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Thema: Wenn ein Kind einen "Tick" entwickelt

  1. #1
    susaja ist offline weibliches Kleeblatt

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    Standard Wenn ein Kind einen "Tick" entwickelt

    Also, ich habe drei Mädels und die Mittlere hat zur Zeit , eine Angewohnheit, das mich schier wahnsinnig macht.
    Sie hält sich ständig die Hautfalte zwischen Daumen und Zeigefinger , immer genau über den Mund und Nase. Abwechselnd mit beiden Händen. Ansonsten muss sie die Hautfalte auch oft so berühren.
    Es kommt mir so vor, das ihr das immer irgendwie Sicherheit gibt. Aber warum tut sie das ???
    Ignorieren bringt nichts , strafen natürlich auch nicht, aber warum macht sie das ?? Ist das ne Sache für einen Psychologen oder kennt das jemand von seinen eigenen KInd/er ???
    Bitte , falls einer einen Rat weiss, sofort schreiben !!! es macht mich total fertig , weil ich nicht genau weiss , wie ich es deuten soll.

  2. #2
    sammysmom Gast

    Standard Re: Wenn ein Kind einen "Tick" entwickelt

    Hallo,

    es ist natürlich schwierig von Weitem da jetzt was handfestes zu sagen.

    Erstmal ein paar Fragen. Wie lange macht sie das schon? Hat oder hatte sie schon andere Tics? Kann sie das kontrollieren oder passiert das ohne das sie es merkt?

    Ich habe auch ein Kind mit Tic. Vor ca. einem Jahr fing es bei uns an mit einem "größeren" Tic. Es haut oder wischt sich mit dem ganzen Arm über die Stirn. Es zu beschreiben ist schwer. Waren damit erst beim Kinderarzt, aber die hat es einfach abgetan. Nach einer sehr langen Wartezeit sind wir dann in ein Sozialpädiatrisches Zentrum gekommen, wo wir sehr gut aufgehoben waren. Wir haben vor nem Monat ungefähr die Diagnose Tourette-Syndrom bekommen.

    Das muss es aber bei deiner Tochter nicht sein! Dazu müssen ganz bestimmte Kriterien erfüllt sein. Man kann aber auch so einen Tic haben ohne Tourette. Wenn es ein richtiger Tic ist, dann kannst du nichts dagegen machen. Außer es zu akzeptieren und damit zu leben. Tics wandeln sich, sie werden mal weniger, mal mehr am im Gegensatz zu ner schlechten Angewohnheit kann man sie sich nicht abgewöhnen! Medikamente kann man evtl. geben, aber ich denke am Wichtigstens ist es, dem Kind das Selbstvertrauen mitzugeben, das es braucht um damit zu leben.

    Wenn du einen guten Kinderarzt hast, gehe da doch ruhig mal hin. Wenn du googlen magst, gib einfach mal "Tic-Störung" ein. Da findest du ne ganze Menge.

  3. #3
    susaja ist offline weibliches Kleeblatt

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    Standard Re: Wenn ein Kind einen "Tick" entwickelt

    Also der Kinderarzt hat es auch einfach abgetan. Er gab mir aber auch die Möglichkeit für den Besuch in einem solchen Zentrum hier in der Nähe. Aber ich find, der Schuh ist fast zu gross dafür.
    Diesen Tick oder ähnliche gab es schon früher, haben nachgelassen, aber der hält sich jetzt und wird auch schlimmer, kann es hat nicht einschätzen was ihr diese Wiederholung von dieser Bewegung gibt.
    Muss sie Spannung ablassen oder ist sie unsicher dann ???
    aber vielleicht wäre es doch sinnvoll die überweisung anzunehmen, aber ich will nicht das sie es nacher noch schlimmer machen als es ist.
    Vielleicht muss man einfach abwarten und es gibt sich und wenn nicht ? nacher wird daraus ein zwang ???

  4. #4
    sammysmom Gast

    Standard Re: Wenn ein Kind einen "Tick" entwickelt

    Gerade wenn sie schon früher Anzeichen von Tics gezeigt hat, würde ich die Überweisung einfach mal annehmen.
    Schlimmer macht es das sicher nicht. Ich hatte auch Angst vor der Diagnose. Von einem Fachmann dann bestätigt zu bekommen, dass es Tourette ist, war schon nicht so einfach. Aber es ändert am Krankheitsbild nichts! Aber sehr wohl an deinem Bewusstsein für die Krankheit. Wir gehen viel entspannter jetzt damit um. Und wenn man weiß, was genau das Kind hat kann man sich auch viel besser drauf einstellen und konkret Hilfe suchen. Auch wenn es nur in Form von Selbsthilfegruppen ist.
    Uns hat der Arzt erklärt, dass der Tic eine Art Entspannung ist. Aber so wie wir einen Schluckauf nicht unterdrücken können, so ist können tickende Menschen ihre tics nicht unterdrücken. Wobei viele lernen das aufzuschieben. Also in der Schule oder auf der Arbeit nicht ticken, aber dann zu Hause das nachgeholt wird. Es entläd sich eben dann.

    Ein Zwang muss es übrigens nicht werden. Tics werden zwar häufig begleitet von Zwängen, aber aus einem Tic wird kein Zwang. Das sind ganz unterschiedliche Dinge. Ein Tic hat organische Ursachen, ein Zwang psychische.

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