerufen. Vor dem vierten Lebensjahr nehmen die keine Kinder, macht Ihrer Meinung nach keinen Sinn.

    Das mit dem "...er bekommt ja alles was er will..." haben wir uns auch schon überlegt. Meine Frau hat sich ja allein schon viel beruflich mit Kleinkindern beschäftigt (hatte auch über Jahre die Leitung in einer Krippe) und von Babyzeichensprache gelesen bzw. wollte Sie auch anwenden und Ihm lernen. Er hat es aber von sich aus gelernt/gemacht. Er konnte uns mit 7-9 Monaten mit Zeichensprache/gestikulieren zeigen was er will. Dadurch hat er immer bekommen was er will und eventuell es nicht für nötig gehalten bzw einen Anreiz gehabt zu reden. Nur sind HNO und Pädaudiologie da anderer Meinung.

    Das seltsame ist, das wenn man sich mit diesem ganzen Thema befasst, es würden immer mehr Kinder werden die solche Probleme haben. Ein ehemaliges Nachbarskind hat mit drei Jahren auch noch kein Wort gesprochen, auch fast keine Laute von sich gegeben. Über Facebook hat meine Frau die Mutter ausfindig gemacht und kontaktiert. Sie meinte, selbst als er in den Kindergarten ging kam nicht sofort eine Besserung. Es dauerte ein halbes Jahr, da kamen die ersten Worte. Mit vier hatte er alles aufgeholt. Wenn wir wüssten das es mit unserem Sohn genauso läuft, wären wir viel entspannter. Und uns würde diese Blicke, oder Aussagen wie "sowas haben wir noch nie erlebt" auch kalt lassen....

  5. #5
    Gast

    Standard Re: Dreijähriger spricht nicht

    Ich bin ja nun nur die Oma und auch kein Fachmann
    Daher versuch ich mal so aus dem Gedächtnis aufzuschreiben was mir noch einfällt. Sind aber nur meine Erfahrungen und keine Fachberatung.

    Enkel ist jetzt vor ein paar Tagen drei Jahre alt geworden . Ich hatte schon vor zwei Jahren das Gefühl das er nicht richtig hört . Die Eltern haben das dem Kinderarzt mitgeteilt und der war der Meinung alles in Ordnung .Latetalker eben .

    Enkel hat auf Ansprache reagiert , ist zusammen gezuckt wenn eine Tür laut zugeschlagen ist , konnte Tierstimmen u.s.w.

    Enkel geht seit dem 11. Lebensmonat in die Kinderkrippe .

    Als Enkel dann 2 1/2 war und es mit dem sprechen nicht wirklich voran ging verlangten die Eltern eine Überweisung zum Kinder HNO .
    Da wurden dann auch diverse Test gemacht bzw. man versuchte es . Bei so kleinen Kindern ist das nämlich kompliziert .
    Die Eltern gaben sich mit dem Test nicht zufrieden da sie nicht wirklich ein Ergebnis gebracht haben .

    Sie suchten einen anderen Kinder HNO . Dort wurde dann ein dünner Draht ins Ohr gelegt und gemessen . Frag bitte nicht wie das gemacht wird.
    Ich habe keine Ahnung .

    Ergebnis -- Enkel kann bestimmte Töne überhaupt nicht hören . Das führt auf Dauer dazu das Kinder falsch sprechen lernen und es auch ewig dauert .

    Wenn ich mich recht erinner kann man die angesammelte Flüssigkeit auch nicht wirklich sehen wenn man nur ins Ohr hinein schaut .
    Ob das so stimmt da muss ich passen .

    Die Op war dann im September und danach hat er wirklich Fortschritte gemacht und spricht jetzt auch in Sätzen und er sagt z.B. wenn etwas
    schief läuft --- so eine Scheiße --- keine Ahnung wo er das gelernt hat - schwör !!!!!

    Er hinkt den anderen Kindern immer noch hinterher aber auch der Kindergarten sagt das er große Fortschritte gemacht hat .
    Es wird wohl auch noch der Logopäde zum Einsatz kommen . Im Februar ist die nächste Untersuchung beim HNO .

    Besser ist aber man fängt früh an und die Kinder lernen gleich richtig sprechen und der Logopäde hat nicht mehr so viel zu tun .

    Natürlich gibt es auch Kinder bei denen reißt der Knoten von ganz allein . Nur leider hat man ja keine Glaskugel ?

    Thori
    Gast gefällt dies

  6. #6
    Gast

    Standard Re: Dreijähriger spricht nicht

    Ich drücke Euch auf jeden Fall die Daumen. Ich kann mich ein bißchen in Euch hineinfühlen - wir haben eine lange Odysee mit unserer Dritten gehabt. Sie konnte lange nur Vokale lautieren, auf unser Drängen wurden Hörtests gemacht, irgendwann stellte sich heraus, dass sie praktisch von den Lippen abliest. Sie bekam Polypen entfernt und mehrfach Paukenröhrchen gesetzt. Richtig gut wurde es nicht. Auch die Pädaudiologie hat nichts gebracht. Mit vier Jahren sollte sie endlich Logopädie bekommen und die dortige Logopädin stellte fest, dass sie eine submuköse Gaumenspalte hatte (trotz gespaltenem Zäpfchen hat das keiner gemerkt) und nachdem diese operiert wurde, wurde es besser. Leider bekam sie seltene Komplikationen und trägt heute ein Hörgerät. Auch da hieß es, sie höre 70-80 Prozent und als wir auf einen Sprachverständnistest drängten, stellte sich heraus, dass sie auf einem Ohr nur 20-30% Sprache versteht.
    Also hört auf Euer Gefühl und entscheidet je nach dem - Ärzte sind nicht unfehlbar. Ich bin auch Erzieherin und Mutter von vier Kindern und kannte immer den Vergleich. Wenn Deine Frau denkt es kommt von der Zeichensprache und er hört gut und versteht altersgemäß, dann wäre ich auch etwas entspannter. Ich hoffe ihr habt Glück mit dem Logopäden und drücke Euch (falls nötig) die Daumen für einen Platz im Sprachkindergarten. Es gibt durchaus Latetalker, trotzdem würde ich genau hinschauen - normal ist es ja nicht, dass Kinder so spät sprechen.

  7. #7
    Registriert seit
    05.12.2017
    Beiträge
    8

    Standard Re: Dreijähriger spricht nicht

    So, jetzt mal ein kleines Update. Vor allem für Eltern die das lesen und eventuell ähnliche Sorgen haben.

    Logopädie bringt nicht wirklich was. Durch Zufall, durch die Bekannte einer Bekannten, haben wir von Osteopathie gehört. Ihre Tochter hat mit knapp vier noch nicht geredet. Osteopath, Wirbel hatte eine Blockade verursacht, seitdem ging es bergauf und die Kleine lernte danach zu reden. Hab mich danach im Internet schlau gemacht und ein paar ähnliche Fälle gefunden. Da ich nichts unversucht lassen wollte , hier in der Gegend nach einem Osteopathen gesucht und in Würzburg einen gefunden. Dieser hat sogar Medizin studiert (bin kein Freund von Heilpraktikern) und einen beeindruckenden Lebenslauf sowie nur gute und sehr gute Bewertungen. Also Termin gemacht, drei Wochen gewartet.

    Beim Termin erst gründliches Vorgespräch, dann hat er sich unseren Kleinen Racker angesehen und zwei Blockaden im Halsbereich festgestellt - und sie gleich behoben. Uns wurde erklärt, die Position der Blockade könnte eventuell die Blutzufuhr zum Gehirn etwas eingeschränkt haben, da es auf der Seite mit dem Sprachzentrum ist. Dadurch eine eventuelle Sprachverzögerung. Er hatte uns von Anfang an auch gesagt, das er mit Sprachblockaden keine Erfahrung hat und er uns außer dem beseitigen dieser Blockade leider nicht weiterhelfen kann.

    Uns viel auf, das unser Sohn seitdem ruhiger schläft. Auch sonst ist er in gewissen Alltagssituationen viel gelassener - tickte sonst öfters aus wenn man nur sein Spielzeug wegräumen wollte. Solche Blockaden können schmerzhaft sein und können schon bei der Geburt verursacht worden sein. Bei Schreikindern könnte so eine Blockade z.B. der Grund sein. Kinder mit Blockaden können auch dauerhaft Schmerzen haben, die mal stärker, mal schwächer sind. Dadurch sind manche Kinder nur unausgeglichen, andere werden sogar agressiv.

    Aber das wichtigste: vor dem Osteopathen, konnte er zwar z.B. Papa sagen - er hat mich aber nie damit direkt angesprochen. Zwei Tage danach hat er mich zum ersten mal direkt mit Papa angesprochen und ruft seitdem bewusst nach mir - wenn er mir etwas zeigen möchte, ich kommen soll oder er etwas will. Wenn wir mit ihm Sprachübungen gemacht haben und er nachsprechen sollte - oder wir ihn allgemein gebeten haben etwas zu sagen, kam bisher nichts. Seit dem Termin, macht er schön mit und wir konnten seinen Wortschatz etwas ausbauen. Auch meine Frau wird inzwischen bewusst als Mama gerufen. Es ist sicher in dem Alter noch viel zu wenig. Aber diese Fortschritte in dieser kurzen Zeit, auf die man so lange gewartet hat - sind trotzdem schön.

    Abschließend kann ich nur sagen, was der Osteopath uns sagte: selbst wenn nach dem beheben dieser Blockade eine Besserung eintritt, wird man nie mit Sicherheit sagen können ob es wirklich daran gelegen hat. Meine persönliche Meinung: unser Sohn ist zwar nicht wie ausgewechselt, aber der Termin und danach auf mehreren Ebenen eine Besserung. Plötzlich klappt es mit der Sprache deutlich besser??? Entweder ist das ein wirklich großer Zufall, oder es hat wirklich daran gelegen. Im Nachhinein wäre es schön gewesen, wenn wir den Tipp früher bekommen hätten...

    PS: ich bin weder Heilpraktiker noch Mediziner. Die ganzen Angaben sind meine Erfahrungen oder eine Zusammenfassung von Berichten die ich gelesen habe. Dies nur am Rande, bevor mir jemand falsche Behauptungen oder fehlende Medizinisches Wissen ect. unterstellt!
    Gast gefällt dies

  8. #8
    Gast

    Standard Re: Dreijähriger spricht nicht

    Danke das du dich noch mal gemeldet hast und ich wünsche euch von ganzem Herzen das es weiter geht mit der Sprachentwicklung .
    Ich würde mich freuen wenn du ab und an berichtest wie es weiter geht . Hilft vielleicht auch anderen Eltern in so einer Situation.

    Thori

  9. #9
    Queen Bee ist offline journey (wo)man
    Registriert seit
    09.03.2018
    Beiträge
    53

    Standard Re: Dreijähriger spricht nicht

    Leider kenne ich keinen ähnlichen Fall, im Normalfall würde ich ja sagen jedes Kind entwickelt sich ja unterschiedlich und wenn ihr schon bei mehreren Ärzten wart und die meinten das alles okay ist, würde ich ja auch erst einmal abwarten. Ich habe aber auch schon öfter gehört, dass in manchen Fällen erst Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte später, die richtige Diagnose erstellt haben.

  10. #10
    LEMMCHEN ist offline Stranger
    Registriert seit
    26.06.2018
    Beiträge
    2

    Standard Re: Dreijähriger spricht nicht

    Ich kenne einen ähnlichen Fall, ich stehe vor dem gleichen Problem mit meinem Sohn, wir stehen auch vor einem großen Fragezeichen. Hat der Osteopath einiges bewirken können?

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •