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  • 1 Post By CoregaTab

Thema: Erziehung, trotz, schlagen, Sturkopf

  1. #1
    CoregaTab ist offline Stranger
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    24.08.2018
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    2

    Standard Erziehung, trotz, schlagen, Sturkopf

    Guten Abend,
    Wir könnten etwas Hilfe, Rat und vielleicht auch Bestätigung gebrauchen das wir nicht alleine sind.
    Unser Kind ist 2 Jahre, (Frühgeburt 2 Monate, wäre diesen Monat erst 2 geworden) und hört fast überhaupt nicht. Beim Windel wechseln lacht er sich kaputt und flüchtet, denkt vermutlich es ist ein Spiel. Ansonsten hört er auch nicht wenn wir was sagen es sei denn es geht nach seiner Nase oder Vorteil bzw mit Bestechung.
    Kita ist beschissen. Bis wir drinnen sind alls ok aber dann fängt er an zu weinen und will nach Hause. Mama wieder, Papa wieder das geht die ganze Stunde. Sind wieder zurück auf eine Stunde wie in der Eingewöhnung.

    Auch wenn wir zu Freunden gehen die er kennt und die Mama mal weg muß auch immer das Mama wieder mit weinen.

    Wenn wir sagen er soll von Stecker oder was auch immer weg dann hört er nicht. Alles in allem fühlen wir uns als schlechte Eltern wenn wir streng werden müssen was zur Zeit wenig bringt da wir vielleicht doch wieder einknicken. Wenn es zur Konfrontation kommt dann beißt er die Zähne zusammen, sagt wir sollen weg gehen (wenn einer geht weint er aber), fängt auch an zu petzen was ganz neu ist und nicht wissen woher er das hat.
    Auch wenn was nicht klappt wird er sauer. Ob ein Knoten irgend wo, der Toast mal umfällt, usw.

    Sind wir zu weich, müssen wir konsequenter sein, ist das nur eine Phase oder was machen wir falsch?
    Das Wort Scheise soll man nicht sagen aber wir fühlen uns so.

    Danke
    Lina71 gefällt dies

  2. #2
    Smartie88 ist offline Legende
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    07.09.2014
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    Standard Re: Erziehung, trotz, schlagen, Sturkopf

    Hallo.

    Ich h denke es ist eine Phase in der jeder mehr oder weniger rein Gerät wenn er ein Kind in diesem Alter hat.

    Wie arg das "trotzen" in der Trotzphase ausfällt hängt viel vom Charakter des Kindes ab. Wir haben hier auch einen kleinen Trotzkopf daheim.

    Du hast geschrieben das ihr Bestätigung sucht das ihr nicht alleine seit. Bestimmt seit ihr das nicht. Als unsere Tochter 2 Jahre alt war hatte sie eine Phase da hat sie jeden Abend den Papa weg geschickt vom Einschlagritual, wenn er dann weg war war es auch nicht richtig. Beides hat prinzipiell zu einem Wutausbruch geführt (also egal ob er gegangen ist oder geblieben ist). Meist ist sie dann auch sauer geworden, hat mit Sachen geschmissen oder getreten/gehauen. Wir haben ihr dann immer wieder erklärt das es schöner ist wenn Papa auch dabei bleibt, aber Mama ja das Buch vorlesen kann (eigentlich haben wir abwechselnd gelesen) und das man nicht tritt etc. Irgendwann wurde es wieder besser.

    Gewisse Dinge, zwar Gott sei Dank nichts gefährliches wie Steckdosen, aber dafür andere Dinge sind immer wieder passiert. Täglich grüßt das Murmeltier. Ich weiß z.B.nicjt wie viele Gläser runter gefallen sind weil sie sie auf die Tischkante gestellt hat und dann beim wild beim Essen rumfuchteln auf den Boden gefallen sind... Auf die Mitte vom Tisch stellen hat sie nicht getan (dann hat sie es absichtlich runter geschmissen). Dann gab es ne Zeit lang einen Plastikbecher wieder (was auch zu trotzanfällen geführt hat) und sobald es ein Glas gab das selbe Spiel von vorne...

    Das Kind will euch nicht ärgern. Es entdeckt seinen eigenen Willen und ist damit überfordert das eurer nicht im Gleichklang ist mit seinem. Das führt zum Trotz, zu Wut, zum Schreien, petzen etc.
    Es ist eine Phase, die auch wieder Rum geht (gut da kann ich aus eigener Erfahrung nicht mit reden weil meine Tochter noch drinnen steckt, aber ich glaube da jetzt einfach Mal allen Eltern mit älteren Kindern), und sie ist wichtig für die Entwicklung des Kindes.
    Alle Steine kann man nicht aus dem Weg räumen, gefährliches kann man nicht dulden und muss hart bleiben. Es ist aber meiner Meinung nach nicht schlimm wenn man bei anderen Dingen seinem Kind entgegen kommt, manchmal hilft ein Kompromiss oder wenige Auswahlmöglichkeiten aus denen es aussuchen kann damit es halt keinen trotzanfall bekommt.

    G
    LG Smartie




    und zwei Sternchen 07/15 & 01/18 je 8 SSW

  3. #3
    Wuermchen2017 ist offline addict
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    569

    Standard Re: Erziehung, trotz, schlagen, Sturkopf

    Willkommen in der Trotzphase. Alles was du beschreibst ist vollkommen normal.

    Wie oben schon gesagt entdeckt sein Kind seinen eigenen Willen. Und es entdeckt, dass es auch "Macht" hat, sprich es sagt etwas "Geh weg!" und ihr reagiert. Das muss ausprobiert werden. Wieder und wieder. Es will aber gar nicht wirklich dass ihr geht, deswegen das Geschrei wenn ihr geht. Aber keine Reaktion ist halt auch nicht das erwünschte -- deshalb das Geschrei wenn ihr bleibt.

    Im Gehirn passieren in dem Alter ja auch wieder wahnsinnig viele Dinge. Wenn dein Kind einen "Trotzanfall" hat dann ist es nicht mehr erreichbar. Da ist nix rationales mehr, das die Verbindung zwischen den Gehirnhälften ist lahmgelegt, das Kind in seinen Gefühlen sozusagen gefangen. Strenge (schimpfen, weggehen, genervt sein, aufs Zimmer schicken...) sind vollkommen kontraproduktiv. Lieber durch Tonfall und Körpersprache Nähe und Stabilität vermitteln, da sein. Wenn dein Kind sich aufregt oder ärgert ist es wichtig ihm zu signalisieren dass du seine Gefühle verstehst.

    Vielleicht hilft dir dieser Text auch weiter:

    https://www.gewuenschtestes-wunschki...fallen-in.html

    Ich denke auch, dass Strenge nur um "nicht (wieder) nachzugeben" echt der falsche Weg ist. Es gibt Punkte da verlange ich absoluten Gehorsam. Aber das sind Punkte bei denen es um die physische Unversehrtheit meines Kindes geht (an der Straße oder am Bahnsteig stehenbleiben wenn ich das sage, im Auto angeschnallt bleiben, solche Sachen halt). Bei anderen Dingen lässt sich oft auch ein Kompromiss finden. Ich muss mich nicht immer durchsetzen nur weil ich die Mutter bin. Kein Kind wird fettleibig weil es an Ostermontag mal ein kleines Schokoei UND ein Eis gab obwohl es vorher hieß es gibt nur eins von beidem. Kein Kind wird dir auf der Nase rum tanzen weil du zwei statt einer Gute Nacht Geschichten gelesen hast.

    Was die Windel angeht: Klar hat dein Kind mit 2 keine Lust auf wickeln. Das ist ja auch langweilig. Du könntest ja auch mal versuchen die Windel einfach weg zu lassen. Wir haben unsere mit 25 Monaten einfach mal einen Abend unten ohne laufen lassen, da ging zwei mal was auf den Boden, danach hatte sie es verstanden. Wir sind jetzt seit 3 Monaten dabei und bis auf das große Geschäft klappt es ohne Windel wirklich gut. Klar passiert auch mal ein Unfall wenn sie sehr abgelenkt ist, aber das ist die Ausnahme. Vielleicht ist dein Kind ja auch schon so weit. Probier' es am nächsten schönen Wochenende doch einfach mal aus. Und gib ihm ein paar Tage um zu sehen ob sich was tut.

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