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Thema: Er will, sie nicht - aus Angst vor alleiniger Verantwortung

  1. #1
    makemebe ist offline Stranger

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    Standard Er will, sie nicht - aus Angst vor alleiniger Verantwortung

    (Hoppla, das ist jetzt doch etwas lang geworden... :O )

    Also, zuerst: Wir sind beide recht jung.
    Er ist 23, wird 24, ich bin 20, werde 21. Wir sind bereits verheiratet seit diesem Jahr, unsere Beziehung läuft ansonsten auch sehr harmonisch und wir haben uns beide auf einander eingeschossen als "Mit dir will ich alt werden!"-Partner. Wir sind seit 4 Jahren zusammen.

    Nun haben wir - warum auch immer - nie so richtig über den Kinderwunsch gesprochen. Dass wir heiraten wollen war schon seit einem jahr klar, vor ein paar Monaten kam nun die frage nach kindern.

    Er erwartet sich offenbar so die Bilderbuchfamilie, Frau und Kind, er sorgt für die Familie.

    Ich wollte eigentlich nie Kinder. Ich finde Kinder zwar klasse - von 3 aufwärts - aber ich kriege einen richtigen mumligen Magen beim Gedanken an die Geburt, die Zeit nach der Geburt und das erste Jahr, bis das Kind in die Kita geht (bevor es 1 Jahr alt wäre würde ich es nicht in die Kita schicken wollen).

    Nun ist uns beiden klar, dass es für uns am besten wäre, möglichst jung Kinder zu bekommen. Meine Mutter hat mich auch recht jung bekommen, und ich fände es schon toll, dann mit 40 schon wieder unabhängig zu sein. Sprich: Die einzige Option, die für uns infrage kommt, ist ein Kind während dem Studium zu bekommen, das nächsten oktober beginnen wird.

    ABER (das groooße Aber) : Ich wollte ja eigentlich nie Kinder!
    Ich bin ein sehr unabhängiger, freiheitsliebender Mensch. Ich will reisen, ich will mich ausprobieren, mal ein paar Jobs gleichzeitig haben, mich vielleicht selbstständig machen (als Fotografin ein Fotostudio eröffnen, das nötige Hintergrundwissen habe ich im Ansatz bereits)... ich möchte mal nach Amerika, bestenfalls einen Roadtrip von Ost nach West, oder einen Trip durch Europa über Russland bis in die Mongolei. Sprich: ich will Geld haben und das Geld für solche Reisen nutzen können, ohne Obligationen, daheim zu bleiben.

    Mein Mann macht mir auch nicht übermäßig Druck, er sagte selbst dass es am ende ja doch meine entscheidung ist (was aber eher als "leider können Männer ja allein nicht schwanger werden" rüberkam), aber ich habe die Befürchtung, dass ich ihm damit seine Lebensvorstellung zerstöre. Und ich habe Angst, dann im Alter dazusitzen, alleinezusein und das heimelige Gefühl von Familie nicht haben zu können... Auch habe ich Angst, nach der Geburt (oder auch bereits während der Schwangerschaft) alleine damit dazustehen. Mein Mann informiert sich leider von sich aus nur über wenige Dinge - eben nur die, die ihn wirklich interessieren. Wir haben uns zum Beispiel vor kurzem einen jungen Hund angeschafft. Sämtliche Informationen zur Erziehung etc. hab alleine ich im Kopf, obwohl er den Großteil des Tages mit dem Hund verbringt zurzeit (er studiert gerade nicht, ich hab 'ne Stelle im einem Fotostudio). Der Hund wohnt seit fast 2 Monaten da und auch seither hat er sich nicht irgendwie in Sachen Erziehung informiert, sondern fragt immer nur mich.
    Das Argument: "wenn ich doch weiß, dass du dich informiert hast, muss ich das doch nicht auch noch machen". Nur ist meine befürchtung, dass es in Sachen Kind gleich läuft. Von sich aus informiert er sich ja nicht darüber, obwohl es ja eigentlich SEIN Wunsch war. Unser Plan bisher wäre, im Oktober/November die Pille abzusetzen. Und bisher hat er sich immer noch kein bisschen zu irgendwas informiert. Aber ich würde einfach gerne selbst mal mit Fragen zu ihm kommen können - auch wenn es meine Schwangerschaft betrifft! - dass einfach er mal der Experte ist und nicht ich. das hab ich ihm auch so gesagt...
    Denkt ihr, es wäre fair, ihm dann zu sagen: Pille wird nicht abgesetzt, bis er sich rundum mit Schwangerschaft auskennt?

    Ich habe halt Angst vor einer Teilnahmlosigkeit. Er ist zB am Anfang auch davon ausgegangen, bei der Geburt gar nicht dabei zu sein. Klar, wenn es nach MIR ginge, wäre ich bei der Geburt auch lieber nicht dabei - wo bleibt da die Solidarität?

    ich weiß, dass mir hier niemand die ultimative Lösung bieten kann. Aber es wäre schön, einfach mal ein paar Meinungen zu hören, ob diese Ängste ganz normal sind und sich im Laufe einer Schwangerschaft erst legen, oder ob ich es lieber ansprechen sollte und auf keine Kinder abzielen sollte...

  2. #2
    salser ist offline enthusiast

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    Standard Re: Er will, sie nicht - aus Angst vor alleiniger Verantwortung

    Dein Satz dass du gerne bei der Geburt nicht dabei wärest hat mich echt zum schmunzeln gebracht.

    Wenn du noch so viele Pläne hast dann warte doch noch ein bisschen. Ich finde es schwer, wenn man genau die umgekehrte situation, die hier so viele haben, "Herz sagt ja zum Kind aber der Verstand sagt warte" zu entscheiden. Aber in deinem Fall finde ich, dass du warten solltest bis dein Herz vom Gefühl und nicht aus Liebe zu deinem Freund "JJJJJJJJJJJJJJJJAAAAAAAA!" sagt

  3. #3
    Jiri Gast

    Standard Re: Er will, sie nicht - aus Angst vor alleiniger Verantwortung

    Wenn du im Moment noch nicht wirklich ein Kind möchtest, dann lass es doch lieber und konzentriere dich erst mal auf deine Ausbildung.
    Du hat ja nun noch wirklch alle Zeit der Welt.
    Mit Anfang 20 hätte ich auch noch kein Kind gewollt. Es gibt ja nun auch viele Sachen, die man mit Kind nicht so gut machen kann. Nicht dass du deinem Kind hiner her immer vorwirfst: Wegen dir konnten wir dann nicht....

    PS Die Geburt ist unterm Strich gesehen noch das kleinste Problem, das man mit Kindern so hat. Mehrerer Jahre nie durchschlafen können, sind schon heftiger und die Trotzphase mit 3 noch lange nicht zu Ende, ja und die Promleme mit pubertierenden kleinen Prinzen und Prinzessinen auch nicht zu verachten.
    Genießt doch erst mal eure Zweisamkeit, du weißt nicht was in 20 Jahren ist.



    LG
    Geändert von Jiri (23.06.2012 um 07:15 Uhr)

  4. #4
    makemebe ist offline Stranger

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    Standard Re: Er will, sie nicht - aus Angst vor alleiniger Verantwortung

    Ich sehe halt im Moment auch, wieviel Freiheiten meine Mutter mit Mitte 40 nun hat... und die Eltern meines Mannes sind schon 60 und haben jetzt erst diese Freiheit, weil sie halt später dran waren. Also so gesehen ist es für mich schon klar, dass ich - WENN überhaupt Kind - es so legen möchte, dass ich dann nicht schon alt und rostig (hart ausgedrückt) bin, wenn ich dann Reisen machen kann.

    Wie gesagt, ich hatte auch ein Praktikum in einer Kita und hab da mit 1 bis dreijährigen gearbeitet, und da hat es mich dann schon immer sehr fasziniert und ich konnte mir auch vorstellen, so ein Kind zu haben. Aber irgendwie erstreckt sich meine Vorfreude halt auch nur auf 1-3 aufwärts... eben dann, wenn das Kind langsam die welt entdeckt, agieren kann, kommuniziert.

    Es sind halt wie gesagt die ganz praktischen Sachen, die mir Angst machen. Dammriss, auweia. Ans Bett gefesselt sein, ABHÄNGIG sein von meinem Mann, der sich in manchen dingen echt dusselig anstellt (handwerklich ist er eine Null :D)... klar kann ich mir vorstellen das kleine Etwas das lieben zu lernen, aber es sind halt so die kleinen Rückschläge und im praktischen negativen Dinge die mich da abschrecken... schätze mal, ich will nur das tolle und bin nicht bereit, das schlechte dafür in Kauf zu nehmen

  5. #5
    skeptikerin ist offline allein und enttäuscht

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    Standard Re: Er will, sie nicht - aus Angst vor alleiniger Verantwortung

    Also wenn ich deinen Beitrag so lese dann sehe ich vor allem sehr widerstreitende Gefühle zu allem bei dir. Ich habe keineswegs den Eindruck dass du ganz klar keine Kinder willst. Du beschäftigst dich intensiv mit dem Gedanken. dass du dich schon VOR dem Absetzen der Pille "informierst" und deinem Freund sogar vorwirfst nicht das gleiche zu tun, zeigt doch dass du die Option "Kind" ziemlich ernst nimmst.
    und, ja doch, ich denke du lässt dich zusätzlich noch von deinem Umfeld unter Druck setzen.
    Du schreibst also folgendes:

    DEINE EInstellung:
    - du möchtest möglichst früh Mutter werden, auf jeden Fall besser jetzt als spät.
    - Du findest Kinder klasse. Vor allem Kinder über 3 Jahre.
    - Du fandest beim Praktikum auch die Kinder unter 3 Jahre faszinierend ;-).
    - DU möchtest dein Kind im Alter von 0-1 nahe bei dir haben und nicht in die Kita geben.
    - du willst dich ausprobieren, berufliches Neuland entdecken, da auch Risiken eingehen.
    - du willst viel Geld zur Verfügung haben, um eben dies zu tun.
    - du willst auch Reisen können.
    - du möchtest einen Partner haben der Sorgen und Arbeit bezüglich Kinder klar mit dir teilt.

    --> Du selber hast eine ganz breite Palette von Vorstellungen davon, was du vom Leben erwartest. Für dich sieht es so aus, wie wenn das eine (Reisen, Ausprobieren, Beruf) nicht mit dem anderen (Kind haben) vereinbar sei.
    Nüchtern betrachtet, müsste das nicht der Fall sein. Es haben schon andere Frauen/Paare geschafft, mit Kind zu reisen, oder auch ihre Pläne umzusetzen, auch wenn sie ihr Kind erst mit 35 hatten.
    Da setzt du dich ein Stück weit selber unter Druck.
    Wenn man nur die Lebenspläne ohne Kind anschaut würde ich jetzt mal als uralte weise Frau von 40 Jahren sagen: Auch die sind noch widersprüchlich genug. Es ist fantastisch dass du als junge Frau so viele Träume und Wünsche hast - udn du wirst sicher deinen Weg gehen und einen Teil davon umsetzen. Einen anderen Teil davon aber nicht. z.b. kann es eine tolle Herausforderung sein mehrere Jobs zu balancieren und sich selbständig zu machen. Viel Geld für Fette Reisen, bringt dies aber zumindest in den ersten paar Jahren, nicht ein.
    Kurz: Du bist voller Träume und Ideen und ein Kind zu haben ist "nur" eine davon.
    Es wird sich noch zeigen, und du wirst noch reifer (sorry für den bevormundenden Ausdruck) werden und herausfinden, was du umsetzen willst und kannst.

    JETZT DEIN UMFELD:
    Dein Partner will gemäss deiner Schilderung eine traditionelle Familie: Du hast Kinder, er verdient. Mit der Kinderaufzucht möchte er lieber dich betrauen als sich. Kinder haben möchte er möglichst bald, jetzt.
    Deine Mutter sagt dir du sollst möglichst jung Kinder bekommen.

    Sorry aber ich lese nur, dass die beiden dich tatsächlich unter Druck setzen. Sie meinen es nicht böse, sondern vermitteln dir nur deutlich was sie wollen - und du übernimmst das und schreibst dass dies alles auch deine eigenen Wünsche sind.
    Sind sie aber nicht - sonst hättest du nicht all das andere geschrieben.
    Du wünschst dir ganz einfach Kinder - aber noch nicht jetzt. Nur redest du dir ein, dass du gleich denkst wie deine Mutter und dein Mann..

    Es tut mir wirklich leid das zu schreiben aber ich habe ganz stark den Eindruck du hast leider zu früh geheiratet. Wenn diese Ehe funktionieren soll und du gleichzeitig glücklich werden willst, dann kommt es darauf an ob es dir möglich ist herauszufinden und dazu zu stehen was du selber willst, ohne dass das Konflikte mit Mann + Mutter zur Folge hat.

    Ich wünsche dir ganz viel Glück.
    Geändert von skeptikerin (23.06.2012 um 09:54 Uhr)

  6. #6
    Jiri Gast

    Standard Re: Er will, sie nicht - aus Angst vor alleiniger Verantwortung

    Zitat Zitat von makemebe Beitrag anzeigen
    Ich sehe halt im Moment auch, wieviel Freiheiten meine Mutter mit Mitte 40 nun hat... und die Eltern meines Mannes sind schon 60 und haben jetzt erst diese Freiheit, weil sie halt später dran waren. Also so gesehen ist es für mich schon klar, dass ich - WENN überhaupt Kind - es so legen möchte, dass ich dann nicht schon alt und rostig (hart ausgedrückt) bin, wenn ich dann Reisen machen kann.

    Wie gesagt, ich hatte auch ein Praktikum in einer Kita und hab da mit 1 bis dreijährigen gearbeitet, und da hat es mich dann schon immer sehr fasziniert und ich konnte mir auch vorstellen, so ein Kind zu haben. Aber irgendwie erstreckt sich meine Vorfreude halt auch nur auf 1-3 aufwärts... eben dann, wenn das Kind langsam die welt entdeckt, agieren kann, kommuniziert.

    Es sind halt wie gesagt die ganz praktischen Sachen, die mir Angst machen. Dammriss, auweia. Ans Bett gefesselt sein, ABHÄNGIG sein von meinem Mann, der sich in manchen dingen echt dusselig anstellt (handwerklich ist er eine Null :D)... klar kann ich mir vorstellen das kleine Etwas das lieben zu lernen, aber es sind halt so die kleinen Rückschläge und im praktischen negativen Dinge die mich da abschrecken... schätze mal, ich will nur das tolle und bin nicht bereit, das schlechte dafür in Kauf zu nehmen
    Dann warte doch noch was. Wenn du in drei Jahren ein Kind kriegst bist du mit 40 auch aus dem Gröbsten raus.
    Außderdem kommt es eh immer anders wie man plant. Vielleicht willst du auf einmal ganz viele Kinder oder mit 39 noch einen Nachzügler oder ihr könnt gar keine Kinder kriegen oder....
    Mit 20 würde ich mir über andere Dinge erst mal den Kopf zerbrechen.
    Es ist auch was ganz anderes, ob man Kinder von Freunden oder in der Kita betreut oder eigene Plagen Tag und Nacht hat.
    Und wie es wirklich ist ein eigenes Kind zu haben, weiß man in der Tat erst wenn es da ist und das ist dann meist doch gaaanz anders als gedacht.
    Ich bin Grundschullehrerin, habe also auch immer viel mit Kindern zu tun gehabt, habe dann auch 2 Stiefkinder lange Zeit ohne eigene Kinder gehabt und dann kamen erst meine eigenen. Und es war ganz anders wie gedacht.
    Grundsätzlich finde ich es nicht schlecht früh Kinder zu kriegen, aber man sollte auch selber schon richtig dahinter stehen.
    Übrigens, wenn du so früh ein Kind kriegst und dies dann auch wiederum, hat du mit 40 die Enkelkinder an der Backe.....

    LG

  7. #7
    makemebe ist offline Stranger

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    Standard Re: Er will, sie nicht - aus Angst vor alleiniger Verantwortung

    Nur kurz zur Berichtigung: Meine Mutter beschwört mich eher, nicht so früh Kinder zu bekommen. Ich persönlich weiß nur von ihren vielen "Abenteuerurlauben" - sie arbeitet Teilzeit, kann dadurch oft lange weg, in der Zeit fährt sie bspw mit dem Rad quer durch Frankreich. Sprich: Sie kann ihr Leben so gestalten, wie sie will, weil die Kids schon raus sind.

    Wie gesagt, mein Mann betont auch immer wieder, dass er ja nicht will, dass ich unglücklich werde und er sagt selbst, dass es keinen Sinn macht, wenn wir nicht BEIDE ein Kind wollen...

  8. #8
    Avatar von Yana123
    Yana123 ist offline Happy

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    Standard Re: Er will, sie nicht - aus Angst vor alleiniger Verantwortung

    Zitat Zitat von makemebe Beitrag anzeigen
    Es sind halt wie gesagt die ganz praktischen Sachen, die mir Angst machen. Dammriss, auweia. Ans Bett gefesselt sein, ABHÄNGIG sein von meinem Mann, der sich in manchen dingen echt dusselig anstellt (handwerklich ist er eine Null :D)... klar kann ich mir vorstellen das kleine Etwas das lieben zu lernen, aber es sind halt so die kleinen Rückschläge und im praktischen negativen Dinge die mich da abschrecken... schätze mal, ich will nur das tolle und bin nicht bereit, das schlechte dafür in Kauf zu nehmen
    Also bei den "praktischen Sachen" kann man dir ja schon viele Ängste nehmen.
    Klar ist ein Dammriss keine schöne Sache (davon geh ich jedenfalls aus, ich selbst hatte keinen), aber es gibt weiß Gott schlimmeres!
    Ein Dammriss ist in den meisten Fällen wesentlich besser als ein Dammschnitt. Der Damm reisst nur ein wenn es wirklich nicht passt und reisst auch nur an der dünnsten Stelle. Die Haut ist dort normalerweise gut durchblutet und es heilt gut ab. Muskelgewebe wird selten verletzt (im Gegensatz zum Dammschnitt).
    Aber es hat ja auch nicht jede Frau einen Dammriss bei der Geburt. Ich hatte zum Beispiel keinen. Und ich kenne auch viele Freundinnen die auch keinerlei Geburtsverletzungen hatten. Im Prinzip ist dir das bei der Geburt eh egal, da bist du froh, wenn der Wurm draussen ist

    Deine Sorge "ans Bett gefesselt zu sein" versteh ich nicht. Ich denke da hast du falsche Vorstellungen. Nach einer normalen Geburt steht man doch direkt wieder auf! Auch mit einem Dammschnitt oder -riss, und selbst mit einem Kaiserschnitt liegst du doch nicht ewig im Bett. Auch wenns sicher nicht angenehm ist, aber auch mit dem KS soll man direkt wieder aufstehen.

    Und warum solltest du von deinem Mann abhängig sein? Dass er handwerklich nicht so begabt ist, ist doch nicht schlimm. Das kannst du doch selbst machen...oder bist du handwerklich auch nicht begabt?
    Oder meinst du eher die finanzielle Abhängigkeit?

    Dass dein Mann bei der Geburt nicht dabei sein will, finde ich schade, aber vielleicht hat er ja auch nur falsche Vorstellungen davon und deshalb Angst davor. Ich denke, da hilft es sicherlich, mal über seine Sorgen und Ängste zu sprechen.

    Generell denke ich aber auch, dass es eher so ist, dass du tief in dir drin noch gar kein Kind willst. Es sind vor allem "Vernunftgründe" die dich denken lassen, dass es jetzt unbedingt sein muss, aber dein Herz sagt dir noch nicht, dass du ein Kind möchtest.
    Ich kann das auch verstehen, ich hätte mit 20 auch noch kein Kind gewollt.

    Man kann das mit den Reisen auch umgekehrt machen...erst reisen und seine Freiheit genießen und dann Kinder bekommen (das haben mein Mann und ich so gemacht). Klar, gibt es auch immer noch viele Reisen die ich noch gerne gemacht hätte / machen würde, aber das muss dann halt warten bis unser Krümel aus dem Gröbsten raus ist...und dann sind wir halt alt - na und? Mit Mitte 50 ist man ja nur auch noch nicht sooo alt und klapperig

  9. #9
    makemebe ist offline Stranger

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    Standard Re: Er will, sie nicht - aus Angst vor alleiniger Verantwortung

    Also... ich hab gestern nochmal mit ihm geredet. Bei uns war es halt jetzt meist so, dass das Thema "Kind" in einer großen oder kleinen Auseinandersetzung um nichts endete, und ich habe ihm nun klargemacht, dass ich das sehr schade finde und eben das Thema gerne zusammen anpacken würde. Sein Standpunkt war, dass ich ihn so unter Druck setze, etc. pp., meiner dass er meine Lage nicht versteht. Klassisch
    Wir haben uns dann jetzt gestern gemeinsam einfach mal die Wikiseite zu "Schwangerschaft" angeguckt, ein bisschen geguckt, ob es in Leipzig dann ein für uns passendes KKH gibt - und das reicht mir auch schon Ich erwarte ja gar nicht, dass er ALLES weiß, aber bisher war halt nie auch nur irgendein Interesse überhaupt da, und für mich sah es nach "Ich will ein Kind, also sei du mal schwanger und ich kümmer mich weiter um meine Sachen" aus. Reicht mir schon, dass er jetzt einmal ehrlich gezeigt hat, dass er sich sehr wohl dazu belesen kann und auch bereit ist, mich da zu unterstützen, wenn es nötig ist. Kann ja immer sein, dass ich in der Schwangerschaft dann an einen punkt komme, wo ich es bereue oder mich die "Dickheit" nervt, und in solchen Momenten möchte ich mich dann einfach unterstützt und "gemeinsam schwanger" fühlen.

    Kurzum: Ich fühle mich jetzt schon eher bereit dazu :)

    Vor allem auch dank dem ganzen Austausch, den ich hier mitbekommen konnte/kann... es tut gut, einfach mal gesagt zu bekommen, dass mein Mann NICHT der Sonderfall ist, der sich nicht für's kind interessiert, sondern dass es so eigentlich der Regelfall ist. Und allgemein ist es echt beruhigend, sich mit anderen austauschen zu können, die es - man glaubt es kaum - ja auch überlebt haben!
    Also dafür echt ein dickes DANKE an euch alle!

    Ich habe mich nun basierend auf dem allem auch endgültig entschlossen, den Plan so durchzuziehen und die nächsten Jahre auch mal zurückzustecken. Was ja auch stimmt: Mit Kind kann man ja auch in den Urlaub, und es ist vielleicht sogar noch schöner, als wenn man nur zu zweit/allein geht :)

    Also nochmal... danke für all die sehr hilfreichen Beiträge, jetzt ist das Thema endlich nicht mehr so ein "Fremd-Thema" für mich! (Hat sich ein bisschen so angefühlt, wie wenn man sich mit 16 noch nicht vorstellen kann, jeeeemals allein ein Auto zu fahren...).

  10. #10
    Avatar von Yana123
    Yana123 ist offline Happy

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    Standard Re: Er will, sie nicht - aus Angst vor alleiniger Verantwortung

    Zitat Zitat von makemebe Beitrag anzeigen
    Wir haben uns dann jetzt gestern gemeinsam einfach mal die Wikiseite zu "Schwangerschaft" angeguckt, ein bisschen geguckt, ob es in Leipzig dann ein für uns passendes KKH gibt - und das reicht mir auch schon
    Ob es ein für euch passendes KH gibt?!
    Warum sollte es denn keins in Leipzig geben? Welche Voraussetzungen muss es denn erfüllen um zu passen???

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