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Thema: Oma soll zu uns ziehen..

  1. #11
    cosima ist gerade online Urgestein

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    Standard Re: Oma soll zu uns ziehen..

    Zitat Zitat von malsi Beitrag anzeigen
    Ganz genau!

    Ich habe aus beruflichen Gründen vorübergehend zwei Monate bei meinen Eltern gewohnt, nachdem ich 12 Jahre in verschiedenen Städten auf eigenen Füßen gestanden hatte. Es war eine Katastrophe, meine Mutter hat mich behandelt/betüddelt und versorgt wie ein Kind.
    So eine ähnliche Erfahrung habe ich auch gemacht.
    Als es bei mir Richtung Trennung ging, habe ich langfristige Aufträge in meiner alten Heimat angenommen.
    Das war mit ständigem Hin- und Herfahren (teils in der Nacht) nicht zu machen.

    Klar, es lag nahe, dass ich dann bei meiner Mutter übernachte, die ist Witwe, hat ein riesengroßes Haus und hat sich gefreut.
    Schon nach wenigen Übernachtungen war klar: Das gibt eine Katastrophe

    Meine Mutter ist eine dominate Frau, in ihrem Haus gelten ihre Regeln - was auch völlig in Ordnung ist, nur sind das nicht meine Regeln und ich stelle mir unter Lebensaqualität nun auch was anderes vor als bei meiner Mutter im Bügelzimmer zu übernachten, gefragt zu werden wann ich heimkomme und gerügt zu werden, weil ich zu lange dusche *ggg

    Kurz und gut: Es wäre nie gegangen und genauso wenig geht es umgekehrt!

  2. #12
    Wanda12 Gast

    Standard Re: Oma soll zu uns ziehen..

    Zitat Zitat von HannaSonnenschein Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr lieben,

    Nachdem mein Vater anfang den Jahres verstorben ist, habe ich mit meiner Mutter und meinem Mann beschlossen, dass sie zu uns ins Haus ziehen soll. Wir sind uns alle bewusst, dass das evtl. etwas schwierig wird und wir uns auf einander einstellen müssen, aber wir freuen uns auch darauf, gerade weil sie bestimmt auch mal auf unsere kleine (2 jahre) aufpassen kann. Habt Ihr Erfahrungen im Zusammenleben mit Euren Eltern, welche Fehler gilt es von vorneherein zu vermeiden, worauf ist zu achten?
    vielen Dank!
    Getrennte Wohnungen, am Besten sollten ein paar Häuser dazwischen liegen. Meist klappt es auch mit den Besten Absprachen nicht, da doch jeder viele Jahre lang sein eigenes Leben gelebt hat und ich denke es ist auch wichtig, dies weiterhin zu tun. Das Zusammenleben klappt nur in den wenigsten Fällen.
    Marcie12 gefällt dies

  3. #13
    Falbala13 Gast

    Standard Re: Oma soll zu uns ziehen..

    Zitat Zitat von HannaSonnenschein Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr lieben,

    Nachdem mein Vater anfang den Jahres verstorben ist, habe ich mit meiner Mutter und meinem Mann beschlossen, dass sie zu uns ins Haus ziehen soll. Wir sind uns alle bewusst, dass das evtl. etwas schwierig wird und wir uns auf einander einstellen müssen, aber wir freuen uns auch darauf, gerade weil sie bestimmt auch mal auf unsere kleine (2 jahre) aufpassen kann. Habt Ihr Erfahrungen im Zusammenleben mit Euren Eltern, welche Fehler gilt es von vorneherein zu vermeiden, worauf ist zu achten?
    vielen Dank!
    Sie wird früher oder später dein Kind nach ihren Vorstellungen erziehen wollen...

    Zusammenleben wird nur klappen...wenn du dich (trotz räumlicher Nähe) klar abgrenzen kannst und dein Kind.
    Bei meiner Freundin klappt es weil ihr Mann seinen Eltern deutlich gezeigt hat was für sie (Freundin und ihn) okay ist. Zudem haben seine Eltern einen eigenen Bereich im Haus.

  4. #14
    wir_beide Gast

    Standard Re: Oma soll zu uns ziehen..

    Hier bei uns kommt es sehr häufig vor, dass die Kinder mit den Eltern zusammen wohnen. Die Eltern haben oft sehr große Häuser mit 2 Etagen. Die obere Etage steht meistens leer, bis die Kinder Kinder bekommen. Dann ziehen sie mit Mann und Maus ein. Oma kocht, Oma passt auf, Opa macht zum großen Teil den Garten, es ist billig und bequem. Theater gibt es vielleicht trotz der getrennten Etagen und Wohnungen, das weiß ich nicht. Ich kenne nur Beispiele, die sehr gut laufen. Jeder profitiert vom gemeinsamen Wohnen.


    Wir leben dieses Modell nicht, aber ich bin auch nicht komplett abgeneigt, sollte es mal notwendig werden.


    Ich betone noch mal, dass ich mir so eine WG nur mit getrennten Wohnungen vorstellen kann. Eine Partei oben, eine unten. Zusammen in einer Wohnung gibt es sehr viel mehr Probleme, denke ich. Aber das heißt nicht, dass es nicht klappen kann, aber es sind wohl mehr Absprachen nötig.

  5. #15
    asali ist offline alleinerziehend glücklich

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    Standard Re: Oma soll zu uns ziehen..

    boarr, ich finde es ja ziemlich heftig, dass so viele so negativ reagieren.
    also mal ehrlich - es muss doch im normalfall moeglich sein, mit den eigenen verwandten auszukommen!
    da muss man halt bissle dran arbeiten, wenns ein problem gibt.
    in anderen laendern leben ganze großfamilien in einem zimmer und da muss das auch gehen.
    ich find es traurig, dass viele so wenig bereit sind, sich auf andere einzustellen...
    es koennen durchaus auch alle profitieren vom 3-generationen-haus.

    ich wohne mit meinen eltern im gleichen haus (eigene etage/wohnung) und wuerde sagen, dass es im großen und ganzen gut klappt.
    klar gibts probleme, und je aelter die eltern werden, desto mehr kommen die weniger schoenen persoenlichkeitseigenschaften zum tragen.
    aber man kann trotzdem immer irgendwie zusammenkommen. und wenn nicht, dann geht man sich eben mal ne weile mehr aus dem weg.

    ich finde es wichtig, grundsaetzlich positiv auf die situation zuzugehen, nicht dem anderen boeses zu unterstellen, wenn er mal was "falsch" macht. KEINER will dem anderen das leben schwer machen, meist sind es missverstaendnisse, die zu unschoener stimmung fuehren. da muss man dann auch mal ueber den eigenen schatten springen, sich zuruecknehmen und solche situationen moeglichst neutral betrachten.

    und klare worte, was man vom anderen erwartet, sind noetig.
    am meisten schwierigkeitspotential haben hier die unausgesprochenen ansprueche und erwartungen.
    und ich hab mitunter probleme, mich von den problemen meiner mutter abgrenzen. sehe das aber als gute uebung und moeglichkeit zur persoenlichkeitsreifung. :)

    insgesamt bewerte ich unsere situation jedenfalls eindeutig als "win-win"-konstellation.
    die vorteile ueberwiegen hier auf jeden fall.
    magnolia2403 gefällt dies

  6. #16
    Enja44 ist offline old hand

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    Standard Re: Oma soll zu uns ziehen..

    Ich finde das auch heftig. Zwar muss ich zugeben, dass ich auch weder mit Eltern noch mit Schwiegereltern zusammenleben möchte, obwohl ich so aufgewachsen bin, dass es selbstverständlich war, dass ein Opa, eine Oma nacheinander zuzogen, sobald sie verwitwet waren und sich nicht mehr allein versorgen konnten, aber ich fühle mich trotzdem rundum verantwortlich, so dass ein "bleib mir weg" nicht geht.

    Bei uns hat die ältere Generation gut vorgesorgt. Pflege und bei Bedarf auch ein Platz im Heim sind kein finanzielles Problem. Dafür ist gesorgt. Das heißt aber nicht, dass da nicht jemand sein muss, der die Angelegenheiten regelt, sich kümmert und natürlich auch "emotional" da ist, wenn er gebraucht wird. Was nach meiner Erfahrung mit fortschreitendem Alter immer mehr wird. Und bisher gegen Ende des Lebens immer bei 24/7 war. Alternative wäre jeweils eine Sedierung gewesen.

    Dass da nichts mehr zurückkommt, würde ich gar nicht sagen. Natürlich keine Mithilfe bei Kinderbetreuung und Haushalt oder Hausfinanzierung mehr. Aber die persönlichkeitsverändertsten alten Leute bekommen noch sehr liebevolle Gesten hin. Gerade wenn man das gar nicht mehr für möglich hält (dazu müsste man mal ein dementes Elternteil in der Endphase erlebt haben).

    Ich sehe eher ein Problem in der emotionalen Verstrickung. Man bleibt halt immer Mutter/Vater und Kind. Und hat in dieser Phase eine lange gemeinsame Biographie.

  7. #17
    Marcie12 ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Oma soll zu uns ziehen..

    Zitat Zitat von Enja44 Beitrag anzeigen
    Ich finde das auch heftig. Zwar muss ich zugeben, dass ich auch weder mit Eltern noch mit Schwiegereltern zusammenleben möchte, obwohl ich so aufgewachsen bin, dass es selbstverständlich war, dass ein Opa, eine Oma nacheinander zuzogen, sobald sie verwitwet waren und sich nicht mehr allein versorgen konnten, aber ich fühle mich trotzdem rundum verantwortlich, so dass ein "bleib mir weg" nicht geht.

    Bei uns hat die ältere Generation gut vorgesorgt. Pflege und bei Bedarf auch ein Platz im Heim sind kein finanzielles Problem. Dafür ist gesorgt. Das heißt aber nicht, dass da nicht jemand sein muss, der die Angelegenheiten regelt, sich kümmert und natürlich auch "emotional" da ist, wenn er gebraucht wird. Was nach meiner Erfahrung mit fortschreitendem Alter immer mehr wird. Und bisher gegen Ende des Lebens immer bei 24/7 war. Alternative wäre jeweils eine Sedierung gewesen.

    Dass da nichts mehr zurückkommt, würde ich gar nicht sagen. Natürlich keine Mithilfe bei Kinderbetreuung und Haushalt oder Hausfinanzierung mehr. Aber die persönlichkeitsverändertsten alten Leute bekommen noch sehr liebevolle Gesten hin. Gerade wenn man das gar nicht mehr für möglich hält (dazu müsste man mal ein dementes Elternteil in der Endphase erlebt haben).

    Ich sehe eher ein Problem in der emotionalen Verstrickung. Man bleibt halt immer Mutter/Vater und Kind. Und hat in dieser Phase eine lange gemeinsame Biographie.
    Bei uns waren es 3 Generationen im Haus- daher bin ich ein gebranntes Kind.

    Auch im Umfeld muß man sagen- eine " Schlange" ist immer dabei.
    Selbst wenn diese dann weggestorben ist, haben andere den Platz dann wieder ausgefüllt- weiß auch nicht warum, aber irgendwie war ein gemeinsamer Feind das, was manche Familien zusamengehalten hat. Wenn diese Stelle dann vakant wird, kommt die Familienstruktur ins Wanken.

    Oder ers geht jahrelang gut, weil alle nur schlucken und sich anpassen und irgendein größerer Zwischenfall- wie z, Bsp. Todesfall oder SCheidung lässt alles platzten, und dann sind schon alle so miteinander verwoben und gegenseitig abhängig dass überall Krieg herrscht.

    M

  8. #18
    asali ist offline alleinerziehend glücklich

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    Standard Re: Oma soll zu uns ziehen..

    Zitat Zitat von Marcie12 Beitrag anzeigen
    Bei uns waren es 3 Generationen im Haus- daher bin ich ein gebranntes Kind.

    Auch im Umfeld muß man sagen- eine " Schlange" ist immer dabei.
    Selbst wenn diese dann weggestorben ist, haben andere den Platz dann wieder ausgefüllt- weiß auch nicht warum, aber irgendwie war ein gemeinsamer Feind das, was manche Familien zusamengehalten hat. Wenn diese Stelle dann vakant wird, kommt die Familienstruktur ins Wanken.

    Oder ers geht jahrelang gut, weil alle nur schlucken und sich anpassen und irgendein größerer Zwischenfall- wie z, Bsp. Todesfall oder SCheidung lässt alles platzten, und dann sind schon alle so miteinander verwoben und gegenseitig abhängig dass überall Krieg herrscht.

    M
    kann so sein, muss aber nicht.
    ich kenne mehrere 3-generationen-haeuser, die gut funktionieren.

  9. #19
    malsi ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Oma soll zu uns ziehen..

    Zitat Zitat von Enja44 Beitrag anzeigen
    Ich finde das auch heftig. Zwar muss ich zugeben, dass ich auch weder mit Eltern noch mit Schwiegereltern zusammenleben möchte, obwohl ich so aufgewachsen bin, dass es selbstverständlich war, dass ein Opa, eine Oma nacheinander zuzogen, sobald sie verwitwet waren und sich nicht mehr allein versorgen konnten, aber ich fühle mich trotzdem rundum verantwortlich, so dass ein "bleib mir weg" nicht geht.


    Bei uns hat die ältere Generation gut vorgesorgt. Pflege und bei Bedarf auch ein Platz im Heim sind kein finanzielles Problem. Dafür ist gesorgt. Das heißt aber nicht, dass da nicht jemand sein muss, der die Angelegenheiten regelt, sich kümmert und natürlich auch "emotional" da ist, wenn er gebraucht wird. Was nach meiner Erfahrung mit fortschreitendem Alter immer mehr wird. Und bisher gegen Ende des Lebens immer bei 24/7 war. Alternative wäre jeweils eine Sedierung gewesen.

    Meine Eltern haben auch vorgesorgt, aber ob es ggf. reichen wird (meine Mutter wird absehbar pflegebedürftig), weiß ich nicht. So oder so haben wir Kinder dann die Verantwortung.

    Meine SM hat ihrer Tochter eine Immobilie und den Umbau derselben geschenkt, damit sie sie im Gegenzug im Alter pflegt. Wir rechnen nicht 100-prozentig damit, dass das klappt.



    Dass da nichts mehr zurückkommt, würde ich gar nicht sagen. Natürlich keine Mithilfe bei Kinderbetreuung und Haushalt oder Hausfinanzierung mehr. Aber die persönlichkeitsverändertsten alten Leute bekommen noch sehr liebevolle Gesten hin. Gerade wenn man das gar nicht mehr für möglich hält (dazu müsste man mal ein dementes Elternteil in der Endphase erlebt haben).

    Das kann so sein, man muss sich aber auch auf das Gegenteil einstellen. Der Vater von Freunden wurde mit zunehmender Demenz immer härter und unfreundlicher bis hin zu groben Tätlichkeiten. Da es sich vor allem gegen eine der beiden Enkelinnen richtete (was will die hier, die hat hier nix zu suchen, die soll weg...) war das für die Tochter und den Schwiegersohn nicht leicht. Wie soll eine Zwölfjährige das verstehen, vor allem, wenn die kleine Schwester zumindest geduldet wird? Das war eine harte Zeit und auf der Haben-Seite steht zumindest, das als Familie gemeistert zu haben und ein paar Erfahrungen reicher zu sein.


    Ich sehe eher ein Problem in der emotionalen Verstrickung. Man bleibt halt immer Mutter/Vater und Kind. Und hat in dieser Phase eine lange gemeinsame Biographie.
    Auch das.
    Geändert von malsi (19.12.2012 um 16:16 Uhr)
    Wenn immer der Klügere nachgibt, kann nie was Gescheites rauskommen (frei nach M. Rommel).

  10. #20
    Avatar von Murksi
    Murksi ist offline Poweruser

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    Standard Re: Oma soll zu uns ziehen..

    Zitat Zitat von Jocko Beitrag anzeigen
    Das ist die Theorie
    Da glauben mit Sicherheit noch alle Beteiligten, für alle Wechselfälle Regeln aufgestellt zu haben, damit es keinen Ärger gibt. Da wird dann ganz ohne Emotionen festgelegt, wer was wie wo wann darf oder nicht darf und jeder glaubt, damit ist alles geregelt.
    Und dann kommt die Praxis und es wird schrecklich - da bin ich ganz sicher.Hier ist ja schon oft geschrieben worden, wie sehr es schief gehen kann, wenn Jung und Alt unter einem Dach wohnen.
    Und ich kenne genügend Beispiele aus meinem Bekanntenkreis, wo es auch trotz allerbester Vorsätze und umfangreicher Absprachen nicht geklappt hat.
    Irgendwann fühlt sich einer der Beteiligten auf den Schlips getreten, zu abhängig, braucht mehr Hilfe als erwartet , fühlt sich überfordert - die Liste lässt sich endlos fortsetzen.
    Mein Mann und ich sind uns einig darüber, dass wir auf keine Fall zum Sohn ziehen werden, wenn wir mal Hilfe brauchen. Wir möchten weder unser soziales Umfeld verlassen noch den normalen Familienalltag von Sohns Familie ständig hautnah miterleben.Und dafür haben wir vorgesorgt.
    Ich kenne sehr viele Beispile wo es super funktioniert. Und ja natürlich ist nicht immer friede Freude Eierkuchen. Auch in einer Beziehung gibt es Streit. Schließlich sind Menschen nicht emotionslos. Beim zusammenlebben geht es um Respekt und Rücksichtnahme. Sowohl zwischen Ehepartnern, Kindern und Eltern als auch Großeltern.
    Es tut mir sehr leid, für Dich, dass Du nur negative Beispile kennst, Du hast aber auch leicht reden. Du hast Deinen Mann, Du hast Deine soziaklen Kontakte. Du bist nicht allein und hast keine Ahnung wie es ist den Lebenspartner nach so vielen Jahren zu verlieren. Von der leere die bleibt, die nur eine liebende Famile erleichtern kann...
    Meine liebste Bino Tixe
    Planie Bino Diamondgirl
    Meine April Bino 2009: Mariesolveigh

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