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Thema: Zu wenig soziale Kontakte

  1. #1
    Nuki84 Gast

    Standard Zu wenig soziale Kontakte

    Ich schleich mich mal kurz hier rein, weiß zwar nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich versuch es mal:
    Ich habe eine 13 Monate alte Tochter und mach mir ein bisschen Gedanken wegen der sozialen Kontakte. Ich muss dazu sagen, das ich schon seit meiner Kindheit Einzelgänger bin und extrem Probleme habe, Freunde zu finden oder überhaupt andere Leute anzusprechen und mich zu treffen. Ab und an treffe ich mich mit zwei Müttern zum quatschen,die eine hat eine 2jährige Tochter, die andere schon ein älteres Kind, wir sehen uns aber ziemlich selten und meine Tochter hat ansonsten keine Kontakte zu anderen Kindern. Sie verbringt den größten Teil der Zeit mit mir und wenn wir mal weggehen ist sie auch da nur von Erwachsenen umgeben, sie ist ziemlich offen und neugierig und fängt auch schnell an, mit anderen "warm" zu werden. Ich mach mir aber trotzdem Gedanken, ob da nicht jetzt schon was "versaut" ist und sie auch später, so wie ich, Probleme mit sozialen Kontakten bekommt (also Freunde finden, in der Gruppe zurecht zu kommen etc), habt ihr einen Tipp, wie ich ihr das erleichtern kann ?

  2. #2
    Dashik ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Zu wenig soziale Kontakte

    Tipp zum erleichtern hab ich leider nicht, habe ungefähr dasselbe Problem. Bin erstens einzelgängerisch veranlagt, und zweitens bin ich, da kein Auto, bei den Kontakten ziemlich auf unsere Gegend hier eingeschränkt - und da haben die Leute entweder gar keine Kinder, oder ich verstehe mich mit denen überhaupt nicht (nur Rentnerviertel oder soziale Wohnsiedlung in der Nähe).

    Man merkt schon dass meine zwei sehr Mamakonzentriert sind, und wenn die Große (2 und 3 Monate) doch mal in Gesellschaft von anderen Kindern ist, hält sie sich eher zurück und weiß nicht was sie mit ihnen anfangen soll.
    Aber ich mache mir da keine allzugroßen Sorgen, sie haben ja erstens einander zum Spielen (der Kleine ist 10 Monate alt), und nächstes Jahr kommt sie in den Kiga. Ausserdem haben wir 1-2 Mal die Woche einen Babysitter, da lernen sie auch mal andere Leute als mich kennen.

    Ich denke, es wird sich schnell ausgleichen, wenn sie dann mal unter Kinder kommen. Ich führe mein Einzelgängertum nicht darauf zurück, dass ich zuwenig Kontakte gehabt hätte, ich war z.B. ab 6 Monaten in einer Vollzeitkrippe von 8-20 Uhr, da hatte ich wirklich genug andere Kinder um mich rum. Es ist einfach Charaktersache, und wenn Du meinst, sie wird mit den Erwachsenen um sie herum schnell warm, dann ist sie vielleicht einfach ein anderer Typ als Du. Es wird schon, keine Sorge!

  3. #3
    schwubsi ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Zu wenig soziale Kontakte

    Zitat Zitat von Nuki84 Beitrag anzeigen
    Ich schleich mich mal kurz hier rein, weiß zwar nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich versuch es mal:
    Ich habe eine 13 Monate alte Tochter und mach mir ein bisschen Gedanken wegen der sozialen Kontakte. Ich muss dazu sagen, das ich schon seit meiner Kindheit Einzelgänger bin und extrem Probleme habe, Freunde zu finden oder überhaupt andere Leute anzusprechen und mich zu treffen. Ab und an treffe ich mich mit zwei Müttern zum quatschen,die eine hat eine 2jährige Tochter, die andere schon ein älteres Kind, wir sehen uns aber ziemlich selten und meine Tochter hat ansonsten keine Kontakte zu anderen Kindern. Sie verbringt den größten Teil der Zeit mit mir und wenn wir mal weggehen ist sie auch da nur von Erwachsenen umgeben, sie ist ziemlich offen und neugierig und fängt auch schnell an, mit anderen "warm" zu werden. Ich mach mir aber trotzdem Gedanken, ob da nicht jetzt schon was "versaut" ist und sie auch später, so wie ich, Probleme mit sozialen Kontakten bekommt (also Freunde finden, in der Gruppe zurecht zu kommen etc), habt ihr einen Tipp, wie ich ihr das erleichtern kann ?
    Geh einfach auf den Spielplatz - es ist doch Sommer! Du mußt ja nicht unbedingt mit den anderen Müttern quatschen, Dein Kind wird sich trotzdem mit den anderen Kindern befassen.

    Außerdem wäre z.B. Mutter-Kind-Turnen gut, oder andere Kurse, bei denen Kindergruppen sind. Vielleicht auch Babyschwimmen.

    Wenn Du das alles nicht magst, solltest Du über einen Krippenbesuch nachdenken oder wenigstens ein Geschwisterkind in Angriff nehmen. So wenig soziale Kontakte zu anderen Kindern erscheinen mir wirklich nicht sinnvoll.
    LG, schwubsi

    Sohn 10/04 + Tochter 8/07 + Tochter 1/11


  4. #4
    Nuki84 Gast

    Standard Re: Zu wenig soziale Kontakte

    Ich war einen Kurs lang beim Babyschwimmen, mit den anderen Müttern bin ich aber nicht so richtig warm geworden und dann habe ich das schwimmen halt für die Kleine durchgezogen, damit sie wenigstens mal andere Kinder sieht.
    Auf dem Spielplatz hier gibt es gar nicht so viele kleine Kinder, eher Schulkinder und da kann sie nicht viel mit anfangen. Ich bin grad dabei, einen Kita-Platz zu organisieren und hoffe mal, das es schnell klappt, da wäre sie dann den Tag über unter anderen Kindern und könnte sich austoben.
    Ansonsten ist sie total auf mich fixierd, auf Dauer kann das nicht "gesund" sein, und nur unter Erwachsenen, ich weiß nicht, da fehlt doch dann irgendwas. Ich bin zwar räumlich relativ flexibel dank Auto, aber man muss auch erstmal jemanden finden, mit dem man zurecht kommt.
    Ein weiteres Kind kommt für mich aber nicht in Frage, sie wird wohl Einzelkind bleiben...

  5. #5
    Avatar von BRachial
    BRachial ist offline Intellektueller Bodensatz

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    Standard Re: Zu wenig soziale Kontakte

    Zitat Zitat von Nuki84 Beitrag anzeigen
    Ich war einen Kurs lang beim Babyschwimmen, mit den anderen Müttern bin ich aber nicht so richtig warm geworden und dann habe ich das schwimmen halt für die Kleine durchgezogen, damit sie wenigstens mal andere Kinder sieht.
    Auf dem Spielplatz hier gibt es gar nicht so viele kleine Kinder, eher Schulkinder und da kann sie nicht viel mit anfangen. Ich bin grad dabei, einen Kita-Platz zu organisieren und hoffe mal, das es schnell klappt, da wäre sie dann den Tag über unter anderen Kindern und könnte sich austoben.
    Ansonsten ist sie total auf mich fixierd, auf Dauer kann das nicht "gesund" sein, und nur unter Erwachsenen, ich weiß nicht, da fehlt doch dann irgendwas. Ich bin zwar räumlich relativ flexibel dank Auto, aber man muss auch erstmal jemanden finden, mit dem man zurecht kommt.
    Ein weiteres Kind kommt für mich aber nicht in Frage, sie wird wohl Einzelkind bleiben...
    Die Kleine ist erst 13 Monate.
    Natürlich ist sie auf dich fixiert!

    Lass ihr (und dir) Zeit. Sie wird in Kindertagesstätte/Kindergarten genügend soziale Kontakte mit Gleichaltrigen haben.

    Jetzt muss sie noch von der Herde geschützt werden. Und das sind nun mal zumeist Erwachsene.

    Mach dir keine Sorgen. Es ist völlig gesund so, wie es im Moment ist.
    sie ist ziemlich offen und neugierig und fängt auch schnell an, mit anderen "warm" zu werden
    Ich bin auch eine Einzelgängerin. Meine Tochter hat da viel weniger Probleme als ich. (Übrigens hab ich 2 Geschwister, Cousin und Cousine, die oft bei uns rumgammelten, viele Nachbarskinder, die sich bei uns austobten)

    Gibt es eine Art Mini-Club bei euch? Wo sich Mütter in lockerer Runde treffen, spielen, Kaffee trinken, singen? Sowas gibt es oft bei den Gemeinden. So mit anderthalb Jahren wäre das das richtige Einstiegsalter.
    "Rassismus ist das Übel unserer Welt. Nazi sein bedeutet, dass du verloren hast, bevor du anfängst. Du kannst nicht gewinnen. Du bist nur dumm."
    Lemmy Kilmister

    Solche:Freunde/Mann/Frau/Kind/Kinder/Tiere/Kollegen/Kumpels/Kneipenwirte/Mitsportler/Handwerker/ Lieferanten/Nachbarn hätte ich gar nicht erst!

  6. #6
    Nuki84 Gast

    Standard Re: Zu wenig soziale Kontakte

    Hier gibt es im Krankenhaus so ein Müttercafe, was zweimal in der Woche offen ist, allerdings ist da immer die Hölle los und man kommt sich wie im Wespennest vor. Ich hatte schon überlegt, evtl mal eine Krabbelgruppe zu besuchen, ich bin da selbst zwar nicht so scharf drauf, aber die Kleine braucht auch mal andere um sich und nicht nur mich.
    Ich hatte mir deswegen Gedanken gemacht, weil ich öfter hier lese, welche Sachen die Kinder alle machen und das sie hier und dorthin gehen etc, und ich wollt meinem Kind das gleiche Schicksal wie mir ersparen( das sie zum Einzelgänger wird und sich nur schwer anpassen kann), aber wenn das in dem Alter noch ok ist, dann lassen wir es mal langsam angehen und ich such mir ein paar Kurse, die es gibt und entscheide mich für einen, den wir dann besuchen werden.

  7. #7
    Avatar von BRachial
    BRachial ist offline Intellektueller Bodensatz

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    Standard Re: Zu wenig soziale Kontakte

    Zitat Zitat von Nuki84 Beitrag anzeigen
    Ich hatte mir deswegen Gedanken gemacht, weil ich öfter hier lese, welche Sachen die Kinder alle machen und das sie hier und dorthin gehen etc, und ich wollt meinem Kind das gleiche Schicksal wie mir ersparen( das sie zum Einzelgänger wird und sich nur schwer anpassen kann), aber wenn das in dem Alter noch ok ist, dann lassen wir es mal langsam angehen und ich such mir ein paar Kurse, die es gibt und entscheide mich für einen, den wir dann besuchen werden.
    Jedes Kind hat ein eigenes Tempo.
    Auch wenn andere Kinder viele Sachen machen (müssen): sie werden erst dann lernen, wenn sie dazu in der Lage sind.

    Lasst euch eure individuelle Zeit! Ihr werdet das Richtige tun, da bin ich mir sicher!

    Wie geschrieben: ich hatte echt genügend Kinder um mich rum und bin trotzdem eine Einzelgängerin.
    Natürlich ist es später leichter, soziale Kontakte zu knüpfen, wenn man quasi von Geburt an vertrauensvollen Kontakt zu möglichst vielen Teilen der Herde hatte. Das Alter der Herdenmitglieder spielt aber noch keine Rolle bei deiner Kleinen.
    (Deswegen halte ich auch nicht viel von der These, dass sich Eltern und Baby "erst einmal kennen lernen müssen")
    "Rassismus ist das Übel unserer Welt. Nazi sein bedeutet, dass du verloren hast, bevor du anfängst. Du kannst nicht gewinnen. Du bist nur dumm."
    Lemmy Kilmister

    Solche:Freunde/Mann/Frau/Kind/Kinder/Tiere/Kollegen/Kumpels/Kneipenwirte/Mitsportler/Handwerker/ Lieferanten/Nachbarn hätte ich gar nicht erst!

  8. #8
    mercury Gast

    Standard Re: Zu wenig soziale Kontakte

    Zitat Zitat von Nuki84 Beitrag anzeigen
    Ich schleich mich mal kurz hier rein, weiß zwar nicht, ob ich hier richtig bin, aber ich versuch es mal:
    Ich habe eine 13 Monate alte Tochter und mach mir ein bisschen Gedanken wegen der sozialen Kontakte. Ich muss dazu sagen, das ich schon seit meiner Kindheit Einzelgänger bin und extrem Probleme habe, Freunde zu finden oder überhaupt andere Leute anzusprechen und mich zu treffen. Ab und an treffe ich mich mit zwei Müttern zum quatschen,die eine hat eine 2jährige Tochter, die andere schon ein älteres Kind, wir sehen uns aber ziemlich selten und meine Tochter hat ansonsten keine Kontakte zu anderen Kindern. Sie verbringt den größten Teil der Zeit mit mir und wenn wir mal weggehen ist sie auch da nur von Erwachsenen umgeben, sie ist ziemlich offen und neugierig und fängt auch schnell an, mit anderen "warm" zu werden. Ich mach mir aber trotzdem Gedanken, ob da nicht jetzt schon was "versaut" ist und sie auch später, so wie ich, Probleme mit sozialen Kontakten bekommt (also Freunde finden, in der Gruppe zurecht zu kommen etc), habt ihr einen Tipp, wie ich ihr das erleichtern kann ?
    Gib das Kind so rasch als möglich halbtags zu einer Tagesmutter oder in eine Krippe. Wir haben auch ein Einzelkind und keine Kinder im ganzen privaten Umkreis.

    Tochter hat sich sozial bestens entwickelt (aufgrund der o.a. Maßnahmen) - geht jetzt in die erste Klasse und kommt mit allen Kindern gut zurecht.

    Die Problemkinder in der Klasse sind in den von Dir beschriebenen Verhältnissen aufgewachsen, kamen erst spät in den Kindergarten (konnten sich dort sehr schwer eingewöhnen) und sind auch jetzt noch in der Schule auffällig zurückgeblieben im Sozialverhalten.

    Es ist nicht ausreichend, ein Kind ab und zu mit anderen Kindern zu konfrontieren. Erst der tägliche stabile Kontakt ermöglicht das Lernen von Gruppenregeln und sozial verträglichen Interaktionsmustern - die müssen sitzen, BEVOR das Kind in die Schule kommt. Mit der Ausnahmefall-Methode (einmal pro Woche in eine Spielgruppe) klappt das nicht.

    LG

  9. #9
    Avatar von BRachial
    BRachial ist offline Intellektueller Bodensatz

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    Standard Re: Zu wenig soziale Kontakte

    Das Kind ist 13 Monate!!!

    Vermutlich kommt es dies Jahr noch gar nicht in die Schule.
    Es genügt durchaus, ein Kind mit 2 - 3 Jahren in den Kindergarten zu geben. Vorher hat es sich noch nicht als Individuum wahrgenommen und erst dann ist es fähig, die sozialen Fähigkeiten mit anderen Kindern zu trainieren.

    Jetzt ist die Zeit, wo das Urvertrauen aufgebaut wird.

    Mit der Ausnahmefall-Methode (einmal pro Woche in eine Spielgruppe) klappt das nicht.
    Dann hab ich und die anderern Mütter unseres Mini-Clubs was falsch gemacht und die Kinder müssen dringend therapiert werden. Die sind sozial verkorkst und wissen es noch gar nicht!
    "Rassismus ist das Übel unserer Welt. Nazi sein bedeutet, dass du verloren hast, bevor du anfängst. Du kannst nicht gewinnen. Du bist nur dumm."
    Lemmy Kilmister

    Solche:Freunde/Mann/Frau/Kind/Kinder/Tiere/Kollegen/Kumpels/Kneipenwirte/Mitsportler/Handwerker/ Lieferanten/Nachbarn hätte ich gar nicht erst!

  10. #10
    Nuki84 Gast

    Standard Re: Zu wenig soziale Kontakte

    Ich bemühe mich grade um einen Kita-Platz, damit sie nächstes Jahr dahin kann (dieses JAhr wird es wohl nichts werden), im Moment ist sie eher auf mich und generell Erwachsene fixiert.
    Aber ich glaube nicht (deine Meinung ist aber völlig ok), das sie deswegen soziale Schäden davonträgt oder in der Schule zurückbleiben wird, wir leben hier ja nicht in Assi-Verhältnissen, sie hat halt nur keine anderen Kinder um sich, eben weil sie Einzelkind ist und hier nicht viele Kinder in ihrem Alter sind. Ich war und bin auch Einzelgänger, trotzdem habe ich ein Abitur gemacht und bin nicht zurückgeblieben, ich glaub das diese Kinder, die solche Probleme haben, aus ganz anderen Verhältnissen stammen oder da generell was schiefgelaufen ist und da auch das Umfeld und die FAmilie eine Rolle spielt, das die Kinder Probleme haben, das liegt wohl eher nicht daran, das die als kleine Kinder niemanden zum spielen hatten.

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