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  1. #1
    Rosa_1985 ist offline newbie
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    Standard Ratschläge gesucht: Kind (fast 4) weint sehr viel.

    Hallo.
    Ich brauche ein paar Ratschläge...Kurz zu uns: wir (Papa, Mama, drei Söhne (fast 6, fast 4 und 11monate) haben ein Problem mit unserem mittleren Sohn. Er war immer ein fröhliches, witziges und warmherziges Kerlchen. Seit ca. 6 Monaten ist es aber so, dass er ständig weint. Immer, wirklich immer. Bspw. wenn die Socken falsch angezogen werden, wenn die falsche zahncreme benutzt wurde, das Brot zu oft/gar nicht geschnitten wurde, der Apfelsaft zu dunkel ist, wirklich bei jeder Gelegenheit. Heute war es für Paprika, die seine Zunge rot färbte...Das sind richtige Ausbrüche bei ihm. Also keine Wut oder so, sondern herzzerreißende Tränenausbrüche, als hätte er sich körperlich extrem verletzt. Und das gefühlt 8-10x am Tag. Es ist ganz schwierig für uns. Man weiß gar nicht damit umzugehen, weil es immer ist. Ich habe schon Befürchtungen, was die Nachbarn denken, weil immer Geschrei/Geweine aus unserem Haus zu hören ist.

    Ich freue mich über Tipps zum Umgang mit Sohnemännchen.
    LG

  2. #2
    falaffel ist gerade online Carpal Tunnel
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    Standard Re: Ratschläge gesucht: Kind (fast 4) weint sehr viel.

    Vielleicht will er ein bisschen mehr Aufmerksamkeit auf sich lenken, vielleicht ist er aber hypersensibel? Gab es in den letzten Monaten besondere Ereignisse, die ihn sehr beeinflusst haben ( in den KiGa gekommen o.ä.)?
    Zur Hypersensibilität gibt es einiges im Internet, auch einen "Test" .

  3. #3
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    Standard Re: Ratschläge gesucht: Kind (fast 4) weint sehr viel.

    Zitat Zitat von Rosa_1985 Beitrag anzeigen
    Hallo.

    Ich freue mich über Tipps zum Umgang mit Sohnemännchen.
    LG
    Solche Phasen hatten hier beide Kinder zwischen 2 und Schulalter. Wobei es bei Tochter (7) immer noch manchmal so kommt. Ich glaube, dass das ein Ventil ist. Die Kinder sind unzufrieden mit ihrer Lage und sind sich des eigentlichen Problems nicht bewusst, also ergreifen sie nahe liegende Gelegenheiten zum Heulen. Bei beiden Kindern war es hier einmal der Kummer über die ständige Fremdbestimmtheit und bei Tochter kam (kommt) noch ein Gefühl der Benachteiligung ggü dem Bruder dazu.
    Das sind wohl übliche Baustellen. Da hilft nur, möglichst viele nette Momente schaffen und ansonsten einfach die Zeit ihr Werk tun zu lassen. Mit zunehmendem Alter werden die Kinder ja reifer, können ihren Frust besser verbalisieren und es staut sich nicht mehr so viel an.
    Ich habe immer so reagiert, wie es mir gerade passte. Das konnte mal sein, dass das Kind halt entweder das falsch geschnittene Brot gegessen hat oder nix, weil ich ich keine Lust hatte nach permanentem Rumgeschrei (8-10 Mal gabs hier eher die Stunde, als täglich) auch noch ein fünftes Brot so zu gestalten, wie es das jeweilige Kind sich vorstellte. Es konnte aber auch sein, dass ich das Brot dann genau nach den Wünschen des Kindes zubereitete, weil es mir so leid tat in seiner Not (die nicht das falsche Brot war). Es gibt keinen Ausknopf, also hilft nur aushalten und authentisch bleiben.

  4. #4
    Tritonus ist offline enthusiast
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    Standard Re: Ratschläge gesucht: Kind (fast 4) weint sehr viel.

    Zitat Zitat von Schradler Beitrag anzeigen
    Solche Phasen hatten hier beide Kinder zwischen 2 und Schulalter. Wobei es bei Tochter (7) immer noch manchmal so kommt. Ich glaube, dass das ein Ventil ist. Die Kinder sind unzufrieden mit ihrer Lage und sind sich des eigentlichen Problems nicht bewusst, also ergreifen sie nahe liegende Gelegenheiten zum Heulen. Bei beiden Kindern war es hier einmal der Kummer über die ständige Fremdbestimmtheit und bei Tochter kam (kommt) noch ein Gefühl der Benachteiligung ggü dem Bruder dazu.
    Das sind wohl übliche Baustellen. Da hilft nur, möglichst viele nette Momente schaffen und ansonsten einfach die Zeit ihr Werk tun zu lassen. Mit zunehmendem Alter werden die Kinder ja reifer, können ihren Frust besser verbalisieren und es staut sich nicht mehr so viel an.
    Ich habe immer so reagiert, wie es mir gerade passte. Das konnte mal sein, dass das Kind halt entweder das falsch geschnittene Brot gegessen hat oder nix, weil ich ich keine Lust hatte nach permanentem Rumgeschrei (8-10 Mal gabs hier eher die Stunde, als täglich) auch noch ein fünftes Brot so zu gestalten, wie es das jeweilige Kind sich vorstellte. Es konnte aber auch sein, dass ich das Brot dann genau nach den Wünschen des Kindes zubereitete, weil es mir so leid tat in seiner Not (die nicht das falsche Brot war). Es gibt keinen Ausknopf, also hilft nur aushalten und authentisch bleiben.
    Ich bevorzuge die tröstende Geste und die "wissenschaftliche Erklärung" (z. B. "Paprika ist rot, also wird die Zunge rot, wenn man sie isst."), nicht das Zufriedenstellen des Kindes (z. B. ein neues Brot schmieren und schneiden). Im schlimmsten Fall hat das Kind nicht mit uns gegessen, sondern dann, wenn der Hunger groß genug war.

    Was das Heulen angeht, bin ich da sehr unempfindlich, und wie ich in einem anderen Post schrieb, dass ich Nachbarn mit häufig weinenden Kindern anspreche - ohne Vorverurteilung -, darf auch bei uns jederzeit ein Nachbar nachfragen und auch gerne zuschauen, wann und warum unsere Kinder lautstark protestieren und wie wir darauf reagieren. Wir bleiben absolut ruhig, zeigen Verständnis, trösten immer. Aber: Brot schmeckt nach Brot, egal, wie es geschnitten ist.

  5. #5
    Rosa_1985 ist offline newbie
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    Standard Re: Ratschläge gesucht: Kind (fast 4) weint sehr viel.

    Ich danke für eure Antworten.
    Ich habe auch den Eindruck, dass es eine Mischung aus „mehr Aufmerksamkeit haben wollen“ und der unglücklichen Lage ist, sich noch nicht richtig mitteilen zu können. Er ist das Sandwich-Kind (ich habe nie gedacht, dass es das Problem wirklich gibt) und muss sich gegen seinen großen Bruder durchsetzten und neben dem kleinen Baby gesehen werden. Das versucht er womöglich durch ständiges (lautstarkes!) Genöle/Weinen. Hilft wahrscheinlich wirklich nur „aussitzen“ und ruhig bleiben. (Ich bin da oft unbeholfen und schwanke zwischen großem Mitleid und Genervtheit „jetzt wein doch nicht schon wieder“. Der Tipp mit der Authentizität ist echt gut, hier sehe ich schon meine Baustelle.
    LG

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