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  • 1 Post By EMD240419
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Thema: Adoption, Angst, Verzweifelung

  1. #1
    EMD240419 ist offline Stranger

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    Standard Adoption, Angst, Verzweifelung

    Hallo ihr Lieben,
    ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll... Also ich bin 18 Jahre und Mutter von einem 3 Monate altem Mädchen. Die Schwangerschaft war komplett ungewollt, der Vater und ich sind getrennt, erfahren hab ich davon im 5. Monat als ich ursprünglich abtreiben wollte, was dann nicht mehr ging. Wir haben Zuhause alles eingerichtet usw. So nun kann ich seit der Geburt, weder richtig schlafen, noch habe ich ein vernünftiges Essverhalten (alles oder nichts), die Beziehung zu meinem Freund ist schlechter geworden und ich bin am Ende meiner Kräfte. Ich war vorher jedes Wochenende unterwegs auf Party, bei Freunden etc. um auch viel von mir selber abzulenken, da ich seit Jahren an Bps erkrankt bin (Borderline Persönlichkeitsstörung) und es war alles perfekt, bis halt die Schwangerschaft kam und meine Eltern mir solange eingeredet haben, dass ich sie behalten solle. Doch nun merke ich wie ich vonTag zu Tag mehr zu Grunde gehe, ich liebe die Kleine aber ich sehe nicht so richtig eine Zukunft mit ihr. Ich bin sehr stark am überlegen sie nicht besser zu Adoption freizugeben, wo sie in eine Familie kommt, wo sie gewünscht ist.
    Bitte sagt mir nicht wie schrecklich, das sein kann, da ich selber Familien kenne mit positiv oder auch negativ Erlebnis.

    Hat jemand ein Rat für mich?
    sohpi56 gefällt dies

  2. #2
    Avatar von katha333
    katha333 ist gerade online Pooh-Bah

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    Standard Re: Adoption, Angst, Verzweifelung

    Zitat Zitat von EMD240419 Beitrag anzeigen
    Hallo ihr Lieben,
    ich weiß gar nicht wie ich anfangen soll... Also ich bin 18 Jahre und Mutter von einem 3 Monate altem Mädchen. Die Schwangerschaft war komplett ungewollt, der Vater und ich sind getrennt, erfahren hab ich davon im 5. Monat als ich ursprünglich abtreiben wollte, was dann nicht mehr ging. Wir haben Zuhause alles eingerichtet usw. So nun kann ich seit der Geburt, weder richtig schlafen, noch habe ich ein vernünftiges Essverhalten (alles oder nichts), die Beziehung zu meinem Freund ist schlechter geworden und ich bin am Ende meiner Kräfte. Ich war vorher jedes Wochenende unterwegs auf Party, bei Freunden etc. um auch viel von mir selber abzulenken, da ich seit Jahren an Bps erkrankt bin (Borderline Persönlichkeitsstörung) und es war alles perfekt, bis halt die Schwangerschaft kam und meine Eltern mir solange eingeredet haben, dass ich sie behalten solle. Doch nun merke ich wie ich vonTag zu Tag mehr zu Grunde gehe, ich liebe die Kleine aber ich sehe nicht so richtig eine Zukunft mit ihr. Ich bin sehr stark am überlegen sie nicht besser zu Adoption freizugeben, wo sie in eine Familie kommt, wo sie gewünscht ist.
    Bitte sagt mir nicht wie schrecklich, das sein kann, da ich selber Familien kenne mit positiv oder auch negativ Erlebnis.

    Hat jemand ein Rat für mich?
    Hallo EMD,

    ich finde es total super, dass du dich hier öffnest und deine Sorgen ansprichst. Ich kann förmlich zwischen den Zeilen rausfühlen, wie sehr du dich von deinem Leben ins Eck gedrängt und wie hin und her gerissen du dich fühlst.

    Du scheinst offen für Hilfe zu sein und dann kann ich dir sagen "Es gibt Hilfe und es gibt mehrere Optionen. Nicht nur Adoption, oder das Baby selbst aufziehen".

    Wende dich an eine Erziehungsberatungsstelle oder an das Jugendamt. Die können dir die Optionen erläutern und dich dann auch unterstützen.

    Wenn dir das Jugendamt zu hochschwellig ist, wende dich zunächst an die Koordinationsstelle Frühe Hilfen. Auch da bist du richtig.

    Die werden mit dir zunächst dein derzeitiges Leben skizzieren. Also schauen wo du stehst, was an REssourcen und Unterstützung vorhanden ist und dann, jenachdem was du für dich als beste Lösung siehst, werden sie dich begleiten diese Lösung bestmöglich umzusetzen.

    Durch eine BPS bist du zusätzlich belastet und brauchst evtl. einfach mehr begleitung. Glaube mir, es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten.

    Adoption, selbst behalten, Kurzzeitpflege um sich selbst zu sortieren, Vollzeitpflege und regelmäßige Umgänge, Baby behalten und in einer Tagespflege unterbringen, Baby zu Hause behalten und mit Hilfe einer sozialpädagogischen Familienhilfe in die Situation hineinwachsen, Mutter-Kind-Einrichtung (leben mit Müttern denen es ähnlich geht und auch hier- unterstützung um in die neue Situation hineinzuwachsen), evtl. gibt es ein Modell indem enge Verwandte, z.B. die Eltern die Pflege übernehmen, oder du könntest (vielleicht zusätzlich zur soz.päd. Familienhilfe) eine FAmilienhebamme bekommen. Und dann hat das Kind ja auch ncoh einen Vater, ich weiß nicht was er und siene FAmilie fr eine Rolle übernehmen können.

    All diese Hilfen gibt es. Und alles (bis auf die Adoption glaub ich) kann rückgängig, verändert und neu varriiert werden. Also wenn du nach einiger Zeit merktst, dass du was anderes, mehr, nichts mehr brauchst, dann kann das verändert werden.

    Warte nicht bis du vollkommen am ende bist, sondern handel am besten gleich. Ich würde dir, weil viele erstmal hemmungen vor dem Jugendamt haben (wobei ich dir sage, dass musst du nicht, sie arbeiten familienerhaltend und fördernd und wenn du nicht an einen blöden Mitarbeiter, die es logischerweiße überall gibt, kommst, dann wäre das Jugendamt die perfekte Stelle, weil sie all die Hilfe koordinieren können)...aber wenn dir das eine Schwelle zu hoch ist für den Anfang, dann informiere dich, wo es bei euch iene koordinationsstelle frühe Hilfen gibt. Ich weiß nciht ob es bei euch so organisiert ist wie bei uns (ich arbeite dort), aber ich würde dich umfassend beraten, dien umfeld anschauen, Ressourcen mit dir besprechen und das hauptziel wäre es, dass du Zeit hast und dir erlaubst herauszufinden mit welcher Lösung du glücklich werden kannst. Sprich ich würde, wenn du sagst du kannst dir das vorstellen evtl. erstmal eine Hilfe für zu Hause anstreben, und wenn du dann sagst das reicht nicht über was stationären, also Mutter-Kind einrichtung nachdenken. Wenn du sagst, du brauchst Abstand, dann könnte man eine Kurzzeitpflege organisieren usw. und auch die Umgänge, wenn dein Kind in Pflege ist, können begleitet werden. Das allerdings sind dann Aufgaben des jugendamtes. Bei uns läuft es so, dass ich dann geimeinsame Gespräche mit dir und den zuständigen Jugendamtskollegen führen würde, wenn du das möchtest. Das die Hürde die viele spüren genommen wird. Bei uns sind die frühen Hilfen und das Jugendamt in einem haus, wir verbringen die Pausen zusammen, machen zusammen Sommerfeste und so weiter, also die Zusammenarbeit ist sehr eng und der übergang kann somit ganz sanft laufen. Wie das bei euch ist, weiß ich leider nicht.

    Lange Rede kurzer Sinn. Quäle dich nicht mit der Frage "Adoption oder nicht". Bevor du diese Frage beantworten musst, gibt es noch soooooooo viel dazwischen.

    Wichtig ist, dass du auch für deine psychischen Befindlichkeiten den Blick nicht verlierst. Also dass du z.B. eine ambulante Therapie machst. Spontan kommt mir auch sowas wie Selbsthilfegruppe in den Sinn. Meine Erfahrung- als relativ junge Mutter, ist es mit den sozialen Kontakten oft schwer, weil man sich plötzlich in einer ganz anderen Lebensphase, als der Rest der Gleichaltrigen befindet. Es ist immer gut, sich gleichgesinnte zu suchen. Das könnte bei dir eine Selbsthilfegruppe (wegen BPS) sein und auch Müttercafes, Müttertreffs. Es gibt ganz viele offene, kostenlose zusammenkünfte. Also hier zumindest. Offenes Frühstück. jeder kannn kommen und gehen wann und ob er will. Dann sitzen da ein paar Mütter mit ihren Kindern und quatschen. Und wenn es nciht gefällt geht man einfach.

    Achja die Unterstützung da Anschluss zu finden und über Angebote in deiner Nähe zu informieren, ist ebenfalls Aufgabe der Koordinationsstelle frühe Hilfen. Oje jetzt habe ich ganz schön viel geschrieben. Ich hoffe ich überfordere dich nicht. Falls doch sag es einfach, dann versuch ich den Inhalt des Textes ncohmal auf den Punkt zu bringen.
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    Wer morgens zerknittert aufwacht, hat tagsüber die besten Entfaltungsmöglichkeiten!

    Liebe Grüße,
    Katha

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