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Thema: Kiga-Start und Geburtstermin im August - Dummes Timing?

  1. #1
    Vistin ist offline Stranger

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    Standard Kiga-Start und Geburtstermin im August - Dummes Timing?

    Hallo,

    ich sitze irgendwie in der Patsche. Ich bin Schwanger und bekomme Anfang August mein zweites Kind, außerdem bin ich Selbstständig, so dass ich recht bald nach der Geburt wieder anfangen muss zu arbeiten.

    Daher wollten wir unseren Erstgeborenen gerne mit 2 (also ab Juni) in den Kindergarten oder eine andere, ganztägige Betreuung schicken. Leider haben wir von den Elterninitiativen und kleineren Einrichtungen die wir bevorzugt hätten und die uns einen flexibleren Einstieg ermöglicht hätten Absagen bekommen (Anscheinend passen 2jährige da nicht so ganz ins Altersprofil). Jetzt sind nur noch zwei recht große, städtische Einrichtungen übrig, die uns vielleicht einen Platz anbieten können (Was wir dummerweise erst im Mai bzw. Juni erfahren) Bei denen ist aber Eingewöhnung ab August, auf keinen Fall früher und wird der Platz nicht bis zu 6 Wochen nach Zuteilung angetreten verfällt er.

    Es liefe also darauf hinaus, dass wir ein neues Baby bekommen und unseren älteren Sohn abschieben. Was mir ziemlich gegen den Strich geht.

    Und eigentlich hat mich schon das nette Telefonat mit der einen Kiga-Mitarbeiterin, in dem sie meinte ich solle mich nicht so anstellen und froh sein, wenn ich überhaupt einen U3 Platz bekomme, davon überzeugt, meinen Sohn noch ein Jahr bei Tagesmutter und Zuhause zu behalten, nächstes Jahr habe ich mit den ab 3 Angeboten eh mehr Auswahl.

    Aber mein Sohn ist so unendlich kontaktfreudig, er sucht ständig und überall Kontakt zu anderen Kindern, er ist immer ganz traurig, wenn wir zum Spielplatz kommen und da ist kein anderes Kind, dann will er gleich wieder nach hause. Und eigentlich mache ich mir wegen der Eingewöhnung auch keine Sorgen, bei der Tagesmutter fühlte er sich nach zwei Tagen bereits pudelwohl, dass ich problemlos gehen konnte und bis auf die kleinen "ne heute mal nicht"-Episoden klappt das "abgeben" prima. Er hat auch allgemein keine Berührungsängste und ist nicht sonderlich anhänglich.
    Ein Kiga-Einstieg würde ihm daher wahrscheinlich richtig gut tun, die Frage ist nur: Muss es unbedingt direkt nach der Geburt des Geschwisterchens sein? Und ist es wirklich die bessere Lösung, wenn er den ganzen Stress mit dem Säugling mitbekommt? Zurückstecken wird er eh müssen, wäre es da nicht besser, wenn ihn andere Kinder für 8 Stunden ablenken und beschäftigen, als wenn er Zuhause immer wieder aufgefordert wird leise zu sein oder daran erinnert, dass er Mama nicht mehr für sich alleine hat? Eigentlich hatte ich geplant, dass mein Mann meinen Sohn wegbringt und abholt und in der Zwischenzeit vielleicht sogar arbeiten kann und wir dann tauschen, er bekommt das Baby und ich kümmere mich um den Großen, der ja auch wieder um 7 im Bett ist. Aber wie ich beide Kinder gleichzeitig managen soll, kann ich mir gerade nicht so ganz vorstellen.
    Bei der Tagesmutter ist er nur 18 Stunden in der Woche (3x6) und das kann man auch nicht erhöhen, außerdem ist da nur noch ein weiteres Kind, ein jüngeres Mädchen, das auf seine Annäherungen und Spielversuche noch nicht so richtig reagiert.

    AH, ich weiß einfach nicht weiter!!! Sollte ich ein drittes Kind haben wollen werde ich alles tun um es im Winter zu bekommen! Hilfe! Was würdet ihr mir raten? Welche Erfahrungen habt ihr mit Geschwister bekommen und Kiga-Einstieg? Sehe ich alles zu dramatisch? Oder riskiere ich das Trauma fürs Leben?

    Besten Gruß,
    Tina

  2. #2
    Avatar von Monti75
    Monti75 ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Kiga-Start und Geburtstermin im August - Dummes Timing?

    Ich war einfach mit beiden Kindern zu Hause

    Da meine fast 2-jährige bis zur Geburt ihres Bruders noch nicht im KiGa oder anderweitig fremdbetreut wurde, lief unser Alltag ziemlich ähnlich weiter, d.h. ich war dann halt mit zwei Kindern einkaufen, auf dem Spielplatz, in der Krabbelgruppe, beim Turnen, usw.
    Mit ca. 28 Monaten konnte sie dann zwei Mal in der Woche in eine Spielgruppe für jeweils 3 Stunden gehen. Diese wurde von der VHS angeboten und war für Kinder ab 24 Monate bis ca. 3 Jahre/Kindergarteneintritt.
    Sie kam erst im September nach ihrem 3. Geburtstag in einen KiGa, vorher gab es keinen Platz.

    Klar war es mitunter stressig, aber es ging. Mein Mann war jeden Tag von 8 - 18 Uhr aus dem Haus. Oma oder sonstige Betreuer hatten wir nicht.
    Katja mit ihren Maikäfern A. *18.05.2005 und B. *01.05.2007

  3. #3
    samthandschuh ist offline Member

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    Standard Re: Kiga-Start und Geburtstermin im August - Dummes Timing?

    Hallo!

    Sagen euch die in Frage kommenden Einrichtungen zu? Dann würde ich noch einmal ausloten, was mit den "6 Wochen nach Zuteilung" gemeint ist. Das würde für mich heißen, dass spätestens ab dann die Vertragslaufzeit beginnt - wann die Eingewöhnung anfängt müsste sich doch sicher individuell mit der Einrichtung direkt regeln lassen. Solange ihr für den Platz zahlt (und klar ist, dass mittelfristig die Eingewöhnung beginnt), sollte unter diesen Umständen das doch machbar sein erst im Oktober oder so zu starten.

    Ansonsten habt ihr mit der Tagesmutter ja bereits eine gute Lösung, die meiner Meinung nach nicht als "schlecht" anzusehen ist.

    Was ich jetzt allerdings nicht ganz verstanden habe, ist die Sache mit dem recht schnell wieder arbeiten. Wenn dein Mann in der Zeit das Baby nimmt, kann er den großen Sohn doch einfach mitbetreuen? Oder wer passt dann auf Kind 2 auf?

    Unser erstes Kind ist 3 Monate vor Kind 2 in den Kiga gekommen - und war fast ein Jahr lang eifersüchtig ohne Ende. Ich denke aber, dass er dies auch gewesen wäre, wenn er um die Geburt herum oder 3 Monate nach Geburt in den Kiga gekommen wäre oder schon 1 Jahr vorher oder nachher - ist ja auch Typsache. Wir haben ihn dann ein paar Monate lang nur vormittags gebracht, damit er mehr zuhause dabei sein konnte. Wenn Dein Sohn aber sowieso eher gesellig und kontaktfreudig ist (unserer ist es nicht), nimmt er es ja vielleicht auch eher positiv auf, dass er schon groß ist und in den Kiga "darf". Und falls es doch eine Durststrecke gibt, könnt ihr ihn ja immer noch früher holen / nicht an allen Tagen bringen und habt ggü. der Tagesmutterbetreuung nichts "verloren" (es sei denn, er fühlt sich im Kiga nicht wohl, aber das kann ja niemand vorhersagen).


    Zitat Zitat von Vistin Beitrag anzeigen
    Hilfe! Was würdet ihr mir raten? Welche Erfahrungen habt ihr mit Geschwister bekommen und Kiga-Einstieg? Sehe ich alles zu dramatisch? Oder riskiere ich das Trauma fürs Leben?

    Besten Gruß,
    Tina

  4. #4
    enkalu Gast

    Standard Re: Kiga-Start und Geburtstermin im August - Dummes Timing?

    Unsere Große kam in den Kindergarten als der kleine Bruder 6 oder 8 Wochen alt war. Da war das Baby schon nicht mehr neu und sie hatte nicht den Eindruck abgeschoben zu werden. Ganz im Gegenteil war Kindergarten für sie "ihr" Ort, wo der kleine Bruder - und die Mutter - nichts zu suchen hatten. (Sie hat mich am ersten Tag an der Eingangstür verabschiedet und ist allein in ihre Gruppe marschiert!)

    Zurückstecken wird er eh müssen, wäre es da nicht besser, wenn ihn andere Kinder für 8 Stunden ablenken und beschäftigen, als wenn er Zuhause immer wieder aufgefordert wird leise zu sein oder daran erinnert, dass er Mama nicht mehr für sich alleine hat?
    1) Warum willst Du den armen kleinen Wicht mit 2 Jahren für 8 Stunden in den Kiga abschieben? Meine Kinder waren mit 3 Jahren nach 4 Stunden Kindergarten platt und heilfroh zuhause ihre Ruhe zu haben bzw. mit mir und den Geschwistern zu spielen. Was hast Du denn dann noch von Deinem Kind, außer es gleich wieder ins Bett zu stecken? Und wann sollen die Geschwister Geschwister sein dürfen?
    2) Warum willst Du ihn ständig ermahnen leise zu sein? Nummer zwei hat das große Glück einen großen Bruder zu haben, - das muss es halt damit bezahlen, dass es zuhause nicht immer friedhofsstill ist. Unsere Nummer zwei hat am aller tiefsten und besten geschlafen, wenn Nummer 1 "hörbar" anwesend war; ich nehme an, dann fühlte er sich sicher. Nummer 3 hatte nach einem viertel Jahr einen Schlafrythmus entsprechend der Kiga-Zeiten: Auf dem Heimweg vom Kiga schlief sie ein und pennte dann im Bettchen mitten in der Wohnküche weiter, - bis die Großen mit Essen fertig und spielbereit waren. Dann war die Kleine quietschfidel wach bis abends zum Vorlesen.

    Eigentlich hatte ich geplant, dass mein Mann meinen Sohn wegbringt und abholt und in der Zwischenzeit vielleicht sogar arbeiten kann und wir dann tauschen, er bekommt das Baby und ich kümmere mich um den Großen,
    Entschuldige, - aber stellst Du Dich da nicht ein bißchen an? Wieso sollte Dein Mann nur "vielleicht sogar" arbeiten gehen können?

    Mein Mann hatte den Tag der Geburt frei - und ist dann wieder normal arbeiten gegangen. Urlaub genommen hat er sich immer wenn die Babys 8 Wochen alt waren und ich mit 34 Stunden in der Woche wieder arbeiten gegangen bin. Nach zwei Wochen war der Urlaub rum, dann haben wir nach einem ausgeklügelten Plan die Kinder betreut und gemeinsam 63 Stunden in der Woche gearbeitet. Ein halber Tag Oma und ein halber Tag Betreuungstausch (was aber auch hieß, dass wir einen anderen Vormittag in der Woche ein Baby und ein fremdes Kleinkind hatten), ansonsten fliegender Wechsel. Das jeweils drei Jahre lang, da von U3-Plätzen vor 8 jahren noch niemand hier zu träumen wagte (von Ganztagsplätzen übrigens genauso wenig, d.h. spätestens um 14 Uhr war Kiga-Schluss, bei den großen noch um 12 Uhr).

    Unsere Kinder fühlen sich übrigens nach eigenen Aussagen "überbetreut", wenn das Verhältnis Erwachsene-Kinder auf 1:1 sinkt: Normal ist hier 1:4-1:6, - schließlich lernt man spätestens im Kiga Kumpels kennen, die bevorzugt bei uns ein- und ausgehen. Auch die brauchten wegen dem Baby nie zuhause zu bleiben, - zur großen Freude der Kleinen, die die Freunde der Großen immer heiß und innig geliebt haben.

    Also, sieh die Sache locker und verzärtel Dich und Deine Kinder nicht so. Man kann rechts und links ein Kind im Arm halten, vorlesen und gleichzeitig stillen. Bei vieren dürfte es schwierig werden, da gehen einem die Arme aus.

  5. #5
    Fred11 ist offline Member

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    Standard Re: Kiga-Start und Geburtstermin im August - Dummes Timing?

    Hallo,
    bei uns war es genauso, dass wir mit einem Juli- Kind das Problem hatten nicht richtig in den Kita- Zeitplan zu "passen". Wir haben in einer größeren dt. Unistadt versucht unser Kind mit 1 Jahr in eine Kita zu geben und haben nichts bekommen, u.a. weil ab Juni - Sept. nicht eingewöhnt wird und unser Kind im Sept. ja schon über 1 ist. Einen Platz für einen 2 jährigen zu bekommen war utopisch, weil er dann definitiv zu alt ist.
    Wir sind nach langem hin und her etwas raus aufs Land gezogen und haben jetzt eine sehr gute Betreuungssituation.
    Zur Situation mit dem Geschwisterchen kann ich noch nichts sagen, da wir auch erst im Juli wieder nachwuchs bekommen. Sicher ist aber, dass dieses Kind dann auch erst ab Sept. 2014 in die Kita gehen kann. Hier ist die Eingewöhnung sehr lange, so dass ich erst ab Nov. 2014 wieder arbeiten gehen kann. 1 jahr Elternzeit reicht also nicht aus.

  6. #6
    Britta02 Gast

    Standard Re: Kiga-Start und Geburtstermin im August - Dummes Timing?

    Zitat Zitat von Vistin Beitrag anzeigen
    Hallo,
    Und eigentlich hat mich schon das nette Telefonat mit der einen Kiga-Mitarbeiterin, in dem sie meinte ich solle mich nicht so anstellen und froh sein, wenn ich überhaupt einen U3 Platz bekomme, davon überzeugt, meinen Sohn noch ein Jahr bei Tagesmutter und Zuhause zu behalten, nächstes Jahr habe ich mit den ab 3 Angeboten eh mehr Auswahl.
    Warum sollte, wenn er einen Tamu-Platz hat, eine Kita ihn aufnehmen? Ich würde das als Kita auch nicht verstehen. Zumal du mit Baby und Job von zu hause ja dann einen Teil der Betreuung übernehmen kannst.

  7. #7
    Katjuscha Gast

    Standard Re: Kiga-Start und Geburtstermin im August - Dummes Timing?

    Wir hatten ein ähnliches "Problem" - Geburt des kleinen Bruders und gleichzeitig Kitawechsel.
    Das lief aber super - und meine Tochter hat sich überhaupt nicht abgeschoben gefühlt. Sie ist gern in die Kita gegangen.
    Schön war einfach, dass ich keinen Druck hatte. Sie MUSSTE ja nicht in die Kita und ich konnte sie abholen, wie es für uns alle am günstigsten war, da ich einen 8-Stunden-Platz hatte.

    Wenn du wirklich den Eindruck hast, dass dein Kind reif für die Kita ist und das eher als Bereicherung als als Abschiedung sieht. würde ich ihn dort anmelden. Könntet ihr es euch auch leisten, den Platz zu finanzieren - und er geht anfangs einfach noch nicht hin, wenn es nicht klappt?

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