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  • 2 Post By Vertigo

Thema: Überforderung

  1. #1
    Pingu147 ist offline Stranger

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    Standard Überforderung

    Hallo liebe Eltern.
    Ich werde in 2 Wochen 23 Jahre alt und habe nun eine 11 Wochen alte Tochter. Sie war eigentlich nicht geplant. Ich und mein Freund waren grad erst zusammen gekommen und drei Wochen später die Nachricht das ich schwanger bin. Es war ein wirklicher Schock. Ich meine ich habe 6 Jahre die Pille genommen. War dann grade beim Frauenarzt um eine neue Verhütungsmethode zu besprechen, da ich die Pille mit meinem Magen nicht mehr so gut vertragen habe und dann ein paar Wochen später war ich direkt schwanger. Trotz das es nicht geplant war haben mein Freund und ich uns, nach dem der erste Schock überwunden war, sehr darüber gefreut. Ich hatte allerdings auch schon während der Schwangerschaft öfters Zweifel ob ich schon bereit bin mich um ein Baby zu kümmern. Ich meine für mich war zwar schon immer klar das ich Mutter werden möchte aber nicht direkt nach dem ich meine Ausbildung gerade abgeschlossen hatte.
    Aber nun ist meine kleine Maus da und ich liebe sie wirklich sehr. Ich möchte das es ihr gut geht und sie ein schönes Leben hat. Und sie ist wirklich ein super süße und tolles Baby. Sie schläft nachts schon bis zu 9-10 Stunden durch und hat von Anfang an schon gerne gelächelt und lacht gerne. Das einzige was sie häufig hat ist das sie abends total unruhig ist und man sie nur beruhigen kann in dem man mit ihr durch sie Wohnung läuft bis sie eingeschlafen ist. Und das machen wir dann auch. Das kann teilweise aber auch mal 3 h dauern bis man sich dann wieder hinsetzen kann ohne das sie weint. Ich meine ich weiß wie glücklich ich mich damit eigentlich schätzen kann. Ich meine es gibt 1000 Eltern die es 'schlimmer' getroffen hat. Ich habe so einen Respekt vor allen Eltern die jede Nacht mehr Mals aufstehen müssen. Die ihr Kind nicht beruhigt bekommen. Ich habe inzwischen Respekt vor allen Müttern die es schaffen ein geregeltes Leben mit Baby zu haben ohne das der Haushalt dabei liegen bleibt. Versteht mich nicht falsch, ich hatte schon immer Respekt vor Müttern, aber jetzt noch mehr als je zuvor, da ich jetzt besser nachvollziehen kann wie hart der Job einer Mutter sein kann.
    Ich habe ein Recht pflegeleichtes Baby und fühle mich oft einfach nur überfordert. Ich denke so oft abends, ich will nicht mehr. Ich bin nicht bereit Mutter zu sein. Ich fühl mich so unwohl in meinem Körper wie noch nie zu vor. Ich renne den halben Tag mit Baby Aufen arm dich die Wohnung, obwohl ich mich oft schlapp fühle oder schmerzen habe. Ich versuche alles, damit es meinem Baby gut geht und es ihr an nichts fehlen muss. Aber so oft wenn ich wieder mal Stunden lang mit ihr durch die ganze Wohnung laufe, würde ich am liebsten einfach alles hinschmeißen. Ich fühle mich ständig wie eine schlechte Mutter, einfach wegen solcher Gedanken.

    Da mein Freund noch in der Ausbildung ist und es finanziell daher nicht anders möglich ist, muss ich ab nächsten Monat wieder arbeiten und ehrlich gesagt freue ich mich schon darauf. Ich freue mich das ich meine Tochter zur Tagesmutter bringen kann und mich während der Arbeitszeit mal ein paar Stunden nicht um sie kümmern zu müssen. Dieser Gedanke ist doch eigentlich nicht normal oder? Ich meine ich müsste sie doch normalerweise am liebsten gar nicht mehr her geben wollen.

    Ich liebe meine Tochter und ich möchte das es ihr gut geht, aber ich fühle mich einfach fast jeden Tag total überfordert.

    Naja, ich glaube ich habe jetzt genug geschrieben. Also falls jemand meinem Roman bis zum Ende Gelsen hat, würde ich mich sehr über eure Meinung dazu freuen.

  2. #2
    Zickzackkind Gast

    Standard Re: Überforderung

    Erst einmal herzlichen Glückwunsch!
    Ich kann Dich gut verstehen, mir ging es beim ersten Kind ähnlich und ich hätte mir gewünscht ich hätte arbeiten gehen können
    Ich war damals 26 und fühlte mich aus dem normalen Leben geschmissen. Unsere Freunde hatten alle keine Kinder, mein Mann durfte weiterarbeiten und ich saß zu Hause mit unserem Sohn. Ich habe mich sehr schwer mit der Umstellung getan und fühlte mich überhaupt nicht bereit Mutter zu sein (obwohl ich mir immer Kinder gewünscht habe). Aber wie Du an meiner Sigg siehst, habe ich inzwischen vier Kinder und die hätte ich sicher nicht, wenn es bei diesen Gefühlen geblieben wäre. Ich fand das erste Jahr sehr hart und anstrengend, gut hat mir alles getan, wo ich raus konnte und Leute treffen. Ich war dann in der Babymassage und später in einer Krabbelgruppe. Da habe ich auch Freunde gefunden.

    Ich bin sicher, die Arbeit wird Dir gut tun (ich genieße es bis heute zu Arbeiten und finde das einen guten Ausgleich zum Familienleben), in die Mutterrolle wirst Du sicher reinwachsen. Mir ging es übrigens genauso, dass ich noch einmal eine ganz andere Achtung vor Müttern bekommen habe - das fing schon damit an, dass ich mir die Geburt lange nicht so schmerzhaft vorgestellt habe und das Kinder haben irgendwie wesentlich idyllischer (wobei es heute oft so ist, wie ich früher dachte - es ist nur eine Riesen große Umstellung)

    Ich wünsche Dir alles gute, viel Spaß beim Arbeiten und höre auf Dir Schuldgefühle zu machen - Du machst das sehr gut und Deine Gefühle sind völlig normal.

  3. #3
    Pingu147 ist offline Stranger

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    Standard Re: Überforderung

    Danke. Es ist schön zu hören das es nicht nur mir so geht. Ich hoffe du hast recht und dass es spätestens nach dem ersten Jahr besser wird.
    Das mit der Krabbelgruppe finde ich, ist eine gute Idee. Vielleicht tut es mir ja gut mit der kleinen Maus mal raus zu kommen und auch mit anderen Müttern Kontakt zu haben.

  4. #4
    Zickzackkind Gast

    Standard Re: Überforderung

    Zitat Zitat von Pingu147 Beitrag anzeigen
    Danke. Es ist schön zu hören das es nicht nur mir so geht. Ich hoffe du hast recht und dass es spätestens nach dem ersten Jahr besser wird.
    Das mit der Krabbelgruppe finde ich, ist eine gute Idee. Vielleicht tut es mir ja gut mit der kleinen Maus mal raus zu kommen und auch mit anderen Müttern Kontakt zu haben.
    Das hilft auf jeden Fall und Du wirst erleben, dass auch andere nicht alles geregelt bekommen und viel im Haushalt nicht hinbekommen - das ist mit Baby und Kleinkind einfach so. Ich wünsche Dir alles Gute.

  5. #5
    Avatar von Vertigo
    Vertigo ist offline buntes etwas

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    Standard Re: Überforderung

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Das hilft auf jeden Fall und Du wirst erleben, dass auch andere nicht alles geregelt bekommen und viel im Haushalt nicht hinbekommen - das ist mit Baby und Kleinkind einfach so. Ich wünsche Dir alles Gute.
    Da kann ich mich voll und ganz anschließen.

    Mir ging es sehr viel besser, als ich mich von der angestrebten Perfektion verabschiedet hatte.
    Dann bleibt im Haushalt halt so einiges liegen. Macht nix.

    Und man darf als Eltern auch genervt sein, muss als Mutter nicht freudestrahlend mit dem schreienden Baby rumrennen und ständig liebevoll lächeln.

    Es ist anstrengend und aufreibend, das darf man auch so empfinden.
    Solange man auch die schönen Momente und Gefühle wahrnehmen kann, finde ich das völlig normal.

    Ich fand es auch schön und regelrecht entspannend arbeiten zu gehen und war nie die Vollblutmutter, die total zufrieden und gänzlich in der Mutterrolle aufgegangen wäre.

    Das Kind ist mittlerweile erwachsen, ganz gut geraten und nach eigener Auskunft sehr zufrieden mit seiner "unzulänglichen" Mutter.
    pereybere und Gast gefällt dies.

  6. #6
    jschmiedecke ist offline Stranger

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    Standard Re: Überforderung

    Ich finde toll wie du dich um sie kümmerst und dass du schon so früh wieder arbeiten musst ist natürlich belastend. Aber erstaunlicherweise freust du dich ja darüber. Andererseits ist es wiederum gar nicht mal so erstaunlich, da man ja deine Sichtweise absolut nachvollziehen kann.

    Meine beste Freundin hat mir von diesen Gedanken auch hin und wieder erzählt, als sie frisch Mutter war.

    Ich denke du bist mit diesen Gedanken nicht allein und musst dich sicherlich nicht als Rabenmutter fühlen! Du machst für dein Kind alles dir erdenklich mögliche!!!

    Viel Erfolg weiterhin und beste Grüße.

  7. #7
    Petzi02 ist offline Member

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    Standard Re: Überforderung

    Hallo, ich glaube vielen geht es so wie Dir. Ich bekam mein erstes Kind mit 21 und war auch total überfordert und manchmal auch ungerecht zum Kind. Es hat mich gestresst, genervt und ich bekam Depressionen. Ich war mit allem überfordert und allein. Mein Mann war damals bei der Bundeswehr und oft Wochenlang nicht zu Hause. Meine Freundinnen gingen aus, tanzen, spaß haben. Ich saß nur noch zu Hause. War regelrecht eifersüchtig auf sie und oft wütend das ich gebunden war. Wie DUMM!!!!!

    Heute 30 Jahre älter und 2 Kinder Reicher, denk ich nur wie dumm ich doch war. Aber man ist jung und unerfahren. Heute tut es mir oft leid das ich so war. Wenn ich meiner Tochter dann sage das es mir leid tut was damals so war, sagt sie das sie es nie so empfunden hat. Sie ist heute 30 hat selbst noch keine Kinder aber seit 2 Jahren verheiratet. Bei meinem 2 Kind wurde alles anders ich habe es nur geliebt nur liebe gefühlt und dachte mir, wie reich ich bin die Kinder zu haben. Sie sind alles was das Leben ausmacht . Selbst wenn Du niemand mehr hast sind sie da und glaube mir, sie werden zu schnell groß. Was du beim ersten kaum erwartest geht bei 2 viel zu schnell.

    Das mit dem unruhig sein usw... hatte ich mir damals beim 3 Kind (ja Du liest recht habe inzwischen 3) das buch: oh jeh ich wachse ausgeliehen. Da steht drin das die Kinder Schübe haben im wachsen und deswegen oftmals Unruhe, Schrei Phase usw... kommen. Ich konnte mein Kind dann besser verstehen. Im Übrigen denk immer daran, sie ist Dein Leben. Das größte Wunder. Viele wollen ein Kind und es klappt nicht Du hast dieses Wunder geschenkt bekommen. Es wird jeden Tag besser, anders.... und wenn du jetzt wieder arbeiten gehst, dann hast du ja ein bisschen Abstand. Doch sie braucht Dich noch so sehr gibt ihr abends das kuscheln, schmusen. Mama ist so wichtig für die kleinen.

    Du bist noch sehr jung, aber glaube mir in 10 Jahren kanns Du vieles schönes mit ihr erleben in 20 bist du ihre Beste Freundin und kannst mit ihr zusammen nochmal Dinge erleben die Spätgebärende nie machen können Disco, tanz, usw.... Du darfst die Gefühle haben aber dann schieb sie wieder weg und wenn du sie 100mal durch das Zimmer trägst. Du bekommst es irgendwann wieder zurück. Alles Liebe Dir

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