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  1. #11
    sindzusiebt ist offline addict

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    Standard Re: pflegekinder - erfahrungen?

    Zitat Zitat von Tobka Beitrag anzeigen
    Wie organisiert man das mit eigenen Kindern? Und wie gehen diese damit um? Ich frage interessehalber, weil ich es mir sehr schwer vorstelle und selbst wohl nicht leisten könnte

    Meiner Meinung nach - und unser Amt teilt diese - sollten die schon vorhandenen Kinder nicht mehr klein sein. Sie müssten u. U. während einer Belegung schon zurückstecken und manches "aushalten". Auch die Trennungen sind zu verkraften. Das ist nichts für Kleinkinder.

    Hast Du immer Kinder bei Dir oder gibt es auch Zeiten, wo Du keine Pflegekinder hast? Das wäre ja finanziell dann auch schwierig (weil du ja nicht woanders arbeiten gehen kannst) oder bekommt man da pauschal monatlich etwas, auch wenn man gerade kein Kind hat?

    Es gibt Ämter, die mit Bereithaltepauschalen arbeiten. Bei uns ist das nicht so. Keine Belegung = kein Geld. Logisch. Finanziell unabhängig muss man als Pflegeeltern immer sein. Man darf nicht auf das Pflegegeld angewiesen sein!

    Ich merke gerade, dass ich überhaupt keine Ahnung von diesem Thema habe (unsere Vormieter haben vier Pflegekinder und hier im Dorf geht die Mähr, sie hätten sich "damit" ihr Haus finanziert, nach dem Motto: So leicht will ich auch mal an Geld kommen... )
    Ja dieses Stammtischgeschwätz kenne ich auch. Es steht jedem frei, sich bei einem JA zu bewerben, wenn er "auch so leicht an GEld kommen will". Aber das wollen diese Leute ja gar nicht. Denn die sind mitnichten scharf darauf stinkende Kinder zu entlausen, sich ihre Küchenwände voll Essen schmieren zu lassen, das Spielzeug zerstören, 7 vollgepieselte Hosen am Tag zu wechseln oder gar mit Kot verschmierte Wände u. Teppiche zu säubern. Aber neidisch auf das "viele Geld" sind sie dennoch, das sich die Pflegefamilie ja sooooo leicht verdient Aber nein, sie könnten das ja nicht, so ein Kind dann wieder abgeben, was sie einmal ins Herz geschlossen haben, daran würden sie ja zerbrechen ;-) Da gehen sie doch lieber einem geregelten Job mit Urlaubs- u. Krankheitsanspruch und einem Vielfachem vom Pflegegeld als Verdienst nach :D Aber das - sorry - dumme Gequatsche bleibt.

  2. #12
    Estrella25 ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: pflegekinder - erfahrungen?

    Ich denke auch, dass man das auf gar keinen Fall Bereitschaftspflegemutter werden sollte, wenn eigene kleine Kinder vorhanden sind! Das sind ja keine "normalen" Kinder, die da zu einem kommen, sondern unter Umständen schwerst traumatisierte. Die benötigen die ganze Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Pflegeeltern, ganz zu schweigen vom Fahren zu Therapien etc. Das wäre für kleine Kinder, die ja selbst ihre Eltern noch 100% brauchen, fatal, wenn sie aufgrund von Pflegekindern in einem solchen Rahmen zurückstecken müssten.

    Außerdem sind die Pflegekinder aufgrund ihrer eigenen Geschichte oft sehr problematische Spielkameraden...

    Ich habe eine Freundin, in deren Familie sind 4 Kinder jeweils um die 2 Jahre auseinander und dann kam mit großem Abstand noch ein fünftes Kind, dieses Mädchen ist 21 Jahre jünger als meine Freundin (die die Älteste ist).
    Die kleine Schwester meiner Freundin ist jetzt 11 und ihre Eltern haben seit einigen Jahren (sie war da glaub ich 8 oder so) Pflegekinder, auch, damit sie nicht als Einzelkind aufwächst, denn ihre "echten" Geschwister sind schon alle ausgezogen.

    Ich ziehe den Hut vor der Familie, aber ganz ehrlich, wenn ich mitbekomme, wie die Pflegekinder manchmal so drauf sind (natürlich können sie da nichts dafür, das ist klar!), dann finde ich selbst ein Alter von 8 Jahren beim eigenen Kind noch zu jung für Pflegegeschwister...

    LG
    Julia

  3. #13
    Tecumseh 2 ist offline mehrMeer

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    Standard Re: pflegekinder - erfahrungen?

    Hi,

    ich finde die Idee auch klasse, mal für kurze Zeit Kinder in Pflege zu nehmen, um ihnen zu helfen, aber ich fürchte dafür muss man professioneller sein, als ich es sein könnte.

    VG

    Zitat Zitat von -inselkind- Beitrag anzeigen
    unsere tagesmutter rief gestern spätabends an um für heute abzusagen.
    das jugendamt mußte kurzfristig ein baby in kurzzeitpflege unterbringen und hat niemanden gefunden ausser ihr. :(

    ich hab ja schon länger an pflegekinder gedacht. allerdings läßt es die situation hier wohl eher nicht zu dauerhaft ein kind aufzunehmen. da müssen ja auch bauliche voraussetzungen (eigenes zimmer, genügend platz) erfüllt sein. und mit meiner arbeit und der eigenen betreuungssituation ginge das wohl auch eher schlecht.

    aber so als kurzzeitpflege? notfallversorgung? geht das überhaupt?
    hat da jemand erfahrung was da auf einen zukommt, welche voraussetzungen man braucht?
    ich werd mich die tage mal mit dem jugendamt in verbindung setzen, aber wüßte gerne schon vorher ob das überhaupt sinn macht!

    davon abgesehen, mir geht der arme wurm grad nicht aus dem kopf. ein paar wochen alt und muß aus der familie genommen werden

  4. #14
    Avatar von -inselkind-
    -inselkind- ist offline kemasmama

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    Standard DANKE

    dankeschön an euch alle, für eure erfahrungen und berichte!

    momentan ist es für mich eher unwahrscheinlich, daß das klappt.
    wie ihr auch angemerkt habt, meine kinder sind ja noch recht klein, da kämen wir sicher in konflikt.
    aber später könnte ich mir das durchaus vorstellen. trotz der "nachteile" würde ich gerne versuchen zu helfen.

    lt. JA ist dazu ein wochenendkurs nötig. keine fundierte ausbildung, wie sie z.b. eine tagesmutter braucht.
    dann wird natürlich geschaut, wie wir leben und ob wir uns als pflegefamilie eignen.

    und wegen des geldes, da darf man hier wirklich nicht fest damit rechnen. wir sind ja eher ein sehr beschaulicher ort, zwar zwischen zwei landkreisen gelegen, so daß ev. sogar zwei jugendämter unsere hilfe in anspruch nehmen würden. aber GsD gibt es hier eher weniger fälle. das hat ja auch sein gutes! :)
    LG Bine 95/05/07/07/09/11/14

  5. #15
    Estrella25 ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: DANKE

    Zitat Zitat von -inselkind- Beitrag anzeigen
    dankeschön an euch alle, für eure erfahrungen und berichte!

    momentan ist es für mich eher unwahrscheinlich, daß das klappt.
    wie ihr auch angemerkt habt, meine kinder sind ja noch recht klein, da kämen wir sicher in konflikt.
    aber später könnte ich mir das durchaus vorstellen. trotz der "nachteile" würde ich gerne versuchen zu helfen.

    lt. JA ist dazu ein wochenendkurs nötig. keine fundierte ausbildung, wie sie z.b. eine tagesmutter braucht.
    dann wird natürlich geschaut, wie wir leben und ob wir uns als pflegefamilie eignen.

    und wegen des geldes, da darf man hier wirklich nicht fest damit rechnen. wir sind ja eher ein sehr beschaulicher ort, zwar zwischen zwei landkreisen gelegen, so daß ev. sogar zwei jugendämter unsere hilfe in anspruch nehmen würden. aber GsD gibt es hier eher weniger fälle. das hat ja auch sein gutes! :)


    Das stimmt! Am Allerschönsten wäre es ja, es gäbe gar keine solchen schlimmen Fälle mehr...die armen Kinder tun mir immer wahnsinnig leid. Und das Schlimmste ist, dass Kinder IMMER an ihren Eltern hängen, diese verteidigen, bis zuletzt auf etwas Liebe hoffen...das bricht mir immer das Herz, wie loyal sich doch die meisten kleinen Kinder gegenüber ihren (unmöglichen) Eltern verhalten! Klar, sie können ja auch nicht anders, aber das macht es noch umso trauriger, dass sie so behandelt werden.

    LG
    Julia

  6. #16
    Avatar von Murksi
    Murksi ist offline Poweruser

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    Standard Re: pflegekinder - erfahrungen?

    Zitat Zitat von -inselkind- Beitrag anzeigen
    unsere tagesmutter rief gestern spätabends an um für heute abzusagen.
    das jugendamt mußte kurzfristig ein baby in kurzzeitpflege unterbringen und hat niemanden gefunden ausser ihr. :(

    ich hab ja schon länger an pflegekinder gedacht. allerdings läßt es die situation hier wohl eher nicht zu dauerhaft ein kind aufzunehmen. da müssen ja auch bauliche voraussetzungen (eigenes zimmer, genügend platz) erfüllt sein. und mit meiner arbeit und der eigenen betreuungssituation ginge das wohl auch eher schlecht.

    aber so als kurzzeitpflege? notfallversorgung? geht das überhaupt?
    hat da jemand erfahrung was da auf einen zukommt, welche voraussetzungen man braucht?
    ich werd mich die tage mal mit dem jugendamt in verbindung setzen, aber wüßte gerne schon vorher ob das überhaupt sinn macht!

    davon abgesehen, mir geht der arme wurm grad nicht aus dem kopf. ein paar wochen alt und muß aus der familie genommen werden
    Ich könnte das nicht. Mir würde so ein würmchen (oder großes Kind) so ans Herz wachsen, ich könnte es nicht wieder gehen lassen :-(
    Bekannte haben einen Jungen 4 Jahre zur Pflege gehabt von 1-5 Jahre) und dann wurde er seiner Mutter zurück gegeben, die sind fast daran zerbrochen
    Meine liebste Bino Tixe
    Planie Bino Diamondgirl
    Meine April Bino 2009: Mariesolveigh

  7. #17
    Avatar von 0Agnes0
    0Agnes0 ist offline Schon lange da :)

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    Standard Re: pflegekinder - erfahrungen?

    Das ist wirklich schlimm. Wirklich schlimm :(

    Vor allem, wenn man nicht sicher ist, ob er in gute Hände zurückkommt. Und man hat ja keinerlei Rechte und sieht das Kind u.U. niemals mehr wieder. Das ist wirklich hart.
    mit Mädelshaushalt (03, 05, 07, 10, 13)
    .. und einem, der fehlt (05)

  8. #18
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein

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    Standard Re: pflegekinder - erfahrungen?

    ich werde regelmässig angerufen, weil sie niemanden finden. Und ich finde schon alleine das absagen als Hölle :(
    für mich käme BP nicht in Frage, weil ich für mich mehr Konstanz im Alltag brauche. Und meine Kinder auch.
    Es wirbelt einfach jedes Mal das bestehende System durcheinander.

    Ich kenne "Dein" JA. Ich kann daher kaum glauben, dass die für BP keine Anerkennung wollen. Hier muss man das ganz normale Pflegeseminar durchlaufen.

    Wenn Du mehr wissen willst, komm halt mal bei mir vorbei, vielleicht überlegst Du es Dir dann nochmal

  9. #19
    KimSuess ist offline old hand

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    Standard Re: pflegekinder - erfahrungen?

    Zitat Zitat von Zwerghausen Beitrag anzeigen
    und ich darf nicht Arbeiten gehen.


    Und haben die vom JA auch gesagt, von was Du sonst Leben sollst, wenn Du nicht arbeiten gehen darfst? Denn das Pflegegeld ersetzt ja nicht das Einkommen. Oder hast Du einen gut verdienenden Mann? Oder bist reich?

  10. #20
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein

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    Standard Re: pflegekinder - erfahrungen?

    Zitat Zitat von KimSuess Beitrag anzeigen
    Und haben die vom JA auch gesagt, von was Du sonst Leben sollst, wenn Du nicht arbeiten gehen darfst? Denn das Pflegegeld ersetzt ja nicht das Einkommen. Oder hast Du einen gut verdienenden Mann? Oder bist reich?
    das ist hier auch Grundbedingung für die Aufnahme bei Säuglingen/Kleinkindern. Dauerpflege.

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