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  • 1 Post By karin842

Thema: down syndrom ist keine krankheit

  1. #1
    karin842 ist offline Stranger
    Registriert seit
    01.01.2012
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    1

    Standard down syndrom ist keine krankheit

    hallo,
    ich bin seit jahren treue eltern-leserin, aber mir ist nun wiederholt aufgefallen, dass kinder oder menschen mit downsyndron fast schon grundsätzlich als krank bezeichnet werden. zuletzt in der aktuellen ausgabe in dem artikel "die schlimmsten wochen meines lebens".
    down-syndrom ist keine krankheit! ds ist ein gendefekt, nicht mehr und nicht weniger! kinder mit downsyndrom sind natürlich auch schon mal krank und viele werden mit herzfehler geboren, das ist richtig. aber nicht jedes kind hat alle defizite die so gern von den ärzten aufgelistet werden und sie "leiden" auch nicht unter ds, auch eine sehr beliebte formulierung in diesem zusammenhang.
    ich bin selbst mutter eines 6-jährigen sohnes mit down-syndrom, er hat noch zwei geschwister (13 u. 12 jahre) niemand in unserer familie leidet unter unserem "mini" im gegenteil! nichts bringt es einem näher kinder und menschen so zu nehmen wie sie sind.
    natürlich ist es zuerst eine schlimme nachricht und man muss lernen mit der situation umzugehen aber der mensch wächst mit seinen aufgaben, tatsächlich!
    man wird auch nicht ausgegrenzt, ständig angegafft oder dergleichen. und selbst wenn das einmal vorkommen sollte, auf die leute die nicht mit einer behinderung umgehen können, kann ich zumindest gut verzichten.
    ich wünsche euch allen ein gutes schönes 2012viele grüsse
    thomas54 gefällt dies

  2. #2
    Avatar von Redaktion ELTERN
    Redaktion ELTERN ist offline Administrator
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    09.01.2007
    Beiträge
    2.637

    Standard Re: down syndrom ist keine krankheit

    Liebe Karin,

    als Autorin des genannten Berichtes antworte ich Ihnen. Es tut mir
    leid, wenn der Eindruck entstanden ist, dass ich Kinder mit Trisomie
    generell als „krank“ empfinde und das Leben mit Ihnen als Belastung.
    Dies ist nicht der Fall. Mein Protokoll sollte die sehr individuelle
    Gefühlssituation einer Frau widerspiegeln, die natürlich keineswegs
    pauschalisiert werden kann und darf. Ich höre immer wieder Berichte
    wie den Ihrigen und es verdient höchsten Respekt, wie Sie mit Ihrer
    Situation umgehen. Auch in „Eltern“ werden immer wieder Familien
    gezeigt, die erzählen, wie bereichernd das Leben mit einem behinderten
    Kind sein kann. Nun gab es einmal ein Bericht, bei dem der Schwerpunkt
    auf Sorgen und Bedenken lagen. Mir war klar, dass dieser Bericht
    nachdenklich machen würde. Gefühle von Lesern verletzten, das wollte
    ich aber keineswegs. Daher noch mal: sorry!

    Viele Grüße,

    Elisabeth Hussendörfer

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