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  1. #1
    hase13 ist offline Member

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    Standard Unzufriedener 3jähriger. Brauche jemand, der mit mir meine Gedanken sortiert.

    Hallo ihr!

    Die meiste Zeit lese ich hier nur so quer, was mich gerade interessiert. Jetzt wende ich mich aber mal wieder direkt an euch. Vielleicht könnt ihr mir helfen, meine Gedanken zu sortieren.

    Ich habe zwei Söhne, 3,5 und 5,5 Jahre alt. Es geht hauptsächlich um den 3,5 jährigen im schönsten Trotzalter.
    Seit einigen Wochen ist er furchtbar schlecht gelaunt. Vor allem an den Nachmittagen an denen Kita ist. Das liegt zum einen daran, dass wir seinen Mittagsschlaf gestrichen oder wenn es nicht anderes geht - weil so müde - stark gekürzt haben.

    Wir haben ihn abends einfach nicht mehr ins Bett bekommen. Nun ist er aber nach der Kita total müde, dass er mir im Auto sofort einschläft. Dann wecke ich ihn nach einer viertel Stunde und es geht so einigermaßen.
    Jetzt denke ich darüber nach, was ich verbessern kann. Für den 5jährigen ist es auch schwierig, da der Kleine wie gesagt so schlecht drauf ist, dass wir kaum etwas machen können (Basteln, Gesellschaftsspiele etc.)

    Meine Überlegungen sind nun:
    Er ist mit 3,5 noch nicht trocken, was für uns kein Problem ist, aber er spürt sicher schon die „Anforderung“ von uns und von anderen. Er braucht immer noch seinen Schnuller und sein Kuscheltier. Wenigstens in bestimmten Momenten und zum Schlafen. Auch da fragen wir ihn immer mal wieder, ob denn nicht die Schnullerfee kommen soll. Mal denkt er ja, dann doch wieder nicht…
    Dann wollte er so gern mit den Großen (seinem Bruder und deren Freunden) zum Turnen. Als das jetzt am Freitag das erste Mal war, hat er sich nicht von meinem Schoß bewegen lassen. Und hat sich nicht getraut mit zu machen.

    Wenn Kinder zum Spielen da sind, oft die Großen vom Bruder. Da versucht er dann natürlich auch mitzukommen.
    Heute Nacht war er 2 Stunden wach und untröstlich, weil er keinen Freund in der Kita hat. Sein bester Freund ist nicht mehr da, das stimmt, aber er ist ein sehr geselliges Kerlchen, der immer mit allen spielt. (Die Freunde seines großes Bruders spielen allerdings nicht gern mit ihm. Die beiden sind zusammen in einer Gruppe. Aber das kann ich auch verstehen)

    Von daher verstehe ich die „Weltuntergangsstimmung“ nicht wirklich. Natürlich sind nicht allen 3 jährigen soweit über längere Strecken zu sagen: Ja, Du bist mein Freund. Manche haben keine älteren Geschwister und haben das noch nicht so auf dem Schirm. Und andere haben sich vielleicht gerade über ihn geärgert und sagen dann: Nö, Du bist nicht mehr mein Freund. Also alles eigentlich normal.

    Meine Überlegung ist nun: Ist er mit den ganzen Anforderungen im Moment überfordert? (Er macht gern noch einen auf Baby. Babysprache etc.) Wie können wir ihm da durchhelfen? In seiner Rolle als Kleiner bestärken? Die Anforderungen zurücknehmen, aber wie? Ihn als Großen bestärken? Wie könnte sich die Situation für uns alle entspannen?

    In meinem Kopf dreht sich alles, vielleicht könnt ihr mir etwas weiterhelfen…

    Leibe Grüße, Claudia
    Geändert von hase13 (09.09.2013 um 13:06 Uhr)

  2. #2
    yamuna.a ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Unzufriedener 3jähriger. Brauche jemand, der mit mir meine Gedanken sortiert.

    Hallo Claudia, bei Deiner Schilderung habe ich das Bild von einem frustrierten jüngeren Bruder vor Augen, der sieht, dass er mit seinem großen Bruder (und Vorbild) nicht mithalten kann und sich daher vielleicht nicht von der Rolle als Kleinkind lösen möchte.
    Und die beiden Hauptanforderungen klingen auch durch - er sollte sauber werden und den Schnuller hergeben und dabei auch noch mit den Größeren mithalten können!

    Nur ich würde ihn an Deiner Stelle nicht fragen, ob die Schnullerfee kommen soll - das überfordert ihn ja erst recht. Und auch die Windelfrage würde ich im Moment nicht thematisieren!

    Ich würde ihn nach dem kurzen Schläfchen mit ganz viel Extraportion Zeit und Zuwendung verwöhnen und viel vorlesen und dann zu zweit Spiele spielen. Ihm dabei zeigen, wie stolz Du bist, dass er schon so groß ist und was er schon alles weiß und kann und ihn gleichzeitig ein bißchen necken, dass er Dein "Baby" ist und bleibt. Bestärke ihn darin, dass er wunderbar und perfekt ist, wie er ist!

    Und halte Ausschau nach einer Mutter mit einem Gleichaltrigen, mit dem er sich anfreunden kann (Spielplatz, Kinderturnen usw) damit er auch einen Freund hat und nicht nur Anhängsel vom großen Bruder ist.

    Das mit dem Sauber werden haben wir damals so gelöst, dass es dann als Belohnung die erste DVD gegeben hat und ab da erstmals ferngeschaut werden durfte. Das war ein prima Anreiz und mein Sohn konnte den Zeitpunkt selbst bestimmen. Vielleicht findet ihr auch solch einen Anreiz, der damit zusammen hängt, dass man dann alt/geschickt/groß genug dafür ist (für Abenteuerpark, bestimmtes Spielzeug, etc)!

    Entspanne Dich und schalte mal den Kopf aus genieße es nur, Deinen Jungs zuzusehen ;o)
    Das wird schon ! Ich halte Euch die Daumen - und vielleicht gelingt es Dir ja mit dem Zauber von Weihnachten etwas zu verändern!

  3. #3
    Avatar von Su-Ellen
    Su-Ellen ist offline Member

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    Standard Re: Unzufriedener 3jähriger. Brauche jemand, der mit mir meine Gedanken sortiert.

    Ich habe selbst nur ein Kind (2,5 Jahre), aber sehr oft von anderen gehört, dass Geschwister im Kindergarten bewusst getrennt werden. Wir haben zwei Zwillinge bei uns in der Gruppe, ihre Geschwister sind beide in einer anderen. Vielleicht würde das helfen, wenn das bei euch in der Kita möglich ist? Dann rennt er nicht mehr seinem Bruder und seinen Freunden nach. Nur so als Idee...

  4. #4
    Britta02 Gast

    Standard Re: Unzufriedener 3jähriger. Brauche jemand, der mit mir meine Gedanken sortiert.

    Musst du mit dem Auto abholen oder gäbe es die Möglichkeit zu laufen? Dann könnte Kind nicht einschlafen. Ausserdem könnte helfen das Kind nicht dick eingepackt ins Auto zu setzen sondern es eher kalt zu machen. Ein Versuch wäre es wert.

    Mit trocken werden würde ich sein lassen. Manchmal müssen Eltern einen Schritt zurück, damit das Kind den Schritt vor machen kann. Wie wäre es, du sagst demnächst mal, dass er sicher am besten weiss, wann er sich zutraut die Windel wegzulassen und dass er es dir ja dann sagen kann. Also mach dich mal los von "das muß jetzt aber langsam". Das muß nämlich bis er 7 wird tagsüber erst sein. Du hättest also noch 3,5 Jahre Zeit, dich zu sorgen und ihn zu drängeln. Ausserdem sind Jungs eh oft später dran.

    Ich persönlich finde das mit der Schnullerfee ja oberbescheuert. Tschulligung. Entweder, ich akzeptiere, dass mein Kind lange schnullert, dann brauch ich aber auch nicht so hintenrum-Überredungstaktien mit Schnullerfee und so, oder ich beschließe, aufgrund der Sorge um die Gesundheit meines Kinders, dass ab heute Schnuller wegkommt und suche nur eine passende Gelegenheit (z.B. im Urlaub Schnuller vergessen, danach sind sie dann weg). Aber das Kind dann immer nerven ob nicht bald die Schnullerfee... *hüstel* albern.

    Wenn ein Kind sagt, dass es gerade keinen Freund in der Kita hat, dann würde ich das auch so ernst nehmen. Ich würde Kind frgen, ob es sich einen anderen Freund vorstellen kann. Und wenn es verneint, dann würde ich wohl eher sagen: "Ja, da mußt du erst mal traurig sein, das ist ja auch traurig, wenn der Freund weg ist." Und wenn da nochmal das Gespräch draufkomt würde ich wohl anmerken "Wenn du nicht mehr so traurig darüber sein kannst, dann wird besstimmt auch bald wieder ein neuer Freund für dich kommen. Versprochen!"
    Manche Kinder haben schon mit 3 Jahren sehr genaue Vorstellungen von Freundsein, binden sich sehr an einzelne Personen, andere wieder binden sich nicht so stark und leiden da weniger. Das ist typabhängig und nicht altersabhängig.

    Mein SOhn hat in dem ALter auch gern auf Baby gemacht. Ich hab es witzig kommentiert, indem ich dann gesagt habe, dass er gern Baby sein darf, aber Babys dürfen xy und yz und b nicht (was mir eben eingefallen ist, was er im Vergleich zu kleineeren schon als Privileg hatte oder was kürzlich verändert wurde). Dann wollte er immer ganz schnell doch kein Baby mehr sein.

  5. #5
    ida76 ist offline enthusiast

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    Standard Re: Unzufriedener 3jähriger. Brauche jemand, der mit mir meine Gedanken sortiert.

    Müdigkeit führt bei mir auch zu schlechter Laune. Habt Ihr versucht, das Kind dann schlafen zu lassen, wenn es mag, und so lange es will?
    Herzliche Grüße, ida76

  6. #6
    Zickzackkind Gast

    Standard Re: Unzufriedener 3jähriger. Brauche jemand, der mit mir meine Gedanken sortiert.

    Hallo, mir kommt Dein Problem sehr bekannt vor. Das hatten unsere drei Großen alle in dem Alter. Das mit der Müdigkeit gibt sich mit der Zeit. Wir haben für unsere Kinder nach dem Mittagessen eine Zimmerpause eingeführt. Auch wenn es für mich anfangs komisch war, ich hatte die Kinder ja schon morgens nicht gesehen, den Kindern tut es heute noch sehr gut, ist einfach viel los im Kindi und in der Schule. Beim Trocken werden habe ich teilweise die Initiative ergriffen, ihnen gesagt, dass ich jetzt glaube, dass sie das schaffen können, das man das aber erst lernen muss. Bei den Großen ging es innerhalb einer Woche, ich habe einfach komplett die Windel weggelassen und immer ermutigt. Bei dem Dritten hat es nicht geklappt, haben dann nochmal zwei Monate gewartet und dann war er auch nach einer Woche trocken. Schnuller würde ich entweder davor oder danach, da ist er ja schon richtig groß, vom Kind einen Termin geben lassen, alle haben abends gehadert, sind dann aber überraschend schnell mit mir an der Seite eingeschlafen. War ab zweiter, einmal dritter Nacht gar kein Thema mehr. Danach war die Laune viel besser, der Druck ist unbewusst da und sie wachsen am Erfolg. Außerdem würde ich unbedingt mit alterspassenden Kindern was ausmachen, auch das macht viel aus. Das sind immer so Phasen, wo sie viel lernen, aber meiner Erfahrung nach, will jedes Kind eigentlich Groß sein, manchmal fehlt das Selbstbewußtsein.

  7. #7
    Kolibro ist offline newbie

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    Standard Re: Unzufriedener 3jähriger. Brauche jemand, der mit mir meine Gedanken sortiert.

    Ich würde bezüglich der Müdigkeit auch ein paar Ruhepausen einführen, dann haben die Kinder die Möglichkeit runterzukommen, ohne gleich vollständig in den Schlafmodus überzugehen. Kurzes Power-Napping kann manchmal auch wahre Wunder wirken. Ansonsten glaube ich, dass es für den Kleinen vielleicht nicht so glücklich ist, dass er mit dem Großen in einer Gruppe ist. Ist doch verständlich, dass er versucht sich an die größeren Jungs zu hängen und dass das nur bedingt klappt. Hier würde ich über eine Lösung nachdenken.