Hallo Dana,
ich habe gerade bei meinen (leider ständigen) Recherchen zu diesem Thema deinen Beitrag gelesen und möchte ein bisschen was von meinen Erfahrungen hierzu berichten.
Ich habe diese Phänomen bei meiner Tochter (1 1/2 Jahre alt) leider auch. Über einen Zeitraum von einem Monat hat sie im Sommer immer mal wieder nachts erbrochen. Immer zu unterschiedliche Zeiten, unabhängig von den tagsüber erhaltenen Mahlzeiten und ohne eine erkennbare andere Konstante. Auch die Häufigkeit und Pausen zwischen den „Brech“-Nächten war immer verschieden. Mal hat sie drei Nächte hintereinander erbrochen, dann war eine Woche Pause oder sie hat im Zwei-Tagestakt gebrochen. Wir waren Dauergast beim Kinderarzt. Unüblich war, dass sie tagsüber trotzdem immer gut drauf war und alles gegessen hat, was ihr vor die Nase kam.
Das Ganze gipfelte dann in drei aufeinander folgenden „Brech-Nächten“, in denen sie so viel abgenommen hatte, dass wir kurzerhand ins Krankenhaus gefahren sind. Dort wurden wir aufgrund des Gewichtsverlustes stationär aufgenommen und meine Kleine im Laufe der Woche auf alles Erdenkliche getestet - leider ohne Ergebnis. Alle Tests waren unauffällig. Nahrungsmittelunverträglichkeiten und andere Lebensmittelallergien konnten ausgeschlossen werden. Man empfahl uns ein Ernährungstagebuch zu führen und wir reisten nach einer kräftezehrenden Woche wieder ab. Anschließend hatten wir Ruhe. Mausi gedieh prächtig, nächtliche Brechanfälle gehörten der Vergangenheit an... bis letzte Woche! Dort erbrach sie ohne erkennbaren Grund in der Nacht von Montag auf Dienstag wieder. Auch wenn ich die leise Hoffnung hatte, dass es eine Ausnahme und vielleicht ein leichter Magen-Darm-Infekt war, wurde ich spätestens in der letzten Nacht eines Besseren belehrt.
Jetzt habe ich hier einen riesigen Text verfasst - sorry dafür - aber worauf ich eigentlich hinaus möchte.. ich habe so viel zu diesem Thema recherchiert und bin immer wieder überrascht wie viele Beiträge es hierzu gibt. Ganz offensichtlich scheinen nächtliche Brechattacken ja gar nicht so selten zu sein. Nur den Grund dafür ist leider nach wie vor unklar. Klar gibt es Fälle, in denen die Kinder vielleicht einen untypisch verlaufenden Magen-Darm-Infekt haben aber viele Mütter berichten ebenso wie ich von ungeklärtem Erbrechen, welches irgendwann plötzlich aufgehört hat.
Auch wenn es nicht erwiesen ist, dass Zahnen und Erbrechen zusammen hängen, erkenne ich doch zumindest bei meiner Tochter deutliche Zusammenhänge. Damals bekam sie gefühlte 6 Zähne auf einmal und momentan sprießen die Backenzähne. Vielleicht hat es wirklich auch was mit Wachstumsschüben zu tun?!
Mein Ratschlag für dich: Führe ein Ernährungstagebuch, um zumindest Allergien o.ä. auszuschließen. Beobachte auch, ob es vielleicht an den betroffenen Tagen irgendwelche Vorkommnisse gab, die sie vielleicht sehr gestresst haben. Ich habe von Kleinkindern gehört, die bei bestimmten psychischen Belastungen nachts erbrochen haben.
Wiege deine Tochter täglich ungefähr zur gleichen Zeit, um etwaige Gewichtsverluste frühzeitig zu bemerken.
Achte darauf das sie viel trinkt.
Sollten die Brechanfälle überhand nehmen, natürlich sofort zum Arzt oder für einen Komplett-Check ab ins Krankenhaus. Letzteres würde ich aber wirklich nur im kritischen Zustand (der hoffentlich nie eintritt) empfehlen. Meine Tochter ist seitdem auf jegliche Ärzte und Untersuchungen nicht mehr gut zu sprechen.
Hatte sie eventuell auch Durchfall nach dem Erbrechen? Falls ja, bitte deinen Arzt diesen vielleicht mal zu testen. Auch Diabetes kann zum Erbrechen führen. Das kann der Kinderarzt schnell und relativ unkompliziert durch eine kleine Blutabnahme im Finger überprüfen.
Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen und drücke dir die Daumen, dass es sich bei deiner Tochter bald wieder erledigt hat. Ich würde mich freuen, wenn du mal zwischen drin berichtest, ob es schon was Neues gibt.
Viele Grüße
Sarah