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Thema: 3 Kinder und Vollzeit arbeiten - bin k.o.

  1. #21
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick

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    Standard Re: 3 Kinder und Vollzeit arbeiten - bin k.o.

    Zitat Zitat von Tamarie Beitrag anzeigen
    Mein Mann ist genau so unglücklich mit der Situation wie ich und wir überlegen schon seit Jahren immer wieder was wir ändern können. Er hört sich auch geduldig meinen Frust an und versucht mir den Rücken zu stärken wenn ich wie ein geprügelter Hund von der Arbeit komme. Wenn ich auf Dienstreise bin muss er alles auch 2-3 Tage selbst stämmen. Er fühlt sich selbst ausgelaugt, da er empfindet dass er ständig Familienansprüche und die seiner Eltern im Familienbetrieb erfüllen muss und das nicht immer unter einen Hut bekommt.

    Putzfrau - hatten wir mal, einmal pro Woche, ist für uns zu teuer und wir haben den Abend vorher den Stress alles aufzuräumen; besonders kritisch wenn ich ich auf Dienstreise bin.

    Teilzeit - kann er nicht; arbeitet im Familienbetrieb seiner Eltern und wird ihn in 5 Jahren übernehmen

    Großeltern - meine Mutti ist vor 4 Jahren gestorben und seine Eltern sind, wie gesagt selbstständig (im Sinn von selbst und ständig)

    Haus verkaufen - kommt nicht in Frage, hängt unser Herzblut drann, ist unsere finanzielle Familienabsicherung und später die Altersabsicherung und er bzw. wir werden das Grundstück später für die Firma brauchen

    Seine Unterstützung im Haushalt - staubsaugen, wischen, Wäsche aufhängen macht er wenn ich ihn darum bitte, aber dafür bleibt seine Arbeit (wir haben noch viel zu bauen, Holz hacken, Heu machen usw.) liegen und die ist auch wichtig für die Familie

    Luxus einschränken - ja wir könnten ganz auf Urlaub verzichten und ja wir könnten auch versuchen mit einem Auto auszukommen, aber öffentliche Verkehrsmittel kosten auch Geld und ich brauche dann noch mehr Zeit für den Fahrweg.
    Und du glaubst echt, dass es in 5 Jahren dann mit der Betriebsübrrnahme finanziell besser aussieht? Denn wenn er Chef ist, wird er ja mehr arbeiten und weniger Zeit haben, sodass du noch mehr an der Backe hast.

    LG
    cosima gefällt dies

  2. #22
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick

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    Standard Re: 3 Kinder und Vollzeit arbeiten - bin k.o.

    Ich hab mir jetzt mal deinen letzten Thread durchgelesen: Du machst das schon seit knapp 2 Jahren durch, ohne dass sich irgendwas gebessert hat, im Gegenteil, dir geht's zunehmend schlechter und mittlerweile rebellieren auch die Kinder schon. Schon damals gab's Probleme in der Schule, du warst am Ende usw. Und trotzdem willst du das noch mind. 5 Jahre mitmachen?!

    LG
    cosima und weisserrabe2001 gefällt dies.

  3. #23
    Tamarie ist offline Stranger

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    Standard Re: 3 Kinder und Vollzeit arbeiten - bin k.o.

    Ja es hat sich nicht viel geändert. Wobei die beiden Großen mittlerweile immerhin so weit sind, dass sie im Haushalt mit einigen Sachen ab und zu helfen können und tatsächlich auch schon eine echte Hilfe sind. Ich mag das aber nicht überstrapazieren. Sie sind ja noch Kinder. Und was sich auch positiv geändert hat ist, dass wir letztes Jahr geschafft haben den Dachboden auszubauen, damit hat jetzt jedes Kind ein Zimmer und wir endlich ein eigenes Schlafzimmer. Das ist schon prima, da ich dadurch endlich eine Rückzugsmöglichkeit habe. Echt Gold wert für versommergrippte Mütter :-).

    Ansonsten weiß ich mir keinen anderen Rat als so weiter zu machen. Immerhin müsste in 5 Jahren auch unser Haus abbezahlt sein. Damit würde eine große finanzielle Belastung wegfallen. Dann sollte es für mich auch möglich sein Teilzeit zu arbeiten.

    Vielleicht ist für mich die Lösung momentan auch einfach auf Arbeit etwas dickfälliger zu sein und nicht so viel an mich ranzulassen. Das Umschalten von der Arbeit auf die Kinder und zu Hause finde ich immer sehr schwer. Zum Teil musste ich in den vergangenen Monaten auch abends zu Hause arbeiten oder mit krankem Kind zu Hause als Telearbeit. Dann lässt es sich gar nicht mehr trennen. Telearbeit wird ja so oft als familienfreundlich angepriesen. Ich finde das schrecklich, diese "halbe Anwesenheit", körperlich beim kranken Kind und geistig in der Telko mit 4 Projektpartnern immer hoffend, dass sich der Kleine die nächste halbe Stunde ruhig verhält. Echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf gibt es nicht. Und so vieles was mit Gleichstellung und toller Familienfreundlichkeit gelobt wird, bringt hauptsächlich Vorteile für Arbeitgeber, v.a. für befristete und projektbasierende Arbeitsverhältnisse.

    Wobei ich manchmal denke, dass es früher für Frauen noch schwerer war. Meine Mutter hat auch immer gearbeitet. Damals ging die Arbeitswoche noch bis Samstag und wir waren bis Samstag Mittag auch in der Schule. Es gab keine Geschirrspüler, keine Wäschetrockner usw. Und trotzdem ging es irgendwie.

  4. #24
    Arcta ist offline old hand

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    Standard Re: 3 Kinder und Vollzeit arbeiten - bin k.o.

    Zitat Zitat von Tamarie Beitrag anzeigen
    Mein Mann ist genau so unglücklich mit der Situation wie ich und wir überlegen schon seit Jahren immer wieder was wir ändern können. Er hört sich auch geduldig meinen Frust an und versucht mir den Rücken zu stärken wenn ich wie ein geprügelter Hund von der Arbeit komme. Wenn ich auf Dienstreise bin muss er alles auch 2-3 Tage selbst stämmen. Er fühlt sich selbst ausgelaugt, da er empfindet dass er ständig Familienansprüche und die seiner Eltern im Familienbetrieb erfüllen muss und das nicht immer unter einen Hut bekommt.

    Putzfrau - hatten wir mal, einmal pro Woche, ist für uns zu teuer und wir haben den Abend vorher den Stress alles aufzuräumen; besonders kritisch wenn ich ich auf Dienstreise bin.

    Teilzeit - kann er nicht; arbeitet im Familienbetrieb seiner Eltern und wird ihn in 5 Jahren übernehmen

    Großeltern - meine Mutti ist vor 4 Jahren gestorben und seine Eltern sind, wie gesagt selbstständig (im Sinn von selbst und ständig)

    Haus verkaufen - kommt nicht in Frage, hängt unser Herzblut drann, ist unsere finanzielle Familienabsicherung und später die Altersabsicherung und er bzw. wir werden das Grundstück später für die Firma brauchen

    Seine Unterstützung im Haushalt - staubsaugen, wischen, Wäsche aufhängen macht er wenn ich ihn darum bitte, aber dafür bleibt seine Arbeit (wir haben noch viel zu bauen, Holz hacken, Heu machen usw.) liegen und die ist auch wichtig für die Familie

    Luxus einschränken - ja wir könnten ganz auf Urlaub verzichten und ja wir könnten auch versuchen mit einem Auto auszukommen, aber öffentliche Verkehrsmittel kosten auch Geld und ich brauche dann noch mehr Zeit für den Fahrweg.
    Ich vermute bei euch muss erst eine Bombe hochgehen, bevor sich etwas ändert.
    Ihr habt wirklich viel zu viel Programm!
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  5. #25
    zicke00091012 ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: 3 Kinder und Vollzeit arbeiten - bin k.o.

    Ich glaub, ich hätte von vorne herein anders geplant.
    Die Kinder brauchen einen nur, wenn sie klein sind. Meine 14jährige sehen wir selten, sie ist mit Freunden unterwegs, macht ihre Sachen. Das geht bestimmt schon 2 Jahre so und davor war eine Phase, wo sie manchmal auch viel weg war, aber auch noch oft etwas mit uns unternommen hat.
    Wir haben unsere Finanzierung vom Haus länger angelegt, so dass es notfalls mit einem Gehalt machbar wäre, zumindest mit meinem. Klar, dafür zahlen wir länger, aber trotz des niedrigen Gehalts meines Mannes, konnte ich auf 30 Stunden reduzieren, als er Vollzeit arbeiten war. Meine Kinder liebten ihre Betreuung und waren auch ihre 8 Stunden dort. ( Ich bin niemand der eine gute Betreuung verteufelt, wir haben sie genauso gemocht wie die Kids). Aber trotzdem wären mir die ersten 10-12 Jahre der Kinder zu schade gewesen, nur damit das Haus schnell abbezahlt ist. Die gehen schon so früh ihren Weg.
    Das hat sich alles etwas geändert, für uns zum Besseren. Wir sind umgezogen ( Haus wird bald zum Verkauf angeboten) und mein Mann wird die nächsten Jahre Hausmann bleiben, weil ich genug für uns beide verdiene.
    1. 2000
    2 2009
    3 2010
    4 2012
    5 2013
    6 2015

  6. #26
    cosima ist offline Urgestein

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    Standard Re: 3 Kinder und Vollzeit arbeiten - bin k.o.

    was du beschreibst ist für mich nur Rumjammern, aber um keinen Preis was ändern wollen.
    Selber schuld.

    Offensichtlich musst du erst zusammenklappen bevor sich was tut. Naja, wers braucht...

    Du findest für alles eine Ausrede warum das auf keinen Fall geht.
    Ich sag dir: Wenn man will geht es. Wenn nicht findet man weiter Ausreden.

    Dein Mann arbeitet also in einem Familienbetrieb, den er auch übernehmen will, der aber sehr wenig abwirft.
    Warum um Himmels willen will er das übernehmen?
    Und wie kommt ihr drauf dass dann irgendwas besser wird? Er wird dann nicht weniger arbeiten, sondern mehr und gesichert nicht mehr Geld haben.

    Man muss Familienbetriebe nicht übernehmen.
    Man kann auch einfach sagen: Hier ist die Grenze, ich will nicht.

    Genauso deine Ausreden was der Mann alles nicht kann
    Der will also einen Betrieb übernehmen, "kann" aber keine Aushänge im Kindergarten lesen.
    Klar doch...
    Entweder ist er zu blöd oder zu faul. Beides nicht wahnsinnig verlockend
    Ich denke ja, das läuft bei ihm unter "dumm stellen schafft Freizeit"

    Dann das Haus: Eine Bruchbude, an der man noch bauen muss.
    Das würde ich eher heute als morgen verkaufen.
    Und ein nettes Häuschen mieten, bei dem der Vermieter für alles zuständig ist.
    Was willst du mit einer "Altersvorsorge" unter diesen Umständen?
    Wenn du so weiter machst wirst du das Alter gar nicht erleben, weil dich vorher ein Herzinfarkt oder ein Schlaganfall dahinrafft.

    Du kannst natürlich warten bis zum burnout.
    Nur sind dann die Handlungsspielräume deutlich geringer.

    Jetzt könntet ihr sofort mit der Bank eine Tilgugsaussetzung vereinbaren, davon eine Haushaltshilfe bezahlen, in Ruhe das Haus verkaufen, den Betrieb verlassen und/oder auf Teilzeit gehen.
    Ist einfach eine Frage was man vom Leben will.

    Du WILLST offensichtlich später sagen dass alles ganz furchtbar war.
    weisserrabe2001 gefällt dies

  7. #27
    Sonnenblumenauge ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: 3 Kinder und Vollzeit arbeiten - bin k.o.

    Zitat Zitat von Tamarie Beitrag anzeigen
    Ja es hat sich nicht viel geändert. Wobei die beiden Großen mittlerweile immerhin so weit sind, dass sie im Haushalt mit einigen Sachen ab und zu helfen können und tatsächlich auch schon eine echte Hilfe sind. Ich mag das aber nicht überstrapazieren. Sie sind ja noch Kinder. Und was sich auch positiv geändert hat ist, dass wir letztes Jahr geschafft haben den Dachboden auszubauen, damit hat jetzt jedes Kind ein Zimmer und wir endlich ein eigenes Schlafzimmer. Das ist schon prima, da ich dadurch endlich eine Rückzugsmöglichkeit habe. Echt Gold wert für versommergrippte Mütter :-).

    Ansonsten weiß ich mir keinen anderen Rat als so weiter zu machen. Immerhin müsste in 5 Jahren auch unser Haus abbezahlt sein. Damit würde eine große finanzielle Belastung wegfallen. Dann sollte es für mich auch möglich sein Teilzeit zu arbeiten.

    Vielleicht ist für mich die Lösung momentan auch einfach auf Arbeit etwas dickfälliger zu sein und nicht so viel an mich ranzulassen. Das Umschalten von der Arbeit auf die Kinder und zu Hause finde ich immer sehr schwer. Zum Teil musste ich in den vergangenen Monaten auch abends zu Hause arbeiten oder mit krankem Kind zu Hause als Telearbeit. Dann lässt es sich gar nicht mehr trennen. Telearbeit wird ja so oft als familienfreundlich angepriesen. Ich finde das schrecklich, diese "halbe Anwesenheit", körperlich beim kranken Kind und geistig in der Telko mit 4 Projektpartnern immer hoffend, dass sich der Kleine die nächste halbe Stunde ruhig verhält. Echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf gibt es nicht. Und so vieles was mit Gleichstellung und toller Familienfreundlichkeit gelobt wird, bringt hauptsächlich Vorteile für Arbeitgeber, v.a. für befristete und projektbasierende Arbeitsverhältnisse.

    Wobei ich manchmal denke, dass es früher für Frauen noch schwerer war. Meine Mutter hat auch immer gearbeitet. Damals ging die Arbeitswoche noch bis Samstag und wir waren bis Samstag Mittag auch in der Schule. Es gab keine Geschirrspüler, keine Wäschetrockner usw. Und trotzdem ging es irgendwie.
    Entgegen der hier wohl überwiegenden Meinung seh ich das mittlerweile gar nicht mehr so kritisch und glaube eher an immer mal wieder auftretende Zwischentiefs bei grundsätzlich guter Perspektive: Ihr habt Veränderungen an der Wohnsituation geschafft und damit eine deutliche Verbesserung - Deine Zusatzbelastung wegen Vertretung und Stress auf Arbeit geht absehbar dem Ende zu, die Kinder werden älter und selbständiger - Dein Mann wird auf absehbare Zeit sein eigener Chef (ich geh mal davon aus dass das tatsächlich so und in dem Zeitrahmen auch stattfinden wird) und ob das nun mehr Geld bringt oder noch mehr Arbeit.... ist letztlich egal, sein eigenes Unternehmen zu haben und sich dort etwas aufzubauen ist einfach eine tolle Sache! - und Eure Haus wird ungefähr zeitgleich abbezahlt sein, ziemlich früh, alle Achtung!

    Den vielbeschworenen Zusammenbruch, burnout, wieauchimmer.... seh ich ja nicht, das ist einfach Typsache und wenn Du bisher Euer Pensum gut durchgeahlten hast, wird das auch so bleiben! Wie gesagt: Menschen sind viel belastbarer als oft angenommen, lass Dir da nichts einreden. Klar wenn Dir akut alles zuviel wird, schau was sich ändern lässt. Habt Ihr ja auch schon gemacht, siehe Wohnsituation. Oder lass mal Druck ab über das "Jammerventil", das tut ja auch gut, das darf ja auch mal sein. Aber stell deswegen nicht alles infrage, ich seh es so, dass Ihr eine ganze beachtliche Menge schafft und das wohl Eurer Art zu leben einfach entspricht.

    Gerade Deinen letzten Absatz deute ich so, dass Dir als Kind genau dieses Leben auch vorgelebt wurde. Und so kenn ich es auch: beide Eltern haben immer Vollzeit gearbeitet (und zwar nicht schlappe 38,5 Stunden) mit drei Kindern, Haushalt und lebhaftem Drumherum ... und waren bis auf gelegentliche Hänger immer sehr fröhlich und zuversichtlich und haben ohne den neuerdings grassierenden Burnout bis 65 gearbeitet und sich an ihrer eigenen Leistungsfähigkeit erfreut. Das muss nicht jeder so machen, aber man kann sehr sehr gut so leben!

  8. #28
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick

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    Standard Re: 3 Kinder und Vollzeit arbeiten - bin k.o.

    Erstaunlich, wie du dir das alles schönreden kannst und willst.

    Zitat Zitat von Tamarie Beitrag anzeigen
    Ja es hat sich nicht viel geändert. Wobei die beiden Großen mittlerweile immerhin so weit sind, dass sie im Haushalt mit einigen Sachen ab und zu helfen können und tatsächlich auch schon eine echte Hilfe sind. Ich mag das aber nicht überstrapazieren. Sie sind ja noch Kinder.
    Um den Preis, dass sie bis spät in den Abend an den Hausaufgaben sitzen? Dass sie deutlich merken, wie wenig Zeit die Eltern für sie haben? Dass es kein Wochenenende, keinen Urlaub, keine Erholungsphasen gibt? Für den der's mag, ist das super.

    Und was sich auch positiv geändert hat ist, dass wir letztes Jahr geschafft haben den Dachboden auszubauen, damit hat jetzt jedes Kind ein Zimmer und wir endlich ein eigenes Schlafzimmer. Das ist schon prima, da ich dadurch endlich eine Rückzugsmöglichkeit habe. Echt Gold wert für versommergrippte Mütter :-).

    Ansonsten weiß ich mir keinen anderen Rat als so weiter zu machen. Immerhin müsste in 5 Jahren auch unser Haus abbezahlt sein. Damit würde eine große finanzielle Belastung wegfallen. Dann sollte es für mich auch möglich sein Teilzeit zu arbeiten.
    Warum tut man sich so eine Hammerfinanzierung an? Ihr könntet doch euren Kredit strecken, 10 Jahre länger abbezahlen, dafür euch mal ein Wochenendvergnügen und eine Putzfrau leisten und die Zeit stressfreier und auch mal mit euren Kindern verbringen.

    Vielleicht ist für mich die Lösung momentan auch einfach auf Arbeit etwas dickfälliger zu sein und nicht so viel an mich ranzulassen.
    DAS ist natürlich auch eine Möglichkeit, wahrscheinlich die einfachste, weil man dann drumherum nix ändern muss.

    Das Umschalten von der Arbeit auf die Kinder und zu Hause finde ich immer sehr schwer. Zum Teil musste ich in den vergangenen Monaten auch abends zu Hause arbeiten oder mit krankem Kind zu Hause als Telearbeit. Dann lässt es sich gar nicht mehr trennen. Telearbeit wird ja so oft als familienfreundlich angepriesen. Ich finde das schrecklich, diese "halbe Anwesenheit", körperlich beim kranken Kind und geistig in der Telko mit 4 Projektpartnern immer hoffend, dass sich der Kleine die nächste halbe Stunde ruhig verhält.
    Nein, Home Office ist keine Betreuungsalternative und auch kein Allheilmittel bei kranken Kindern. Es ist ein Arbeitskonzept, das wohldurchdacht angegangen werden muss, und keine spontane Notlösung. Das kann auf Dauer nur schiefgehen.

    Echte Vereinbarkeit von Familie und Beruf gibt es nicht. Und so vieles was mit Gleichstellung und toller Familienfreundlichkeit gelobt wird, bringt hauptsächlich Vorteile für Arbeitgeber, v.a. für befristete und projektbasierende Arbeitsverhältnisse.
    Immer nur so weit, wie man das mitmacht. Wer bereitwillig in jedes Hamsterrad steigt, das sich ihm bietet, und noch für den Partner mitstrampelt, hat irgendwann ein Problem, richtig.

    Schau doch dich und deine Familie an: Du "vereinbarst" alles, versuchst das Unmögliche, von deinem Mann verlangst du aber nur maximal die Häfte an Aufgaben, Lebensunterhalt usw. Und dann schimpfst du auf die Arbeitswelt und die Einstellung der Gesellschaft im allgemeinen.

    Wobei ich manchmal denke, dass es früher für Frauen noch schwerer war. Meine Mutter hat auch immer gearbeitet. Damals ging die Arbeitswoche noch bis Samstag und wir waren bis Samstag Mittag auch in der Schule. Es gab keine Geschirrspüler, keine Wäschetrockner usw. Und trotzdem ging es irgendwie.
    Klar, dass es andere noch viel schlechter haben, hilft wirklich. Vorallem einem 11jährigen und einer 9jährigen, die feststellen: "Nie bist du zu Hause und wenn du zu Hause bist, hast du keine Zeit." / "Ich will nie erwachsen werden. Da muss man immer nur arbeiten und hat immer schlechte Laune."

    Ich hab aber auch den Eindruck, dass du nichts ändern möchtest. Ich kann's zwar nciht nachvollziehen, aber gut. Es ist euer Leben, lebt es, wie ihr das möchtet. Wenn das euer Weg ist, ok, geht ihn.

    LG
    weisserrabe2001 gefällt dies

  9. #29
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick

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    Standard Re: 3 Kinder und Vollzeit arbeiten - bin k.o.

    Zitat Zitat von Sonnenblumenauge Beitrag anzeigen
    Gerade Deinen letzten Absatz deute ich so, dass Dir als Kind genau dieses Leben auch vorgelebt wurde. Und so kenn ich es auch: beide Eltern haben immer Vollzeit gearbeitet (und zwar nicht schlappe 38,5 Stunden) mit drei Kindern, Haushalt und lebhaftem Drumherum ...
    Das war bei mir zuhause genauso (mein Vater war auch selbständig). Aber meine Eltern hatten trotzallem immer Zeit für uns Kinder (zwar nicht immer sofort, aber immer ausreichend und intensiv), wir hatten nie das Gefühl, an letzter Stelle zu stehen. Wir hatten aber trotzallem immer freie Sonntage, wo beide Eltern verfügbar waren, und waren auch in Urlaub. Weil meine Eltern drauf geachtet haben, sich eben nicht aufzureiben und auch das Leben zu genießen, wo es sich bietet.

    LG

  10. #30
    Sonnenblumenauge ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: 3 Kinder und Vollzeit arbeiten - bin k.o.

    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Das war bei mir zuhause genauso (mein Vater war auch selbständig). Aber meine Eltern hatten trotzallem immer Zeit für uns Kinder (zwar nicht immer sofort, aber immer ausreichend und intensiv), wir hatten nie das Gefühl, an letzter Stelle zu stehen. Wir hatten aber trotzallem immer freie Sonntage, wo beide Eltern verfügbar waren, und waren auch in Urlaub. Weil meine Eltern drauf geachtet haben, sich eben nicht aufzureiben und auch das Leben zu genießen, wo es sich bietet.

    LG
    Stimmt schon, wir haben unsere gemeinsame Zeit auch immer sehr intensiv gelebt, Urlaube, Wochenenden, Abende (an denen es für niemandem feste Schlafenszeiten oä gab dafür herrliche Spiel- und Quatschabende). Ob man aber bei exakt gleichem Pensum etwas als sich Aufreiben empfindet oder Erfüllung, das ist mE vor allem eine Frage der inneren Einstellung.

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