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Thema: Hyper sensibles Kind?!

  1. #1
    MiMaMaus ist offline journey (wo)man
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    52

    Standard Hyper sensibles Kind?!

    Hallo.

    Ich hatte eine Kollegin zu Besuch, die meinte das mein Kind ja auch Hyper sensibel sei, genauso wie ihre Tochter.
    Kann mir jemand aus Erfahrung sagen wie man so etwas feststellt und welche Relevanz das im Alltag hat? Vielleicht auch aus eigener Erfahrung?! Das konnte mir meine Kollegin nicht erklären und das was ich im Internet gefunden habe passt auch nicht so wirklich zu meinem Kind!

    Danke,
    MiMaMaus

  2. #2
    linebdp ist offline Veteran
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    Standard Re: Hyper sensibles Kind?!

    Hypersensibel ist kein einheitlich verwendeter Begriff.

    Frag doch deine Kollegin, was sie damit gemeint hat und woran sie das festmacht.

  3. #3
    Maxie Musterfrau ist offline 100% Originalnick
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    Standard Re: Hyper sensibles Kind?!

    Zitat Zitat von MiMaMaus Beitrag anzeigen
    Hallo.

    Ich hatte eine Kollegin zu Besuch, die meinte das mein Kind ja auch Hyper sensibel sei, genauso wie ihre Tochter.
    Kann mir jemand aus Erfahrung sagen wie man so etwas feststellt und welche Relevanz das im Alltag hat? Vielleicht auch aus eigener Erfahrung?! Das konnte mir meine Kollegin nicht erklären und das was ich im Internet gefunden habe passt auch nicht so wirklich zu meinem Kind!

    Danke,
    MiMaMaus
    Deine Kollegin wird doch erklären können, wie sie das bei deinem Kind bemerkt hat, oder nicht?

  4. #4
    MiMaMaus ist offline journey (wo)man
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    Standard Re: Hyper sensibles Kind?!

    Zitat Zitat von linebdp Beitrag anzeigen
    Hypersensibel ist kein einheitlich verwendeter Begriff.

    Frag doch deine Kollegin, was sie damit gemeint hat und woran sie das festmacht.
    Hallo.
    Ich fragte sie das ja, weil ich unsere Kinder nicht sehr ähnlich vom Verhalten finde! Ihr Kind hat den ganzen Nachmittag am Rockzipfel der Mama gehangen! Dabei waren sie schon ein Paar Mal bei uns. Und egal mit was mein Kind ankam, es konnte die Tochter nicht aus der Reserve locken.
    Ich erlebe die Tochter immer sehr schüchtern und zurückhaltend. Mein Kind hingegen ist eher extrovertiert! Es kann schon Mal sein das es einen Moment braucht bis es auf neue Personen oder Situationen zugeht, meist ist es aber sehr offen! Den Nikolaus hätte es z.B. direkt am liebsten das ganze Haus gezeigt als der kam und hat den Armen Mann damit sehr verunsichert!

    Was wohl auffällig wäre laut meiner Kollegin ist das mein Kind nicht gerne "warm" mag, dazu hätte ich letztes Jahr hier auch Mal was gefragt. Mein Kind mag keine warmen Getränke/Speisen oder warm Duschen/Hände waschen, kalt (also Eis oder so was) ist hingegen kein Problem! Allerdings hat sich das schon gebessert. Wo mein Kind fast hysterisch wird ist immer wenn es Nass wird, es hatte beim Besuch der Kollegin ein Paar Tropfen Sprudel auf den Pullover verkleckert, das hat dann dazu geführt das nur noch "Aus" gebrüllt wurde bis der Pullover ausgezogen war! Das Verhalten kennen wir. Dreck draußen ist kein Problem, wenn es z.B. im Sandkasten spielt. Seit neuestem hätte es aber am liebsten wenn nach jedem bissen das es mit den Fingern gegessen hat die Finger wieder abgewaschen werde.
    Es hat ne ziemliche Antenne für Spannungen, kann Gefühle für die 3 Jahre gut erkennen und drauf eingehen! Zum Beispiel beim kleinen Geschwisterchen, aber auch bei der Tochter der Kollegin! Mein Kind ging auf das andere Kind zu und meinte "wieso weinst du? Bist du traurig, hast du Angst? Komm wir spielen zusammen das macht Spaß dann musst du nicht mehr weinen!". Oder ich hatte einmal einen Kreislauf Zusammenbruch, da kam mein Kind an bevor ich was sagen konnte und meinte ob es mir nicht gut geht, ob es mir aufhelfen soll, mein anwesender Vater hatte bis zu dem Moment noch nichts gemerkt! Oder wenn mein Mann und ich uns gestritten haben merkt es das auch, egal wie wir uns Mühe geben und meint auch "Mama bist du sauer? Bist du böse auf mich? Tut mir leid Mama, ich will dich nicht böse machen"
    Mein Kind hat viel Phantasie.
    Das sind die Sachen die meine Kollegin angemerkt hat.

    Aber was ich mit diesem Wort verbinde, Angst vor neuem, Angst vor Lärm, überangepasstheit. Das sehe ich bei meinem Kind nicht! Es ist meist ein liebes Kind, das auch gerne Sachen tut um ein "danke" zu bekommen oder einem eine Freude zu machen! Aber genauso ist es laut und wild, ist der Mittelpunkt in einer Gruppe und im Kindergarten umringt von allen anderen und immer mitten im geschehen!
    Kann man in so einem Jungen Alter so etwas überhaupt schon feststellen?! Und was für eine Relevanz hat das im Alltag?
    Das konnte meine Kollegin mir nicht erklären.

  5. #5
    MiMaMaus ist offline journey (wo)man
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    09.10.2018
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    Standard Re: Hyper sensibles Kind?!

    Zitat Zitat von linebdp Beitrag anzeigen
    Hypersensibel ist kein einheitlich verwendeter Begriff.

    Frag doch deine Kollegin, was sie damit gemeint hat und woran sie das festmacht.
    Zitat Zitat von Maxie Musterfrau Beitrag anzeigen
    Deine Kollegin wird doch erklären können, wie sie das bei deinem Kind bemerkt hat, oder nicht?
    Hallo.
    Nein so wirklich erklären konnte sie mir das nicht. Aber wie schon gesagt, ihre Tochter und mein Kind sind ganz anders im Verhalten!
    Bei ihnen wurde die Kita Eingewöhnung damals nach 2 Monaten abgebrochen weil das Kind sich nicht einleben konnte.
    Wir waren das erste Mal da und ich war schon vergessen und mein Kind hat mit den anderen gespielt als kenne es die schon seit Ewigkeiten!

  6. #6
    linebdp ist offline Veteran
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    Standard Re: Hyper sensibles Kind?!

    Zitat Zitat von MiMaMaus Beitrag anzeigen
    Hallo.
    Nein so wirklich erklären konnte sie mir das nicht. Aber wie schon gesagt, ihre Tochter und mein Kind sind ganz anders im Verhalten!
    Bei ihnen wurde die Kita Eingewöhnung damals nach 2 Monaten abgebrochen weil das Kind sich nicht einleben konnte.
    Wir waren das erste Mal da und ich war schon vergessen und mein Kind hat mit den anderen gespielt als kenne es die schon seit Ewigkeiten!
    Naja - ich denke, wenn du dich mit dem Thema schon beschäftigt hast, dann hast du ja sicher auch gelesen, dass es Verhaltensweisen gibt, die in Richtung Hochsensibilität deuten, dass aber z.B. extrovertierte und introvertierte Hochsensible unterschieden werden. Ich kann mir vorstellen, dass auch diese Einteilung zu grob ist und es noch andere Kategorien gibt, soweit man überhaupt Kategorien benötigt. Denn für mich ist das Thema Hochsensibilität keine Diagnose, sondern eine Beschreibung für eine bestimmte Ausprägung von Fähigkeiten, die einerseits eine besondere Gabe darstellen und mit denen man im Alltag aber auch manchmal an seine Grenzen kommt und dann wissen muss, was einem gut tut und wie man Situationen bewältigt.

    Ich habe mindestens eine hochsensible Tochter -heute würde ich sagen, extrovertiert. Im Kleinkindalter war sie eher wie das Kind deiner Kollegin. Bei ihr habe ich das ab dem Babyalter geahnt. Unsere Mittlere ist nicht so offensichtlich hochsensibel, geht aber auch in die Richtung, dann aber introvertiert. Die kleinste wirkt bisher robuster. Nachdem ich das Konzept heute kenne, weiß ich es auch von mir selber, und auch meine Mutter passte voll in dieses Schema. Für mich ist das Wissen wichtig, um Verhalten meiner Kinder richtig zu deuten und unseren Alltag so zu gestalten, dass es für uns alle gut ist. Für mich wäre es besonders im Jugendalter wichtig gewesen, um mich selbst besser zu verstehen und um mich nicht so falsch zu fühlen, wenn ich mehr Rückzugsraum brauchte als meine Freunde und wenn ich Disco und große Veranstaltungen nach kurzer Zeit viel zu anstrengend fand.
    In dem Sinn: es ist eine Beschreibung, und es kann helfen, Situationen zu verstehen und dadurch besser zu bewältigen. Zu mehr braucht man den Begriff oder das Wissen in meinen Augen nicht.

  7. #7
    MiMaMaus ist offline journey (wo)man
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    Standard Re: Hyper sensibles Kind?!

    Zitat Zitat von linebdp Beitrag anzeigen
    Naja - ich denke, wenn du dich mit dem Thema schon beschäftigt hast, dann hast du ja sicher auch gelesen, dass es Verhaltensweisen gibt, die in Richtung Hochsensibilität deuten, dass aber z.B. extrovertierte und introvertierte Hochsensible unterschieden werden. Ich kann mir vorstellen, dass auch diese Einteilung zu grob ist und es noch andere Kategorien gibt, soweit man überhaupt Kategorien benötigt. Denn für mich ist das Thema Hochsensibilität keine Diagnose, sondern eine Beschreibung für eine bestimmte Ausprägung von Fähigkeiten, die einerseits eine besondere Gabe darstellen und mit denen man im Alltag aber auch manchmal an seine Grenzen kommt und dann wissen muss, was einem gut tut und wie man Situationen bewältigt.

    Ich habe mindestens eine hochsensible Tochter -heute würde ich sagen, extrovertiert. Im Kleinkindalter war sie eher wie das Kind deiner Kollegin. Bei ihr habe ich das ab dem Babyalter geahnt. Unsere Mittlere ist nicht so offensichtlich hochsensibel, geht aber auch in die Richtung, dann aber introvertiert. Die kleinste wirkt bisher robuster. Nachdem ich das Konzept heute kenne, weiß ich es auch von mir selber, und auch meine Mutter passte voll in dieses Schema. Für mich ist das Wissen wichtig, um Verhalten meiner Kinder richtig zu deuten und unseren Alltag so zu gestalten, dass es für uns alle gut ist. Für mich wäre es besonders im Jugendalter wichtig gewesen, um mich selbst besser zu verstehen und um mich nicht so falsch zu fühlen, wenn ich mehr Rückzugsraum brauchte als meine Freunde und wenn ich Disco und große Veranstaltungen nach kurzer Zeit viel zu anstrengend fand.
    In dem Sinn: es ist eine Beschreibung, und es kann helfen, Situationen zu verstehen und dadurch besser zu bewältigen. Zu mehr braucht man den Begriff oder das Wissen in meinen Augen nicht.
    Hallo.
    Beschäftigt mit den Thema ist vielleicht zu viel gesagt. Jeder hat glaube ich schon einmal etwas dazu gehört! Aber das Bild was ich im Kopf von meinem Kind habe, ist nicht das was ich von einem Hochsensiblen Kind habe! Aber das mag vielleicht auch daran liegen das ich da wirklich ein Kind im Kopf habe das nicht aus sich raus kommt und viel weint und schlecht in Kontakt mit fremden treten kann. Wie es scheint hatte ich da zuvor ein zu enges Bild im Kopf!

    Was mich halt verwirrte war das Beharren meiner Kollegin auf "wie gehst du den mit deinem Kind um? Man muss ja ganz besonders auf diese Kinder eingehen".
    Ich bin bestimmt keine Supermama, aber ich denke man muss auf jedes Kind besonders eingehen und es dort abholen wo es halt ist! Wenn das bei uns heißt das wir halt Ersatzkleidung dabei haben sollten damit man zur Not die nasse Kleidung wechseln kann, dann ist das halt so! Ich Versuche jetzt nicht dafür zu sorgen das mein Kind nie nasse Kleidung bekommt, wie soll es den da lernen das es nicht so schlimm ist?! Aber wenn halt was nass wird wird es gewechselt!
    Wenn es halt keine warmen Speisen will, dann muss es warten/gepustet werden bis es kalt ist

    Ist das den so was besonderes? Bekommt mein Kind Probleme wenn es wirklich hypersensibel ist und ich jetzt nicht besonders auf es eingehe? In Watte packen ist ja auch nichts...

  8. #8
    linebdp ist offline Veteran
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    Standard Re: Hyper sensibles Kind?!

    Zitat Zitat von MiMaMaus Beitrag anzeigen
    Hallo.
    Beschäftigt mit den Thema ist vielleicht zu viel gesagt. Jeder hat glaube ich schon einmal etwas dazu gehört! Aber das Bild was ich im Kopf von meinem Kind habe, ist nicht das was ich von einem Hochsensiblen Kind habe! Aber das mag vielleicht auch daran liegen das ich da wirklich ein Kind im Kopf habe das nicht aus sich raus kommt und viel weint und schlecht in Kontakt mit fremden treten kann. Wie es scheint hatte ich da zuvor ein zu enges Bild im Kopf!

    Was mich halt verwirrte war das Beharren meiner Kollegin auf "wie gehst du den mit deinem Kind um? Man muss ja ganz besonders auf diese Kinder eingehen".
    Ich bin bestimmt keine Supermama, aber ich denke man muss auf jedes Kind besonders eingehen und es dort abholen wo es halt ist! Wenn das bei uns heißt das wir halt Ersatzkleidung dabei haben sollten damit man zur Not die nasse Kleidung wechseln kann, dann ist das halt so! Ich Versuche jetzt nicht dafür zu sorgen das mein Kind nie nasse Kleidung bekommt, wie soll es den da lernen das es nicht so schlimm ist?! Aber wenn halt was nass wird wird es gewechselt!
    Wenn es halt keine warmen Speisen will, dann muss es warten/gepustet werden bis es kalt ist

    Ist das den so was besonderes? Bekommt mein Kind Probleme wenn es wirklich hypersensibel ist und ich jetzt nicht besonders auf es eingehe? In Watte packen ist ja auch nichts...
    Nein. Du machst das schon richtig. Ich finde es überhaupt nicht gut, wenn das so hochgespielt wird. Es ist eine Eigenschaft, ein Persönlichkeitszug, und gut ist. Ich finde auch, dass man auf jedes Kind eingehen muss.
    NaddlH gefällt dies

  9. #9
    Avatar von NaddlH
    NaddlH ist offline Menschenkind
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    Standard Re: Hyper sensibles Kind?!

    Zitat Zitat von linebdp Beitrag anzeigen
    Nein. Du machst das schon richtig. Ich finde es überhaupt nicht gut, wenn das so hochgespielt wird. Es ist eine Eigenschaft, ein Persönlichkeitszug, und gut ist. Ich finde auch, dass man auf jedes Kind eingehen muss.
    Danke.
    Ich persönlich finde auch, dass man hochsenible Kinder nicht in Watte packen sollte. Es ist eine Eigenschaft - wie du schreibst - die man berücksichtigen sollte, aber die man nicht pauschalisieren sollte.
    Auf den Menschen strömen mehr Details ein, er/sie reagiert evtl. speziell auf bestimmte Situationen. Aber das Kind sollte lernen, damit umzugehen. Einiges ausschalten, anderes mehr beachten - einfach auf das persönliche Wohlbefinden abgestimmt.

  10. #10
    MiMaMaus ist offline journey (wo)man
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    Standard Re: Hyper sensibles Kind?!

    Zitat Zitat von linebdp Beitrag anzeigen
    Nein. Du machst das schon richtig. Ich finde es überhaupt nicht gut, wenn das so hochgespielt wird. Es ist eine Eigenschaft, ein Persönlichkeitszug, und gut ist. Ich finde auch, dass man auf jedes Kind eingehen muss.
    Hallo.

    Wobei ich jetzt feststellen musste das sich mein Kind in den letzten Wochen anscheinend verändert hat!
    Mein Mann musste einige Wochen alles übernehmen, da ich ab der 24 SSW liegen musste wegen drohender Frühgeburt. Und als dann das Geschwisterchen da war (es ist kein Frühchen geworden) war ich körperlich so ab und das Baby hat so viel am Anfang geweint,das ich auch nicht viel machen konnte. Jetzt sind aber die ersten 3 Monate Rum und das schlimme Bauchweh endlich weg, und wir können wieder ganz viel machen, auf den Spielplatz, zum Kindersport etc.
    Aber ich merke das es zurückhaltender ist, schneller Angst hat irgendwo runter zu fallen,wackelige Dinge nicht mehr so mag und wenn etwas laut ist selber sehr ruhig wird. Das war früher nicht so!

    Aber Ihren kann man nicht zurückdrehen! Ob es jetzt als Reaktion ist das die Mami eine Zeit lang nicht da war oder einfach weil es jetzt mehr versteht und weiß das man runter fallen kann,.das weiß ich nicht!

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