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Thema: KiWu Zentrum MHH

  1. #1
    Miss_Holloway ist offline Stranger

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    Standard KiWu Zentrum MHH

    Ich möchte kurz über meine bisherigen Erfahrungen in der KiWu MHH berichten.

    Wir hatten unseren Ersttermin dort im April 2019 und sind seitdem dort in Behandlung, bisherige Diagnose ist Infertilität aufgrund von PCOS und damit einhergehende Hormonstörungen.

    Zum Hintergrund: Ich, 28, mein Mann, 44, 1. ÜZ Juli 2018, zur Zeit im 10. ÜZ.

    Da ich aus einer weit verzweigten Ärzte-Familie stamme, lasse ich kein medizinisches Thema einfach so auf mich zukommen und gehe auch nie auf gut Glück zu irgendeinem Niedergelassenen. So haben wir auch unseren Kinderwunsch akribisch geplant, 3 Monate vor dem ersten ÜZ die Pille abgesetzt, damit der Körper Zeit hat sich umzustellen, direkt mit Folsäure angefangen, Kaffee auf ein Minimum reduziert und kompletter Alkoholverzicht. Dazu dauerhafte Erhöhung meines Schlafes von 7 auf 8 Stunden.
    Ab dem ersten ÜZ Kontrolle durch AVA und Ovus.
    Daher wusste ich recht schnell, dass etwas nicht stimmt, keine ES stattfinden und der Zyklus zu lang ist. 6 Monate nach Beendigung der Pille dann erster Hormonstatus bestätigte, dass einige Werte verschoben seien.
    Daher bereits im April 2019 (und nicht erst wie empfohlen nach einem Jahr üben) erster Termin in der MHH.
    Wir hatten zum Ersttermin bereits ein Spermiogram nach WHO und meinen ersten Hormontest mit der Verdachtsdiagnose PCOS mit und dazu einen Fragekatalog, den mir die Fachärzte aus meiner Familie zusammen gestellt hatten.

    Die Ärztin war freundlich, aber ich war von Anfang an unzufrieden mit der unsauberen Diagnostik. Sie erklärte, dass anhand der Vorbefunde PCOS wahrscheinlich sei und wir direkt mit Chlomifen starten könnten. Ich legte ihr neue Studien aus den USA vor, wonach bei jungen nicht übergewichtigen Frauen mit PCOS Metformin viel besser geeignet ist und wenn dann die Kombi aus Metformin und Chlomifen bzw Metformin und Letrozol.
    Außerdem gehört zu einer vollen Diagnoatik bei PCOS ein Insulinresistenz-Test und nicht nur wie dort geschehen ein Blutzuckertest im nüchternen Zustand.
    Die Ärztin war ziemlich ungehalten darüber wie ich mir die Diagnostik vorstellte und meinte das wäre alles nicht nötig und sie würden Metformin offlabel nicht verschreiben.

    Nach Rücksprache mit meiner Familie erklärte ich mich einverstanden einen Zyklus Chlomifen zu versuchen, trotz der enormen Nebenwirkungen die auftreten können. Es passierte gar nichts, eine Chlomifenresistenz wurde vermutet.
    Ich brachte nochmal das Thema Metformin und einen Insulinresistenztest auf - wurde erneut abgelehnt.

    Also habe ich so einen in der Praxis meiner Tante machen lassen, er war dann zum
    Glück negativ. Sie hat mir auch dann Metformin verschrieben, was ich seit Juni 2019 nehme ohne dass die MHH davon weiß.
    Und siehe da: schon nach 2 Wochen Metformin ein ES und seitdem ein regelmäßiger Zyklus von 26-33 Tagen.
    Die MHH verschrieb dazu noch Dexamethasol und Progynova, was ich nach Rücksprache mit den Ärzten meiner Familie auch nehme.
    Im Juli 2019 war ich länger auf Geschäftsreise und schlug daher vor den Zyklus zu pausieren, da ich ja eh nicht da war um zum Zyklusmonitoring zu kommen - die Ärztin reagierte sehr ungehalten.
    Jetzt machen wir im August weiter und ich werde zusätzlich zu Metformin, Dexamethasol und Progynova das Letrozol nehmen.

    Insgesamt sind wir äußerst genervt von der MHH: Es wurden nicht mal unsere Impfpässe geprüft (Die können ja nicht wissen, dass wir absolute Impfbefürworter sind und auf Grund von Reisen in entlegene Gebiete gegen absolut alles geimpft sind, gegen das man impfen kann)
    Zudem wurden keine STIs getestet: Wir haben diese beide letztmalig im Juli 2018 testen lassen und wissen, dass alles negativ ist - aber das weiß ja die MHH nicht.
    Es wurde trotz mehrfacher Nachfrage meinerseits nicht auf Zytomegalie gestestet (habe ich dann auch bei meiner Tante machen lassen und siehe da es war positiv - wäre es eine akute Infektion gewesen, hätte das mit großer Wahrscheinlichkeit bei gleichzeitigem Eintritt der SS ein Schwerstbehindertes Baby hervorgebracht.)
    Darüber hinaus wollte ich vor der Gabe von Chlomifen und Letrozol eine Bauchspiegelung, um verklebte Eileiter und andere Veränderungen im Gewebe abzuklären - wurde abgelehnt mit der Begründung, dass erstmal ein paar Zyklen Hormone versucht werden.

    Wir sind beide privatversichert, zahlen also eh alles auf eigene Kosten - daher bin ich äußert unzufrieden, dass die Diagnostik nicht so vollständig stattfindet, wie ich es mir vorstelle.

    Ohne den ärztlichen Hintergrund in der Familie würde ich mich völlig ausgeliefert fühlen, so kommen wir an alle Medikamente und Untersuchungen, die die MHH nicht machen will durch die Familie.

    Fazit: Es gibt sicher noch schlechtere KiWuZentren, aber wir werden froh sein, wenn wir endlich schwanger sind und da nicht mehr hinmüssen.

  2. #2
    Trudi ist offline old hand

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    Standard Re: KiWu Zentrum MHH

    Ich kann deine Enttäuschung und den Frust über alles total verstehen. Ich hab den Weg der Kiwu auch hinter mir.

    Ich Frage mich, käme ein Wechsel der Kiwu in Frage?

    Ich will das auch alles gar nicht schlecht reden oder meine das böse, bitte bitte nicht falsch verstehen, da es natürlich klasse ist, dass du in der Familie Ärzte in der Hinterhand hast.
    Aber damit ist man ja quasi der Schrecken einer jeden Berufsgruppe ;-) wie gesagt, ich meine es nicht böse. Du hattest mit dem Metformin ein gutes Gefühl und die MHH zeugt in einigen punkten, die du nennst, nicht durch Kompetenz!
    Natürlich sind Ärzte auch nur Menschen und keine Götter, und als "normalo" muss man sich ja auf solche Dinge verlassen. Schwierig.

    Ich drücke dir die Daumen!!!

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