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Thema: Welche Förderung in der Regelschule

  1. #1
    Monsterchen2008 ist offline Stranger
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    Standard Welche Förderung in der Regelschule

    Hallo zusammen,

    unser Sohn besucht aktuell die dritte Klasse einer Regelgrundschule in Brandenburg. Eigentlich war er von Beginn an mit allem ein wenig früher dran, als gleichaltrige Kinder. Wir haben das zunächst gar nicht bemerkt, aber schon in der Kita sprachen uns die Erzieher dann relativ früh an, weil er einen ausgeprägten Sprachschatz hatte, früh rechnete in großen Zahlenräumen und ein sehr umfassendes Interesse und daraus resultierend auch Allgemeinwissen hatte. Man legte uns nahe ihn vorzeitig einschulen zu lassen und bereits damals fiel das Wort Hochbegabung. Wir haben uns dann lange mit der gesamten Thematik beschäftigt und uns entschieden, ihn nicht vorzeitig einschulen zu lassen, da seine emotional-soziale Entwicklung völlig altersgemäß erschien und wir ihn schlicht noch nicht für schulreif erachteten. Er wurde dann also regelgerecht mit 6 Jahren in eine Grundschule mit flexibler Eingangsstufe eingeschult.

    Auch hier wurden wir nach einigen Monaten einbestellt und gebeten, wir sollten unseren Sohn doch die Eingangsstufe verkürzt durchlaufen lassen. Da er den feinmotorischen Anforderungen nicht genügte und er auch keinen Wechsel in die höhere Klasse wünschte, entschieden wir uns erneut gegen diese Maßnahme. Unser Glück war eine wundervolle Klassenlehrerin, die es verstand, ohn mit flexiblen und individuellen Angeboten zu fordern und auszulasten, so dass unser Sohn sich prächtig entwickelte, gern zur Schule ging, Freunde fand und vor allem am Mathematik-Unterricht mit Begeisterung teilnahm.

    Im letzten September wurden nun die kleinen Gruppen der flexiblen Eingangsstufe zusammengenommen und in den normalen Regelunterricht überführt. Unser Sohn hat diesen Wechsel sehr gut weggesteckt, wir hatten erneut sehr viel Glück eine aufgeschlossene und motivierte Lehrerin zu bekommen, die sich sehr um unseren Sohn bemüht. Auch die Fachlehrer wechselten und ein individueller, angereicherter Arbeitsplan ist nun bei der Klassenstärke von 26 Kindern auch nicht mehr so ohne weiteres möglich. Nach kurzer Zeit langweilte er sich im Unterricht sehr, er verlor die Lust zur Schule zu gehen und insbesondere sein Lieblingsfach Mathe wurde zu seinem wie er sagt Hassfach.

    Er beginnt die Arbeiten zu verweigern, bei den Hausaufgaben ist er extrem unmotiviert, weil das ja alles „Babykram“ ist und insgesamt wirkt er sehr verzweifelt. Die Lehrer haben uns darauf hin erneut angesprochen, und wieder stand dieses Wort Hochbegabung im Raum. Aktuell ist die Lage wohl so, dass er sich permanent mit anderen Dingen beschäftigt, er liest viel (beinahe ständig), was von den Lehrern aber toleriert wird. „So stört er wenigstens nicht.“ war die Aussage. Seine Leistungen sind sehr gut, die Lehrer bestätigen uns, dass er immer die richtige Antwort weiß, obwohl er eigentlich nicht bei der Sache ist.

    Nachdem wir lange nach diagnostischen Möglichkeiten gesucht haben, hat nun unser Sohn einen IQ-Test mit Begabungsprofil absolviert auf dessen Ergebnisse wir aktuell warten. Wir rechnen mit einer Begabung zumindest im mathematischen Bereich, die Lehrer meinen, er wäre auch im sprachlichen und musischen Bereich überdurchschnittlich begabt, aber das würden wir als Eltern nicht blind unterschreiben (wir haben allerdings auch keinen Vergleich).

    Die Herausforderung, die wir jetzt haben ist, was tun wir mit einem wahrscheinlich positiven Ergebnis? Ziel des Testes war für uns zum einen Sicherheit zu erlangen und zum anderen auch nach Möglichkeiten zu suchen, ihn auch in der Schule zu fordern und auszulasten, damit er wieder mit Freude lernt. Daher werden wir mit den Ergebnissen auch das Gespräch mit der Schule suchen.

    Aber was bieten wir den Lehrkräften an? Welche Möglichkeiten gibt es, ein Kind innerhalb seines Klassenverbandes (der auch einige Schüler mit Lernschwierigkeiten beinhaltet, die mit zusätzlichen Lehrkräften unterstützt werden) zu unterstützen? Welche Wege müssten wir ggf. nun gehen?

    Ein komplettes Überspringen der Klasse wollen wir eher nicht. Er ist sehr stark integriert in der Klasse. Er mag seine Mitschüler und auch die Lehrer sehr und hat auch in der Freizeit enge Verbindungen geknüpft. Die Lehrer, mit denen wir gesprochen habe sind alle offen, auch ggf. methodisches Neuland zu betreten, da bin ich guten Mutes. Ob wir in einem Jahr über einen Wechsel in die Leistungs- und Begabtenklasse nachdenken, möchte ich zum jetzigen Zeitpunkt eigentlich auch noch nicht entscheiden, aber ich möchte tätig werden, denn mit der aktuellen Situation sind wir alle unglücklich - zu allererst mein Sohn.

    Gibt es Beratungsangebote, die wir nach Erhalt des Testergebnisses nutzen können, um für uns zu entscheiden welche Maßnahmen wir mit der Schule diskutieren können (Enrichment, vielleicht Besuch einer höheren Klasse im Fach Mathematik, vielleicht auch kombinierte Maßnahmen)?Ich muss gestehen, dass die zuständigen Schulpsychologen keine Hilfe sind, diese lehnten unseren Wunsch nach einem Test ab, ohne jemals mit uns oder unserem Kind oder auch der Schule gesprochen zu haben. Als Begründung wurde uns gesagt, dass ein Test ohne daraus resultierende Maßnahmen sinnfrei wäre und sie das nur befürworten, wenn daraus ein Überspringen der Klasse resultieren würde. Daher suchen wir dringend nach einer Möglichkeit, uns zu informieren, welche Möglichkeiten man ggf. hat und welche Wege hierfür zu gehen sind um für unseren Sohn eine Lösung zu finden.

    Wie sind eure Erfahrungen? Welche Maßnahmen haben euren HB`s wieder den Spaß an der Schule vermittelt? Ich hab auch leichte Bedenken, die Mathelehrerin könnte sich auf den Schlips getreten fühlen. Sie ist noch eine nach der alten Schule - hier beiße ich sicher auf Granit, wenn ich nicht mit untermauerten Vorschlägen komme und ich könnte das sogar verstehen

    Ein langer Text für ein doch komplexes Problem. Danke dass ihr euch die Zeit genommen habt. Über eine kurze Rückmeldung hierzu würde ich mich wirklich sehr freuen.

  2. #2
    Avatar von Leila
    Leila ist offline aequanima
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Hallo,
    ich persönlich finde Drehtürmodelle schwierig.
    Er ist dann in einigen Stunden doch von der Klasse weg - hat also eine Sonderstellung und wenn du auch noch sagst, die Mathelehrerin ist da nicht so einfach....

    Würde er denn noch ein Jahr so durchhalten?
    Dann wäre vielleicht wirklich eine LuBK interessant.

    Hier gibt es ein paar User, die ihre Kinder dort haben bzw. sich damit auskennen.
    Sie können dich da besser informieren, weil es dein BL betrifft, aber da habe ich bisher nur Gutes gehört.
    Wann bekommt ihr das Ergebnis?
    (Wir haben das immer direkt bekommen oder nach spätestens zwei Tagen)


  3. #3
    Monsterchen2008 ist offline Stranger
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Zitat Zitat von Leila Beitrag anzeigen
    Hallo,
    ich persönlich finde Drehtürmodelle schwierig.
    Er ist dann in einigen Stunden doch von der Klasse weg - hat also eine Sonderstellung und wenn du auch noch sagst, die Mathelehrerin ist da nicht so einfach....

    Würde er denn noch ein Jahr so durchhalten?
    Dann wäre vielleicht wirklich eine LuBK interessant.

    Hier gibt es ein paar User, die ihre Kinder dort haben bzw. sich damit auskennen.
    Sie können dich da besser informieren, weil es dein BL betrifft, aber da habe ich bisher nur Gutes gehört.
    Wann bekommt ihr das Ergebnis?
    (Wir haben das immer direkt bekommen oder nach spätestens zwei Tagen)

    Danke für deine rasche Reaktion. Wie funktioniert denn so ein Drehtür-Modell?? 7Ich hatte vor allem an differenzierte Aufgaben gedacht. Das funktionierte ja in den ersten beiden Schiljahren auch gut. Finn bekam zusätzlich eben Knobelaufgaben und ein strafferes Arbeitstempo, was aber bei der großen Klasse jetzt nur eingeschränkt möglich ist.

    Das Problem ist, dass er grundsätzlich sich im Klassenverband wohlfühlt, wenn auch zum Teil unterfordert, aber im Mathe so genervt ist, dass er auch nicht nachvollziehen kann, warum die anderen so lange brauchen. Das tut mir schon leid und ich würde schon auch mit der Lehrerin sprechen. Sie sieht ja auch, dass er zu Tode gelangweilt ist, aber da er eben nicht stört, sondern lieber seine Fingernägel tintenblau färbt, oder seinen kompletten Arm mit Kuli tätowiert, lässt sie ihn eben gewähren. Ich finde das aber schon alarmierend, dass er Mathe eben gar nicht mehr mag, aber zu Hause gern und oft rechnet.

    Das Ergebnis bekommen wir erst in einigen Wochen. der Psychologe ist mit der Thematik nicht sehr erfahren und will sich für die Auswertung Hilfe holen, sagt er. Hier auf dem flachen Lande sind noch nicht so viele Fachleute vertraut mit dem Thema und die offiziellen Stellen haben immer Angst, dass sie es mit Helikopter-Eltern zu tun bekommen. dabei will ich eigentlich keine tiefgreifende Veränderung, sondern nur, dass mein Kind nicht die Lust am Lernen einbüßt, weil wir zu lange nichts unternommen haben. Momentan haben die Kinder in Mathe Geometrie, das ist OK, da mein Kind aufgrund seiner nicht so tollen Feinmotorik hier echt eine Herausforderung sieht. Ob das noch ein Jahr funktioniert, weiß ich nicht, aber drei (bis zum regulären Wechsel auf die weiterführende Schule) ganz sicher nicht.

  4. #4
    Avatar von Sonnennebel
    Sonnennebel ist offline Legende
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    An differenzierten Aufgaben gäbe es alte Aufgaben aus den Mathematikolympiaden und Känguru-Wettbewerben. Hat er daran schon mal teilgenommen oder wird es im März tun?
    Meine Überflieger in Mathe mögen solche Aufgaben.

    Außerdem empfehle ich gern das "Forderheft 3" von Mildenberger. Das ist echt prima.

    Drehtürmodell mit verbundenem Wechsel in eine LuBK fänd ich eine gute Lösung. Wäre so eine Schule denn in erreichbarer Nähe? Gerade im ländlichen Raum sieht es da ja nicht so gut aus?

    Wenn du noch Fragen zur LuBK hast, kannst du Kaguya, Exilschwabe oder mich fragen. Wir haben alle Kinder in so einer Klasse. Gern auch als PM.
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  5. #5
    nebenwirkung ist offline journey (wo)man
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Hallo,
    ich würde euch auch empfehlen, ihm möglichst komplexere Aufgaben zu geben, wie oben schon geschrieben, eignen sich dafür sehr gut die alten Mathematikolympiadeaufgaben.
    Mein Sohn ist noch etwas kleiner (kommt im Sommer erst in die Schule),
    aber ch weiß von mir früher (allerdings schon ca. 10 jahre her), dass man damals zumindest, einzelne Jahre als "Buch" bestellen konnte, da waren dann sämtliche Aufgaben für alle Klassenstufe von der ersten bis, ab Klasse 8, zur Bundesrunde.

    Es gibt auch viele andere Angebote an Büchern, zum Beispiel "Mathe ist cool", wobei da für euch die Junior version passend wäre, ich bin mir da aber auch nicht ganz sicher, ab welcher Klasssenstufe die gedacht sind, könnte aber bei Bedarf, gern mal meine alten Bücher etc. durchgucken.

    Drhetürmodelle/ Besuch einer höheren Klasse finde ich auch etwas schwierig und eher als letzte Möglichkeit oder zum Hinarbeiten auf Wechsel o.ä. geeignet.
    So wie ich das verstanden habe, geht bei euch die Grundschule bis Klasse 6, spätestens dann würde es logistisch und auch von der Schule schwierig, da er dann ja für den (Mathe-)Unterricht zu einer anderen Schule müsste.

    Da euer Sohn sich meines Eindrucks nach in seiner Klasse wohlfühlt, würde ich ein Überspringen nicht fokussieren, eher den Wechsel zu einer Spezialklasse.
    Natürlich wäre das auch ein Wechsel der Gemeinschaft, aber ja nur ein verfrühter (dann nach Klasse 4 bei euch, oder?) und es bliebe dieselbe Altersgruppe, zu der er ja an sich gut passt.

    Ich würde euch raten, Kontakt zur DGhK (oder örtlicher Alternative) aufnehmen,
    die können euch in der telefonoischen Beratung vermutlich am besten sagen, was es bei euch für Angebote, vll auch außerschulisch als Ausgleich, gibt und dir Tipps geben, wie du am besten in das Gespräch mit den Lehrern gehst, bzw. wer euch da noch weiterhelfen könnte.

    Ansich sollte die Mathelehrerin doch nichts dagegen haben, wenn er nach Verstehen des aktuellen Stoffes, eigene Aufgaben rechnet.
    Ihr könntet ihr ja anbieten, die Materialien selbst zu besorgen und gemeinsam einen Plan zu erstellen, damit das Ganze nicht komplett zu einer anderen "freien Beschäftigung" wird, sondern noch etwas mehr Schulchararkter hat.
    Wenn ihr verständnisvoll und zielorientiert mit ihr in Gespräch geht, sollte es für sie doch eigentlich eher eine Entlastung sein;
    gerade wenn es Schüler mit mehr Unterstützungsbedarf gibt, ist es doch auch für die (Lern-)athmosphäre der gesamtenm Klasse deutlich besser, wenn z.B. ein Kind wie euer Sohn eigenständig arbeitet, als dazusitzen und sich die Arme anzumalen !!!


    ich wünsche euch viel Erfolg und hoffentlich wohlgesonnene und offene Lehrer ,
    nebenwirkung

  6. #6
    Avatar von Leila
    Leila ist offline aequanima
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Zitat Zitat von Monsterchen2008 Beitrag anzeigen
    Danke für deine rasche Reaktion. Wie funktioniert denn so ein Drehtür-Modell??
    Da säße er in Mathe in einer höheren Klasse, was aber ja wegen des Stundenplans auch nicht immer so leicht möglich ist.

    Ist auch Typ-Sache. Meine Kinder hätten sich unwohl gefühlt, für ein Fach in einer anderen Klasse zu sitzen. Andere kommen gut zurecht. Aber die Frage ist natürlich auch, ob die Schule das so leicht handhaben kann.
    Vielleicht erstmal den Test abwarten und nochmal mit der Lehrerin sprechen..........und eventuell einfach durchhalten.
    Vielleicht ist sie doch in der Lage, bei Themen, die er schon beherrscht, mit anderen Aufgaben für ihn zu kommen.

    Viele Kinder, HB oder nicht, langweilen sich in einem Fach, in den sie einfach besser sind.
    Ich persönlich hätte mir jahrelang Deutsch, Latein oder Französisch sparen können oder nur alle paar Wochen auftauchen.

    Leider geht das halt nicht.

    Drei Jahre lang würde ich keinesfalls mehr warten, sondern eine LuBK wirklich in Betracht ziehen und dazu Sonnennebel, Kaguya und Exilschwabe befragen und mal sehen, ob ihr eine in der Nähe habt

  7. #7
    Monsterchen2008 ist offline Stranger
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    Beitrag Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Erst mal allen ganz lieben Dank, die sich unser Problem einmal ansehen.

    Ich fürchte, das Drehtürmodell wäre ja nur ein "springen" in einem Fach, das macht keinen Sinn, wenn er es nicht will. Er will ja andere Aufgaben, aber er will dazu die Klasse nicht wechseln. Er will eben dazugehören, wahrscheinlich noch mehr als Kinder, die nicht die "Besserwisser" sind.

    Danke für eure Literatur-Tipps - ich organisier die Bücher grade. Natürlich ist er beim Känguru-Wettbewerb nächste Woche dabei und er freut sich auch bereits sehr darauf. Die Mathe-Olympiade hat er in diesem Jahr verweigert - die Lehrerin hatte einen Test geschrieben und die Besten sollten an der Mathe-Olympiade teilnehmen. Finn war der Test zu easy - er hat verweigert und demnach auch nicht an der Olympiade teilgenommen. Im IQ-Test hatte er Aufgaben die er nicht geschafft hat und das war seine größte Freude!!!!

    Zitat Zitat von Leila Beitrag anzeigen
    Drei Jahre lang würde ich keinesfalls mehr warten, sondern eine LuBK wirklich in Betracht ziehen und dazu Sonnennebel, Kaguya und Exilschwabe befragen und mal sehen, ob ihr eine in der Nähe habt
    Da haben wir Glück, wir haben eine direkt am Ort und die hat auch sehr gute Kritiken. Ich war selbst auf der Schule, da gab es allerdings noch keine Leistungs- und Begabtenklassen Ich hab Bekannte, die ihre Kinder dort haben auch in der LuBK und sehr gut damit gefahren sind. Allerdings haben wir aktuell da noch ein Problem, mein Sohn will nicht vorzeitig aus der Grundschule *grins* Aber wie gesagt, das hat ja noch ein Jahr Zeit, da kann man ja noch überzeugen.

    Ich hab mich auch schon bei der DGhK erkundigt, allerdings hat man mich an eine Berliner Psychologin weitergereicht, die sich auf Beratungen für HB spezialisiert hat. Leider sind die Beratungen kostenpflichtig, also versuch ich mich erst mal so durchzuschlagen. Wenn es gar nicht mehr geht investier ich auch mal in eine solche Beratung, aber grundsätzlich bin ich erst mal vorsichtig, wenn es um kommerzielle Angebote geht.

    Noch mal danke, es tut auch wirklich gut, Menschen zu treffen, die ähnliche "Sorgen" haben. In meinem Umfeld reagieren die Menschen schon ziemlich mit Unverständnis, weil sie glauben, wir würden da etwas konstruieren wollen, was nicht da ist, wahrscheinlich habe ich mich deshalb bisher einem Test widersetzt. Aber wie jede Mama hier wünsche ich mir nichts sehnlicher, als dass mein Kind ganz "normal" durch die Schule kommt und eine glückliche und wunderschöne Schulzeit durchläuft, ganz egal, ob er anders ist, als andere Kinder oder nicht.

  8. #8
    Avatar von Sonnennebel
    Sonnennebel ist offline Legende
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Zitat Zitat von Monsterchen2008 Beitrag anzeigen
    Die Mathe-Olympiade hat er in diesem Jahr verweigert - die Lehrerin hatte einen Test geschrieben und die Besten sollten an der Mathe-Olympiade teilnehmen. Finn war der Test zu easy - er hat verweigert und demnach auch nicht an der Olympiade teilgenommen.
    Mmmh - das könnte dann für die LuBK eher ein Problem werden. Wenn er die Mathematik-Olympiade verweigert, die eher Mathe-Elite-Förderung ist als "zu easy" (denn auch schon die Vorrunde in der Schule hat es in sich und es schaffen vielleicht zwei bis drei Kinder pro Klasse überhaupt die Aufgaben zu verstehen, weil die Aufgaben recht komplex sind und man immer begründen muss - und dann meist auch selten alle vier Aufgaben, da der Anspruch von Aufgabe zu Aufgabe steigt), dann vermute ich eher, dass er die Aufgaben nicht auf Anhieb verstanden hat und sich dann mit "zu easy" heraus redet, weil er sie entweder perfekt machen möchte oder lieber gar nicht. An dieser Einstellung sollte er arbeiten.

    IQ-Tests haben in der Regel weniger komplexe Aufgabenstellungen als die Mathematikolympiade. Von daher waren die Aufgaben im IQ-Test für ihn wahrscheinlich genau richtig und der Test ist ja darauf angelegt, dass man in der Regel nicht alle schafft, damit man nach oben noch Luft hat zum Messen.

    Wenn die Aufgaben der Mathematikolympiade ihm tatsächlich zu popelig waren, dann wird ihm der Känguru-Wettbewerb auch keine Freude bereiten. Der ist deutlich einfacher, weil man nicht begründen muss und weil man fünf Antworten zur Auswahl hat, an denen man sich lang hangeln kann. Die 3-Punkt-Aufgaben schaffen in der Regel sogar meine Schüler mit Dyskalkulie.

    Und auch in der LuBK wird es nicht immer Aufgaben nach seinem Geschmack geben (auch mal sehr leichte Aufgaben, auch Routineaufgaben, nicht immer super spannend auf den ersten Blick) und vor allem auch mehr Aufgaben, bei denen er mal tatsächlich etwas länger nachdenken muss und ihm die Antwort nicht gleich ins Gesicht springt bzw. man mehrere Schritte machen muss, bevor man bei der Lösung ist.

  9. #9
    Avatar von Sonnennebel
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Zitat Zitat von nebenwirkung Beitrag anzeigen
    aber ch weiß von mir früher (allerdings schon ca. 10 jahre her), dass man damals zumindest, einzelne Jahre als "Buch" bestellen konnte, da waren dann sämtliche Aufgaben für alle Klassenstufe von der ersten bis, ab Klasse 8, zur Bundesrunde.
    Die Mathematikolympiade beginnt erst mit Klasse 3 - und das auch erst seit 2005.
    Vorher begann sie erst in Klasse 5.

    Hier ist das Aufgabenarchiv:
    Mathematik-Olympiade - Aufgabenarchiv

  10. #10
    Avatar von Sonnennebel
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    Standard Re: Welche Förderung in der Regelschule

    Zitat Zitat von Leila Beitrag anzeigen
    Drei Jahre lang würde ich keinesfalls mehr warten, sondern eine LuBK wirklich in Betracht ziehen ...
    LuBK lässt sich auch prima mit einem Drehtürmodell verbinden, denn das Problem an der Drehtür ist ja, dass das Kind dann im letzten Jahr der Grundschule nicht mehr in der höheren Klasse mit machen kann. Wenn es aber nach der 4. Klasse in eine LuBK geht, kann es ja bereits in der 4. Klasse im Mathematikunterricht Klasse 5 mitmachen (da ja eigentlich noch Grundschule) und dann an der weiterführenden Schule entweder mit der Drehtür weiter machen, also dann in der 6. Klasse am Mathematikunterricht teilnehmen, oder es ist gar nicht mehr notwendig, weil dann der Mathematikunterricht allgemein für alle anspruchsvoller ist und die meisten Kinder in der Klasse Leistungsträger in Mathematik sind und das Kind dann eins von vielen.

    Mein Sohn (5. Klasse, LuBK) hat sich in diesem Jahr in Mathe ganz schön umgeschaut. Bisher war er der King in Mathematik. Jetzt gehört er eher zum schlechteren Drittel, weil er es gar nicht gewohnt war, sich in Mathematik anzustrengen und auch noch mal nachzulesen, wie etwas geht. Wir sind froh, wenn es am Ende der 5. Klasse wieder eine 2 in Mathe wird. Und das, obwohl seine Testergebnisse gerade im mathematisch-logischen Bereich am besten waren.

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