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Thema: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher...?

  1. #1
    Ela2011 ist offline wunschlos glücklich

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    Standard Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher...?

    Hallo ihr Lieben,

    meine Großeltern (86+88) leben in ihrem Haus zusammen mit meinem behinderten Onkel.Mein Opa hatte in den letzten beiden Jahren einige Schlaganfälle und sitzt mittlerweile im Rollstuhl,kann nur einen Arm mühsam bewegen,kann nicht mehr sprechen und ist ein Pflegefall.Mein Onkel (Down-Syndrom) ist tagsüber in einer Einrichtung.Meine Oma hatte nun einen schweren Unfall und liegt seit ca 2 Wochen in der Klinik.Mindestens eine Woche muß sie noch bleiben,kann dann ein paar Tage heim und geht dann in die Reha...Momentan ist es so geregelt,dass Opa tagsüber in eine Tagespflege geht und nachts abwechselnd irgendwelche Angehörige bei ihm daheim übernachten.Das ist natürlich keine dauerhafte Lösung,denn soviel Urlaub kann sich nunmal keiner nehmen.Eine meiner Tanten ist sonst immer tagsüber hingefahren um das Haus zu pflegen,Medis auszuteilen,einzukaufen,Essen kochen,wenn Oma mal nicht kochen konnte.Ihr Mann kümmert sich ums Haus (Rasen mähen,Hecke schneiden,usw...)Wenn meine Oma nach der Reha einigermaßen fit ist,könnten man sie ja rein theoretisch nachts allein lassen,denn sie könnte ja im Notfall Hilfe rufen.Anders gesehen,was,wenn sie mal fällt oder krank ist-mein Opa kann es nicht...
    Eigentlich kann man sie nicht mehr alleine lassen...
    Diverse Angebote,z.B. in ein Doppelhaus mit ihrer Tochter und deren Familie zu ziehen wurden abgelehnt (wollen ja niemanden zur Last fallen) ihr Haus umzubauen,damit da jemand mit einziehen könnte,wollten sie auch nicht...

    Das Badezimmer wurde vor kurzem umgebaut aber wirklich rollstuhl geeignet ist es halt nicht,das Haus ist ziemlich alt (40er)...
    Im Grunde wäre es am sinnvollsten,ihr Haus zu verkaufen und gemeinsam in eine Einrichtung für betreutes Wohnen zu gehen und meinen Onkel langsam an das Leben im Lukasheim zu gewöhnen.Der Tag X wird kommen,wo sie nicht mehr sind und mein Onkel kann nicht bei Verwandten unterkommen.Dann würde es auch für ihn knall auf Fall kommen.Besser wäre es,ihn langsam darauf vorzubereiten.Er ist so um die 50 und auch ziemlich stur.Im Grunde gibt es noch drei Kinder,die meine Großeltern unterstützen können,wobei sich eine bereits eine genervt distanziert,es wird ihr zuviel.Der andere ist fast 70,lebt nicht hier,schwer krank und hat ne krebskranke Frau und einen schwer kranken Sohn.Die dritte im Bunde macht und tut,was sie kann,reißt sich bald ein Bein aus und wird auch prima von ihrem Mann unterstützt.Aber sie selber hat eben auch eine Familie..
    Der ambulante Pflegedienst macht auch schon mehr,als er bezahlt bekommt und ist wirklich ein große Stütze.Arztbesuche,andere Besuche usw werden teilweise auch von den Enkeln gemanagt,wobei ein großer Teil aber nicht hier lebt.
    In den vergangenen Jahren,Jahrzehnten bald,wurde es immer wieder angesprochen,wie es später einmal werden soll-auch in Bezug auf den behinderten Sohn.Meine Oma ging wie selbstverständlich davon aus,dass er bei ihrer Tochter und Familie unterkommt,doch sie sagt Nein.Das mag sich hart anhören ist aber absolut verständlich,wenn man ihn und sein Leben soweit kennt.

    Nun gibt es natürlich familienintern eine Krisensitzung nach der anderen aber wirklich weiter gehts noch nicht...
    Ich kann es gut verstehen,dass ältere Leute ein großes Problem damit haben ihr geliebtes Heim aufzugeben,alles zu verlieren aber wie soll es sonst gehen? Wie kann man ihnen ein betreutes Wohnheim besser anbieten? Opa hat sich auch gegen die Tagespflege gewehrt aber gleich am ersten Tag hat er viele alte Nachbarn und Kollegen getroffen und fühlt sich da sehr wohl.Dort wird eine Menge geboten,was ihm gerade gut tut.Er hat ja kaum noch das Haus verlassen vorher...

    Wie seid ihr bei diesem Thema mit euren Eltern,Großeltern umgegangen? Wie weit habt ihr euch darüber für euch selber schon mal Gedanken gemacht oder gar Vorsorge getroffen?Was würdet ihr euch im Alter wünschen?

    Mir ist klar,dass keiner ein Patentrezept auf Lager hat,dennoch würde ich mich über Anregungen und Ideenaustausch freuen.



  2. #2
    Kara^^ ist offline Poweruser

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Leider kann ich da nicht wirklich was beitragen, weil ich die Situation so nicht kenne. Meine Oma kam erst zu meiner Mutter zur Pflege, als sie nach einem Schlaganfall praktisch nichts mehr mitbekommen hat, so von jetzt auf gleich von noch ganz fit auf Pflegestufe III. Vier Jahre hat sie gebraucht, bis sie gestorben ist.
    Meine Oma hat damals mal meiner Mutter das Versprechen abgenommen, sich um sie zu kümmern, wenn es mal soweit sein sollte. Da meine Mutter ihre Versprechen hält, hat sie die Pflege übernommen, obwohl sie damit ziemlichen Ärger mit ihren Geschwistern (meine Tante und Onkel) bekommen hat, der leider auch den Tod meiner Oma überlebt hat - die Geschwister reden nach wie vor nicht miteinander und ich glaube auch nicht dass das nochmal was wird. Außer dem Versprechen hat meine Oma nichts geregelt, nicht mit ihrem Sohn (wo sie vorher wohnte) gesprochen, sich keine Heime angeschaut, nix. Wenn sich jetzt meine Mutter nicht an ihr Versprechen gebunden gefühlt hätte, dann hätte es meiner Oma auch passieren können, dass sie in einem (möglichst billigen) Heim landet, mit all den Risiken, die eine Heimunterbringung mit sich bringt.

    Vielleicht könnt ihr euren Großeltern erklären, wie es laufen wird, wenn sie sich NICHT selbst kümmern; was der wahrscheinliche Ablauf sein wird - das baldowert ihr vorher untereinander aus, wie es für euch am besten wäre. Wenn ihnen dieser von euch geplante Ablauf nicht gefällt, dann müssen SIE Gegenvorschläge bringen.
    Deine Großeltern sind körperlich angeschlagen, geistig sind sie ja noch voll da, da kann man ihnen das schon zumuten, finde ich.
    "Some faeries are good, some are bad, like anyone," said Kit. "But that might be too complicated for the Clave."
    "It's too complicated for most people," Ty said.
    - Cassandra Claire, Lord of Shadows

  3. #3
    Ela2011 ist offline wunschlos glücklich

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Das sehe ich ähnlich wie du.Ich finde es auch sehr verantwortungslos von meinen Großeltern aber sie verschliessen die Augen vor der Realität.Sie hätten vor Jahren mal Vorsorge treffen sollen ,zumindest für meinen Onkel.Nun ist es nicht eine pflegebedürftige Person sondern gleich drei-die kann so auch keiner bei sich aufnehmen.
    geistig sind sie noch fit,mein Opa sogar mehr als Oma,die echt schon abbaut.Der Pflegedienst hat in Bezug auf die Tagespflege meines Opas schon das Machtwort gesprochen (entweder Tagespflege oder stationärer Aufenthalt-alleine geht nicht)Leider sind meine Oma und Opa so verdammt stur.Irgendwie läuft das wohl,denken sie..

    Meine Großeltern denken,dass sie auch wohl allein klar kommen..wie genau das aussehen soll,wenn Oma aus der Reha kommt und trotzdem nicht wieder die Alte ist oder mal einer stirbt....keine Ahnung..irgendwer soll wohl springen...Oma hat sich das Becken,die Hüfte,einen Wirbel,Oberschenkelhals und eine Schulter und das Handgelenk gebrochen-die wird so schnell nicht wieder...es ist echt traurig...

    die einstimmige Meinung der Angehörigen ist eben ein Umzug ins betreute Wohnen,dann wären sie soweit zusammen,könnten die neue Umgebung gemeinsam kennenlernen und wenn einer stirbt ist es dann nicht so viel neues auf einmal,man kennt dann die Umgebung usw.Mein Onkel müsste nun langsam an ein Leben im Heim gewöhnt werden,da eine andere Unterbringung nicht möglich ist.Besser ab und zu mal ein WE da übernachten als von heut auf morgen....
    Aber sie wollen nicht....sie geben allem Recht aber wirklich den letzten Schritt machen ,wollen sie auch nicht..



  4. #4
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Das ist eine echt blöde Situation. Dass man sich so lange wie möglich nicht damit beschäftigen will, kann ich nachvollziehen, auch wenn's grundlegend falsch ist. Kann man sie denn offen drauf ansprechen? Und ihnen klipp und klar sagen, dass die Verwandtschaft das nicht mehr stemmen kann. Das ist zwar hart, geht aber ja nicht anders.

    Könnt ihr nicht das betreute Wohnen organisieren? Sodass sie nur noch dort einziehen müssten.

    LG
    cosima gefällt dies

  5. #5
    cosima ist offline Urgestein

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    sowas ist eine ganz schwierige Situation für alle Beteiligten.
    Vor allem weil es nicht "nur" um sie selber geht, sondern auch um den behinderten Onkel.

    Ich würde mit den Großeltern klar ansprechen wie lange noch wie viel von den Angehörigen geleistet werden kann, z.B. mit Übernachtungen
    Ich denke es ist auch nur fair den Großeltern gegenüber klar zu sagen "fünf Urlaubstage kann ich noch nehmen, mehr geht nicht in meinem Beruf"

    Und ihnen dann die Wahl lassen: jetzt gemeinsam und noch soweit in Ruhe eine Lösung finden oder dann, wenn ein Notfall eintritt keine Möglichkeiten mehr zu haben. Dass dann das erstbeste genommen werden muss, auch wenn es keinem gefällt.

    Die meisten alten Leute entscheiden sich, so wie ich das mitkriege, aber doch fürs abwarten und denken immer dass es schon noch irgendwie gehen wird. Das muss man hinnehmen und wirklich erst eingreifen wenn z.B. der Onkel verwahrlost

  6. #6
    Enja44 ist offline old hand

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Zitat Zitat von Ela2011 Beitrag anzeigen
    Das sehe ich ähnlich wie du.Ich finde es auch sehr verantwortungslos von meinen Großeltern aber sie verschliessen die Augen vor der Realität.Sie hätten vor Jahren mal Vorsorge treffen sollen ,zumindest für meinen Onkel.Nun ist es nicht eine pflegebedürftige Person sondern gleich drei-die kann so auch keiner bei sich aufnehmen.
    geistig sind sie noch fit,mein Opa sogar mehr als Oma,die echt schon abbaut.Der Pflegedienst hat in Bezug auf die Tagespflege meines Opas schon das Machtwort gesprochen (entweder Tagespflege oder stationärer Aufenthalt-alleine geht nicht)Leider sind meine Oma und Opa so verdammt stur.Irgendwie läuft das wohl,denken sie..

    Meine Großeltern denken,dass sie auch wohl allein klar kommen..wie genau das aussehen soll,wenn Oma aus der Reha kommt und trotzdem nicht wieder die Alte ist oder mal einer stirbt....keine Ahnung..irgendwer soll wohl springen...Oma hat sich das Becken,die Hüfte,einen Wirbel,Oberschenkelhals und eine Schulter und das Handgelenk gebrochen-die wird so schnell nicht wieder...es ist echt traurig...

    die einstimmige Meinung der Angehörigen ist eben ein Umzug ins betreute Wohnen,dann wären sie soweit zusammen,könnten die neue Umgebung gemeinsam kennenlernen und wenn einer stirbt ist es dann nicht so viel neues auf einmal,man kennt dann die Umgebung usw.Mein Onkel müsste nun langsam an ein Leben im Heim gewöhnt werden,da eine andere Unterbringung nicht möglich ist.Besser ab und zu mal ein WE da übernachten als von heut auf morgen....
    Aber sie wollen nicht....sie geben allem Recht aber wirklich den letzten Schritt machen ,wollen sie auch nicht..
    Im Prinzip ist das eine Standardsituation. Die Menschen dieser Generation stellen sich vor, dass sie, von ihren Angehörigen oder wem auch immer gepflegt, in ihren eigenen vier Wänden bleiben und dort auch sterben.

    Meistens ist das aber nicht so einfach. Man müsste die passende Pflege finden und bezahlen können. Die Unterkunft muss geeignet oder umbaubar sein. Alles nicht so einfach.

    Wir haben das jetzt schon mehrfach hinter uns. Eigentlich wurde immer gebastelt. Die Kinder rissen sich ein Bein aus. Pflegedienst. Die berühmte Polin. Irgendwie ging es. Allerdings mehr schlecht als recht. Und irgendwann halt auch nicht mehr. Wenn die alten Leute dann schwer körperlich beeinträchtigt und geistig nicht mehr ganz klar ins Betreute Wohnen wechseln, haben sie eigentlich kaum noch eine Chance, sich dort positiv einzugewöhnen. Zumindest ist das ein riesiger Stress.

    Aber natürlich auch eine große Erleichterung. Die Umgebung ist barrierefrei. Die Pflege gewährleistet. Man muss nicht mehr ein viel zu großes Haus mühsam instand und sauber halten.

    Weshalb ich für mich beschlossen habe, mir selbst rechtzeitig etwas auszusuchen und auch so frühzeitig umzusiedeln, dass ich das noch aktiv anpacken kann.

    Bei meiner Mutter klappte es mit "Probewohnen". Danach war sie überzeugt. Sie konnte dort wieder viel mehr selber als in ihrem Haus, weil einfach das Bad optimal gestaltet ist, ein Fahrstuhl einen auf jede Ebene transportiert. Und sich drinnen und draußen keine Stufen finden. Jetzt kann sie wieder allein in den Garten. Gleichzeitig hat sie wieder Menschen um sich. Es ist nur sehr spät. Sie kann sich nichts mehr merken. Das macht es sehr schwer für sie. Sie ist trotzdem froh drüber.

    Ansonsten bin ich auch dafür, die Probleme klar anzusprechen. Muss natürlich nicht unbedingt nützen. Aber den Versuch ist es wert.

    Die Einrichtung muss natürlich gut sein. Bieten, was gebraucht wird. Bezahlbar sein. Und ich mache mir Gedanken drüber, ob sie reichen wird. Beim Betreuten Wohnen, muss man noch vieles alleine Regeln. Pflegeleistungen kauft man wie zu Hause bei einem Pflegedienst ein. Mit einem Heim ist das nicht vergleichbar. Bei massiver werdender Demenz wird das nicht reichen. Und noch ein Umzug wäre ein heftiger Eingriff.

  7. #7
    Ela2011 ist offline wunschlos glücklich

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Der heutige Stand sieht wohl so aus,dass nach Pfingsten die Verwandten abreisen,die zur Zeit bei Opa sind.Dann geht meine Schwester als Nachtwache hin,muß aber die Woche drauf selber zur Reha (Bandscheiben OP)Meine Oma kommt nächste Woche auch nach Hause,bleibt ca 10 Tage und geht dann in die Reha.Nun hofft man ,dass sie in der Zeit auch selber merken,dass sich was ändern muß.
    Zur Zeit muß noch geklärt werden,was die Krankenkasse überhaupt an Kosten decken wird.
    Fürs erste wurde sich wohl so geeinigt,dass wenn meine Oma wieder komplett daheim ist,Opa trotzdem in der Tagespflege bleibt.Oma bekommt Essen von meiner Tante geliefert und an den WE wenn alle drei zu Hause sind,gibts Essen auf Rädern..Dazu soll wohl eine Haushaltshilfe für 2x3h oder 3x2h je nach Bedarf geordert werden.Klar,das werden meine Großeltern auch irgendwie finanzieren müssen (wenn mein Opa wüsste,dass er einen Teil der Tagespflege selber zahlen muß,würde er wohl nicht mehr hingehen.) aber anders gehts auch nicht.Das Thema Onkel wurde ,mal wieder,nach hinten geschoben.
    Eine meiner angeheirateten Tanten hat meiner Oma ganz deutlich gesagt,dass dies nun kein Dauerzustand sein kann und wenn Oma das nicht langsam selber einsieht würden sie das alles an einen gesetzlichen Betreuer abgeben und der würde dann wohl entscheiden.(ob das so stimmt oder geht,weiß ich nicht)

    Das mit dem Probewohnen ist ne gute Idee.Die Mutter unseres Vermieters wurde dort zum Probewohnen untergebracht als deren Kinder im Urlaub waren.Die fand es dort so toll,die ist gleich ganz da geblieben.
    Aber -meine Oma will nix davon hören.
    Bin echt gespannt,wie es nun weiter geht.
    Ich wünsch euch ein schönes Pfingstfest mit mega schönem Wetter.



  8. #8
    Enja44 ist offline old hand

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Zitat Zitat von Ela2011 Beitrag anzeigen
    Der heutige Stand sieht wohl so aus,dass nach Pfingsten die Verwandten abreisen,die zur Zeit bei Opa sind.Dann geht meine Schwester als Nachtwache hin,muß aber die Woche drauf selber zur Reha (Bandscheiben OP)Meine Oma kommt nächste Woche auch nach Hause,bleibt ca 10 Tage und geht dann in die Reha.Nun hofft man ,dass sie in der Zeit auch selber merken,dass sich was ändern muß.
    Zur Zeit muß noch geklärt werden,was die Krankenkasse überhaupt an Kosten decken wird.
    Fürs erste wurde sich wohl so geeinigt,dass wenn meine Oma wieder komplett daheim ist,Opa trotzdem in der Tagespflege bleibt.Oma bekommt Essen von meiner Tante geliefert und an den WE wenn alle drei zu Hause sind,gibts Essen auf Rädern..Dazu soll wohl eine Haushaltshilfe für 2x3h oder 3x2h je nach Bedarf geordert werden.Klar,das werden meine Großeltern auch irgendwie finanzieren müssen (wenn mein Opa wüsste,dass er einen Teil der Tagespflege selber zahlen muß,würde er wohl nicht mehr hingehen.) aber anders gehts auch nicht.Das Thema Onkel wurde ,mal wieder,nach hinten geschoben.
    Eine meiner angeheirateten Tanten hat meiner Oma ganz deutlich gesagt,dass dies nun kein Dauerzustand sein kann und wenn Oma das nicht langsam selber einsieht würden sie das alles an einen gesetzlichen Betreuer abgeben und der würde dann wohl entscheiden.(ob das so stimmt oder geht,weiß ich nicht)

    Das mit dem Probewohnen ist ne gute Idee.Die Mutter unseres Vermieters wurde dort zum Probewohnen untergebracht als deren Kinder im Urlaub waren.Die fand es dort so toll,die ist gleich ganz da geblieben.
    Aber -meine Oma will nix davon hören.
    Bin echt gespannt,wie es nun weiter geht.
    Ich wünsch euch ein schönes Pfingstfest mit mega schönem Wetter.
    Ganz so einfach ist das mit dem Betreuer nicht. Um über den Kopf der alten Leute hinweg entscheiden zu dürfen, müssen die erst einmal entsprechend geschäftsunfähig sein.

    Das "Einsehen" kam bei meiner Mutter übrigens auch durch einen heilsamen Blick auf den Kontoauszug. Wir haben all diese Zwischenlösungen irgendwie organisiert. Ihnen allen war gemeinsam, dass sie recht kostspielig waren.

    Auch in der Beziehung solltet ihr mal Beratung suchen. Haben sie schon alle die passende Pflegestufe? Das ist normalerweise auch ein Kampf.

    Betreutes Wohnen ist übrigens auch ein teurer Spaß.

  9. #9
    cosima ist offline Urgestein

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Die Großeltern entscheiden alleine, aber ich denke man sollte ihnen in aller Klarheit sagen was die Angehörigen auf Dauer leisten.
    Leisten können und leisten wollen.
    Dass z.B. keiner seinen Job aufgeben wird. Dass keiner zu ihnen ziehen wird.

    Ich halte auch nichts davon sie finanziell im Unklaren zu lassen.

    Man kann jetzt, solange es noch irgendwie geht, noch wählen, noch was passendes suchen.
    Wenn der Notfall eintritt wird irgendwas genommen, egal wie, egal was. Das muss ihnen klar sein.

  10. #10
    Enja44 ist offline old hand

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    Standard Re: Großeltern können/dürfen nicht mehr allein sein-wie macht man es ihnen einfacher.

    Zitat Zitat von cosima Beitrag anzeigen
    Die Großeltern entscheiden alleine, aber ich denke man sollte ihnen in aller Klarheit sagen was die Angehörigen auf Dauer leisten.
    Leisten können und leisten wollen.
    Dass z.B. keiner seinen Job aufgeben wird. Dass keiner zu ihnen ziehen wird.

    Ich halte auch nichts davon sie finanziell im Unklaren zu lassen.

    Man kann jetzt, solange es noch irgendwie geht, noch wählen, noch was passendes suchen.
    Wenn der Notfall eintritt wird irgendwas genommen, egal wie, egal was. Das muss ihnen klar sein.
    Ja klar. Und meine Mutter hat das dann nach vier Minuten vergessen. Oder auch nicht. Wer nicht helfen will und auch niemanden aufnehmen will, muss halt im Fall des Falles zahlen. Das geht auch.

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