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  1. #1
    Gast

    Standard Trageartikel in Juliausgabe

    Liebe Redaktion,

    schon seit der Ankündigung im Juniheft habe ich mich auf den Artikel zum Tragen in anderen Kulturen inkl. Fachfrauinterview gefreut.
    Jetzt habe ich den Artikel gelesen und bin sehr enttäuscht.

    Während der Bilderteil mit den Tragen aus unterschiedlichen Ländern ja noch sehr schön und das Interview mit Frau Kirkilionis gelungen ist, ist der Teil "So trägt sich´s gut" zum abgewöhnen. Da steht richtigerweise geschrieben, die Anhock-Spreizhaltung sei sehr wichtig, im nächsten Satz wird allerdings wieder relativiert, dass ein schmaler Steg ja auch o.k. wäre. Nein, ist es nicht! Für eine gesunde Entwicklung der noch weichen Hüftgelenke ist nur die ASH optimal, bammelnde Babybeinchen sind es nicht.
    Ein runder Rücken ist für Babys vor dem Sitzalter wichtig, steht ja auch geschrieben. Dann wird gleichzeitig aber das face-out-Tragen proklamiert. Nach vorne Tragen kann nicht nur zu Reizüberflutung führen, natürlich hängt das Kind dann sehr unbequem im Hohlkreuz. Und nein: diese Haltung nach vorne schauend ist auch bei einem 4-Monate altem Baby nicht angezeigt!

    Bei den empfohlenen Trage sind dann konsequenterweise mit dem Babybjörn, dem Stokke-Carrier, der Britaxtrage und dem Lodger Shelter gleich 4 Tragen dabei, die keine ASH oder einen runden Rücken ermöglichen. Ich verstehe ja, dass man sich aufgrund von Werbeverträgen genötigt fühlt, die schlechten Tragen der Werbepartner abzubilden, schade finde ich es trotzdem. Schließlich gibt es genug gute Tragealternativen, da muss man keine schlechten abbilden. Ich verstehe auch Eltern nicht, die eine schlechte Trage wie den BB kaufen, weil sie ja schließlich nur kurz tragen würden, wenn sie für gleiches oder sogar weniger Geld eine gute und bequeme Trage kaufen könnten, in der sie bequem und sicher auch länger tragen könnten.
    Es wundert mich auch, dass Frau Kirkilionis ihren Namen für einen derart schlecht recherchierten Artikel hergegeben hat.

    Ich empfehle der Autorin mal, sich für 30 Minuten (das sollte ja als kurze Zeitspanne qualifizieren) mit ihrem vollen Gewicht ohne sich abzustützen auf einen Schwebebalken zu setzen. Am Besten nimmt sie noch einen männlichen Kollegen mit dazu. Und dann kann sie ja nochmal überlegen, ob es wirklich in Ordnung ist, wenn eine Baby auf einem derart schmalen Steg hängen muss.

    Dieser Artikel ist meiner Meinung nach einfach schlecht und völlig unnötig.
    Im Übrigen habe ich mein Eltern-Abo gekündigt.

    Viele Grüße

    Ein Ex-Abonnent.

  2. #2
    Avatar von weberin1971
    weberin1971 ist offline Poweruser
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    Standard Re: Trageartikel in Juliausgabe

    Es ist wieder Sommer, es ist zwei Jahre her & es kommen immer die gleichen Artikel - so isset eben...

    ich linke mal rüber zur 2010er Diskussion:

    http://www.eltern.de/foren/kontakt-z...i-ausgabe.html
    http://www.eltern.de/forenticker/show/8341

    Wir waren VIER Jahre lang Reboarder - nu guckt er nach vorn...

  3. #3
    Avatar von CarrieCute
    CarrieCute ist offline Poweruser
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    Standard Re: Trageartikel in Juliausgabe

    Liebe Redaktion,
    Im Lodger Shelter sind in USA und Kanada Babys erstickt, da diese Trage keine ausreichende STützung und Haltung des Babys bereitstellt. Ich frage mich wirklich, warum Geld hier mehr GEwicht hat, als das Wohl von Menschenkindern???
    Carrie

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    www.embryotox.de infos über Medikamente in Schwangerschaft und Stillzeit

    www.rabeneltern.de und ja, wir sind Rabeneltern


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    mit meiner RLBino Arwen1860

  4. #4
    Avatar von Redaktion ELTERN
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    Standard Re: Trageartikel in Juliausgabe

    Liebe CarrieCute,

    bitte belegen Sie diese Aussagen mit entsprechenden seriösen Quellen.
    Herzlichen Dank und freundliche Grüße
    Die Redaktion ELTERN

  5. #5
    Avatar von Redaktion ELTERN
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    Standard Re: Trageartikel in Juliausgabe

    Liebe Marigold,

    es tut uns leid, aber Ihre Kritik in dieser Form können wir einfach nicht
    nachvollziehen. Ihre Unterstellung, dass wir uns aufgrund von Werbeverträgen
    genötigt fühlen, diese Tragen vorzustellen, müssen wir aufs schärfste
    zurückweisen. ELTERN hat auch auf ähnliche Kritik bereits mehrfach Stellung
    bezogen - auch auf unserer Internet-Seite.
    Tatsächlich führen wir keine Zensur ein, stellen immer wieder andere
    Tragehilfen vor. Die Tragehilfen werden ja auch immer weiterentwickelt - in
    Zusammenarbeit mit Orthopäden und anderen Fachleuten - wie die im aktuellen
    Heft auch. Anzeigen sind kein Kriterium dafür, dass wir sie im Heft
    vorstellen. In erster Linie finden wir es wichtig, dass die Leute ihre Babys
    überhaupt tragen. Dabei ist es auch von Vorteil, dass sie eine Auswahl
    haben. Wir lassen ihnen die Freiheit, herauszufinden, welche am besten zu
    ihnen und ihrer Situation passt. Erstaunlich ist wirklich, dass es diese
    ideologisch geführte Diskussion wohl in keinem anderen Land in dieser Form
    gibt.

    Wir gestehen Ihnen zu, dass Sie eine andere Tragehilfe vorziehen.
    Akzeptieren Sie aber bitte, dass andere Mütter, Väter, Fachleute, nicht nur
    die eine als die einzig richtige Trage ansehen
    Mit freundlichen Grüßen
    Die Redaktion ELTERN

  6. #6
    Avatar von maek
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    Standard Re: Trageartikel in Juliausgabe

    Zitat Zitat von Redaktion ELTERN Beitrag anzeigen
    Liebe CarrieCute,

    bitte belegen Sie diese Aussagen mit entsprechenden seriösen Quellen.
    Herzlichen Dank und freundliche Grüße
    Die Redaktion ELTERN
    Ich bin zwar nicht CarrieCute, aber diesen Link hier empfinde ich als erwähnens-/lesenswert und auch entsprechend seriös, da Frau Kirkilionis von eltern selbst ja als Trageexpertin in der aktuellen Ausgabe zu Wort kommt:

    http://www.verhaltensbiologie.com/fo...odesfaelle.pdf

  7. #7
    Avatar von Redaktion ELTERN
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    Standard Re: Trageartikel in Juliausgabe

    Die TK-Maxx-Tragehilfe hat mit der Shelter-Tragegilfe in ELTERN 7/2012
    nichts zu tun. Die beanstandete TK-Maxx-Trage ähnelt zwar auf den ersten
    Blick der Shelter-Tragehilfe etwas, ist aber bei genauerem Hinsehen doch
    anders konstruiert. Während das Baby hier hineinrutschen kann und dann ev.
    zu wenig Luft bekommt, ist das bei der Shelter-Tragehilfe nicht möglich.
    Diese Tragehilfe aus den Niederlanden ist bereits mehrfach ausgezeichnet
    worden und in unserem Nachbarland sehr beliebt (und seit vielen Jahren ohne
    Todesfall auf dem Markt).

  8. #8
    Mrs_Curiosity ist offline Member
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    Standard Re: Trageartikel in Juliausgabe

    bliblablubb :rolleyes: Jedes Jahr wieder und Eltern lernt einfach nicht dazu! Einfach traurig!
    Ob ein Kind zu einem warmherzigen, offenen und vertrauensvollen Menschen mit Sinn für das Gemeinwohl heranwächst
    oder aber zu einem gefühlskalten, destruktiven, egoistischen Menschen,
    das entscheiden die, denen das Kind in dieser Welt anvertraut ist,
    je nachdem, ob sie ihm zeigen, was Liebe ist, oder aber dies nicht tun.
    Astrid Lindgren

  9. #9
    Mrs_Curiosity ist offline Member
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    Standard Re: Trageartikel in Juliausgabe

    Zitat Zitat von Redaktion ELTERN Beitrag anzeigen
    Erstaunlich ist wirklich, dass es diese
    ideologisch geführte Diskussion wohl in keinem anderen Land in dieser Form
    gibt.
    Haben Sie hierfür seriöse Quellen?
    Ob ein Kind zu einem warmherzigen, offenen und vertrauensvollen Menschen mit Sinn für das Gemeinwohl heranwächst
    oder aber zu einem gefühlskalten, destruktiven, egoistischen Menschen,
    das entscheiden die, denen das Kind in dieser Welt anvertraut ist,
    je nachdem, ob sie ihm zeigen, was Liebe ist, oder aber dies nicht tun.
    Astrid Lindgren

  10. #10
    Gast

    Standard Re: Trageartikel in Juliausgabe

    Zitat Zitat von Redaktion ELTERN Beitrag anzeigen
    Liebe Marigold,

    es tut uns leid, aber Ihre Kritik in dieser Form können wir einfach nicht
    nachvollziehen. Ihre Unterstellung, dass wir uns aufgrund von Werbeverträgen
    genötigt fühlen, diese Tragen vorzustellen, müssen wir aufs schärfste
    zurückweisen. ELTERN hat auch auf ähnliche Kritik bereits mehrfach Stellung
    bezogen - auch auf unserer Internet-Seite.
    Tatsächlich führen wir keine Zensur ein, stellen immer wieder andere
    Tragehilfen vor. Die Tragehilfen werden ja auch immer weiterentwickelt - in
    Zusammenarbeit mit Orthopäden und anderen Fachleuten - wie die im aktuellen
    Heft auch. Anzeigen sind kein Kriterium dafür, dass wir sie im Heft
    vorstellen. In erster Linie finden wir es wichtig, dass die Leute ihre Babys
    überhaupt tragen. Dabei ist es auch von Vorteil, dass sie eine Auswahl
    haben. Wir lassen ihnen die Freiheit, herauszufinden, welche am besten zu
    ihnen und ihrer Situation passt. Erstaunlich ist wirklich, dass es diese
    ideologisch geführte Diskussion wohl in keinem anderen Land in dieser Form
    gibt.

    Wir gestehen Ihnen zu, dass Sie eine andere Tragehilfe vorziehen.
    Akzeptieren Sie aber bitte, dass andere Mütter, Väter, Fachleute, nicht nur
    die eine als die einzig richtige Trage ansehen
    Mit freundlichen Grüßen
    Die Redaktion ELTERN

    1) Ich ziehe nicht eine andere Tragehilfe vor, sondern benutze, wie die meisten Tragenden, mehrere unterschiedliche Tragen, je nach Situation. Denn es gibt mittlerweile eine Vielzahl an wirklich guten Tragen, da muss man nicht auf die Schrotttragen zurückgreifen, die sie u.a. empfehlen.

    2) Wie kann man denn bitte im Artikel schreiben, die Anhock-Spreizhaltung und der Rundrücken seien wichtig und dann 3! Tragen vorstellen, die weder ASH noch runden Rücken ermöglichen + eine Trage, in der in der nicht empfohlenen Wiegehaltung getragen wird? Hat der Autor der Empfehlungsseite sich den Trage-Artikel nicht durchgelesen? Nach welchen Kriterien werden die empfohlenen Tragen denn ausgewählt, wenn nicht nach Anzeigenkundenprodukt (was ich ja noch irgendwie nachvollziehen könnte) oder nach orthoädischer Eignung? Nach den ersten 10 Treffern bei Google, wenn man "Baby tragen" eingibt???

    3) Ich habe mich immer schon gefragt, mit welchen Orthopäden Hersteller wie BB zusammenarbeiten, jedenfalls konnte ich in den letzten Jahren keine Verbesserung hinsichtlich ASH oder Rundrücken feststellen.

    Wenn sie nach einem Fachmann in Sachen orthopädisch korrektes Tragen suchen, hätten sie z.B. Dr. Fettweis fragen können, der hätte ihnen dann erzählt, was von einem zu schmalen Steg und plattgedrücktem Rücken bei TH zu halten ist.

    4) Der Satz "In erster Linie finden wir es wichtig, dass die Leute ihre Babys
    überhaupt tragen" klingt für mich ungefähr so wie "In ersten Linie ist es wichtig, dass die Deutschen überhaupt Babys bekommen, wie sie diese dann behandeln, ist eigentlich egal". Natürlich ist es wichtig, Auswahl bei Tragehilfen zu haben, denn nicht jede Trage passt zu jedem. Aber es gibt mittlerweile nunmal viele, viele wirklich gute Tragen, da ist für jeden das Richtige dabei und man muss nicht auf schlechte Tragen wie BB, Britax oder Stokke zurückgreifen. Man hätte ja zum Beispiel mal eine der hier im Trageforum rumschwirrenden ausgebildeten und zertifizierten Trageberaterinnen fragen können.

    5) Der Satz "Erstaunlich ist wirklich, dass es diese
    ideologisch geführte Diskussion wohl in keinem anderen Land in dieser Form
    gibt" ist totaler Quatsch. Sollte die Redaktion der englischen Sprache mächtig sein, wovon ich jetzt mal ausgehe, kann der geneigte Redakteur ja mal in einschlägigen englischsprachigen Foren suchen. (Ob es in anderen Ländern ähnliche Diskussionen gibt, kann ich leider nicht einschätzen, da ich keine weitere Sprach gut genug beherrsche)
    Und letztlich ist klar, dass in einem Land wie der BRD jedes "Luxus-Babythema", egal ob Impfen, Stillen oder eben Tragen viel und kontrovers diskutiert wird - afrikanische Länder haben wohl andere Babyprobleme, als die richtige Trage. Letztlich profitiert ihre Zeitschrift ja wohl auch durch diese Diskutierwütigkeit der Deutschen.

    Nachdem ich mittlerweile mitbekommen habe, dass vor nicht allzu langer Zeit bereits eine ähnliche Diskussion hier im Forum stattgefunden hat (ich sage nur BB-Titelseite), bin ich noch mehr enttäuscht, dass die Redaktion scheinbar nichts daraus gelernt hat und sich diesmal bemüht hat, einen besser recherchierten Artikel zu verfassen. Wirklich ausgesprochen schade. So lange einflussreiche Zeitschriften wie die ihre noch schreiben "das bisschen nach vorne tragen mit baumelnden Beinen ist doch nicht schlimm" werden die diversen Hersteller einschlägiger Gruseltragen auch keine Veranlassung sehen, mal was sinnvoll zu ändern. Denn Eltern werden weiterhin die schlechten Tragen kaufen, schließlich hat eine vertrauenswürdige Zeitschrift diese empfohlen.

    Ich bleibe dabei: dieser Artikel sollte mit "Balkensitzen nicht unter 30 Minuten ohne Abstützen" für die beschuldigte Autorin bestraft werden.

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