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  1. #1
    Mimi2017 ist offline Stranger
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    Standard Voller Angst und Traurigkeit und brauche euren Mut

    Hallo ihr lieben , ich bin neu hier . Da ich es nicht schaffe alles alleine zu verarbeiten dachte ich , dass es Vllt hilft sich mit anderen hier auszutauschen , die Ähnliches erlebt haben und mich auch verstehen. Nach meiner ersten Schwangerschaft die echt schön war habe ich jetzt erneut versucht schwanger zu werden . Nach einigen Monaten konnte ich es nicht glauben als der Test vier Tage vor der Periode sehr schwach positiv anzeigte . Der clearblue digital erst einen Tag vor Periode .
    Eigentlich war geplant bei 6 plus 4 zu FA zu gehen aber da ich ins Krankenhaus musste habe ich durch Zufall erfahren das in der Gebärmutter keine fruchthöhle zu sehen war und die Ärztin hat bei 5+4 direkt auf eine Eileiterschwangerschaft getippt. Meine Welt ist zusammengebrochen und ich wollte es nicht glauben. Am nächsten Tag war ich bei meiner Frauenärztin und sie sah auch keine fruchthöhle aber meinte es kann alles sein und wir müssen abwarten und den hCG untersuchen. Naja abends war ich in der Klinik mit der Hoffnung schneller Ergebnisse über den hCG zu erhalten aber es wurde schlimmer ., sie wollten mir kein Blut abnehmen sonder mit mir Geld machen und mich behalten. Sie haben so lange an mir gewühlt und meinten eine vermehrte Durchblutung im Eileiter zu sehen Und redeten mir ein das es ganz sicher eine Eileiterschwangerschaft ist . Ich habe nur geheult aber das hat keinen interessiert !! Bin psychisch am Ende gewesen bis meine Ärztin hCG wert hatte und mich anrief . Da er nur bei 157 liegt sind wir jetzt etwas beruhigt und auch wenn es blöd klingt hoffe ich auf einen natürlichen Abgang . Der schwangerschaftstest war sogar nach drei Wochen noch sehr schwach und das deutet darauf hin das der Wert nicht gestiegen ist . Am Montag muss ich wieder Blut abnehmen USB ich jabe jetzt schon Angst im Ultraschal zu 4 mal zu hören das keine fruchthöhle zu sehen ist . Das halte ich psychisch nicht aus .
    Ich habe solche Angst operiert zu werden. War noch nie im KH außer bei der Geburt
    Ich möchte so sehr ein Kind und es macht mich fertig zu wissen das ich schwanger bin aber es bald ein Ende hat .

    Wem geht es wie mir ? Wie habt ihr es geschafft ohne Angst es nochmal zu versuchen ? LG an alle und alles gute !

  2. #2
    Smartie88 ist gerade online Poweruser
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    Standard Re: Voller Angst und Traurigkeit und brauche euren Mut

    Zitat Zitat von Mimi2017 Beitrag anzeigen
    Hallo ihr lieben , ich bin neu hier . Da ich es nicht schaffe alles alleine zu verarbeiten dachte ich , dass es Vllt hilft sich mit anderen hier auszutauschen , die Ähnliches erlebt haben und mich auch verstehen. Nach meiner ersten Schwangerschaft die echt schön war habe ich jetzt erneut versucht schwanger zu werden . Nach einigen Monaten konnte ich es nicht glauben als der Test vier Tage vor der Periode sehr schwach positiv anzeigte . Der clearblue digital erst einen Tag vor Periode .
    Eigentlich war geplant bei 6 plus 4 zu FA zu gehen aber da ich ins Krankenhaus musste habe ich durch Zufall erfahren das in der Gebärmutter keine fruchthöhle zu sehen war und die Ärztin hat bei 5+4 direkt auf eine Eileiterschwangerschaft getippt. Meine Welt ist zusammengebrochen und ich wollte es nicht glauben. Am nächsten Tag war ich bei meiner Frauenärztin und sie sah auch keine fruchthöhle aber meinte es kann alles sein und wir müssen abwarten und den hCG untersuchen. Naja abends war ich in der Klinik mit der Hoffnung schneller Ergebnisse über den hCG zu erhalten aber es wurde schlimmer ., sie wollten mir kein Blut abnehmen sonder mit mir Geld machen und mich behalten. Sie haben so lange an mir gewühlt und meinten eine vermehrte Durchblutung im Eileiter zu sehen Und redeten mir ein das es ganz sicher eine Eileiterschwangerschaft ist . Ich habe nur geheult aber das hat keinen interessiert !! Bin psychisch am Ende gewesen bis meine Ärztin hCG wert hatte und mich anrief . Da er nur bei 157 liegt sind wir jetzt etwas beruhigt und auch wenn es blöd klingt hoffe ich auf einen natürlichen Abgang . Der schwangerschaftstest war sogar nach drei Wochen noch sehr schwach und das deutet darauf hin das der Wert nicht gestiegen ist . Am Montag muss ich wieder Blut abnehmen USB ich jabe jetzt schon Angst im Ultraschal zu 4 mal zu hören das keine fruchthöhle zu sehen ist . Das halte ich psychisch nicht aus .
    Ich habe solche Angst operiert zu werden. War noch nie im KH außer bei der Geburt
    Ich möchte so sehr ein Kind und es macht mich fertig zu wissen das ich schwanger bin aber es bald ein Ende hat .

    Wem geht es wie mir ? Wie habt ihr es geschafft ohne Angst es nochmal zu versuchen ? LG an alle und alles gute !
    Hallo Mimi.
    Ich Drücke dich mal und hoffe das du an einer OP dran vorbei kommst.
    Es ist sehr schade das die Ärzte nicht auf dich und deine sorgen eingehen.

    Mir habe zwar eine ganz andere Geschichte wie du, aber auch mir hat man Angst gemacht das ich eine ELSS hätte haben können. Ich war Anfang der 8SSW als ich Blutungen bekam, und man sah das "nichts" in der Fruchthölle war. Mein FA hat mir tierisch Angst gemacht das ich eine Ausschabung haben muss um das Risiko einer Entzündung zu entgehen und da er so Druck gemacht hat habe ich das dann auch machen lassen. Im histologischen Befund waren dann aber keine embryonalen Anteile
    Vorhanden (die fruchthölle hatte sich von selber auf den Weg gemacht, was mir im Nachhinein gut getan hat zu wissen) und es wurde Terror geschoben das es eine ELSS sein könnte, die dann aber ausgeschlossen werden konnte.
    Ohne Angst konnte ich die SS die danach kam nicht angehen, auch wenn ich jetzt schon seit 8 Monaten meinen kleinen Sonnenschein bei mir habe. Ich empfand es so das es mit jeder Woche die ins Land ging einfacher wurde an ein positiven Ausgang zu glauben und das ich mich am Ende auch freuen konnte über die SS, meine FA empfand mich die ganze SS über als nervliches Frack. Irgendwo in der Mitte liegt wahrscheinlich die Wahrheit.
    Jeder geht anders mit einer FG um, manche stecken es recht gut weg und andere brauchen länger dafür. Mir hat viel reden geholfen und letzten Endes jetzt die Geburt meiner Tochter, seitdem habe ich das Gefühl mit meinem Körper wieder im Einklang zu sein.

    Ich Drücke dir für Morgen fest die daumen.
    LG Smartie

  3. #3
    Mimi2017 ist offline Stranger
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    Standard Re: Voller Angst und Traurigkeit und brauche euren Mut

    Hallo liebe Smartie ,

    Es tut mir so gut von dir zu lesen . Ich kann so gut verstehen was du da beschreibst denn ich habe solche Sorgen in Bezug darauf ob ich es nochmal wagen sollte. Es freut mich auch sehr das bei dir noch alles gut lief und du dein Glück im arm halten kannst , ich habe auch eine Tochter die mir Kraft gegeben hat .
    Ich hoffe ich komme jetzt endlich aus dieser Schwangerschaft raus und kann mich davon psychisch und physisch erholen. Ganz lieben Gruß

  4. #4
    Smartie88 ist gerade online Poweruser
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    Standard Re: Voller Angst und Traurigkeit und brauche euren Mut

    Hallo.
    Es ist schön das deine Tochter dir kraft gibt.
    Wie alt ist sie den? Weiß sie was los ist/kann sie es schon verstehen?

    Hast du den irgendwelche Beschwerden, blutungen,...?
    Viel kraft wünsch ich dir.

  5. #5
    Mimi2017 ist offline Stranger
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    Standard Re: Voller Angst und Traurigkeit und brauche euren Mut

    Hey , hab gestern Blutungen bekommen und konnte mich nicht mehr melden. Sie ist eins und versteht es nicht , aber sie war die Tage sehr unruhig und hat gemerkt das ich weine :( muss mich jetzt für sie zusammenreißen und nach vorne sehen , so schwer das auch ist .
    Wie alt ist deine ? LG und auch dir viel Kraft !

  6. #6
    Smartie88 ist gerade online Poweruser
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    Standard Re: Voller Angst und Traurigkeit und brauche euren Mut

    Denk aber auch an dich und deine Gefühle. Mit einem Jahr versteht sie natürlich noch nicht was los ist, aber Kinder haben da oft ganz feine Antennen für und merken wenn man sich verstellt.
    Wenn hast du den heute deinen arzttermin?

    Meine kleine ist jetzt 8 Monate alt.

  7. #7
    NeleInga ist offline Stranger
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    Standard Re: Voller Angst und Traurigkeit und brauche euren Mut

    Liebe Mimi,
    bin auch neu hier. Es tut mir so leid, was Du gerade durchmachst, ich kann Dich so gut verstehen. Ich habe gerade selbst eine Fehlgeburt erlebt. Für mich war aber klar, daß eine Ausschabung und Krankenhaus auf keinen Fall in Frage kommt - zum Glück war meine Ärztin da verständnisvoll. Ich habe also alles zu Hause selbst durchgemacht, was für mich sehr gut und "heilsam" war, um das Ganze zu verarbeiten. Aber da ist jeder anders.
    Ich hatte schon starke Schmerzen, eher Wehen, und sehr starke Blutung für einen Tag (danach etwas weniger stark), aber ich habe mich bewusst darauf eingelassen. Es war für mich auch eine Art "Respekt", die ich für meinen Körper entwickeln konnte, weil der so klug ist und alles gut für mich geregelt hat. Das hat mich gestärkt.
    Hattest Du denn inzwischen eine OP? Oder ist das doch nicht nötig?
    Ich verstehe Dich so gut. Für mich war es vorallem ein riesen Schock, ich hatte nicht damit gerechnet und auch vorher keine Angst vor soetwas! Jetzt ist die Angst leider da - auch vor einer erneuten SS, die ich mir andererseits ja wünsche...
    Um damit umzugehen habe ich einen Termin bei meiner alten Hebamme gemacht. Vielleicht weißt Du, daß Du Anspruch auf Hebammenbetreuung hast bei einer Fehlgeburt? Das Gespräch hat mir geholfen. Es tat einfach gut. Vielleicht magst Du Dir auch solche Hilfe holen.
    Zudem bin ich sofort zu einer Heilpraktikerin gegangen, die mit chinesischer Medizin arbeitet. Sie stärkt mein System mit Akupunktur und Tees, ich mache täglich Qi Gong. Die TCM kann gezielt bei Kinderwunsch unterstützen und versucht immer das gesamte System wieder in die Mitte zu bringen. Ich lasse mir Zeit bis Ende April - dann versuchen wir es wohl wieder. Es tut gut, etwas positives und unterstützendes für den Körper zu tun, finde ich.
    Wahrscheinlich lasse ich noch mein Progesteron untersuchen, da ich schon älter bin (hab auch schon einen 11jährigen Sohn), und mich das jetzt doch sehr verunsichert hat. Mein Schilddrüsenwert war gut.
    Ich merke aber, daß mir zu viele Recherchen darüber, was man alles noch testen lassen kann oder woran es noch gelegen haben kann, mehr Angst machen und Druck aufbauen. Also verbiete ich mir das ewige rumsuchen und mache nur diese Basisuntersuchungen, damit ich mich dann entspannen kann.
    Ich werde mich wohl auch nochmal hinsetzen, die Augen schließen und ganz bewusst die Angst spüren, die da nun ist. Ich spüre das dann und atme tief in den Bauch, statt alles immer halb wegzudrängen oder ungezielt in die Panik zu gehen. Solche Übungen helfen mir, und ich kann sagen, daß Ängste auf diese Weise meist kleiner werden.
    Ich habe mir sogar gesagt: "Was, wenn das wieder passiert!??" - ja, was? Ich habe es nun erlebt. Ich habe es auch überlebt, und weiß, daß ich es aushalten kann. So blöd das klingt, aber der Gedanke hilft mir, ruhiger zu werden, nicht ins Drama zu gehen. Wenn das nochmal passiert, passiert es nochmal.
    Falls Du so gar nicht allein damit klar kommst, gibt es ja auch wunderbare Therapeuten oder Coaches, wo Du Unterstützung erhalten kannst. "Releasing" (Therapieform) kann ich empfehlen - da gehts ums Loslassen und man arbeitet viel mit dem Atem. Sehr wirksam, finde ich.
    Bei mir ist das jetzt knapp einen Monat her - am 8.2. ging alles los mit Blutungen. Mir geht es meist ganz gut - aber immer wieder falle ich zwischendurch in ein Loch und fühle Schmerz und eine tiefe Leere. Da müssen wir wohl alle durch, denke ich.
    Geholfen hat mir ein bißchen meine Temperatur zu messen, nachdem die Blutungen fast weg waren und zu sehen, daß ich bereits wieder einen ES hatte und nun meine Tage. Wobei es gerade im Herzen schmerzt die Mens zu haben, wo ich doch "eben noch" schwanger war. Ich glaube, der meiste Schmerz entsteht, weil man sich gegen das, was ist, sträubt. Die Gedanken, die man dazu hat, lassen Leid entstehen. Wenn mir das bei mir auffällt, kann ich es meist stoppen (also Gedanken wie:"Ich sollte nicht meine Tage haben, ich sollte doch schwanger sein!" usw.). Ich merke dann, daß ich gegen das Leben, wie es ist, kämpfe. Das tut immer weh. Ich versuche dann, sozusagen in die Hingabe zu gehen. Mal funktioniert es. Dann spüre ich bewusst den Schmerz und dann löst er sich, und ich kann aufatmen.
    Manchmal geht das aber auch nicht...:-)
    Wenn ich zu viel kontrollieren will, geht es mir auch schlechter. Aber das muss jeder für sich wissen. Klingt absurd, aber wenn ich bewusst spüren kann, daß ich all das niemals "bestimmen" kann - ob und wann ich noch ein Kind bekomme usw. - dann ist das auch eine Erleichterung. Eigentlich haben wir Frauen ja den wunderschönen "Job" einfach GAR NICHTS zu tun - nur zu empfangen :-)))
    Für mich ist das eine Lernaufgabe, denn wie sehr merke ich bei dem Thema bei mir das viele "Wollen" und "kontrollieren wollen". Um so mehr leide ich dann. So meine Beobachtungen.
    Du merkst - ich bin auch nicht gerade angstfrei, aber ich versuche aus allem zu lernen.
    Ich wünsche Dir (und allen hier) ganz viel Kraft und Stärke und weibliche Hingabefähigkeit!
    Wie ich mit der Angst umgehe, daß mir das wieder passiert, wenn ich nochmal schwanger werde...weiß ich noch nicht. Schön tief atmen, und ich versuche mich ganz stark mit "oben" (Licht, Seele, Gott, Liebe - wie Du es nennen magst) zu verbinden und zu vertrauen, daß auf beste Weise für mich gesorgt wird. Auch wenn dies jetzt eine Fehlgeburt bedeutet hat. Ich verstehe es nicht, aber es wird für mich gesorgt - wie für alle, davon bin ich überzeugt! Unser kleines Ich kann das nicht begreifen.
    Wenn Du magst, berichte doch, wie es Dir nun ergangen ist. Ganz viel Licht und Liebe für Dich :-)

  8. #8
    Mimi2017 ist offline Stranger
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    Standard Re: Voller Angst und Traurigkeit und brauche euren Mut

    Hallo Liebe NeleInga,

    Es tut ni sehr leid , dass du das auch alles so schlimm erlebt hast . Ich habe mich sehr gefreut von dir zu lesen. Ich denke es gibt nichts besseres als den Austausch zwischen uns Frauen , die Ähnliches erlebt haben. Es versteht wirklich keiner . Ich habe in dieser Zeit viel gelesen und recherchiert und immer wieder habe ich gelesen , dass viele Frauen so schlimm von den Ärzten behandelt wurden , so rücksichtslos und ohne jegliche Empathie . Als man mir den Verdacht auf die ELS mitgeteilt hat , war es so gefühllos , eiskalt und ohne jegliches Verständnis . Man wollte mit mir als private Patientin nur Geld machen und schnell operieren . Ich danke Gott , dass die Diagnose fehlerhaft war und ich zwei Tage danach einen natürlichen Abgang hatte . Meine Emotionen habe ich noch nie so wahrgenommen wie in den letzten fünf Tagen . Ein auf und ab der Gefühle ohne zu wissen was ist .
    Es war alles so schlimm , dass ich enorm unter Schwindel und ständigen Angstzuständen leide. Sehr häufig habe ich plötzlich das Gefühl zu ersticken und denke ich habe was . Das zeigt mir wie schlimm das ganze für mich wAr. Ich kann deine Angst verstehen , aber wie du schreibst , dürfen wir nicht aufgeben und ich habe so viel positives gelesen. Die Wahrscheinlichkeit nach einer FG ist am besten schwanger zu werden ( innerhalb der ersten sechs Monate ) .

    Ich warte erstmal die Blutung ab und werde dann schauen was mir mein Gefühl sagt und dann versuchen wenn ich soweit bin. Ich wünsche jeder Frau die sowas oder Ähnliches erlebt hat alles gute und nie die Hoffnung aufgeben !

  9. #9
    NeleInga ist offline Stranger
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    Standard Re: Voller Angst und Traurigkeit und brauche euren Mut

    Meine Liebe Mimi,

    erstmal freue ich mich für Dich, daß die Diagnose wirklich falsch war, und wenn Du die natürliche kleine Geburt einer OP vorgezogen hast, ist auch das besser so! Ich versuche auch gerade, mit schon etwas mehr Abstand als Du natürlich, darin das "Positive" zu sehen. Gestern vorm Einschlafen habe ich meinem Mann alles aufgezählt, was als "Geschenk" in der Fehlgeburt enthalten war:
    1. habe ich eine merkwürdige Stärke und Verbundenheit zu meinem Körper empfunden, der alles für mich geregelt hat. Das kannte ich so gar nicht. Es hat mich auch etwas selbstbewusster gemacht, dies allein durchstanden zu haben (nur meine zwei Kater lagen schnurrend neben mir und haben mir über die Schmerzen geholfen :-)).
    2. habe ich zwischendrin eine tiefe Liebe und Dankbarkeit für meinen großen Sohn empfunden, wie schon lange nicht mehr! Ich spüre mehr, mit was ich bereits gesegnet bin :-)
    3.war mein Mann so sehr für mich da. Auch das er einmal selber etwas geweint hat (ist sonst nicht so sein Ding Gefühle zu zeigen!) war wertvoll für mich und das Ganze hat uns näher zusammenrücken lassen. Habe gespürt, wie sehr ich mich auf ihn verlassen kann. Toll!
    4. habe ich ein großes Stück Mitgefühl für andere betroffene Frauen gewonnen und ein Stückchen "Arroganz verloren (vorher hab ich tatsächlich gedacht: "naja, wenn das so früh passiert, ist das sicher nicht sooo schlimm.") Tja. Jetzt bin ich schlauer. Und demütiger :-) Manchmal lernen wir halt erst mit der Erfahrung, voreilige Meinungen sein zu lassen. Ich bin also ein bißchen weicher und liebevoller für andere geworden :-)
    Ich glaub, gestern fiel mir noch mehr ein, aber das ist doch schonmal was!!!!

    Es ist nicht schön zu hören, wie schlecht es Dir geht. Ich verstehe total, daß es auch sehr viel ausmacht, wie man behandelt wird. Da hatte ich mit meiner Ärztin ja noch Glück. Sie blieb zwar total "professionell" und eher kühl/sachlich, aber einen mitfühlenden Blick bekam ich dann doch, als ich in Tränen ausbrach.
    Vermisst habe ich etwas mehr Aufklärung, wie stark die Schmerzen und Blutungen tatsächlich doch sein können, die da auf mich zukommen. Das hat mich im ersten Moment zu Hause kurz geschockt. Aber dann ging es für mich, und ich habe es eben bewusst erlebt. Das hilft mir, es zu verarbeiten. Auch fand ich es blöd, daß die Ärztin auf meinen Wunsch doch bitte meinen Progesteronspiegel zu überprüfen (bin gerade 40 geworden, also altersmäßig ja schon "gefährdet" und habe auch neben eh sehr kurzen Zyklen, eine kurze 2. ZHälfte.) meinte: "Da kann man eh jetzt nix machen, dazu müssten Sie erstmal wieder schwanger werden. Dann kann man ja immer noch eine Creme geben."
    Das fand ich nicht so toll, da ich mir veräppelt vorkam. Immerhin weiß ich ja um diese Tests! Ich mache jetzt mit einer Heilpraktikerin einen Speicheltest über meine Hormonlage.
    Ich denke, die Ärztin hat an ihr knappes Budget für Kassenpatienten gedacht....Mein Mann fand das sehr befremdlich. Er meinte: "Da geht es doch um ein Leben." Er hat absolut nicht verstanden, daß für einen Arzt eine erste einzelne Fehlgeburt "normal" ist und man da nix untersuchen braucht...Das sehen wir als Betroffenen natürlich anders. Wenigstens das Offensichtlichste kann man doch abklären, bevor man es wieder versucht! Sonst mach ich mir doch ewig Vorwürfe, wenn das - Gott bewahre - nochmals geschieht, und sich DANACH dann doch eine Progesteronschwäche herausstellt.... Aber gut. Das liebe Geld. Vielleicht stumpfen Viele ab in solchen Berufen, die ja auch an Vieles gebunden sind. Ich glaube nicht, daß meine Ärztin das für sich selbst oder eine Freundin/Schwester, etc. auch so gesagt hätte.

    Was könntest Du jetzt tun, um Dir etwas Hilfe zu holen? Fällt Dir etwas ein?
    Angstzustände klingt nicht gut, meine Liebe. Es ist sicher keine ganz ungewöhnliche Reaktion, aber vielleicht magst Du Dir doch vor Ort eine vorübergehende Hilfe schaffen, wie z.B. so ein Gespräch zum Thema mit einer netten, einfühlsamen Hebamme? Kennst Du nicht noch eine (Du hast doch schon ein Kind, oder?) ? Oder frag in Deinem Bekanntenkreis nach einer guten Heilpraktikerin. Ich kann mir vorstellen, daß die Ängste schon weniger werden, wenn Dir jemand zuhört.
    Besorg Dir vielleicht mal "Rescue"-Tropfen aus der Apotheke (Bachblüten) und nimm nach Bedarf immer mal paar Tropfen. Kann sanft bei/nach Schock helfen. Aber an Deiner Stelle würde ich mir eine super symphathische Frau (egal on Hebamme, Heilpraktikerin oder Therapeutin/Coach) suchen!!! Es gibt auch kirchliche Beratungsstellen, wo z.T. sicher auch ganz liebe Frauen sitzen. Da gibt es auch Hilfe umsonst, falls das besser wäre. Mir jedenfalls hat es schon sehr geholfen, daß ich mich jetzt mit solchen Frauen umgeben habe!
    Erstmal ist es völlig okay, daß es einem echt schrecklich geht. Du steckst ja auch noch drin.
    Du machst das super - da bin ich mir sicher! :-)
    Ich bin jetzt übers WE in Berlin und hab da kein Internet, werde aber bestimmt am Sonntag/ Montag dann wieder hier rein schauen. Ich hoffe, es geht Dir zwischendrin auch wieder besser und stabiler. Es klingt wie Du es beschreibst so, als würdest Du noch im Schock stecken. Lass Dich damit ruhig unterstützen. Damit Du dann auch in einer neuen Schwangerschaft besser loslassen und entspannen kannst. Zu viel Angst muss nicht sein - da gibt es wirklich Hilfe! Ich denk an Dich, ohne Dich zu kennen - sende Dir Kraft und Mut.
    Alles Liebe - Nele

  10. #10
    NeleInga ist offline Stranger
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    Lächeln Re: Voller Angst und Traurigkeit und brauche euren Mut

    ...oh man schreibe ich Romane! :-) Aber es tut mir wohl selber gut, noch darüber zu "reden".

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