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  1. #21
    1fachich Gast

    Standard Re: Nach 2 Jahren Elternzeit ziemlich ernüchtert...

    Zitat Zitat von Waldine Beitrag anzeigen
    Wenn ich ganztags arbeiten gehe, habe ich am Tag etwa 4 Stunden, die ich mit meinem Kind verbringe. Ist das in dem Alter nicht ein bischen wenig?
    hm, Durchschnitt würde ich sagen, vielleicht im Vergleich zu anderen noch viel Zeit.

    Was arbeitet dein Mann? Vielleicht kann er ja kürzer treten -auch nein es kommen gleich viele Argumente warum das nciht geht- . Also müsst ihr in den gleichen sauren Apfel beissen wie viele andere Elternpaare auch.

  2. #22
    Avatar von peacelike
    peacelike ist offline Legende

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    Standard Re: Nach 2 Jahren Elternzeit ziemlich ernüchtert...

    Zitat Zitat von 1fachich Beitrag anzeigen
    hm, Durchschnitt würde ich sagen, vielleicht im Vergleich zu anderen noch viel Zeit.
    ich finde es wenig, aber hier für den Osten ist es durchaus dem Durchschnitt nahe. Aber es gibt ja noch WE und Ferien!
    Lieben Gruß

    peacelike mit Oktoberzwerg 06

  3. #23
    Avatar von Acorna
    Acorna ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Nach 2 Jahren Elternzeit ziemlich ernüchtert...

    Zitat Zitat von salvadora Beitrag anzeigen
    Boah, was für eine miese Regelung. Da wäre ich auch sauer. Ich fühle mit dir.
    unterschreib! Und das ist ja nicht vom Himmel gefallen, sondern politisch so gewollt. Velleicht sollte man da mal darauf aufmerksam machen. Und vorher hat sie ja auch entsprechend ihres guten Verdienstes eingezahlt. Und nicht nach einer fiktiven Ausbildungsstufe.
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    Ich rechne nie!
    Auf die Art kann`s Schicksal
    mir auch nie einen Strich
    durch die Rechnung machen.
    (Johann Nepomuk Nestroy)

  4. #24
    Avatar von Acorna
    Acorna ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Nach 2 Jahren Elternzeit ziemlich ernüchtert...

    Zitat Zitat von 1fachich Beitrag anzeigen
    ja wie gesagt, ich kenne mich mit dem ALG I nicht aus - also dumm gelaufen

    Allerdings informiere ich mich früher , wie viel Geld mir zustehen würde, wenn ich keine Arbeit bekäme. Und ganz ehrlich nach dieser Aussage hätte ich mich indeinem Fall eher mehr um einen Job und Betreuungsmöglichkeiten bemüht.
    Normalerweise stimme ich Dir bei so etwas ja fast immer zu- aber ich denke, das wäre fast allen so gegangen. Wenn ich in eine Versicherung einzahle, denke ich ja auch, dass ich nach den eingezahlten Beiträgen und nicht nur fiktiv berechnet werde.

    Das ist schon ein wenig unfair. Gibt es da eigentlich schon Urteile zu?

    Ich meine, wenn das ALGI was das Einzahlen anbetrifft auch von der Ausbildungsseite her geregelt wäre, gut. Aber erst viel kassieren und dann niedriger Stufen ist schon ein wenig unschön. Zumal die Regelung ja fast wieder nur Frauen betreffen dürfte.
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    (Johann Nepomuk Nestroy)

  5. #25
    bernadette ist offline Legende

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    Standard Re: Nach 2 Jahren Elternzeit ziemlich ernüchtert...

    ob man "unverschuldet" gekündigt wird und dann durch ein angemessenes arbeitslosengeld 1 jahr lang schutz vom staat erhält,

    oder

    ob man nach 2 jahren elternzeit (wovon man im 1. jahr so viel elterngeld wie arbeitslosengeld erhält und man das 2. jahr schon irgendwie finanziert hat) keine lust mehr auf einen vz-job hat (weil man mehr von seinem kind sehen will)

    dann kann man nicht erwarten, dass der staat diese sehr private entscheidung (weniger zu arbeiten) finanziell "honoriert".

    es gibt genug glückliche familien mit kindern, die die werte der eltern soweit möglich mitbekommen haben, wo doch beide elternteil (oder zumind. 1 bei ae) vollzeit gearbeitet haben.

    begreife doch: es ist, wie bei klassischen hausmännern/-frauen, dein "PRIVATER" luxuswunsch, dich viel zeit mit deinem kind zu beschäftigen. dann musst du auch in der lage sein, das finanziell zu stemmen. punkt.

    der staat hat dich, wenn überhaupt, nur vor dem verhungern und erfrieren zu retten. krass gesagt.

    Zitat Zitat von Waldine Beitrag anzeigen
    Liebe Cosima,
    sicherlich habe ich mich falsch ausgedrückt (oder hast Du mich falsch verstanden?)
    Nein, ich mache mir natürlich nicht erst nach 2 Jahren Gedanken darum wie es weitergeht, wäre wohl bei Eigenheim etc etwas naiv, oder?
    Auch habe ich nach 15 Jahren Vertrieb mit mindestens 50 oder 60 Stunden pro Woche ganz sicher keine Angst vorm Arbeiten...
    Der Knackpunkt an dieser Arbeitslosengeld-Geschichte ist einfach dass man nach 2 Jahren Elternzeit nicht mehr den Anspruch auf das Arbeitslosengeld hast, welches Du normalerweise bekämest. Bei einem Jahresgehalt von rd. 55.000 EUR p.A. bekommst Du natürlich ein entsprechendes Arbeitslosengeld. Das ist nach 2 Jahren Geschichte, Du wirst fiktiv bemessen, d.h. Du kommst mit allen anderen in einen Topf und bekommst es dementsprechend berechnet. Verständlich, dass ich -ja, aus Unwissenheit- ziemlich verschnupft bin, oder? Hier stellt sich doch die Frage, ob die Gleichstellung der Frau, die in den meisten Fällen doch wohl die Elternzeit nimmt nicht ganz beachtet wird?
    Eine ganztägliche Betreuung bedeutet für mich, dass ich anderen Menschen den Großteil der Erziehung meines Kindes überlasse. Und gerade in dem Bereich muss man doch Sorsam sein und sich Gedanken machen ob die Werte und Normen, die ich meinem Kind mitgeben möchte in der verhältnismäßig kurzen Zeit mit auf den Lebensweg gegeben werden können.
    Und es ist nicht nur der Haushalt, der wie Du ganz richtig bemerkst nicht sehr viel Arbeit macht wenn niemand da ist, trotzdem ist der Garten zu pflegen usw. usw.
    Bei einer 3 Zimmer Wohnnung muss ich mir da keinen Kopf machen, wohl wahr...

  6. #26
    dezemberli ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Nach 2 Jahren Elternzeit ziemlich ernüchtert...

    Soweit ich weiß, erhältst du ALG1 nur, wenn du eine Betreuung vorweisen kannst. Von daher musst du wohl oder über deinem Kind eine Betreuung suchen. Ansonsten ist dein ALG ziemlich schell beendet, weil du ziemlich schnell zu "Qualifzierungsmaßnahmen" eingeladen wirst. Deine Idee von einem Jahr staatlich über ALG1 finanziertem Elternjahr hätte eh nicht funktioniert. Jede Wette, dass du spätestens nach 4 Wochen in einem Bewerbungscoaching sitzt.

    Ich habe ebenfalls ein 2jähriges Kind, welches 8h pro Tag in die Kita geht. Wir haben uns so arrangiert, dass Mann den Kurzen und ich die Große wegbringe. Die Große kommt dann allein aus der Schule und ich hole nach der Arbeit gleich den Kleinen ab. So zeitversetzt bleibt noch genug Zeit gemeinsam.

    Für den Haushalt haben wir eine Putze. Das finde ich nicht zu teuer, wenn beide verdienen udn entlastet ungemein. Für den Rest wird sich dein GöGa wohl etwas einbringen müssen. Betreuung, Kranktage, Haushalt, Garten kann durchaus auch durch den Vater mitübernommen werden ohne dass er sich dabei übernimmt, oder???
    Große Prinzessin 2002 - Kleiner Prinz 2008

  7. #27
    Avatar von Prestige2008
    Prestige2008 ist offline Pooh-Bah

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    Standard Re: Nach 2 Jahren Elternzeit ziemlich ernüchtert...

    Zitat Zitat von Waldine Beitrag anzeigen
    Hallo Prestige2008,

    ich stelle mir einfach die Frage wieviel Einfluß habe ich denn noch auf die Erziehung meines Kindes, wenn ich weniger Stunden am Tag mit meinem Kind zusammen bin als die Erzieher?
    Natürlich kommt dann noch das ganze "Gekranke" dazu, was keinen AG der Welt entzückt,denn die Arbeit muss ja fertig werden. Ist Deine kleine 9,5 Stunden in der Kita? Wie kommt sie damit klar hast Du veränderungen bemerkt nach der Eingewöhnung oder wie war das?
    LG
    Waldine
    Diese Frage ist schwierig zu beantworten. "Einfluss" hat man auch mit weniger Zeit, denn nicht alles was das Kind im Kiga erlebt ist "schrecklich" . Im Gegenteil, oft schaue ich meine Kleine an und denke, toll was sie nun schon wieder "neues" kann. Ich versuche die verbleibende Zeit mit Ruhe und Gelassenheit zu füllen... feste Abläufe (heim, Abendessen, Fertig machen, Zähne putzen, Vorlesen usw.). Die Hausarbeit mache ich, wenn die Kinder schlafen oder sonstwann.

    Ich habe einen Betreuungsumfang von 9-12 h/täglich. Dieser kostet mich hier in Berlin ca. 360 Euro + Essengeld 23 Euro. Ich hatte 2 Kitas zur Auswahl, was nicht so einfach ist... denn einen Anspruch hat man erst ab dem 3 LJ. oder mit Job, da die Plätze sehr stark nachgefragt werden.

    Rückblickend muss ich sagen, dass es gut gelaufen ist mit der Eingewöhnung.... was an den optimalen Zeiten von 9-15 Uhr lag. Was ich nicht überblickt habe und der Kiga nicht bedacht hat: Meine Tochter muss an bestimmten Tagen (Di + Do) oft sehr früh hin und wird ca. gg. 17 Uhr abgeholt. Eine Eingewöhnung für die Sammelgruppe bzw. ein Kennenlernen der anderen Einzieher hat nicht stattgefunden. Das bedaure ich sehr, denn die Zeit dafür hätten wir gehabt (2 Monate Eingewöhnung natürlich gegen Bezahlung).
    Das Problem liegt einfach darin, dass viele Kids wirklich nur von 8-15 Uhr da sind.. wenige länger, was oft schon vor 17 Uhr zur Eröffnung einer Sammelgruppe mit allen Altersklassen führt. Das ist natürlich eine große Herausforderung für meine Kleine, denn es sind andere Räume - andere Erzieher - andere Kinder - große Lautstärke und mit der Rücksicht ist das so eine Sache.

    Veränderungen habe ich folgende bemerkt:
    Meine Tochter ist innerhalb von 1 Woche tagsüber sauber geworden. Das ist jetzt ca. 3 Wochen her... also mit 19 Mo.
    Ja, manchmal ist sie so geschafft, dass sie nicht mal mehr berührt werden möchte... sie will einfach ihre Ruhe und falls das nicht geht, hat sie eine Art Nervenzusammenbruch/Trotzanfall :( ... ich versuche ganz ruhig zu bleiben und nicht überzureagieren.

    Jetzt ist es wirklich schrecklich mit den Infekten, Bindehautentzündungen, Magen-/Darmviren usw. ... ich bin ständig tageweise und sehr spontan nicht auf Arbeit ... Zum Glück ist mein neuer Chef ganz lieb und die Kollegen - fast alles TZ Muttis haben sehr viel Verständnis, trotzdem habe ich ein sehr schlechtes Gewissen meinem AG gegenüber. Wie das mit einer Probezeit zu vereinbaren wäre, dass mag ich mir nicht auszumalen.

    Hast Du mal daran gedacht vielleicht selbst Tagesmutti zu werden?

    LG

  8. #28
    Waldine ist offline Stranger

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    Standard Re: Nach 2 Jahren Elternzeit ziemlich ernüchtert...

    In der Zwischenzeit habe ich weiter Recherche betrieben und festgestellt, dass tatsächlich Klage eingereicht wurde, nach längerem hin und her hat das Bundesverfassungsgericht die Klage "abgeschmettert".
    Ich bin bestimmt kein Sozialschmarotzer, da gibt es ganz andere und die hätten mit Sicherheit Bescheid gewusst, aber ich habe mir das dann doch anders vorgestellt.. Schade.

  9. #29
    Waldine ist offline Stranger

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    Standard Re: Nach 2 Jahren Elternzeit ziemlich ernüchtert...

    Ich könnte keine gute Tagesmutter sein, ich habe denke ich nicht genug Geduld mit anderen Kindern..
    Die Infekte, die die Kinder ja einfach durchmachen müssen um das Immunsystem zu trainieren sind natürlich für fast jeden Chef ein Horror, verständlich. Also bist Du auf dem Arbeitsmarkt auch nicht gerade erste Wahl...
    Wie gings bei Dir mit dem neuen Job?

  10. #30
    Waldine ist offline Stranger

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    Standard Re: Nach 2 Jahren Elternzeit ziemlich ernüchtert...

    Einer der wenigen produktiven Antworten auf meinen "Frustbeitrag". Vielen Dank für Deine produktive Antwort. Nein, ich mache nicht die Gesellschaft verantwortlich, die ist-ebenso wie ich-meist gar nicht informiert über diese Regelung in Bezug auf ALG.
    Bevor ich schwanger war haben mehrere Headhunter versucht mich abzuwerben, ich war felsenfest davon überzeugt, dass das so bleibt... So richtig gefragt bin ich als Mutter aber doch nicht, jedenfalls in meinem Job. Also auf zu neuen Ufern. Deine Denkansätze(Kind früher aus der Kita etc. finde ich prima. Wir gucken mal was da gehen kann. Ich stürze mich jetzt zunächst in den Arbeitsmarkt und sehe zu, dass sich was findet und irgendwann fängt ja auch die Schule mal an...;-)
    Viele liebe Grüße
    Waldine

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