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Thema: Hausgeburt sicherer als im Krankenhaus

  1. #1
    Illemille ist offline Stranger

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    Idee Hausgeburt sicherer als im Krankenhaus

    Unsere zweite Tochter haben wir zuhause in einem von der Hebamme geliehenen Geburtspool bekommen. Das war eine ganz bewusste Entscheidung infolge schlechter Erfahrungen bei der Krankenhausgeburt unserer ersten Tochter und bei der zweiten lief dann auch alles genauso wie wir es uns gewünscht und geplant hatten. Es war eine wunderbares Geburtserlebnis ohne jegliche Komplikationen. Die Geschichte der ersten Geburt gleicht vielen anderen im Hinblick auf das Gefühl während der Wehen überwiegend allein gelassen worden zu sein, mangelnde Selbstbestimmung im Geburtsverlauf und bei der Verabreichung von Schmerzmitteln sowie dem Fehlen von positivem Zuspruch und sanften Unterstützungsmaßnahmen zur eigenen Entspannung. Das Krankenhaus hatten wir ausgewählt, weil es 2 Kreißsäale mit Gebärwanne hat (und alle anderen nur einen). Es war uns wichtig, die Option für eine Wassergeburt zu haben, was wir bei der Aufnahme auch mehrfach im Gespräch mit den Hebammen betonten. Leider erhielten wir trotzdem einen der Kreißsäale ohne Wanne. Später erfuhren wir, dass nebenan im gleichen Zeitraum eine Frau ihr Kind geboren hat, die es von Vorneherein ausschloss die Wanne zu benutzen. Vor diesem Hintergrund haben wir die zweite Geburt anders geplant. Ein eigener Pool zuhause machte uns sicher darin, dass in dieser Hinsicht nichts schief gehen kann. Die 1:1 Betreuung durch die Hebamme unsere Vertrauens machte uns außerdem sicher darin, nicht allein gelassen zu werden und durchgehend durch eine Fachfrau betreut zu werden. Wir vertrauten ihr, dass sie mögliche Komplikationen frühzeitig erkennt und in dem Fall die Hausgeburt abbricht, um in ein Krankenhaus zu fahren (welches wir in 10-15 Minuten erreicht hätten). Dies gab uns mehr Sicherheit als die Vorstellung erneut in einem Krankenhauskreißsaal allein zu sein, zwar alle Ärzte und OP-Tische im unmittelbaren Umfeld zu haben, aber im Zweifelsfall permanent selbst entscheiden zu müssen, ob man um Hilfe ruft oder nicht, und außerdem nicht zu wissen, wie kompetent die Person ist, die dann kommt. Viele Frauen und Paare verbinden mit Krankenhaus Sicherheit und finden Hausgeburten mutig. Wir haben seit der ersten Geburt Angst vor den Organisationsstrukturen im Krankenhaus, vor überfordertem Personal, mangelhafter Kommunikation untereinander, vor mechanischer Abfertigung von Geburten und davor nicht zu wissen, ob man an eine gute oder schlechte Hebamme gerät. Wir finden es überhaupt nicht mutig, uns für eine Hausgeburt entschieden zu haben. Es entspricht einfach unserem Anspruch an Sicherheit.

  2. #2
    ghrian ist offline Member

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    Standard Re: Hausgeburt sicherer als im Krankenhaus

    Da kann ich dir voll und ganz zustimmen!
    Zwar musste ich zum Glück bei meiner ersten Geburt in der Klinik keine schlechte Erfahrung machen, aber es war trotzdem nicht das was ich mir gewünscht habe. Denn ich wollte eigentlich im Geburtshaus entbinden. Mussten dort aber leider abbrechen, da nach fast 40 Stunden regelmäßigen Wehen der Muttermund erst bei 5-6 cm war.
    Die zweite Geburt war dann Zuhause (24.09.2012) und auch so entspannend, wie eine Geburt eben sein kann. Da bekommt man schon Lust noch mehr Kinder zu bekomme ... :-)
    Ich hoffe ich schaffe es bald meinen Geburtsbericht zu schreiben und für alle hier rein zu setzten...
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  3. #3
    Avatar von Gewitterkind
    Gewitterkind ist offline Immer gern hier.

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    Standard Re: Hausgeburt sicherer als im Krankenhaus

    Zitat Zitat von Illemille Beitrag anzeigen
    Unsere zweite Tochter haben wir zuhause in einem von der Hebamme geliehenen Geburtspool bekommen. Das war eine ganz bewusste Entscheidung infolge schlechter Erfahrungen bei der Krankenhausgeburt unserer ersten Tochter und bei der zweiten lief dann auch alles genauso wie wir es uns gewünscht und geplant hatten. Es war eine wunderbares Geburtserlebnis ohne jegliche Komplikationen. Die Geschichte der ersten Geburt gleicht vielen anderen im Hinblick auf das Gefühl während der Wehen überwiegend allein gelassen worden zu sein, mangelnde Selbstbestimmung im Geburtsverlauf und bei der Verabreichung von Schmerzmitteln sowie dem Fehlen von positivem Zuspruch und sanften Unterstützungsmaßnahmen zur eigenen Entspannung. Das Krankenhaus hatten wir ausgewählt, weil es 2 Kreißsäale mit Gebärwanne hat (und alle anderen nur einen). Es war uns wichtig, die Option für eine Wassergeburt zu haben, was wir bei der Aufnahme auch mehrfach im Gespräch mit den Hebammen betonten. Leider erhielten wir trotzdem einen der Kreißsäale ohne Wanne. Später erfuhren wir, dass nebenan im gleichen Zeitraum eine Frau ihr Kind geboren hat, die es von Vorneherein ausschloss die Wanne zu benutzen. Vor diesem Hintergrund haben wir die zweite Geburt anders geplant. Ein eigener Pool zuhause machte uns sicher darin, dass in dieser Hinsicht nichts schief gehen kann. Die 1:1 Betreuung durch die Hebamme unsere Vertrauens machte uns außerdem sicher darin, nicht allein gelassen zu werden und durchgehend durch eine Fachfrau betreut zu werden. Wir vertrauten ihr, dass sie mögliche Komplikationen frühzeitig erkennt und in dem Fall die Hausgeburt abbricht, um in ein Krankenhaus zu fahren (welches wir in 10-15 Minuten erreicht hätten). Dies gab uns mehr Sicherheit als die Vorstellung erneut in einem Krankenhauskreißsaal allein zu sein, zwar alle Ärzte und OP-Tische im unmittelbaren Umfeld zu haben, aber im Zweifelsfall permanent selbst entscheiden zu müssen, ob man um Hilfe ruft oder nicht, und außerdem nicht zu wissen, wie kompetent die Person ist, die dann kommt. Viele Frauen und Paare verbinden mit Krankenhaus Sicherheit und finden Hausgeburten mutig. Wir haben seit der ersten Geburt Angst vor den Organisationsstrukturen im Krankenhaus, vor überfordertem Personal, mangelhafter Kommunikation untereinander, vor mechanischer Abfertigung von Geburten und davor nicht zu wissen, ob man an eine gute oder schlechte Hebamme gerät. Wir finden es überhaupt nicht mutig, uns für eine Hausgeburt entschieden zu haben. Es entspricht einfach unserem Anspruch an Sicherheit.
    Danke für Deine Zeilen!
    Genau das sind auch meine Beweggründe, nun zum zweiten Mal ein Kind zu Hause zur Welt zu bringen. Mit Mut hat das auch hier nichts zu tun. Mutig wäre ich, wenn ich ohne triftigen Grund ins Krankenhaus gehen würde. Einmal wegen der Geburt an sich, und dann aber auch wegen des Stillens. Da muss ich im dümmsten Fall nur mal kurz aus irgend einem Grund mein Baby aus der Hand geben, und schwups hat es evtl. einen Schnuller im Mund. Oder es wird einem eingeredet, dass das Kind zu wenig Milch bekommt. Oder, oder. Es gibt natürlich Krankenhäuser, in denen so etwas nicht passiert, aber das weiß ich ja vorher nicht.
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  4. #4
    Avatar von RabaukenMum
    RabaukenMum ist offline bald 3-fach glücklich

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    Standard Re: Hausgeburt sicherer als im Krankenhaus

    Danke, und es tut sehr gut diese Seite immer wieder zu hören!

    Mein zweiter Sohn kam auch zu Hause im Gebärpool zur Welt - im strahlenden Sonnenschein... :D

    Mir hatte man bei der ersten Geburt im Krankenhaus sogar die normale Wanne verweigert. Angeblich musste man eine Putzfrau herbei rufen um die Wanne reinigen zu lassen... 2 Tage lang :(
    Der Kreissaal mit dem Gebärpool ist in dem KH wohl eher nur der vorzeige Kreissaal an den Infotagen.

    Echt traurig, dabei hat mir das Wasser bei der 2. Geburt den KS erspart!



    Wäre ich bei der 2. Geburt im Krankenhaus gewesen so wäre dies 100% wieder ein Kaiserschnitt geworden.
    __________________________________________
    Medikamenten in der Schwangerschaft und Stillzeit ---> http://www.embryotox.de/

    http://lb1m.lilypie.com/AwwXp1.pnghttp://lb3m.lilypie.com/QWChp1.pnghttp://lb5m.lilypie.com/Tsvqp1.png


    Meine liebe Bino:

    Tina_Kiel

  5. #5
    Azeezah ist offline 5-Töchter-Clanmutter

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    Standard Re: Hausgeburt sicherer als im Krankenhaus

    Zitat Zitat von Gewitterkind Beitrag anzeigen
    Mit Mut hat das auch hier nichts zu tun. Mutig wäre ich, wenn ich ohne triftigen Grund ins Krankenhaus gehen würde.


    Das ist auch mein Empfinden.
    Ich habe alle meine vier Töchter zuhause zur Welt gebracht. Und nicht ein einziges Mal das Gefühl gehabt, das könne womöglich weniger "sicher" sein als in einem Krankenhaus. Auf die Idee wär ich gar nicht gekommen.
    Alle Frauen in meiner Familie haben immer schon ihre Kinder daheim geboren.
    Ins Krankenhaus geht man bei uns, wenn man krank ist. Drum heißen die Häuser ja auch so.

    "Sicher" mache in erster Linie ich selbst als Gebärende die Geburt. Und zwar dann, wenn ich mich gut fühle, wenn ich mich auf meine Empfindungen, meine Intuition und meine Fähigkeiten verlassen kann und wenn ich mich in der gesellschaft der Menschen, die mir beistehen, so verhalten kann, wie die Geburt es erfordert.

    Ich fand schon immer, dass es geradezu absurd ist, zu denken, dass genau diese Dinge angeblich in einer Klinik eher zu finden seien als daheim, wo ich mich auskenne, wo ich innerlich und äußerlich zuhause bin und wo ich jederzeit sein kann, wie ich bin, an meiner Seite nur Menschen, die ich mir ausgesucht habe, die mir vertraut sind und denen ich mich gar nicht erst groß zu erklären brauche.

    Als ich mit den beiden ersten Kindern schwanger war, haben mich schon einige Menschen, denen ich ganz selbstverständlich (ich kannte es ja auch nicht anders) erzählt hatte, dass ich nicht in eine Klinik gehen würde zur Geburt, für verrückt erklärt.
    Aber damals war ich noch ganz jung und ich habe gar nicht weiter überlegt, was da dahinterstand. Ich hab mich bloß gewundert, wie etwas, das für mich so vollkommen normal war, Andere dermaßen anfechten konnte.

    Aber jetzt bei den Zwillingen war es noch viel extremer; ich glaub, die Mehrheit der nicht zu meinem engsten Kreis zählenden Menschen, die irgendwie davon erfahren haben, dass ich wieder zuhause gebären werde/geboren hatte, haben mich für komplett durchgeknallt gehalten.

    Ich find es schlimm, dass Frauen eingeredet und vorgemacht wird, dass die klinische Umgebung, die Verfügbarkeit von medizinischem Personal und diverser Apparate die Hauptbedingungen für eine "sichere" Geburt seien.

    Das ist einfach so nicht wahr. Bzw. stützt sich diese Behauptung auf eine Deutung von "Sicherheit", die die jeweilige Frau in eine ganz passive Position zwingt, nämlich die einer Person, die auf ihre eigene Kraft gar nicht vertrauen kann und deshalb all das um sich herum braucht um sich "sicher" zu fühlen.
    Und DAS macht eine Geburt in Wirklichkeit erst unsicher. Nicht das Fehlen eines Operationssaales und des Chefarztes.

    Aber ich hab das Gefühl, Frauen werden geradezu darauf hingezüchtet, zu glauben, sie verfügten nicht über die in ihnen liegende Kraft und die Fähigkeit, ein Kind zu gebären ohne permanent von Notfallmedizin umgeben zu sein.

    Eine Geburt ist aber kein Notfall. Jedenfalls nur selten. Und ich behaupte, es gäbe noch viel, viel weniger Notfälle, wenn Frauen lernten, anders mit dem Thema Geburt und eben schon anders, nämlich viel selbstbewusster, mit ihrem Körper umzugehen als das gegenwärtig zumeist der Fall ist.

    Keine Frage, dass es klare Gründe geben kann, die eine Hausgeburt nicht angezeigt sein lassen. Aber für die allermeisten Geburten gilt das nun mal nicht.

    Ich freu mich über jede Frau, die sich zu einer Hausgeburt entschließt. Weil sie damit nämlich zeigt, dass sie Vertrauen in den Prozess der Geburt und die sie begleitenden Menschen hat. Aber vor allem zeigt sie damit, dass sie Zutrauen zu sich selbst hat. Und ich find, dass das was ist, auf das eine Frau, die ab diesem Moment für viele Jahre verantwortlich ist für das Leben eines anderen Menschen, angewiesen ist, damit sie entspannt und freudig an den Job "Mutter" rangehen kann.
    Geändert von Azeezah (21.10.2012 um 21:55 Uhr)

  6. #6
    Frausanne ist offline Member

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    Standard Re: Hausgeburt sicherer als im Krankenhaus

    Hey Ihr

    also ich bin wirklich ängstlich beim Thema Geburt (das jetzt wieder unmittelbar bevor steht) und meiner Ansicht nach wird diese Angst vor allem dadurch geschürt, das man so wenig mit dem Thema zu tun hat. Wieviele Geburten hat Frau denn miterlebt, bis sie selber "dran" ist? Und wieviele horrablöse Geschichten hat Frau gehört, bis sie auf jeden Fall genügend Angst vor der eigenen Geburt hat?

    Trotzdem hab ich vor 2 Jahren eine Hausgeburt versucht, die aber schließlich nach 36 Stunden doch im Krankenhaus und mit PDA endete. Ich hab also den Unterschied, zu Hause und Krankenhaus direkt miterlebt. Zu Hause war ständig jemand da, der mich beriet, betreute, ermutigte, der mir Zeit ließ, mir Tips gab, mich auch mal in Ruhe ließ, der mit mir redete und einfach da war. Im Krankenhaus wurde ich als erstes vom Anästhesist für geschäftsunfähig erklärt weil ich eine Wehe hatte, während seiner Aufklärung. Und dann, um seine Kompetenz noch zu untermalen legte er die PDA einseitig, sodass ich sie mir auch gleich hätte sparen können. Und dann waren wir alleine. Wie oben schon beschrieben.
    Bis irgendwann Presswehen kamen und dann ging es den Leuten nicht schnell genug. "Die wehen kommen zu langsam, das dauert ja ewig" - dabei hatte ich bis dahin fast einen 48 stunden wach Marathon hinter mir und wäre auch zu schnelleren Wehen gar nicht fähig gewesen. Ich denke nur die verpatzte PDA hat mich dann vor einem Kaiserschnitt "gerettet" und es hat noch so geklappt.
    nett waren die im Krankenhaus ansonsten auch, keine Frage. Und die Hebammen auch sicher kompetent. Nur stehen die halt unter Zeitdruck, haben viel mehr Vorschriften udn Stress.

    wir versuchen wenn möglich jetzt eine "Hebammerei-Geburt", das ist ein super Kompromiss, zwischen meinem sehr abgelegenen zu Hause, wo ich immer Angst hatte, das man zu lange braucht im Winter um in ein Krankenhaus zu kommen und dem Krankenhaus. Ein Geburtshaus gibts hier in der Gegend leider nicht, aber diese Option ist jetzt auf jeden fall super.

    ganz liebe Grüße
    Frausanne

  7. #7
    Avatar von Tine1974
    Tine1974 ist offline EsLäuftSichAllesZurecht!

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    Standard Re: Hausgeburt sicherer als im Krankenhaus

    Zitat Zitat von Gewitterkind Beitrag anzeigen
    Mit Mut hat das auch hier nichts zu tun. Mutig wäre ich, wenn ich ohne triftigen Grund ins Krankenhaus gehen würde. .
    Entschuldige, aber das ist der größte Blödsinn, den ich seit langem gelesen habe. Mein Sohn wäre definitiv heute nicht am Leben, wenn ich nicht in der Klinik entbunden hätte!
    Schön, wenn bei die alles so rund gelaufen ist, aber es gibt durchaus auch ganz normal verlaufende Schwangerschaften, und meine war eine solche, bei denen sich ohne Voranzeichen unter der Geburt Komplikationen mit u.U. tödlichen Folgen für das Baby ergeben können. Ich habe vorher zwei Kinder spontan entbunden, so dass keinerlei Veranlassung bestand an Schwierigkeiten zu denken, wenn du das als Vorraussetzungen siehst "ohne triftigen Grund ins KH zu gehen". Ich hatte keinen triftigen Grund und dennoch wäre das zu Hause total in die Grütze gegangen!
    Geändert von Tine1974 (20.01.2013 um 12:28 Uhr)
    Fress oder sterb!
    Lang lebe der Emperativ!

  8. #8
    Saphir ist offline addict

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    Standard Re: Hausgeburt sicherer als im Krankenhaus

    Natürlich kann immer etwas passieren, aber ich würde auch nicht ohne Grund ins KH gehen wollen. Ich bin selber Krankenschwester und habe absolut nichts gegen Schulmedizin. Ich verstehe Frauen, die einen Wunschkaiserschnitt wollen, weil sie Angst vor den Wehen haben, ich verstehe auch, wenn eine Frau sagt, dass sie im KH entbinden will, weil sie sich dort sicherer fühlt. Aber Tatsache ist doch, dass die meißten Geburtskomplikationen hausgemacht sind, sprich: wenn im KH vielleicht keine PDA gegeben worden wäre, dann hätte es keinen Geburtsstillstand gegeben, daraus resultierte ein Wehentropf, daraus fiese Wehen, die das Kind gestresst haben, dass dann am Schluß per Kaiserschnitt geholt werden musste. Sowas oder ähnliche Dinge hört man immer wieder.
    Bei mir war es bei der ersten Geburt so, die Hebamme meinte mir etwas Gutes zu tun, in dem sie die Fruchtblase öffnete, dadurch ist mein Kind schnell "runter gerutscht", die Herztöne haben sich verschlechtert und ich wurde schließlich von allen Seiten angefeuert, dass ich PRESSEN soll. Durch diesen Druck und das dämliche, verkrampfte Pressen hatte ich einen Dammriss III°, der 6 Monate brauchte um zu verheilen.
    Viele haben schlechte Erfahrungen im KH gemacht, deshalb war meine zweite Geburt eine Hausgeburt und die 3. wird auch eine werden, über die Risiken weiß ich bescheid, man wird ja aufgeklärt, und es ist nun mal so, dass zu Hause weniger passiert als im KH und wenn die Hebamme irgendeinen Zweifel hat, dann verlegt sie sofort ins KH.

  9. #9
    Ysabell ist offline Member

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    Standard Re: Hausgeburt sicherer als im Krankenhaus

    @Tine: was du erlebt hast ist sicher schlimm gewesen, das wird niemand bestreiten wollen. Aber warum bist du so sicher dass es zu Hause "in die Grütze" gegangen wäre? Weißt du was eine Hebamme bei einer HG alles kann und darf, was sie an technischer Ausstattung und Medikamenten dabei hat? Und kannst du zu 100% ausschließen dass die Komplikationen nicht auf irgendwelche (Routine) Maßnamen zurückzuführen sind?

  10. #10
    Avatar von Tine1974
    Tine1974 ist offline EsLäuftSichAllesZurecht!

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    Standard Re: Hausgeburt sicherer als im Krankenhaus

    Zitat Zitat von Ysabell Beitrag anzeigen
    @Tine: was du erlebt hast ist sicher schlimm gewesen, das wird niemand bestreiten wollen. Aber warum bist du so sicher dass es zu Hause "in die Grütze" gegangen wäre? Weißt du was eine Hebamme bei einer HG alles kann und darf, was sie an technischer Ausstattung und Medikamenten dabei hat? Und kannst du zu 100% ausschließen dass die Komplikationen nicht auf irgendwelche (Routine) Maßnamen zurückzuführen sind?
    Das kann ich zu 100 Prozent ausschließen bei einer Plazentainsuffizienz. Und die wäre nicht aufgefallen, wenn ich nicht nahtlos am CTG gewesen wäre. Eine spontan versuchte Geburt hätte er nicht überstanden, egal wo und von wem begleitet. Und dann ein blaues Baby zu Hause auf dem Sofa haben, keine Notfalleinrichtungen vor Ort, mit wehenden Fahnen in die nächste Klinik, wertvolle Zeit verlieren... Nein Danke. Und das hat nichts, aber auch gar nichts mit überflüssigen Routinemaßnahmen zu tun...
    Fress oder sterb!
    Lang lebe der Emperativ!

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