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  1. #1
    Julia1971 ist offline newbie

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    Standard Kind (16 Mon.) wesensverändert

    Hallo zusammen,

    ich habe derzeit ein großes Problem.

    Matilda (16 Monate) ist seit November in der KITA-Eingewöhnung. Die ersten Male war ich kurz mit ihr da, habe sie dann 1/2 Stunde da gelassen, wo sich eine Betreuerin ausschließlich um sie gekümmert hat, und sie dann wieder abgeholt. Lief super. Aus der 1/2 Stunde wurden dann nach und nach bis zu 2 Stunden. Dann wurde Matilda krank, Erkältungsvirus mit bis zu 40 Fieber und sie konnte eine Woche nicht gehen. Danach - ein Freitag - war es schon schwierig. Sie hat viel gejammert. Am Wochenende hatte sie dann nachts mächtig gespuckt, wohl auch ein Virus. Montag ist sie wieder hin, aber ich musste sie wirklich weinend da lassen. Seitdem weint sie jeden Morgen fürchterlich. Habe eben mit der Kita telefoniert. Die meinen, solange sich einer allein mit Matilda beschäftigt, ist es gut. Dann baut sie, isst gut, spielt, führt denjenigen an der Hand durch alle Räume. Aber sobald sie etwas allein machen soll - was in einer Kita ja nun mal gar nicht anders geht - ist es vorbei.

    Wenn ikch sie abhole, lacht sie auch nicht und freut sich, sondern ist ganz still und blass, im besten Fall in sich gekehrt, im schlechtesten weint sie...

    Sie ist auch Zuhause sehr anhänglich, klammert sehr. Auch hier spielt sie zur Zeit nicht alleine. Immer nimmt sie meine Hand und zieht mich mit zu sich auf den Boden. Ich meine auch, sie ist gar nicht mehr so fröhlich. Sie war immer so ein Strahlekind und eine wilde Hilde! Dazu kommt, dass sie die letzten Nächte um 3.00 Uhr wach wird und zwar nicht richtig weint, aber so jammert und quengelt. Sogar, wenn ich sie in unser Bett hole, geht das weiter. Stundenlang.

    Ich mache mir echt Sorgen. Ich kann aber nicht jeden Tag mit in die Kita gehen. Dann wollen die anderen Kinder ihre Eltern auch da haben. Und die Eingewöhnung abbrechen will ich auch nicht. Muss sie da "einfach" durch??? Ist so etwas normal??? Legt sich das??? Wann???

    Bin dankbar, we´nn Ihr mal schreibt, ob das bei einem von Euch auch so ähnlich war.

    LG, Julia

  2. #2
    Veniya ist offline Optimistin

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    Standard Re: Kind (16 Mon.) wesensverändert

    Warum kannst du denn nicht anfangs jeden Tag dabei bleiben? In der Eingewöhnungszeit ist das doch durchaus normal und die anderen Kinder verstehen doch auch, dass es bei einem neuen Kind so ist.

    Wir haben mit unserer Tochter eine längere sanfte Eingewöhnungsphase gehabt. Die erste Woche war ich die ganze Zeit (ca. 4 Stunden) dabei und bin dann mit ihr wieder gegangen. In der zweiten Woche bin ich dann ab Dienstag - mit Absprache der Erzieherin - erst nur kurze Zeit und nach und nach immer länger weggeblieben. Mein Mann hat dann die dritte Woche übernommen, in der sie schon soweit mit den Erzieherinnen und den anderen Kindern vertraut war, dass sie gerne dort geblieben ist.
    Ich finde es wichtig, dass man, wenn es eben geht, sich und dem Kind viel Zeit gibt, sich einzugewöhnen. Es ist schließlich alles neu.

    Das sie jetzt so reagiert, finde ich ganz normal. Es ging alles viel zu schnell und dann auch noch die Pausen wegen der Vieren. Nach der Krankheit würde ich mit der Eingewöhnung noch einmal von vorne anfangen und es diesmal etwas ruhiger angehen.

    Und alleine Spielen müssen Kinder in diesem Alter auch noch nicht.
    Geändert von Veniya (24.11.2011 um 13:13 Uhr)

  3. #3
    Britta02 Gast

    Standard Re: Kind (16 Mon.) wesensverändert

    Ich frag mal: Was ist das für eine Eingewöhnung, bei der du ein 16monatiges weinend zurückläßt??? Sorry, das ist keine Eingewöhnung, das finde ich grausam, in dem ALter. Das kann man mit 3jährigen versuchen aber nicht mit einem Kind das nicht mal eineinhalb ist.

    Bleibe bei deinem Kind bis es sich freiwillig löst. Zur Not gehst du eben 3 Wochen jeden Tag nach 1-2h wieder. Eigentlich sollte dir so etwas die Kita anbieten, die sind schließlich geschult darin.
    Falls du dich selbst informieren willst kannst du mal nach Berliner Modell googeln. Dort steht, wie man Kinder unter 3 eingewöhnt, und auch dass für die Eingewöhnung ein Zeitraum von 2-3 Monaten eingeplant werden sollte. Wenn es schneller geht schön, aber manche Kinder brauchen einfach so lang.

    Ich vermute, dass dein kind nach der Krankheit einen Entwicklungsschub hatte und nun Dinge anders wahrnimmt als noch vor der Krankheit. Daher geh auf dein kind ein und stelle es nciht weinend ab, es hat ganz normale Verlustängste und die kann man nur durch sanfte Methoden beruhigen.

    Und manchmal muß man auch in Betracht ziehen, dass sich ein Kind nicht eingewöhnt. Das ist selten und bestimmt auch von der Einrichtung abhängig. Aber du solltest es im Hinterkopf behalten. Und dann bliebe zu überlegen ob es Alternativen gib, ob du die Betreuung zwingend brauchst und auf eine andere Kita oder Tamu zurückgreifst oder ob du deine EZ verlängerst und die Fremdbetreuunga auf später verschiebst.

  4. #4
    Avatar von weberin1971
    weberin1971 ist offline Legende

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    Standard Re: Kind (16 Mon.) wesensverändert

    Die Eingewöhnungszeit war viel zu kurz, ich kann auch nur auf das Berliner Modell verweisen, das hier auf die Ü3 auch noch angewandt wird.
    Homeoffice-Hund

  5. #5
    haeschenhuepf ist offline Veteran

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    Reden Re: Kind (16 Mon.) wesensverändert

    Zitat Zitat von Britta02 Beitrag anzeigen
    Ich frag mal: Was ist das für eine Eingewöhnung, bei der du ein 16monatiges weinend zurückläßt??? Sorry, das ist keine Eingewöhnung, das finde ich grausam, in dem ALter. Das kann man mit 3jährigen versuchen aber nicht mit einem Kind das nicht mal eineinhalb ist.

    Bleibe bei deinem Kind bis es sich freiwillig löst. Zur Not gehst du eben 3 Wochen jeden Tag nach 1-2h wieder. Eigentlich sollte dir so etwas die Kita anbieten, die sind schließlich geschult darin.
    Falls du dich selbst informieren willst kannst du mal nach Berliner Modell googeln. Dort steht, wie man Kinder unter 3 eingewöhnt, und auch dass für die Eingewöhnung ein Zeitraum von 2-3 Monaten eingeplant werden sollte. Wenn es schneller geht schön, aber manche Kinder brauchen einfach so lang.

    Ich vermute, dass dein kind nach der Krankheit einen Entwicklungsschub hatte und nun Dinge anders wahrnimmt als noch vor der Krankheit. Daher geh auf dein kind ein und stelle es nciht weinend ab, es hat ganz normale Verlustängste und die kann man nur durch sanfte Methoden beruhigen.

    Und manchmal muß man auch in Betracht ziehen, dass sich ein Kind nicht eingewöhnt. Das ist selten und bestimmt auch von der Einrichtung abhängig. Aber du solltest es im Hinterkopf behalten. Und dann bliebe zu überlegen ob es Alternativen gib, ob du die Betreuung zwingend brauchst und auf eine andere Kita oder Tamu zurückgreifst oder ob du deine EZ verlängerst und die Fremdbetreuunga auf später verschiebst.
    dem stimme ich zu. das kind ist doch erst 16 monate alt !

  6. #6
    Avatar von LinaFee
    LinaFee ist offline Endlich komplett <3

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    Standard Re: Kind (16 Mon.) wesensverändert

    Der Meinung bin ich auch. 1 Wochen ist viiiieeeellll zu kurz bei einem 16 Monate alten Kind. Und wenn sie so krank war ist ja eh alles anderst. Ich arbeite als Tagesmutter (und Erzieherin, spreche aus Erfahrung), und bespreche mit den Eltern die Eingewöhnung schon vorher. Das kann dann auch schon mal 3 - 4 Wochen sein

    Die Keinen verstehen doch noch gar nicht was da passiert und wieso sie auf einmal bei Fremden Leuten bleiben sollen. Da ist eine lange und sanfte Eingewöhnung unbedingt notwendig.

    Gib deinem Kind auf jeden Fall die Zeit die es braucht, sonst hast du damit lange zu kämpfen.
    Liebe Grüße Linafee



    http://www.hochzeitsticker.com/signatur/am1Oryi5zSt.jpg



    Trinilein, mit kleinem Mädl Anywhere_is mit Baby im Arm

    Und Katsching, meine Dezember Bino mit Baby im Arm

  7. #7
    Julia1971 ist offline newbie

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    Standard Re: Kind (16 Mon.) wesensverändert

    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Ich habe heute in der Kita abgestimmt, dass ich erst einmal jeden Tag für 1/2 Stunde gemeinsam mit Matilda komme. Wenn das auch nicht klappt, setze ich erst mal aus und versuche es in einem oder zwei Monaten noch mal.

    Aber kann es wirklich sein, dass sich diese Erfahrung bei einem Kind so auf den ganzen Alltag und die Nächte auswirkt? Nicht mal bei ihren Freundinnen will sie mehr mit mir sein. Bin dort angekommen (zum Mütter-Kaffee und Kinder-Treff, machen wir oft...) und ich konnte sie nicht mal auf dem Boden absetzen...Sonst ist sie freudig losgepest...

    Ich muss noch ergänzen, dass Matilda vor 3 Monaten einen kleinen Bruder bekommen hat. Aber damit ist sie eigentlich super zurecht gekommen...

    LG, Julia

  8. #8
    whalewatcher Gast

    Standard Re: Kind (16 Mon.) wesensverändert

    sory, aber ich finde dich ehrlich gesagt ganz schön "naiv".

    da ist ein kleines kind, das zum ersten mal von der bezugsperson für längere zeit getrennt ist und dies in form einer turbo-eingewöhnung (wobei sich das procedere wohl kaum den namen eingewöhnung verdient), das sich die eltern jetzt mit einem kleinen bruder teilen muss - und du fragst ganz unbedarft, ob es denn sein könne, dass sich dies so auf sein leben auswirkt!

    versuche mal dir zu überlegen, wie du angesichts von solch umwälzenden lebensveränderungen reagieren würdest? sagen wir z.b. mal, dein mann nimmt sich ne freundin, du musst in in eine andere stadt umziehen und einen neuen job anfangen, und nehmen wir dazu an, diese veränderungen kommen nicht auf dein betreiben, sondern werden dir aufgezwungen (nur so als - sicher nicht exakt passender - vergleich) - was meinst du, hätte das nicht auch die eine oder andere auswirkung auf dein leben und dein gesamtwohlbefinden?

  9. #9
    Britta02 Gast

    Standard Re: Kind (16 Mon.) wesensverändert

    Zitat Zitat von Julia1971 Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für Eure Rückmeldungen. Ich habe heute in der Kita abgestimmt, dass ich erst einmal jeden Tag für 1/2 Stunde gemeinsam mit Matilda komme. Wenn das auch nicht klappt, setze ich erst mal aus und versuche es in einem oder zwei Monaten noch mal.
    Ich würde ihr hierfür schon mal 1-2 Wochen Zeit geben. Und in dieser Zeit keine Trennung von dir durchführen. Erst mal muß da Kind wieder verläßlich wissen, dass du sie nicht allein läßt. Erste positive zeichen sind, wenn das Kind mal in eine Spielsituation kommt in der sie dich nciht beachtet.
    Wichtig wäre auch, dass du da bist aber nicht mit ihr spielst. Also sie darf kuscheln kommen, sie darf jeglichen Körperkontakt in der Enge haben wie sie will, aber spielen solltest du nicht mit ihr. So wird am ehesten die Neugier auf anderes geweckt. Denn schließlich soll sie ja nicht mit dir dort spielen. Sie soll sich nur sicher werden, dass du da bist.


    Aber kann es wirklich sein, dass sich diese Erfahrung bei einem Kind so auf den ganzen Alltag und die Nächte auswirkt? Nicht mal bei ihren Freundinnen will sie mehr mit mir sein. Bin dort angekommen (zum Mütter-Kaffee und Kinder-Treff, machen wir oft...) und ich konnte sie nicht mal auf dem Boden absetzen...Sonst ist sie freudig losgepest...
    Natürlich kann das sein, dass sich das so auswirkt. Ich meine in der Fachspprache heißt das Trauma und so etwas dauert eine gewisse Zeit bis so etwas verheilt ist.
    Es kann aber auch sein, das Kind hat eben eine Entwicklung durch und für das Kind selbst steht die Welt deswegen Kopf und sie muß sich erst mal neu orientieren in dieser "neuen Welt". Das wäre die harmlosere Erklärung.


    Ich muss noch ergänzen, dass Matilda vor 3 Monaten einen kleinen Bruder bekommen hat. Aber damit ist sie eigentlich super zurecht gekommen...

    LG, Julia
    Auch das kann sein, dass sie plötzlich merkt, dass der Bruder bei dir bleiben darf und sie eben nicht.
    Kannst du vll die halbe Stunde im Kiga ohne den Bruder machen? Ich könnte mir schon vorstellen, dass das helfen kann, wenn diese Komponente dabei ist.
    Vll eine Freundin, andere Mutter, Oma etc. bitten mit dem kleinen einen kurzen Spaziergang zu machen?

  10. #10
    haeschenhuepf ist offline Veteran

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    Standard Re: Kind (16 Mon.) wesensverändert

    Zitat Zitat von whalewatcher Beitrag anzeigen
    sory, aber ich finde dich ehrlich gesagt ganz schön "naiv".

    da ist ein kleines kind, das zum ersten mal von der bezugsperson für längere zeit getrennt ist und dies in form einer turbo-eingewöhnung (wobei sich das procedere wohl kaum den namen eingewöhnung verdient), das sich die eltern jetzt mit einem kleinen bruder teilen muss - und du fragst ganz unbedarft, ob es denn sein könne, dass sich dies so auf sein leben auswirkt!

    versuche mal dir zu überlegen, wie du angesichts von solch umwälzenden lebensveränderungen reagieren würdest? sagen wir z.b. mal, dein mann nimmt sich ne freundin, du musst in in eine andere stadt umziehen und einen neuen job anfangen, und nehmen wir dazu an, diese veränderungen kommen nicht auf dein betreiben, sondern werden dir aufgezwungen (nur so als - sicher nicht exakt passender - vergleich) - was meinst du, hätte das nicht auch die eine oder andere auswirkung auf dein leben und dein gesamtwohlbefinden?
    das sehe ich genau so !

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