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  • 1 Post By Pippi27

Thema: Meinem Kind ist immer alles zu anstrengend

  1. #1
    Vianomama ist offline Stranger
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    Standard Meinem Kind ist immer alles zu anstrengend

    Hallo zusammen,

    Wir brauchen irgendwie mal Rat von außen, da wir als Eltern verzweifelt und am Ende unserer Kräfte sind.
    Unser großer Sohn ist gerade 4Jahre geworden und war schon als Baby eines der Sorte "high- need". Fordernd und nie wirklich zufrieden zu stellen. Kein wirkliches Schreibaby aber immer irgendwie am nörgeln. Naja das hat sich bis heute gehalten.

    Warum ich eigentlich Hilfe brauche, ist weil ich nicht weiß wie ich damit umgehen soll, dass ihm immer alles zu anstrengend ist.
    Wenn er keine Lust hat etwas allein zu tun (Schuhe anziehen, etwas holen, uns helfen) kommt immer die Aussage " das ist mir zu anstrengend".
    Aber auch in vielen anderen Situationen ist das die Standartaussage von ihm. Sei es seine fehlende Motivation etwas neues zu lernen ( Fahrrad fahren, Schleife binden, etc.) oder bei dem Kindersport weiter zu machen, bei dem ich ihn und seinen Kumpel angemeldet hatte. Er will aber auch partout nicht anderes... Musikschule oder andere Freizeitaktivitäten. Vorschläge egal welcher Art werden immer mit der Standartantwort abgewehrt. Wenn er es aber dann macht, macht es ihm Spaß und hinterher tut er wieder so als hätte es ihm überhaupt nicht gefallen.

    Letztes hat er mit meinem Mann Lego gebaut... nach drei Minuten legte er seine Teile weg und sagte wieder das übliche und er bräuchte mal eine Pause.
    So geht das leider ganz oft in den verschiedensten Lebenssituationen.

    Körperlich ist bei ihm aber alles ok. Sonst kann er ja auch wie ein Durazellhäschen toben und spielen.

    Bei uns hat er eine solche Aussage noch nie gehört. Wir sind beide Anpacker und Arbeitstiere. Ein "das kann ich nicht" oder "das ist mir zu anstrengend" gibt es bei uns nicht. Woher hat er diese Einstellungen bzw. Was können wir tun?

  2. #2
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick
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    Standard Re: Meinem Kind ist immer alles zu anstrengend

    Zitat Zitat von Vianomama Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    Wir brauchen irgendwie mal Rat von außen, da wir als Eltern verzweifelt und am Ende unserer Kräfte sind.
    Unser großer Sohn ist gerade 4Jahre geworden und war schon als Baby eines der Sorte "high- need". Fordernd und nie wirklich zufrieden zu stellen. Kein wirkliches Schreibaby aber immer irgendwie am nörgeln. Naja das hat sich bis heute gehalten.

    Warum ich eigentlich Hilfe brauche, ist weil ich nicht weiß wie ich damit umgehen soll, dass ihm immer alles zu anstrengend ist.
    Wenn er keine Lust hat etwas allein zu tun (Schuhe anziehen, etwas holen, uns helfen) kommt immer die Aussage " das ist mir zu anstrengend".
    Aber auch in vielen anderen Situationen ist das die Standartaussage von ihm. Sei es seine fehlende Motivation etwas neues zu lernen ( Fahrrad fahren, Schleife binden, etc.) oder bei dem Kindersport weiter zu machen, bei dem ich ihn und seinen Kumpel angemeldet hatte. Er will aber auch partout nicht anderes... Musikschule oder andere Freizeitaktivitäten. Vorschläge egal welcher Art werden immer mit der Standartantwort abgewehrt. Wenn er es aber dann macht, macht es ihm Spaß und hinterher tut er wieder so als hätte es ihm überhaupt nicht gefallen.

    Letztes hat er mit meinem Mann Lego gebaut... nach drei Minuten legte er seine Teile weg und sagte wieder das übliche und er bräuchte mal eine Pause.
    So geht das leider ganz oft in den verschiedensten Lebenssituationen.

    Körperlich ist bei ihm aber alles ok. Sonst kann er ja auch wie ein Durazellhäschen toben und spielen.

    Bei uns hat er eine solche Aussage noch nie gehört. Wir sind beide Anpacker und Arbeitstiere. Ein "das kann ich nicht" oder "das ist mir zu anstrengend" gibt es bei uns nicht. Woher hat er diese Einstellungen bzw. Was können wir tun?
    Was sagen die im Kindergarten dazu, wie läuft's da?

  3. #3
    Vianomama ist offline Stranger
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    Standard Re: Meinem Kind ist immer alles zu anstrengend

    Ich vermute, dass er zum einen dort völlig unter geht, da es 15 kinder und nur ein Erzieher in der Gruppe sind, zum Anderen ist er dort mit großem Abstand der Jüngste und wird von dem Erzieher auch eher als "der Kleine, der ist noch emotional unreif" eingeschätzt. Sonst hör ich nichts negatives.

  4. #4
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick
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    Standard Re: Meinem Kind ist immer alles zu anstrengend

    Zitat Zitat von Vianomama Beitrag anzeigen
    Ich vermute, dass er zum einen dort völlig unter geht, da es 15 kinder und nur ein Erzieher in der Gruppe sind, zum Anderen ist er dort mit großem Abstand der Jüngste und wird von dem Erzieher auch eher als "der Kleine, der ist noch emotional unreif" eingeschätzt. Sonst hör ich nichts negatives.
    Da hätte ich aber schon noch differenzierter nachgefragt, v.a. ob er dort auch so argumentiert.

  5. #5
    Avatar von Pippi27
    Pippi27 ist gerade online Bibbi siemazwanzich
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    Standard Re: Meinem Kind ist immer alles zu anstrengend

    Zitat Zitat von Vianomama Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    Wir brauchen irgendwie mal Rat von außen, da wir als Eltern verzweifelt und am Ende unserer Kräfte sind.
    Unser großer Sohn ist gerade 4Jahre geworden und war schon als Baby eines der Sorte "high- need". Fordernd und nie wirklich zufrieden zu stellen. Kein wirkliches Schreibaby aber immer irgendwie am nörgeln. Naja das hat sich bis heute gehalten.

    Warum ich eigentlich Hilfe brauche, ist weil ich nicht weiß wie ich damit umgehen soll, dass ihm immer alles zu anstrengend ist.
    Wenn er keine Lust hat etwas allein zu tun (Schuhe anziehen, etwas holen, uns helfen) kommt immer die Aussage " das ist mir zu anstrengend".
    Aber auch in vielen anderen Situationen ist das die Standartaussage von ihm. Sei es seine fehlende Motivation etwas neues zu lernen ( Fahrrad fahren, Schleife binden, etc.) oder bei dem Kindersport weiter zu machen, bei dem ich ihn und seinen Kumpel angemeldet hatte. Er will aber auch partout nicht anderes... Musikschule oder andere Freizeitaktivitäten. Vorschläge egal welcher Art werden immer mit der Standartantwort abgewehrt. Wenn er es aber dann macht, macht es ihm Spaß und hinterher tut er wieder so als hätte es ihm überhaupt nicht gefallen.

    Letztes hat er mit meinem Mann Lego gebaut... nach drei Minuten legte er seine Teile weg und sagte wieder das übliche und er bräuchte mal eine Pause.
    So geht das leider ganz oft in den verschiedensten Lebenssituationen.

    Körperlich ist bei ihm aber alles ok. Sonst kann er ja auch wie ein Durazellhäschen toben und spielen.

    Bei uns hat er eine solche Aussage noch nie gehört. Wir sind beide Anpacker und Arbeitstiere. Ein "das kann ich nicht" oder "das ist mir zu anstrengend" gibt es bei uns nicht. Woher hat er diese Einstellungen bzw. Was können wir tun?
    vielleicht hast du einfach eine falsche Vorstellung davon, was dein "großes" Kind schon können muss.
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  6. #6
    linebdp ist offline Veteran
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    Standard Re: Meinem Kind ist immer alles zu anstrengend

    Zitat Zitat von Pippi27 Beitrag anzeigen
    vielleicht hast du einfach eine falsche Vorstellung davon, was dein "großes" Kind schon können muss.
    Ich sehe das ähnlich. Unsere jüngste ist gerade vier geworden. Daher habe ich einen guten Vergleich. Sie fährt leidlich Laufrad und vom Schleife binden sind wir meilenweit entfernt. Das haben die beiden größeren erst im Vorschuljahr gelernt. Übrigens im Kindergarten, was ich auch nicht schlimm fand.

    Es gibt Kinder, die haben Mühe, etwas zu Ende zu bringen. Eine Bastelarbeit, ein Spiel, ein Bild, was auch immer. Dahinter kann stecken, dass es ihm wirklich zu anstrengend ist. Dass es ihm keinen Spaß macht. Oder dass er einen hohen Anspruch an sich selbst hat und auf diesem Weg mögliche Frustration vermeidet. Versagensängste quasi. Unsere Mittlere schaut gerade bei Gesellschaftsspielen nur zu, weil sie mit dem Verlieren nicht gut klar kommt. Und vielleicht ist sein Legobauwerk nicht so geworden, wie er es sich vorgestellt hat, und dann hört er lieber auf...? Könnte das passen?

    Mit gerade vier Jahren würde ich aber in dieser Hinsicht noch nicht sehr viel erwarten.
    - Ich würde an den Alltagskompetenzen dranbleiben, die er sicher bewältigen kann (sich anziehen, einen Anteil am Zähneputzen selber machen, selbständig aufs Klo gehen, das eigene Brot streichen, nach dem Nachhausekommen selber die Jacke und die Schuhe aufräumen, Wegstrecken zu aufs/mit dem Laufrad o.ä, zurücklegen, den Kindergartenrucksack selber tragen etc.) und auf diese Dinge bestehen, dass sie fertig gemacht werden. Kannst du ihn darüber hinaus im Alltag situativ einbeziehen? Beim Tischdecken, beim Backen, mal was holen lassen... das schafft kleine Erfolgserlebnisse, er gehört zu den Großen, und z.B. Den Kuchen will man ja auch zu Ende backen, denn sonst kann man ihn nicht essen?

    - Neues Lernen - das würde ich natürlich Dinge anbieten, aber da muss er anbeißen, sonst wird das nichts. Sehr wichtig: kleine Ziele, die er leicht erreichen kann. Und in einer attraktiven Situation. Also eher einem Stofftier eine Leine anknoten als eine Schleife binden üben. Ermutigung und gemeinsame echte Freude, wenn er etwas geschafft hat.

    - regelmäßige Freizeitaktivitäten: grundsätzlich mit ihm besprechen, was er machen möchte, und das dann aber auch ohne Wenn und Aber und trotz Genöle über einige Monate durchziehen. Dann kann man neu besprechen. Auch das vorher vereinbaren. Außerdem kann man schon mal fragen, was er denn lieber machen würde als zum Sportkurs zu gehen. Vielleicht ist die Antwort ja erhellend. Grundsätzlich: Ich finde ja, dass 1-2 regelmäßige Aktivitäten in dem Alter völlig ausreichen und dass die Kinder ansonsten spielen sollen, sich verabreden sollen, draußen sein sollen...

    - wenn es um andere Freizeitaktivitäten geht wie Ausflüge, Besuche o.ä. (Ist das bei euch ein Thema?), dann sage ich durchaus mal, dass ICH das aber gerne machen mag und dass ich mich an vielen anderen Stellen nach den Kindern richte - dass ich mir wünsche, dass sie sich jetzt auch mal auf meine Bedürfnisse einlassen. Meistens klappt das sehr gut (wobei es auch nie um Dinge geht, die völlig fern von ihrem Interesse sind).

    Alles Gute!

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