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Thema: Erfahrungen mit Aupairs

  1. #21
    Enja44 ist offline old hand

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    Standard Re: Erfahrungen mit Aupairs

    Zitat Zitat von putzipoo Beitrag anzeigen
    Warum dieser Kommentar, wo Du doch weder die Aufgaben meines Au Pairs, noch die Arbeitszeiten, noch die Rahmenbedingungen, geschweige denn die Bezahlung kennst?

    Es gibt sehr viele Au Pairs im Bewerberpool, und ca. ein Zehntel davon erfuellt die Voraussetzungen, die ich genannt habe. Warum sollte ich mir nicht eine/n von diesen 10% rauspicken? Ist es nicht normal, dass man versucht, ideale Ausgangsbedingungen zu schaffen?
    Nur dass dein Konzept mit dem eigentlichen nicht mehr viel zu tun hat.

    Au-pair

    Du suchst stattdessen eine möglichst gut ausgebildete Haushälterin und Kinderfrau. Beides anscheinend auch noch gleichzeitig. Die, die du dann für geeignet hälst, nehmen das Sonderangebot aus wirtschaftlicher Not an.

    Ein Au Pair bekommt Kost und Logis, ein Taschengeld und eine Krankenversicherung. In deinem Fall solltest du zumindest den Mindestlohn zahlen. Dazu sind die Arbeitszeiten eigentlich beschränkt. Die Art der Tätigkeiten. Und sie müssen die Möglichkeit haben, einen Sprachkurs zu besuchen.

  2. #22
    Avatar von putzipoo
    putzipoo ist offline Veteran

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    Standard Re: Erfahrungen mit Aupairs

    Zitat Zitat von Enja44 Beitrag anzeigen
    Nur dass dein Konzept mit dem eigentlichen nicht mehr viel zu tun hat.

    Au-pair

    Du suchst stattdessen eine möglichst gut ausgebildete Haushälterin und Kinderfrau. Beides anscheinend auch noch gleichzeitig. Die, die du dann für geeignet hälst, nehmen das Sonderangebot aus wirtschaftlicher Not an.
    Wie Du das hier darstellst, koennte man meinen, ich holte mir junge Leute aus Entwicklungs- oder Schwellenlaendern ins Haus, um diese dann als billige Arbeitskraft auszunutzen. Dem ist nicht so, und ich finde es eigentlich ziemlich unverschaemt von Dir, das hier so hinzustellen, zumal ich hier nie auf die Art der Aufgaben, Arbeitszeiten, Rahmenbedingungen oder die Verguetung eingegangen bin.

    Meine Au Pairs sind meist junge Franzosen oder Belgier (zwei Deutsche waren auch darunter) zwischen 22 und 25 Jahren. Die meisten waren hier nach Abschluss ihres Studiums, weil sie vor dem Start in die Arbeitswelt noch eine Zeit im Ausland verbringen wollten. Fuer einige unter ihnen war es bereits die zweite Au Pair Erfahrung.

    Ich erwarte keineswegs, dass das Au Pair unseren Haushalt schmeisst. Fast alle Aufgaben haengen direkt mit der Kinderbetreuung zusammen, der Rest faellt unter leichte Mithilfe im Haushalt.

    - meine Toechter morgens fuer die Schule fertig machen und zur Schule bringen
    - meine Toechter nachmittags von der Schule abholen
    - Unterstuetzung bei den Hausaufaben
    - meine Toechter beschaeftigen bis wir gegen 18:00 nach Hause kommen

    Die wenigen Aufgaben waehrend meine Toechter in der Schule sind (von 8:30 bis 15:30) :

    - den Geschirrspueler ein- und ausraeumen
    - das Lunch meiner Toechter fuer den Folgetag vorbereiten (sie essen in der Schule zu Mittag)
    - die Kueche sauber hinterlassen
    - die Waesche meiner Toechter waschen (nur ein- zweimal die Woche kommt genug zusammen)
    - ab und zu mal kleinere Besorgungen fuer uns erledigen, z. B. Sachen von der Reinigung holen

    Dafuer braucht man wenn es hoch kommt 1 1/2 Std. Danach hat das Au Pair seine Zeit zur freien Verfuegung, z. B. um einen Sprachkurs zu besuchen.

    Z. Zt. sind Sommerferien, da sind meine Toechter den ganzen Tag mit dem Au Pair zusammen. Wir haben vor Beginn der Ferien gemeinsam mit dem Au Pair ein Ferienprogramm zusammengestellt. Wir haben geschaut, welche interessanten Aktivitaeten waehrend der Ferien in Montréal angeboten werden und die entsprechenden Tage reserviert. An den Tagen, an denen nichts Besonderes anliegt, machen sie Radtouren, Picknick, verbringen den Tag im Freibad, auf dem Spielplatz, etc. Die wenigen Aufgaben, die er im Haushalt hatte, fallen im Moment weg, da er voll und ganz fuer die Maedchen da sein soll.

    Sicher wird es Dich beruhigen zu erfahren, dass die Bezahlung waehrend der Ferien aufgrund der laengeren Arbeitszeiten hoeher ausfaellt...

    Zitat Zitat von Enja44 Beitrag anzeigen
    Ein Au Pair bekommt Kost und Logis, ein Taschengeld und eine Krankenversicherung. In deinem Fall solltest du zumindest den Mindestlohn zahlen. Dazu sind die Arbeitszeiten eigentlich beschränkt. Die Art der Tätigkeiten. Und sie müssen die Möglichkeit haben, einen Sprachkurs zu besuchen.
    Ja, genau. Kost und Logis, Taschengeld und Krankenversicherung. Dazu noch iPhone, Monatsfahrkarte fuer den Grossraum Montréal und unser Auto zur freien Verfuegung, waehrend wir bei der Arbeit sind und es deshalb nicht brauchen. Was den Sprachkurs betrifft, haben nur zwei unserer Au Pairs das Angebot angenommen. Die anderen haben ihre Freizeit lieber mit Freunden, Sport oder anderen Dingen verbracht.

    Unseren Au Pairs geht es gut bei uns. Sie gehoeren zur Familie, sind ueberall mit eingeladen, wir nehmen sie zu saemtlichen Aktivitaeten mit wenn sie teilnehmen moechten (auf unsere Kosten selbstverstaendlich), wie z.B. letztes Wochenende zum Camping und Kayakfahren oder morgen in den Zoo. Wenn sie mal keine Lust haben und stattdessen lieber selbststaendig was unternehmen moechten, nimmt ihnen das auch keiner uebel.

    Wir haben noch regelmaessigen Kontakt zu allen unseren Ex-Au Pairs (bis auf die eine, mit der es leider nicht so gut klappte). Unser erstes Au Pair wird uns im Herbst mit ihrem Freund besuchen kommen. Meine Toechter freuen sich schon sehr.

    Wie Du siehst : Dass ich anspruchsvolle Anforderungen bzgl. des Profils meiner Au Pairs habe, heisst noch lange nicht, dass ich gedenke, sie wirtschaftlich auszunutzen. Ich versuche, die optimalen Rahmenbedingungen fuer unsere gemeinsame Zeit zuschaffen, was mir auch gelingt, denn beide Seiten sind sehr zufrieden.
    "Mieux vaut se perdre que de ne jamais partir"

  3. #23
    Avatar von putzipoo
    putzipoo ist offline Veteran

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    Standard Re: Erfahrungen mit Aupairs

    Zitat Zitat von Schwobakendle Beitrag anzeigen
    Ich würde gerne mal kurz 'die andere Seite' schildern:
    ich war auch mal Au Pair in England, geplant waren 9 Monate, ich war nach 2 Wochen wieder zu hause

    Es ist wirklich unheimlich wichtig, dass ihr euer Profil mit so vielen (wahren) Infos füllt wie nur irgend möglich.
    Gerade die Sache mit: soll eher ein quasi neues Familienmitglied/freundschaftliches Verhältnis entstehen oder nur strikt Arbeitgeber-nehmer Verhältnis sollte ausreichend thematisiert werden.

    Ich hatte leider extremes Pech da die Familie Unwahrheiten geschrieben hatte und ich am Ende mit 2 Hunden und 2 Katzen irgendwo im nirgendwo ohne Auto die komplette Woche allein auf dem Land war.

    Ich würde sowas nur noch per Agentur machen, aber natürlich gibt es immer solche und solche Beispiele

    Ich wünsche Euch jedenfalls, dass ihr ein nettes und zu euch passendes Au Pair findet!
    Das ist ja wirklich dumm gelaufen. Schade fuer Dich, es haette eine so tolle Erfahrung werden koennen.

    Ich frage mich, was Familien oder auch Au Pairs sich davon versprechen, wenn sie falsche Angaben machen. Man will doch jemanden finden, der zu einem passt, mit dem man sich vorstellen kann, Monate lang zusammenzuleben. Wenn man vorgeben muss jemand anderer zu sein als man ist, um eine Familie / ein Au Pair zu finden, ist das ganze Projekt doch von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
    "Mieux vaut se perdre que de ne jamais partir"

  4. #24
    Avatar von Schwobakendle
    Schwobakendle ist offline Pärchenmama

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    Standard Re: Erfahrungen mit Aupairs

    ja finde ich auch!
    Hatte mich wirklich sehr gefreut, aber das hat sich leider zum Albtraum entwickelt :(

    Aber die meisten Au Pairs die ich kenne haben wirklich gute Erfahrungen gemacht (waren allerdings auch manchmal sehr froh über ihre Agenturen, die schnell vermittelt haben wenn es mal zu Problemen in den Familien kam).

  5. #25
    Sascha ist offline Urgestein

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    Standard Re: Erfahrungen mit Aupairs

    Zitat Zitat von putzipoo Beitrag anzeigen
    Warum dieser Kommentar, wo Du doch weder die Aufgaben meines Au Pairs, noch die Arbeitszeiten, noch die Rahmenbedingungen, geschweige denn die Bezahlung kennst?

    Es gibt sehr viele Au Pairs im Bewerberpool, und ca. ein Zehntel davon erfuellt die Voraussetzungen, die ich genannt habe. Warum sollte ich mir nicht eine/n von diesen 10% rauspicken? Ist es nicht normal, dass man versucht, ideale Ausgangsbedingungen zu schaffen?
    Ich bin vom üblichen Aupair ausgegangen.

  6. #26
    Enja44 ist offline old hand

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    Standard Re: Erfahrungen mit Aupairs

    Zitat Zitat von Sascha Beitrag anzeigen
    Ich bin vom üblichen Aupair ausgegangen.
    Ja, ich auch. In Deutschland ist das nämlich recht eng geregelt. Aber Kanada? Keine Ahnung. Kann schon sein, dass die Franzosen und Belgier in hellen Mengen nach Montreal wollen, um dort Französisch zu lernen.

  7. #27
    Avatar von putzipoo
    putzipoo ist offline Veteran

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    Standard Re: Erfahrungen mit Aupairs

    Zitat Zitat von Enja44 Beitrag anzeigen
    Ja, ich auch. In Deutschland ist das nämlich recht eng geregelt. Aber Kanada? Keine Ahnung. Kann schon sein, dass die Franzosen und Belgier in hellen Mengen nach Montreal wollen, um dort Französisch zu lernen.
    Französisch nicht, sondern Englisch.

    Montréal ist zweisprachig.
    "Mieux vaut se perdre que de ne jamais partir"

  8. #28
    Enja44 ist offline old hand

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    Standard Re: Erfahrungen mit Aupairs

    Zitat Zitat von putzipoo Beitrag anzeigen
    Französisch nicht, sondern Englisch.

    Montréal ist zweisprachig.
    Ich weiß. Ich bin oft da. Und ich hatte in meiner Schulzeit Englischunterricht bei einer Montrealerin. In Montreal spricht man Englisch mit starkem Amerikanisch/Französischen Akzent. Und Französisch mit starkem amerikanischen Akzent. Beides für Europäer nahezu unverständlich. Aber sicher sehr nützlich, wenn man da später mal arbeiten will.

    Und andererseits versteht man dort unter einem Au Pair etwas völlig anderes als hier. Und die zugehörigen Bestimmungen sind dann sicherlich auch ganz andere.

  9. #29
    UlrikeBehl ist offline Stranger

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    Standard Re: Erfahrungen mit Aupairs

    Du hast vollkommen recht: Auch der beste Coach kann nicht die Chemie retten! Wenn es einfach nicht stimmt, hilft nichts, außer sich zu trennen. Fair und zügig. Im Interesse aller Beteiligten. Niemandem ist dasmit gedient, so ein Aupair-Jahr auf Deibel komm raus durchzuziehen.

    Ein Coach könnte dann einfach dabei unterstützen, das Trennungsgespräch sicher zu führen: Die Trennungsgründe offen und konkret anzusprechen und nach einer für beide Seiten gütlichen Lösung zu suchen, fällt ja nun nicht jeder Gastmutter/-Vater leicht. Klar, manch einer hat das Handwerkszeug von der Natur mitbekommen oder beruflich erworben und und beherrscht jede Konfliktmanagementtechnik aus dem Effeff. Und traut sich auch, solche schwierigen Themen frei heraus anzusprechen. Bei anderen hilft ein Kurzcoaching mit professionellem Abstand und dem Blick von außen.

  10. #30
    UlrikeBehl ist offline Stranger

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    Standard Re: Erfahrungen mit Aupairs

    "Wie Du das hier darstellst, koennte man meinen, ich holte mir junge Leute aus Entwicklungs- oder Schwellenlaendern ins Haus, um diese dann als billige Arbeitskraft auszunutzen."

    Vielleicht an dieser Stelle der Einwurf, dass wohl, wenn ich hier alles korrekt gelesen habe, einfach ein gravierender Unterschied besteht zwischen Kanada und Deutschland: Du hast ja geschrieben, dass Deine Aupairs meist junge Belgier oder Franzosen oder auch Deutsche waren und sind.

    Nun ist es eher selten, dass ein junger Belgier oder Franzose sich dazu entschliesst, Aupair in Deutschland zu werden. Wieso auch? Es gibt innerhalb der EU einfachere Optionen, um Geld zu verdienen, zu reisen, andere Kulturen kennenzulernen oder Sprachen zu lernen. Und Deutsch ist womöglich als Fremdsprache für Franzosen wenig beliebt...

    Und wie die aktuelle Konjunkturumfrage zeigt: Deutschland zieht einfach eine andere Gruppe Aupair-Bewerber an: Da sind die ehemaligen Sowjetrepubliken wie Georgien, Ukraine und Russland ganz weit vorn. Und - krisenbedingt - auch Südeuropa. Und das Stichwort Krise trifft es vermutlich: Für viele dieser Aupairs ist das Aupair-Visum *die* Chance, das Heimatland mit Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und Co. zu verlassen. Und wer wollte ihnen das auch verübeln?
    (Und nein, ich denke nicht, dass die o.g. Länder zu den Entwicklungs-/Schwellenländern gehören.)

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