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  1. #1
    Gudruna ist offline Stranger

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    Standard dissozieerte Intelligenz

    Mein Kind hatte nach schwierigem ersten Schuljahr in einem Hawik 3 Test die Diagnose dissoziierte Intelligenz - VT 131, hier also im Bereich der Hochbegabung, HT 91, alaso eher unterdurchschnittlich. Die Psychologin sagte, eine derartige Differenz sei sehr selten. Inzwischen im dritten Schj. schreibt das Kind so schlecht, dass ich mir große Sorgen mache. Er hat im Bereich der Feinmotorik keine Defizite, allerdings sehr schlechte Erfahrungen mit inkompetenten, demotivierenden Lehrerinnen machen müssen. Inzwischen hat er die Schule gewechselt, nun geht es besser, aber das Schreibproblem besteht weiter.
    Ich weiß nicht, an wen ich mich wenden, wie das Problem angehen soll. Hat jemand ähnliche Erfahrungen, oder weiß hier was Schlaues dazu?

  2. #2
    Atomium Gast

    Standard Re: dissozieerte Intelligenz

    Zitat Zitat von Gudruna Beitrag anzeigen
    Mein Kind hatte nach schwierigem ersten Schuljahr in einem Hawik 3 Test die Diagnose dissoziierte Intelligenz - VT 131, hier also im Bereich der Hochbegabung, HT 91, alaso eher unterdurchschnittlich. Die Psychologin sagte, eine derartige Differenz sei sehr selten. Inzwischen im dritten Schj. schreibt das Kind so schlecht, dass ich mir große Sorgen mache. Er hat im Bereich der Feinmotorik keine Defizite, allerdings sehr schlechte Erfahrungen mit inkompetenten, demotivierenden Lehrerinnen machen müssen. Inzwischen hat er die Schule gewechselt, nun geht es besser, aber das Schreibproblem besteht weiter.
    Ich weiß nicht, an wen ich mich wenden, wie das Problem angehen soll. Hat jemand ähnliche Erfahrungen, oder weiß hier was Schlaues dazu?
    Mit dem Begriff als solches kann ich nichts anfangen, sicher gibt es hier andere, die ihn verstehen. Was ich aber an den Ergebnissen des Tests erkenne ist, dass da noch was anderes dein Kind hemmt bzw. beeinflusst.
    Der eine Wert ist definitiv HB, der andere überhaupt nicht. Ursachen können vielfältig sein, ADS, absolute Frustration und deswegen totaler Leistungsabfall während des Tests; Wahrnehmungsstörungen, etc.
    Hat die Psychologin nichts weiter empfohlen???
    Ich würde empfehlen, dein Kind nochmals gründlich durchchecken zu lassen bei einem Experten. Vielleicht spielt eine Legasthenie mit, das gibt es auch durchaus kombiniert mit HB. Meine Vermutungen sind aber alles Ferndiagnosen, Klarheit gewinnst du nur durch eine ordentliche Diagnose.
    Die fehlende Motivation deines Kindes ist die eine Sache und durchaus erklärlich. Da muss aber noch was anderes sein, was man klären muss, damit es deinem Kind wieder gut geht.
    Atomium

  3. #3
    Avatar von peacelike
    peacelike ist offline Legende

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    Standard Re: dissozieerte Intelligenz

    Dissoziierte Intelligenz heißt ja nichts anderes, als dass eine deutliche Diskrepanz von mindestens 15 IQ-Punkten in unterschiedlichen Bereichen besteht (z. B. zwischen Sprach-IQ und Handlungs-IQ), hier sind es ja sogar 40 Punkte zwischen VT und HT. Dies kann zum einen am Test selber liegen - ich würde mit einem anderen Tester und einem anderen Test "nachtesten" lassen. Und dann wirklich genau schauen, wo das Problem ist - Wahrnehmungsstörungen halte auch ich für durchaus möglich. Ich befürchte, ohne weitere Testungen kommt ihr mittelfristig nicht weiter.

    Liebe Grüße
    peacelike

  4. #4
    Avatar von Angstfrei
    Angstfrei ist offline meistens entspannt

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    Standard Re: dissozieerte Intelligenz

    Hallo Gudruna,
    hat die testende Psychologin Dir nicht gesagt, was sie während der entsprechenden Untertests *gesehen* hat? Wie Dein Sohn agiert hat, wo sie seine Schwierigkeiten bzw. Kompetenzen sah?

    Du schreibst, er "schreibt schlecht". Bedeutet das, dass er krakelig/ unleserlich und ungern schreibt, obwohl er sonst feinmotorisch keine Defizite hat? Oder ist es seine Rechtschreibung, die Dir Sorgen macht?

    LRS könnte man testen lassen. Was macht Dir sonst noch Sorgen? Was sind die drängendsten Probleme, was sollte anders sein?

    Viele Gegenfragen, sorry. :)
    LG
    Cordula
    Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. (Max Frisch)
    (keine Bino, kein Ticker, kein Foto, kein Garten)

  5. #5
    Gudruna ist offline Stranger

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    Standard Re: dissozieerte Intelligenz

    Der Test wurde vor zwei Jahren unter guten Bedingungen gemacht(private athmosphäre, die Psychologin war meinem Sohn bekannt...) Ich machte mir damals Sorgen, dass er eine Dyscalkulie haben könnte, weil er gar nicht mehr rechnete, extrem lange für die einfachsten Rechnungen brauchte... der Punkt konnte durch den Test leicht geklärt werden.
    Das Schreiben war damals so, dass er unordentlich/krakelig schrieb, Linien und Seitenränder ignorierte und massenhaft Rechtschreibfehler machte (nicht ungewöhnlich fürs erste Schuljahr) Da er superschnell und leicht lesen lernte, und ein richtiger Bücherwurm geworden ist, lassen mich die Rechtschreibfehler recht gelassen bleiben. Daher gehe ich auch nicht von LRS oder Legasthenie aus. Die Psychologin empfahl damals Ergotherapie, um die Handmotorik zu verbessern, und meinte, dann würde ihm das Schreiben möglicherweise nicht so schwer fallen. Die Ergotherapeutin kam zu dem Ergebnis, dass mein Kind überdurchschnittlich weit entwickelt ist in diesem Bereich, und sie nichts weiter für ihn tun könne. Der Psychologin war aufgefallen, dass er sehr schnell aufgibt, und wieder von vorn beginnt, wenn er feststellt, das etwas nicht sofort gelingt. Sie vermutete dass das möglicherweise daraus resultierte, dass er in der Schule immer alles wieder ausradieren musste, was nicht "richtig" war - auch spiegelverkehrt geschriebene Zahlen und Buchstaben.
    Ehrlich gesagt ist meine eigene Vermutung, dass die Schreibunlust ein resultat eines zwei Jahre währenden Lehrer-Mobbings ist. Ich habe das leider erst spät erkannt, und war auch zuversichtlich, dass das Testresultat dazu führen würde, dass die Lehrerin ihn nun entsprechend fördern würde (Sie sagte mir das zu, und ist laut Schulamt DIE kompetente Lehrerin für Hb Kinder) Nach dem ersten, mit ungenügend benoteten Diktat im zweiten Schuljahr war für mich klar, dass er diese Schule verlässt. Ich habe sehr mit ihm mitgelitten, und bin in meiner Wahrnehmung auch unsicher, möglicherweise denke ich da zu sehr in eine Richtung. Meinen Sohn nun, nachdem Schule eh schon so ein belastetes Thema ist, alle möglichen Tests machen zu lassen, widerstrebt mir. Darum suche ich ersteinmal nacht Antworten, die mir zeigen, welche Art von Tests wirklich sinnvoll sind, und welche Art von Lösungen es geben könnte, bevor ich ihn damit belaste.
    Was mir inzwischen deutlich geworden ist, ist, dass er im handlungsorientierten Leben schon immer etwas auffällig war. Er hat z.B. nie mit Spielsachen gespielt(Lego, Playmobil, sonstwas - im Gegensatz zu seinem großen Bruder), er hat, wann immer es möglich war, vermieden, seine Hände zu benutzen. Ihm sind oft Gläser umgefallen (täglich mehrere), er ist manchmal einfach gesolpert (ich hatte wieder meine "Beinschwäche") Seine Schulsachen und auch sonstige Dinge sind stes in großem Chaos, er hat wenig Ausdauer, Dinge zu Ende zu bringen, die ihm keinen Spaß machen....
    Ich könnte hier noch Einiges nennen. Diese Dinge besorgen mich nicht wirklich. Der Eine Mensch hat diese, der Andere jene Stärken, Schwächen, Vorlieben und Gewohnheiten - es lebe die Vielfalt!
    Das, was mich besorgt, ist, dass mein Sprachbegabtes, schlaues Kind vor lauter Unlust, zu schreiben, möglichst einfache Sätze mit möglichst kurzen Worten schreibt, und davon zu wenig für das dritte Schuljahr. Wäre es ein Matheproblem, wäre ich weniger besorgt. Das Schreiben ist jedoch die zentrale Kulturtechnik in der Schule, und in einem Jahr steht die Frage im Raum, auf welche Schule er weiter geht.
    Es scheint mir also geboten, jetzt Wege zu finden, wie er aus dieser Blockade kommt, und wie er seine Handlungskompetenz erweitern kann, damit er sich in der Schule nicht zu Tode langweilen muss. Denn das ist ja hier das weitere Problem. Er hat Norvositätssymptome, nicht mehr so schlimm wie in der alten Schule, aber alle Pullis haben löchrige Ärmel vom darauf herum kauen. Ohne die Schreibprobleme könnte hier ein KLassenübersprung helfen, zumal er in allen anderen Bereichen gut ist (obwohl er sich oft auch dort langweilt)

  6. #6
    Avatar von Angstfrei
    Angstfrei ist offline meistens entspannt

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    Standard Re: dissozieerte Intelligenz

    Danke, Gudruna, für die ausführliche Darstellung.
    Ich finde Eure Geschichte traurig und merkwürdig zugleich - ein krakelig schreibendes Kind, das laut Ergotherapeutin entwicklungsmäßig am Ende der Fahnenstange angekommen ist und für das sie nichts tun kann? Aber es wird schon so sein, wenn Du das sagst.

    Ich sehe den Ballast seiner negativen Erfahrungen und die durchschimmernde "Sinn-Krise" schon als Problem. Das Schreiben passt irgendwie dazu - was hat er zu sagen und wen interessiert's? Schreiben bloß um zu schreiben, da ist das Finden möglichst kurzer Formulierungen und Synonyme wenigstens ein gutes Wortschatztraining (mein Großer war spitze im Buchstabensparen!).

    WAS würde Dein Sohn sinnvoll finden? Wo steckt sein Herzblut? Wo blüht er auf?
    In meiner Fantasie tauchte ein Junge auf, der in seiner Freizeit an einem Marktstand Biogemüse verkauft, wunderbare Artikellisten schreiben kann und auch die Einnahmen und Ausgaben auflistet und berechnet ... *wenn* sein Herz dafür schlägt!

    Würde er Geschichten schreiben oder ein "Sachbuch"? Würde er selbst ein kleines Projekt nur für sich machen und auch durchziehen?

    Sorry, falls das jetzt ganz abwegig ist. Aber was willst Du noch testen? Er braucht Unterstützung, um sich entfalten zu können, und Du kennst seine Schmerzpunkte doch sehr gut.

    LG
    Cordula
    Krise kann ein produktiver Zustand sein. Man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen. (Max Frisch)
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  7. #7
    fliegenfischerin ist offline old hand

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    Standard Re: dissozieerte Intelligenz

    Zitat Zitat von Gudruna Beitrag anzeigen
    Der Test wurde vor zwei Jahren unter guten Bedingungen gemacht(private athmosphäre, die Psychologin war meinem Sohn bekannt...) Ich machte mir damals Sorgen, dass er eine Dyscalkulie haben könnte, weil er gar nicht mehr rechnete, extrem lange für die einfachsten Rechnungen brauchte... der Punkt konnte durch den Test leicht geklärt werden.
    Das Schreiben war damals so, dass er unordentlich/krakelig schrieb, Linien und Seitenränder ignorierte und massenhaft Rechtschreibfehler machte (nicht ungewöhnlich fürs erste Schuljahr) Da er superschnell und leicht lesen lernte, und ein richtiger Bücherwurm geworden ist, lassen mich die Rechtschreibfehler recht gelassen bleiben. Daher gehe ich auch nicht von LRS oder Legasthenie aus. Die Psychologin empfahl damals Ergotherapie, um die Handmotorik zu verbessern, und meinte, dann würde ihm das Schreiben möglicherweise nicht so schwer fallen. Die Ergotherapeutin kam zu dem Ergebnis, dass mein Kind überdurchschnittlich weit entwickelt ist in diesem Bereich, und sie nichts weiter für ihn tun könne. Der Psychologin war aufgefallen, dass er sehr schnell aufgibt, und wieder von vorn beginnt, wenn er feststellt, das etwas nicht sofort gelingt. Sie vermutete dass das möglicherweise daraus resultierte, dass er in der Schule immer alles wieder ausradieren musste, was nicht "richtig" war - auch spiegelverkehrt geschriebene Zahlen und Buchstaben.
    Ehrlich gesagt ist meine eigene Vermutung, dass die Schreibunlust ein resultat eines zwei Jahre währenden Lehrer-Mobbings ist. Ich habe das leider erst spät erkannt, und war auch zuversichtlich, dass das Testresultat dazu führen würde, dass die Lehrerin ihn nun entsprechend fördern würde (Sie sagte mir das zu, und ist laut Schulamt DIE kompetente Lehrerin für Hb Kinder) Nach dem ersten, mit ungenügend benoteten Diktat im zweiten Schuljahr war für mich klar, dass er diese Schule verlässt. Ich habe sehr mit ihm mitgelitten, und bin in meiner Wahrnehmung auch unsicher, möglicherweise denke ich da zu sehr in eine Richtung. Meinen Sohn nun, nachdem Schule eh schon so ein belastetes Thema ist, alle möglichen Tests machen zu lassen, widerstrebt mir. Darum suche ich ersteinmal nacht Antworten, die mir zeigen, welche Art von Tests wirklich sinnvoll sind, und welche Art von Lösungen es geben könnte, bevor ich ihn damit belaste.
    Was mir inzwischen deutlich geworden ist, ist, dass er im handlungsorientierten Leben schon immer etwas auffällig war. Er hat z.B. nie mit Spielsachen gespielt(Lego, Playmobil, sonstwas - im Gegensatz zu seinem großen Bruder), er hat, wann immer es möglich war, vermieden, seine Hände zu benutzen. Ihm sind oft Gläser umgefallen (täglich mehrere), er ist manchmal einfach gesolpert (ich hatte wieder meine "Beinschwäche") Seine Schulsachen und auch sonstige Dinge sind stes in großem Chaos, er hat wenig Ausdauer, Dinge zu Ende zu bringen, die ihm keinen Spaß machen....
    Ich könnte hier noch Einiges nennen. Diese Dinge besorgen mich nicht wirklich. Der Eine Mensch hat diese, der Andere jene Stärken, Schwächen, Vorlieben und Gewohnheiten - es lebe die Vielfalt!
    Das, was mich besorgt, ist, dass mein Sprachbegabtes, schlaues Kind vor lauter Unlust, zu schreiben, möglichst einfache Sätze mit möglichst kurzen Worten schreibt, und davon zu wenig für das dritte Schuljahr. Wäre es ein Matheproblem, wäre ich weniger besorgt. Das Schreiben ist jedoch die zentrale Kulturtechnik in der Schule, und in einem Jahr steht die Frage im Raum, auf welche Schule er weiter geht.
    Es scheint mir also geboten, jetzt Wege zu finden, wie er aus dieser Blockade kommt, und wie er seine Handlungskompetenz erweitern kann, damit er sich in der Schule nicht zu Tode langweilen muss. Denn das ist ja hier das weitere Problem. Er hat Norvositätssymptome, nicht mehr so schlimm wie in der alten Schule, aber alle Pullis haben löchrige Ärmel vom darauf herum kauen. Ohne die Schreibprobleme könnte hier ein KLassenübersprung helfen, zumal er in allen anderen Bereichen gut ist (obwohl er sich oft auch dort langweilt)
    Es könnte ja auch eine isolierte Rechtschreibstörung sein.

  8. #8
    mogair ist offline Stranger

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    Standard Re: dissozieerte Intelligenz

    Hallo,
    bei meinem Sohn war die Diskrepanz zwischen Handlungs- und Verbalteil auch riesig: Beim Handlungsteil recht durchschnittlich und beim Verbalteil knallte er durch die Bewertungs-Obergrenze. Das hat uns aber nicht so doll überrascht, er war schon immer der totale Kopfmensch, mit zwei linken Händen und alles Daumen dran.

    Zu Beginn der Schulzeit fing er regelmäßig fast zu weinen an, wenn er etwas schreiben sollte. Nicht weil wir oder seine Lehrerin ihn unter entsetzlichen Leistungsdruck gesetzt hätten - nein, wirklich nicht! - es fiel ihm einfach nicht so leicht, wie alles andere, er war es nicht gewohnt, sich anstrengen zu müssen. Wir haben dann Schreiben mal als Zielprämie ausgelobt, für etwas, das er sich ganz doll wünschte. Er musste jeden Tag eine Seite schreiben, manchmal auch abschreiben. Das fiel ihm unglaublich schwer, er ließ uns auch immer wissen, WIE gräßlich das für ihn war, aber er hatte dem Deal ja zugestimmt. Heute schreibt er immer noch nicht wirklich gerne, es fällt ihm eben nicht so leicht wie alles andere, aber diese Anstrengung, dies es zweifellos war, hat ihm wenigstens gezeigt, dass das Schreiben nicht soooo schlimm ist, wie es ihm damals schien, eine Art Barriere haben wir damit schon durchbrochen.

    Ich weiss nicht, ob das etwas für Dein Kind wäre, aber wenn seine Schulprobleme sich nur auf eine krakelige Schrift und eine fragwürdige Orthographie beschränken, er mit dem Lesen, sprich Wörtern und Buchstaben ansonsten keine grundsätzlichen Probleme hat, dann wird sich das mit der Zeit mit Sicherheit verlieren. Könnt Ihr Schreiben vielleicht in den Alltag einbauen? Z.B. Einkaufszettel oder Ähnliches? Wie oben beschrieben, bei uns hat es geholfen, dem Schreiben das sozusagen Dämonische zu nehmen, das unser feinmotorischer Pittiplatsch da in seiner Welt aufgebaut hatte.
    LG

  9. #9
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

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    Standard Re: dissozieerte Intelligenz

    Zitat Zitat von Gudruna Beitrag anzeigen
    Mein Kind hatte nach schwierigem ersten Schuljahr in einem Hawik 3 Test die Diagnose dissoziierte Intelligenz - VT 131, hier also im Bereich der Hochbegabung, HT 91, alaso eher unterdurchschnittlich. Die Psychologin sagte, eine derartige Differenz sei sehr selten. Inzwischen im dritten Schj. schreibt das Kind so schlecht, dass ich mir große Sorgen mache. Er hat im Bereich der Feinmotorik keine Defizite, allerdings sehr schlechte Erfahrungen mit inkompetenten, demotivierenden Lehrerinnen machen müssen. Inzwischen hat er die Schule gewechselt, nun geht es besser, aber das Schreibproblem besteht weiter.
    Ich weiß nicht, an wen ich mich wenden, wie das Problem angehen soll. Hat jemand ähnliche Erfahrungen, oder weiß hier was Schlaues dazu?
    De Wert entspicht dem Ergebnis meines Ältesten. Auch bei Nr. 2 (hb) gibt es eine Diskrepanz von über 15 Punkten zwischen HT und VT. Beide Kinder gelten als AD(H)S kinder...

    Schreiben ist bei beiden ziemlich übel, sowohl Graphomotorik als auch Rechtschreibung (die sich bei Sohn 1 aber dann von selber deutlich gebessert hat).

    Mehr kann ich dir leider auch nicht sagen:(
    Liebe Grüße

    Sofie

  10. #10
    Avatar von TigerBolle
    TigerBolle ist offline fressfeind

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    Standard Re: dissozieerte Intelligenz

    Hallo Gudruna,
    was ich bei solch einer Vorgeschichte immer etwas gefährlich finde, ist die organische Seiten außen vor zu lassen. Gerade der Hinweis darauf, dass er kaum etwas mit den Händen machen will, läßt bei mir als absolutem Laien die Alarmglocken schellen. An Deiner Stelle würde ich wahrscheinlich das Kind einmal einem Neurologen vorstellen, der Nervenströme messen kann. Vielleicht gibt es eine Nervenblockade, die ihn behindert (NEIN, ich rede NICHT vom KISS-Syndrom ).

    Grundsätzlich finde ich es sehr schade, dass zwar immer viel von Psychologen getestet und Ergotherapeuten therapiert wird, aber kaum ein Experte mal auf die Idee kommt das Kind AUCH organisch durchchecken zu lassen. Im Freundeskreis hatte ich gerade einen Fall: ein Kind war verhaltensauffällig und hatte motorische Schwierigkeiten. Erst auf monatelanges Drängen der Mutter wurde ein MRT gemacht und dabei ein großer (GsD gutartiger) Hirntumor gefunden. Das soll Dir keine Angst machen, zeigt als Extrembeispiel aber, wie gern sich mancher Kinderarzt mit "das verwächst sich schon" oder "ich verschreibe Ihnen 6 x Ergo und ein bisschen Ritalin" heraus redet. Sorry, alles etwas überspitzt gesagt, aber ich bin immer noch maßlos wütend über diese KiÄ

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