Hallo Kalliope,

ich habe die Klinik angeschrieben und Terminvoschläge für 2-3 Wochen später bekommen. Sie schickten mir auch eine Liste mit allenmöglichen Werten und Untersuchungen, die sie von uns gebraucht haben. Vieles davon haben wir hier zu Hause machen lassen. Einiges haben wir nicht mehr geschafft, das wurde dann direkt dort gemacht. Natürlich kostet das dann extra.

Man wird aber auf jeden Fall nochmal gynäkologisch untersucht, auch der Mann kann sämtliche Untersuchungen dort machen lassen. Wie gesagt, bei uns war es teils teils.

Die Vorgehensweise war bei uns wie folgt:

- E-Mails
- Untersuchungen
- das Vostellungsgespräch - ca. 3-4 Stunden (da wir schon wussten, was wir wollten, brauchten wir keine Bedenkzeit. Wir haben den Vertrag an diesem Tag auch unterschrieben. Deshalb konnte die ganze Planung gleich besprochen werden).
- ca. 1 Woche später - die 1. Rate bezahlt
- paar Tage später: Therapieplan per E-Mail erhalten
- Medikamente per Post erhalten
- los gings
- 1. Ultraschalltermin beim Gynäkologen (Folikelüberwachung)
- 2. Ultraschalltermin beim Gynäkologen (Folikelüberwachung) - da empfehlen sie aber, zu dem Termin zu ihnen zu kommen
- Punktion
- Transfer (spätestens an dem Tag, noch vor dem Transfer, ist auch die Rechnung zu begleichen).

Während der ganzen Therapie wirst Du telefonisch unterstützt. Sie rufen Dich an und erklären sehr genau, wenn nötig auch mehrfach, was, wie, wie oft etc. gemacht wird. Ich bin eine ziemlich nervige Patientin, will immer alles, aber wirklich alles richtig machen. Sie hatten wirklich die Ruhe weg. Auch wenn ich sie 100 mal am Tag angerufen habe. PS: Alle sprechen exzellentes Deutsch, manche sogar mit bayrischem Dialekt.. ;-)))

Nach der Punktion, als es darum ging zu erfahren, wie sich die Eizellen entwickeln, konnte ich regelmäßig direkt mit dem Arzt sprechen. Das war richtig toll.

Beim 1. Gespräch wurde auch eine ungefähre Aussage über die Erfolgswahrscheinlichkeit gemacht, die jedoch zu dem Zeitpunkt nicht wirklich relevant ist, denke ich. Die Erfolgswahrscheinlichkeit veränderte sich stets während der gesamten Therapie. Vor der Punktion sah es echt nicht gut aus. Danach, paar Tage später, stieg sie rapide. Es sind so so viele Faktoren, die eine Rolle spielen.

Wie ich es jetzt verstehe, versuchen sie nicht 1000 Eizellen zu gewinnen. Sie setzen auf die Qualität der Eizelle(n). Wie der Arzt sagte, wir brauchen "bloß" 1 - 2 gute Eizellen... Leicht gesagt, schwer getan...

Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie eine ICSI machen würden, wenn sie kaum Chancen bei Einem sehen.

Was meinst Du mit "ES"? Den Eisprung?

Sonnige Grüße aus Leipzig! :-)