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  1. #1
    panik_oma ist offline Stranger

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    Standard jung, arbeitslos, alleine, schwanger

    hallo mami's!

    ich würd euch mal gern was fragen. meine tochter (18) ist ungeplant im 3. monat schwanger. ab juli wird sie arbeitslos sein, weil sie durch druck von ihrem chef mit ende des zweiten lehrjahres gekündigt hat (ein jahr würde noch fehlen). der papa des babys ist ihr ex-freund, mit dem sie auch keine neuerliche beziehung möchte. im moment wohnt sie bei mir und meinem mann. sie hat natürlich horror vor einer abtreibung und möchte deswegen das baby behalten.
    meiner meinung nach ist ihre lage schwierig. sie kann mit kind nicht hier wohnen bleiben (arges platzproblem, mann und ich voll berufstätig, selber noch jung und viel unterwegs). das kindergeld ist echt wenig, wenn man eine wohnung erhalten muss, sich selbst und baby. ausbildung nicht fertig - bei uns ist die lage arbeitstechnisch auch nicht rosig (wien). alleinerzieher - die freunde sagen jetzt natürlich dass sie helfen, und auch aufs baby aufpassen... aber ich weiß dass man im endeffekt als alleinerzieher auch weitgehend allein dasteht (war ich selber).
    ich habe angst, dass mein kind mit dieser entscheidung sehr unglücklich wird, und ich werde ihr nicht viel abnehmen können - abgesehen davon, dass ich ehrlich gesagt jetzt mal auf ne kleine pause gehofft habe... kind zieht aus und flippt mal rum in der weltgeschichte, und wir sind mal ne weile bloß ehepaar. wichtiger aber: direkt aus dem elternhaus in eine einsame mutterrolle zu wechseln ist meiner meinung nach etwas, das einen nen wesentlichen teil des erwachsen werdens kostet, nämlich lernen, auf eigenen füßen zu stehen, sich endlich ohne elternkontrolle auszutoben und verantwortung zu tragen.

    was meint ihr dazu? mich würde die meinung von leuten interessieren, die wirklich schon wissen, was es heißt heutzutage ein baby zu haben, und ob man das alleine schaffen kann. ich in ihrer lage würde mir das nicht zutrauen.

    gruß, die panik_oma

  2. #2
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick

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    Standard Re: jung, arbeitslos, alleine, schwanger

    Ich bin mit 23 mitten im Studium schwanger geworden, hab zu der Zeit auch noch zuhause gewohnt (allerdings großes Haus). Ohne die Hilfer der Eltern wäre es wohl serh schwer geworden, alles unter einen Hut zu bringen auch auch noch das Studium abzuschließen.

    Ob sie das Baby bekommt oder nicht, ist ganz alleine ihre Entscheidung. Du solltest sie am besten darin unterstützen, egal wie sie sich entscheidet.

    Ich kann Dich gut verstehen, dass Du sehr skeptisch bist. Und klar, Du hättest es auch verdient, jetzt "Deine Ruhe" zu haben. Deine Tochter zu unterstützen, heißt ja nicht, sofort alles komplett für sie zu erledigen. Das muss sie schon selbst schaffen, sonst wird's tatsächlich nix mit der Selbständigkeit und dem Erwachsenwerden.

    Was Du auf alle Fälle machen kannst, ist, sie bei den ganzen Behördengängen zu unterstützen. Es hilft ihr sicher viel, wenn sie da nicht alleine hin muss. Erkdungit Euch frühzeitig nach Unterstützung und Förderung. Und auch danach, wie sie es schaffen kann, ihre Ausbildung auch mit Kind zu beenden.

    LG

  3. #3
    panik_oma ist offline Stranger

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    Standard Re: jung, arbeitslos, alleine, schwanger

    ihre entscheidung, das ist ganz klar. ich denk aber nicht, dass die erste zeit das problem ist, wenn man finanziell halbwegs versorgt ist und auch noch nicht ins berufsleben/zur ausbildung zurück muss.

    aber nach den karenz jahren? in unserer firma beispielsweise würde niemals ein halbfertiger lehrling mit kind angestellt. ich hab mich in der umgebung erkundigt - und unisono die gleiche antwort erhalten, zu meinem erstaunen gehen die begründungen hauptsächlich in richtung: wenn man mit 18 ohne fertige ausbildung - also ohne einigermaßen gesicherten wiedereinstieg - ein kind bekommt, gilt man nicht als sehr weitsichtig bzw. als verantwortungslos.

    und es ist ja nicht bloß, dass ich keine große lust auf babysitten habe (tschuldigung) - es geht einfach nicht. das weiß auch meine tochter, glaubt aber, das allein auf die reihe zu kriegen.

    wenn ich sehe, wieviele familien und alleinerziehende in einer großstadt wie hier bis zur armutsgrenze runterrutschen, wird mir übel.


  4. #4
    Jenny3685 ist offline Poweruser

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    Standard Re: jung, arbeitslos, alleine, schwanger

    Hallo. Ich hoffe ich kann dich da etwas beruhigen. Ich bin selber das erste mal mit 16 schwanger geworden. Bei der Geburt meiner Großen war ich 17.
    Meine Mutetr hat damals nicht so reagiert wie du, sie hat mich direkt rausgeschmissen. Ich dabe dann vom Jugendamt eine Notwohnung bekommen und von dort aus eine "richtige" Wohnung für mich und das Baby gesucht. Von dem erzeuger habe ich mich noch wärend der Schwangerschaft getrennt. Ich wurde viel vom Jugendamt unterstützt und da ich minderjährig war auch anfangs noch betreut (betreutes Wohnen). geld gabs vom Jugendamt (kann man mit Sozialhilfe vergleichen).
    An eurer Stelle würde ich euch raten euch ans Jugendamt zu wenden. Wenn deine Tochter ein eigenes Baby hat zählt das als Grund dass sie eine eigene Wohnung bekommt und du nicht verpflichtet bist für sie auzukommen (es gibt ja mittlerweile diese regelung dass man unter 25 war es glaube ich nicht von zu hause ausziehen darf, bzw dann keinen Anspruch auf Hartz hat).
    Außerdem sehe ich es auch so, das sman nur so lernt wirklich selbst für sein Kind zu sorgen. Würde sie bei dir wohnen bleiben würdest du ihr wahrscheinlich unbewusst vieles abnehmen.
    Es wird natürlich immer wieder schwierige Situationen geben aber die werdet ihr sicherlich meistern. Hilf ihr und mach ihr Mut, dann schafft ihr das schon und schon bald wirst du dich über ein kleines Enkelkind freuen :)
    LG Jenny mit Laura (*24.08.02), Lina (*13.02.05), Leonie (*23.11.06) und Josephina (*29.01.09)

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  5. #5
    panik_oma ist offline Stranger

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    Standard Re: jung, arbeitslos, alleine, schwanger

    hi jenny!

    na, ganz so friedlich gehts bei uns auch nicht ab... meine tochter wertet die tatsache, dass sie mit baby nicht hier wohnen kann, auch als rausschmiss. und ich würde ihr sicher auch nahelegen auszuziehen wenn die wohnung hier größer wär, weil anstatt dass das eine kind sich auf eigene füße stellt, hab ich dann ZWEI zuhause, von denen eins jede nacht quäkt - no way

    die entscheidung, ein kind zu bekommen ist ja auch damit verbunden, eine eigene familie haben zu wollen. die verantwortung für ein baby setzt ein gewisses maß an eigenverantwortung voraus, und da seh ich eher weniger dass man bei den eltern wohnen bleibt - oder das möchte. bei uns gibt es auch staatliche wohnungen, die muss man aber ewig vorher beantragen und sie sind selbst im miniformat unter 250,- nicht zu bekommen. ohne strom/gas/telefon.

    hut ab vor deinem mut und durchhaltevermögen - seh ich recht dass du drei kinder hast und schwanger bist?? wie machst du das, geldtechnisch? ich verdiene echt nicht schlecht, und habe trotzdem als alleinerzieher oft geldprobleme gehabt. ich hätte mir drei kinder nicht leisten können, und wenn man ständig jeden cent umdrehen muss ist das auch ne art von dauerstress, oder?

  6. #6
    Jenny3685 ist offline Poweruser

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    Standard Re: jung, arbeitslos, alleine, schwanger

    Hallo nochmal. ganz so leicht war es bei mir auch nicht.
    irgendwie hatte folgte ein Unglück nach dem anderen. bei der ersten SS trennte ich mich ja noch wärend der SS von dem Erzeuger. Ich habe seit dem auch nie wieder was von ihm gehört. Das erste Jahr wohnte ich mit meiner Tochter allein. Geldtechnisch ging es uns da recht gut. dann zog ich mit meinem damaligen freund zusammen, den ich später auch heiratet und mit dem ich 2 weitere Kinder bekam.
    Die 3. war jedoch etwas problematisch. Ich versuchte mal wieder zu stillen, was nicht klappte, also pumpte ich ab (alle 3 Stunden) und fütterte die Muttermilch mit der Flasche. Für mich war es immer wichtig, dass die Kinder Muttermilch bekommen und stillen sehe ich als das natürlichste der Welt. Ich habe nie darüber nachgedacht ob ich stillen will oder nicht weil es für mich eifnach normal war, dass man es macht. Mein Mann und viele aus der verwandtschaft werteten dass jedoch ab und machten sich eher lustig darüber. Es gab oft streit mit meinem Mann und meiner Schwiegermutter weil ich nicht zu ihr zu besuch gekommen bin, weil es einfach unpraktisch war, Milchpumpe, gekühlte Muttermilch etc zu transportieren, dafür habe ich ihr angeboten, dass sie uns jederzeit besuchen kann. Hinzukam, dass die kleine sehr schlecht trank. Ich musste sie alle 2 Stunden tagsüber und alle 3 Stunden nachts wecken da sie immer nur sehr kleine Mahlzeiten trank und schlecht zunahm. Der einzige Kinderarzt in der Stadt stellte mich als rabenmutetr da, weil ich nicht zufüttern wollte und so wechselte ich zum Arzt in der Nachbarstadt der knapp 30 fahrminuten entfernt war. Dort musste ich alle 2 Wochen zur gewichtskontrolle.
    Mit meinem Mann gab es oft streit, er war selber genervt vom Stress, unterstützte mich nicht und machte sich nur über mich lustig, bzw nahm mich nicht ernst. Dazu kamen noch andere Probleme über die ich nicht unbedingt reden möchte. Es wurde schnell immer schlimmer und schon recht bald trennte ich mich von meinem Mann und zog vorrübergehend zu meinen Eltern, da mein Mann mir daheim mordrohungen vor den Kindern machte. Ich hatte Glück und fand sehr schnell eine eigene Wohnung. geldmäßig ging es dann natürlich erstmal bergab.
    Anfang diesen Jahres trennten sich dann auch noch meine eigenen Eltern. Und damit hatten wir eigentlich Glück im Unglück. Meine Mutter zog zu ihrem neuen freund, meinem Vater war das Haus für sich alleine zu groß und er bot mir an mit den Kindern und meinem neuen freund in das Haus zu ziehen. Er selber mietete sich eine Wohnung in der Nähe seiner geschwister.
    So zahlen wir momentan monatlich wahrscheinlich noch weniger fürs haus als uns eine große Wohnung an Miete kosten würde, zudem hat mein freund seine arbeit, so dass es locker reicht.
    LG Jenny mit Laura (*24.08.02), Lina (*13.02.05), Leonie (*23.11.06) und Josephina (*29.01.09)

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  7. #7
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    Standard Re: jung, arbeitslos, alleine, schwanger

    Zitat Zitat von panik_oma Beitrag anzeigen
    ihre entscheidung, das ist ganz klar. ich denk aber nicht, dass die erste zeit das problem ist, wenn man finanziell halbwegs versorgt ist und auch noch nicht ins berufsleben/zur ausbildung zurück muss.
    Umso wichtiger ist es, diese Zeit zu nutzen. Finde ich zumindest.

    aber nach den karenz jahren? in unserer firma beispielsweise würde niemals ein halbfertiger lehrling mit kind angestellt. ich hab mich in der umgebung erkundigt - und unisono die gleiche antwort erhalten, zu meinem erstaunen gehen die begründungen hauptsächlich in richtung: wenn man mit 18 ohne fertige ausbildung - also ohne einigermaßen gesicherten wiedereinstieg - ein kind bekommt, gilt man nicht als sehr weitsichtig bzw. als verantwortungslos.
    Das finde ich persönlich jetzt schlimm, dass man jungen Menschen keine 2. Chance gibt.

    Mein rat wäre: Sucht Euch bereist frühzeitg eine Betreuung. Es gibt doch sicher auch Einrichtungen vom Jugendamt, die es jeungen Müttern ermöglichen, ihre Ausbildung trotz Kind schnellstens über die Bühne zu bekommen. Das ist sicher hart, ja. Und man wird auch wenig zeit für Freunde und hobbys haben. Aber wer das durchzieht, beweist doch jedem potenziellen Arbeitgeber, wie zäh er ist.

    und es ist ja nicht bloß, dass ich keine große lust auf babysitten habe (tschuldigung) - es geht einfach nicht. das weiß auch meine tochter, glaubt aber, das allein auf die reihe zu kriegen.
    Bei Euch gibt's doch auch Krippen und Tagesmütter, oder? Hier in Deutschland weden diese Betreuungsangebote auch noch vom Jugendamt gefördert.

    wenn ich sehe, wieviele familien und alleinerziehende in einer großstadt wie hier bis zur armutsgrenze runterrutschen, wird mir übel.

    Ja, stimmt, das ist traurig und schrecklich. Deshalb würde ich der Steller Deiner Tochter auch alles dafür tun, dass es mir nicht so geht.

    Klar, sie weiß sicher nicht, was das alles auf sie zukommt. Aber das weiß kaum eine Mutter vorher. Die moralische Unterstützung ist für sie sicher wichtiger als Babysitterdienste.

    LG und auch alles Gute für Dich!

  8. #8
    Jenny3685 ist offline Poweruser

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    Standard Re: jung, arbeitslos, alleine, schwanger

    Da muss ich nochmal kurz was einwerfen. bei uns war das alles recht unkompliziert. Ich stand ja eh in Kontakt mit dem Jugendamt und mir wurde natürlich dazu geraten die Schule weiter zu machen. Ich wollte es aber auch von vornherein, also bekam ich eine tagesmutetr die vom Jugendamt bezahlt wurde.
    Hier ist es so, dass man immer wenn man keine abgeschlossene Ausbildung (schulabschluss) hat, dann kann man beim Jugendamt einen Antrag stellen dass die Kinderbetreueung, sei es nun durch eine tagesmutert oer eine Krippe (hier gibt es sowas leider nicht) bezahlt wird.
    LG Jenny mit Laura (*24.08.02), Lina (*13.02.05), Leonie (*23.11.06) und Josephina (*29.01.09)

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  9. #9
    Avatar von schwiwi
    schwiwi ist offline addict

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    Standard Re: jung, arbeitslos, alleine, schwanger

    Hallo panik_oma,

    mal ganz im Ernst: Was ist so schlimm dran, wenn die Tochter erstmal mit Baby bei euch wohnen bleibt? Bei uns hat das Kleine auch erstmal mit im Bett geschlafen und wir hatten zu Dritt ein Zimmer...
    Ich würde das auch als Rausschmiss bezeichnen (bin ja selbst erst 20;-)) bzw. als "Abschiebung" nach dem Motto: sobald es kompliziert wird, wollen mich meine Eltern nicht mehr haben...
    Wieso darf sie ihr Kind nicht erstmal in Ruhe bekommen ? Ich finde allein die Entscheidung, das Kind zu behalten, verdient schon allen Respekt! Man kann doch auch nach nem halben Jahr dann nach ner eigenen Wohnung gucken!
    Ich finde es eig. selbstverständlich, dass man sich innerhalb einer Familie jederzeit unter die Arme greift - liegt wohl dran, weil ich in einer Großfamilie lebe:-)- und daher auch meine Einstellung: Kinder (und damit die Verantwortung) hat man eh sein Leben lang (irgendwann dann halt Kindeskinder);-)
    Mamas haben ca. 3 Vollzeitstellen...:waesche:

  10. #10
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick

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    Standard Re: jung, arbeitslos, alleine, schwanger

    Sag mal, warst Du nicht diejenige, die lieber ein 3. Kind bekommen hat ansatt die schon zugesagte Ausbildungsstelle anzunehmen?

    LG

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