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Thema: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher...?

  1. #11
    Ela2011 ist offline wunschlos glücklich

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Was dann von den KK bezahlt wird,wird dann entschieden,wenn klar ist,was Oma dann noch kann oder nicht.Allerdings tut sie bei den Ärzten immer so als wenn sie noch alles allein könnte....kann sie aber nicht...Naja abwarten..



  2. #12
    Miss_Granger ist offline Veteran

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Haben die Großeltern in ihrem Haus ein Zimmer über? Wir haben vor 6 Jahren eine Pflegerin aus Polen eigestellt. Das hat 1500 Euro pro Monat gekostet. War die beste Lösung. Opa wäre in kein Heim gegangen.

  3. #13
    Enja44 ist offline old hand

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Zitat Zitat von Miss_Granger Beitrag anzeigen
    Haben die Großeltern in ihrem Haus ein Zimmer über? Wir haben vor 6 Jahren eine Pflegerin aus Polen eigestellt. Das hat 1500 Euro pro Monat gekostet. War die beste Lösung. Opa wäre in kein Heim gegangen.
    Das haben wir auch gemacht. Mit schlechtem Gewissen. Bei den Kosten hast du dann jemanden, der bei einer polnischen Agentur angestellt ist. Sie bekommt nur einen Bruchteil dieses Geldes. Den Rest kriegt die Agentur. Dafür hatten wir eine Mutter von fünf kleinen Kindern, die Weihnachten bei meiner Mutter verbrachte. Die Versicherungsfrage war ziemlich ungeklärt.

    Inwieweit man jemanden mit Deutschkenntnissen zugeteilt kommt, ist wohl Glückssache. Oder eine Kostenfrage. Dazu sind das offiziell Haushaltshilfen. Keine Altenpflegerinnen. Und eigentlich brauchen sie Anleitung. Sollten also nicht mit den alten Leuten alleine wohnen.

    Das Problem "Oma beweist dem MD, dass sie alles noch perfekt kann" hatten wir auch. Deshalb sollte man vor solchen Entscheidungen erst einmal Beratung suchen. Jetzt ergab die Begutachtung, dass sie eigentlich gar nichts mehr kann. Nun hat sie Pflegestufe 1 und Anspruch auf 20 Minuten täglich Pflege.

    Ihre Einrichtung leistet dafür vier Minuten täglich. Weil deren Kosten höher sind.

  4. #14
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    So ein aehnliches Modell haben wir fuer meine Schwiegermutter auch: Pflegerin im Haus. Allerdings gibt es immer dann Probleme, wenn sie ein freies Wochenende oder gar Urlaub hat. Da wird naemlich nicht fuer Ersatz gesorgt und mein Mann und seine Geschwister muessen sich arrangieren.
    Ausserdem gelten auch fuer solche "Rundumpfleger" in Dtschl. geregelte Arbeits- und Ruhezeiten. Dann gibt es haeufig noch ein Sprachproblem. Und -bei uns- des oefteren ein "Mentalitaetsproble", wenn's z.B. um die korrekte Einnahme von Medikamenten geht (nach dem Motto: "Och, kommt doch nicht so drauf an, wann sie's nimmt."). - Unsere Pflegerin ist aber sonst sehr nett und hat es gewiss nicht immer leicht mit ihrer "Chefin" (meiner Schwaegerin).
    Ich muss dazu sagen, dass ich nicht in Dtschl. lebe und in einer Umgebung, in der erwartet wird, dass sich die Verwandten um ihre Alten kuemmern. Das ist aber schwer umsetzbar, wenn alle arbeiten und teilweise nicht vor Ort wohnen. Das kommt inzwischen bei den meisten Leuten an, viele haben das gleiche Problem und viele Alte haben eine Pflegerin aus Asien (meist Philippinen oder Sri Lanka, wie unsere).
    Ausserdem hat jeder seine eigene Familie und ist dort eingespannt. Ich habe die ERfahrung gemacht, dass das Improvisieren der Pflege regelmaessig zu Stress und Streit unter den (4) Geschwistern und auch in ihren Familien fuehrt.
    Auch bei Anwesenheit der Pflegerin macht meine Schwaegerin staendig einen gestressten Eindruck, da sie sich um Organisatorisches kuemmern muss, sie nicht mit der Pflegerin klarkommt und auch ihre Mutter nicht immer einfach ist (das kommt ja auch dazu! Nicht jeder Pflegefall ist "pflegeleicht"!).
    Ein weiteres Problem ist die koerperliche Belastung: Mein Mann hat bei Bedarf kein Problem damit, seine Mutter zu waschen und zu wickeln, aber sein Ruecken macht das nicht immer mit. Mein Schwager Nr. 1 hat aehnliche Probleme. Meine Schwaegerin -die wohnt im Haus- ist koerperlich nicht in der Lage, irgendwas allein zu machen. Schwager Nr.2 ist nur am WE (und auch nicht regelmaessig) da und schafft das auch nicht allein (zumal krank und nicht voll belastbar).
    Frueher wurde auch mein Schwiegervater mitgepflegt, der schwer Alzheimer hatte. In den letzten 2 Jahren seines Lebens konnte das zu Hause aber niemand mehr tragen und wir mussten ihn in ein Pflegeheim geben. Im letzten Jahre wurde er endlich erloest (das ist in dem Fall der einzig treffende Ausdruck). Das Fazit aller betroffenden Kinder und Schwiegerkinder lautet: Wir sorgen vor und gehen lieber ins Altenheim oder betreute Wohnen (falls es dann sowas gibt). DAS wollen wir unseren Kindern ersparen!
    Unsere Nachbarin hat ihre Alzheimer kranke Mutter gut 20 Jahre lang (!!!) zu Hause gepflegt. Sie ist alleinstehend und hat das als Lebensaufgabe genommen. Jetzt ist sie ploetzlich allein.
    Mein Eltern sind noch fit, aber sind sich im Klaren, dass sich das schnell aendern kann. Sie sind da sehr pragmatisch: Sie wollen bei Bedarf eine Wohnung nehmen oder ins betreute Wohnen gehen und uns diese Last nicht auferlegen. Das ist irgendwie deprimierend, aber auch beruhigend (zumal ich im Fall des Falles nach Dtschl. zurueckkehren muesste). Ihre Sorge war lediglich das Haus, bzw. dessen Verkauf. Diese Sorge haben wir ihnen nun genommen, da wir es uebernehmen werden. Ich denke, meine Eltern haben ihre Entscheidung auf Grund ihrer eigenen Erfahrungen mit Eltern und Grosseltern getroffen (meine Oma hat jahrzehntelang ihre Schwiegereltern gepflegt).

  5. #15
    Ela2011 ist offline wunschlos glücklich

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Hm..ja auf der einen Seite habe ich ja Glück,dass meine Eltern (Vater+2.Frau) einen Pflegedienst haben daher kennen sie diese Probleme und haben bereits vorgesorgt.Meine Mutter interessiert das alles nicht,wird schon irgendwie laufen.Ist halt genau wie meine Oma,Tochter eben.
    Meine Stiefmutter macht deswegen bei meinen Großeltern schon mehr als bezahlt wird,was ich ihr hoch anrechne aber sie kann nicht einen kompletten Pfleger nur für meine Oma+Opa einstellen und das alles ohne vernünftige Einstufung und Bezahlung.Heute ist Oma aus dem KH gekommen und nächste Woche fängt die Reha an.Dann muß da nachts jemand hin,der sich um Opa kümmert und aufpasst.
    Eine meiner Tanten hatte ihre Mutter auch über Jahre gepflegt.Demenzkrank,Krebs...war ne schlimme Zeit.Sie sagt auch,das eigene Leben wird hinten an gestellt.Die Mutter von ihr war auch nicht pflegeleicht sondern eher ein undankbares Ding aber gut,war ja auch schwer krank.Sie sagt auch,dass sie das ihren Kindern nie antun würde.


    Rein theoretisch könnte da jemand so einziehen,also ne Polin oder so.Das obere Stockwerk steht ja so gut wie leer,nur mein Onkel hat da ein Zimmer.Dort gibt es aber kein Bad...wer will das schon? Das Haus ist wirklich sehr alt...
    Und meine Großeltern wollen das auch nicht wirklich...Eigentlich wollen sie überhaupt keine Fremden im Haus haben.Das mit dem Pfleger war schon ein Kampf,der ihm beim Duschen hilft.Aber von seiner eigenen Tochter oder gar Schwiegertochter wollte er sich auch nicht waschen lassen.



  6. #16
    falaffel ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Aber wie genau stellen deine Grosseltern es sich dann vor??? Es ist doch offensichtlich, dass sie Hilfe brauchen?!
    Immer so weiter wie jetzt?! Wenn sie total uneinsichtig sind, bleibt euch vielleicht nichts anderes uebrig, als mal zu "streiken". - Ihr koennt ja in sicherer Naehe bleiben!
    Was mich immer nervt, ist dieses "Es wird schon irgendwie gehen" seitens der pflegenden Geschwister waehrend des EINMONATIGEN (!!) Urlaubs unserer Pflegerin. Was ist denn, wenn bei uns mal einer ausfaellt? Wenn ICH mal was moechte? Wir haben fuenf Kinder, meine eine Schwaegerin 2, die andere vier Kinder, allesamt noch "jung". Da wird der Papa auch mal gebraucht....Oder man moechte einfach mal Zeit fuer sich (mein Mann macht MAX. 1 Tag pro Woche frei). - Ich hab bei solchen Gedanken ein sehr schlechtes Gewissen. Wir zollen unseren Eltern Respekt, haben sie doch viel fuer uns getan. Und man sollte sich revanchieren. Ich hab meine Schwiegermutter auch sehr lieb. Vielleicht sind wir mal an ihrer Stelle....Es geht ja auch nicht nur um die praktische Pflege. Es geht um's Dasein, um Gesellschaft leisten, um's ins Leben einbeziehen....am liebsten haette SchwiMu uns staendig alle um sie rum (wie schon frueher).....Sie hatte einen Schlaganfall, sitzt im Rollstuhl, kann nur ein Bein und einen Arm bewegen, ist geistig aber meistens (manchmal gibt's so "aussetzer") voll da. Das Problem: Ausser fernsehen (und da hat sie ein Konzentrationsproblem) und reden hat sie absolut keine Beschaeftigung. Ihr gesamtes Leben bestand darin, sich um ihre Kinder zu kuemmern und Essen zu machen. - Bis ins Erwachsenenalter.
    Hach ja. Ich denke, das Wichtigste was wir aus unserer Situation lernen koennen ist, uns genau zu ueberlegen, wie wir uns das mal fuer uns vorstellen und Vorsorge zu treffen....

  7. #17
    Mora_lisch ist offline newbie

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Hallo Ela,
    bei meinen Eltern geht es auch los. Mein Vater weigert sich komplett, sich mit der Situation auseinander zu setzen, obwohl er sich täglich über die Überforderung mit Haus, Garten und meiner fast tauben Mutter beklagt.
    Allerdings befürchte ich, dass er mir eingeht, wenn ich die beiden "zwangsweise" aus dem Haus hole.
    Z.Zt. überlege ich mit meiner Schwester, eine Betreuerin aus Polen zu engagieren, die dann bei meinen Eltern wohnt. Das Haus meiner Eltern ist groß genug.

  8. #18
    Parliamental ist offline Stranger

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Bei uns sieht es ganz ähnlich aus. Es war letztens mal im Gespräch, ob wir uns ein Grundstück kaufen und dort dann ein Mehr-Generationen-Haus bauen bzw. schon ein fertiges kaufen. Finde ich nun nicht wirklich schlecht die Idee, immerhin sind die Grroßeltern/Eltern dann nie wirklich alleine. Andererseits haben natürlich auch ein paar die Befürchtung, dass man sich mit der Zeit auf die Pelle rückt und auf den Senkel geht. Kann ich beides verstehen. Bin mal gespannt, ob das Projekt bald konkretisiert wird.

  9. #19
    Ela2011 ist offline wunschlos glücklich

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Aktueller Zwischenstand...

    beide Großeltern gehen zur Tagespflege und der Onkel weiter in seine Einrichtung.Es wurde erst nur geschimpft,weil beide da nicht hinwollen-JETZT gefällt es beiden gut.(sind in 2 versch.Einrichtungen,damit sie sich abends was erzählen können)

    Leider liegt mein Opa nun im Sterben...Er hat Lungenkrebs und noch einige andere Sachen und bekommt kaum noch Luft.Der Arzt hat ihm einen stationären Aufenthalt verordnet aber Opa will nicht....
    Seine Zeit wäre um,sagt er und niemand kann ihn umstimmen.
    Oma ist nun eher verbittert,weil sie kaum noch was kann.Sie wird immer undankbarer,spannt allles und jeden ein.Mein Opa ist letztens gefallen und statt auf ihr blödes Notfall Armband zu drücken oder den Notfall knopf oder den Pflegedienst NEIN...ruft sie den Nachbarn..
    Sie will jeden Tag von meiner Tante zum Arzt gefahren werden um ihre Spritze zu bekommen obwohl der Pflegedienst das ja morgens gleich mitmachen würde...(die machen das nicht so gut...)Es ist sehr anstrengend.Das eine Onkel+Tantepaar fährt nach 2wöch. Besuch nun wieder heim und meine Tante ist im Moment echt überfordert...Nun kann sie da wieder alleine hinterher...



  10. #20
    Liopalio ist offline Stranger

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Also was schon damals in meiner Kindheit von meinen Eltern aus Sorge um deren Eltern (also meine Großeltern ) ein Thema war, war ein großes Mehrfamilienhaus zu bauen, Mehrgenerationenhaus nennt man das doch oder? Finde ich ein wirklich spannndes Projekt, wo man natürlich aber aufpassen müsste, dass man sich nicht nach und nach auf den Zeiger geht. Aber wenn jeder seinen eigenen Eingang und Bereich hat, auch im Garten, dann sehe ich da eher weniger Probleme. Man hätte auf jeden Fall in Notfällen die Kontrolle über die (Groß-)Eltern und im Umkehrschluss wäre auch fast immer jemand für die Kinder oder Haustiere zu Hause. Was haltet ihr von diesem projekt oder eher dieser Projekt-Idee?

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