Ergebnis 1 bis 3 von 3
  1. #1
    Saphirmaus ist offline Stranger
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    Standard Kindergarteneingewöhnung schlecht gelaufen

    Hallo, mein Sohn wurde im August 3 Jahre und geht nun seit September in den Kindergarten.
    Eine sanfte Eingewöhnung bekamen wir nicht. Ich durfte allerdings von 8:30 – 9:15 Uhr mit in der Gruppe bleiben und sollte dann gehen. Die ersten zwei Tage blieb ich vor der Tür. Alles war gut und ich war erstaunt, dass es so schnell und so leicht geht. Ich sollte nun am dritten Tag das Haus verlassen und nach Hause gehen. Das habe ich getan. An diesem Tag kam mir mein Kind weinend entgegen gelaufen und von da an ging es abwärts. Er fing an zu weinen, wenn ich im Kindergarten ging. Er weinte schon zu Hause und bat mich nicht in den Kindergarten gehen zu müssen. Dies verschlimmerte sich und in der zweiten Woche war er so panisch, wehrte sich gegen die Erzieherin und weinte. Ich ging auf Anraten der Erzieherinnen. Er würde sich ganz schnell wieder beruhigen. Jedoch beschloss ich, dass es so nicht weiter gehen kann, da er auf mich einen sehr unglücklichen Eindruck gemacht hat und lies ihn eine Woche zu Hause.
    Mit den Erzieherinnen sprach ich und bat um eine sanfte Eingewöhnung. Sie gingen auf meinen Wunsch ein und ich durfte diese Woche mit dort bleiben. Wir sind 2 Stunden insgesamt im Kindergarten. 3 Tage blieb ich die volle Zeit dort. Am 4. Tag versuchte ich eine erste Trennung und ging vor die Tür, insgesamt ca. 35 Minuten. Dann ging ich wieder in seine Nähe. Das lief ganz gut.
    Mein Sohn hat sich soweit daran gewöhnt, dass er auf die Erzieherinnen zu geht und teilweise mit den Kindern redet und spielt. Er sieht mich nicht, aber er muss mich in seiner Nähe wissen. Allerdings sagt er auch vor dem Kindergarten, dass er nicht gehen möchte, jedoch nicht unter Tränen.
    Ein weiteres Problem ist die nun entstandene Trennungsangst. Mein Sohn möchte nicht mal mehr bei den Großeltern bleiben, was sonst kein Problem war. Er bittet mich nicht zu gehen, weint jedoch nicht und wenn die Großeltern ihn kurz ablenken, spielt er nach der Verabschiedung von mir ganz normal weiter.
    Ich muss noch dazu sagen, dass mein Sohn nicht das Kind ist, dass schreit und tobt, sondern eher der Typ ist, der es in sich rein frisst und sich zusammen reißt.
    Ist mein Vorgehen im Kindergarten richtig? Wie soll ich weiter machen? Wie kann ich ihm seine Angst im Kindergarten und auch zuhause nehmen?

  2. #2
    Avatar von Zickzackkind
    Zickzackkind ist offline Legende
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    Standard Re: Kindergarteneingewöhnung schlecht gelaufen

    Zitat Zitat von Saphirmaus Beitrag anzeigen
    Hallo, mein Sohn wurde im August 3 Jahre und geht nun seit September in den Kindergarten.
    Eine sanfte Eingewöhnung bekamen wir nicht. Ich durfte allerdings von 8:30 – 9:15 Uhr mit in der Gruppe bleiben und sollte dann gehen. Die ersten zwei Tage blieb ich vor der Tür. Alles war gut und ich war erstaunt, dass es so schnell und so leicht geht. Ich sollte nun am dritten Tag das Haus verlassen und nach Hause gehen. Das habe ich getan. An diesem Tag kam mir mein Kind weinend entgegen gelaufen und von da an ging es abwärts. Er fing an zu weinen, wenn ich im Kindergarten ging. Er weinte schon zu Hause und bat mich nicht in den Kindergarten gehen zu müssen. Dies verschlimmerte sich und in der zweiten Woche war er so panisch, wehrte sich gegen die Erzieherin und weinte. Ich ging auf Anraten der Erzieherinnen. Er würde sich ganz schnell wieder beruhigen. Jedoch beschloss ich, dass es so nicht weiter gehen kann, da er auf mich einen sehr unglücklichen Eindruck gemacht hat und lies ihn eine Woche zu Hause.
    Mit den Erzieherinnen sprach ich und bat um eine sanfte Eingewöhnung. Sie gingen auf meinen Wunsch ein und ich durfte diese Woche mit dort bleiben. Wir sind 2 Stunden insgesamt im Kindergarten. 3 Tage blieb ich die volle Zeit dort. Am 4. Tag versuchte ich eine erste Trennung und ging vor die Tür, insgesamt ca. 35 Minuten. Dann ging ich wieder in seine Nähe. Das lief ganz gut.
    Mein Sohn hat sich soweit daran gewöhnt, dass er auf die Erzieherinnen zu geht und teilweise mit den Kindern redet und spielt. Er sieht mich nicht, aber er muss mich in seiner Nähe wissen. Allerdings sagt er auch vor dem Kindergarten, dass er nicht gehen möchte, jedoch nicht unter Tränen.
    Ein weiteres Problem ist die nun entstandene Trennungsangst. Mein Sohn möchte nicht mal mehr bei den Großeltern bleiben, was sonst kein Problem war. Er bittet mich nicht zu gehen, weint jedoch nicht und wenn die Großeltern ihn kurz ablenken, spielt er nach der Verabschiedung von mir ganz normal weiter.
    Ich muss noch dazu sagen, dass mein Sohn nicht das Kind ist, dass schreit und tobt, sondern eher der Typ ist, der es in sich rein frisst und sich zusammen reißt.
    Ist mein Vorgehen im Kindergarten richtig? Wie soll ich weiter machen? Wie kann ich ihm seine Angst im Kindergarten und auch zuhause nehmen?
    Ich finde Du hast es gut gemacht und würde so weitermachen. Schritt für Schritt länger wegbleiben und ihn irgendwann ganz da lassen. Sag ihm ruhig, dass ihr anfangs einen Fehler gemacht habt, dass es normal ist dass man am Anfang nicht gerne geht, dass das vielen Kindern so geht und ging - aber zeige ihm auch, dass Du daran glaubst, dass er bald ankommen und sich wohlfühlen wird.

    Wie geht es Dir denn mit dem Kindergarten, gefällt er Dir, hast Du Vertrauen in die Erzieherinnen? Dann mach Dir bewusst, dass Du ihm nichts antust, wenn Du ihn dort lässt und sei zuversichtlich, dass er sich eingewöhnen wird. Das Kinder anfangs nicht freudestrahlend gehen, ist wirklich nicht ungewöhnlich. Der Kindergarten ist fremd, laut, ungewohnt, schüchtert ein. Aber je länger er dort ist, desto Vertrauter wird er werden und desto wohler wird er sich fühlen. Vielleicht kannst Du Nachmittags mal einzelne Kinder (wenn sie sich nicht alleine trauen, mit ihren Müttern) zu Euch einladen, dann festigen sich kleine Freundschaften schneller.

    Von unseren vier Kindern war nur eine restlos begeistert und ist vom ersten Tag an hingeschwebt. Die Jungs sind immer gegangen (insbesondere der 2. hat sich relativ lange schwer getan), mal gerne, mal nicht so gerne, meist neutral. Dort waren sie dann aber immer fröhlich, haben alles mitgemacht und alles war gut.

    Unsere Vierte (4Jahre) war schwer und ist bis heute viel krank und braucht immer wieder ein bißchen um anzukommen. Aber ich merke zu Hause (die ersten Monate nicht, da war sie fix und fertig und sehr unausgeglichen nachmittags), wie gut ihr Kindergarten tut - sie ist viel fröhlicher, selbstbewusster und selbständiger, als wenn sie lange nicht gehen konnte.

    Gut wäre es, wenn er regelmäßig geht und in nächster Zeit keine längeren Pausen hätte - dann wird er sich sicher schnell einleben.

    Was die Großeltern betrifft, würde ich mir keine Sorgen machen. Wenn er sich bisher wohl gefühlt hat, wird er es weiter tun. Wenn Du zu sehr auf seine Trennungsangst eingehst, dann signalisierst Du hast hm ja, dass es einen Grund für die Angst gibt - und den gibt es bei den Großeltern die wichtige Bezugspersonen sind, ja definitiv nicht.

    Meinen Kindern hat übrigens geholfen Mama zu tanken. Wir haben uns immer noch einmal ganz fest in den Arm genommen und gedrückt, damit es für den ganzen Vormittag reicht. Anschließend habe ich sie der Erzieherin übergeben und diese hat mit ihnen am Fenster gewunken. Anfangs hatte unsere Kleine auch immer ein Kuscheltiere dabei, dass sich schon morgens sehr auf den Kindergarten gefreut und immer gefragt hat, wann es endlich los geht

    Ich wünsche Euch ein gutes Eingewöhnen, bin aber sicher, dass ihr auf einem guten Weg seid.



    99/02/07/13

  3. #3
    Jana_76 ist offline Pooh-Bah
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    Standard Re: Kindergarteneingewöhnung schlecht gelaufen

    Zitat Zitat von Saphirmaus Beitrag anzeigen
    Hallo, mein Sohn wurde im August 3 Jahre und geht nun seit September in den Kindergarten.
    Eine sanfte Eingewöhnung bekamen wir nicht. Ich durfte allerdings von 8:30 – 9:15 Uhr mit in der Gruppe bleiben und sollte dann gehen. Die ersten zwei Tage blieb ich vor der Tür. Alles war gut und ich war erstaunt, dass es so schnell und so leicht geht. Ich sollte nun am dritten Tag das Haus verlassen und nach Hause gehen. Das habe ich getan. An diesem Tag kam mir mein Kind weinend entgegen gelaufen und von da an ging es abwärts. Er fing an zu weinen, wenn ich im Kindergarten ging. Er weinte schon zu Hause und bat mich nicht in den Kindergarten gehen zu müssen. Dies verschlimmerte sich und in der zweiten Woche war er so panisch, wehrte sich gegen die Erzieherin und weinte. Ich ging auf Anraten der Erzieherinnen. Er würde sich ganz schnell wieder beruhigen. Jedoch beschloss ich, dass es so nicht weiter gehen kann, da er auf mich einen sehr unglücklichen Eindruck gemacht hat und lies ihn eine Woche zu Hause.
    Mit den Erzieherinnen sprach ich und bat um eine sanfte Eingewöhnung. Sie gingen auf meinen Wunsch ein und ich durfte diese Woche mit dort bleiben. Wir sind 2 Stunden insgesamt im Kindergarten. 3 Tage blieb ich die volle Zeit dort. Am 4. Tag versuchte ich eine erste Trennung und ging vor die Tür, insgesamt ca. 35 Minuten. Dann ging ich wieder in seine Nähe. Das lief ganz gut.
    Mein Sohn hat sich soweit daran gewöhnt, dass er auf die Erzieherinnen zu geht und teilweise mit den Kindern redet und spielt. Er sieht mich nicht, aber er muss mich in seiner Nähe wissen. Allerdings sagt er auch vor dem Kindergarten, dass er nicht gehen möchte, jedoch nicht unter Tränen.
    Ein weiteres Problem ist die nun entstandene Trennungsangst. Mein Sohn möchte nicht mal mehr bei den Großeltern bleiben, was sonst kein Problem war. Er bittet mich nicht zu gehen, weint jedoch nicht und wenn die Großeltern ihn kurz ablenken, spielt er nach der Verabschiedung von mir ganz normal weiter.
    Ich muss noch dazu sagen, dass mein Sohn nicht das Kind ist, dass schreit und tobt, sondern eher der Typ ist, der es in sich rein frisst und sich zusammen reißt.
    Ist mein Vorgehen im Kindergarten richtig? Wie soll ich weiter machen? Wie kann ich ihm seine Angst im Kindergarten und auch zuhause nehmen?
    Ich glaub, Du hast es richtig gemacht, die "sanfte" Eingewöhnung nochmal zu versuchen. Und es hat ja geklappt.

    Generell lese ich aus Deinem Post Zweifel an der Tatsache, dass dein Kind im Kindergarten ist. Ist das richtig? Wenn dem so ist, dann musst Du entweder die Zweifel ganz schnell hinter dir lassen oder dein Kind wieder rausnehmen. Dein Junge wird immer spüren, wenn Du dir nicht sicher bist. Und wenn seine Mutter sich nicht sicher ist, ob das richtig ist, warum sollte er es dann für richtig halten? Die möglichen Zweifel an den Erzieherinnen musst du gleich mit loslassen.

    Die nächsten Wochen würde ich ihn erstmal nur ein paar Stunden im KiGa lassen und dann allmählich die Zeit ausdehnen.

    Ich glaube auch, Du erliegst einem Denkfehler. Wenn Dein Kind sagt, er möchte nicht, dass du gehst, dann hat das nicht unbedingt etwas mit Trennungsangst zu tun. Er sagt nur, dass er Dich gern dabei hätte. Nicht mehr und nicht weniger. Und das ist doch sein gutes Recht. Du sagst doch sicher auch deinem Freund, dass du nicht möchtest, dass er auf Arbeit geht (obwohl er das muss und du weißt es, du willst ihn einfach um dich haben).
    Diese Äußerung find ich also ganz normal. Er klammert sich ja auch nicht schreiend an Dich, er lässt sich gut ablenken und spielt in deiner Abwesenheit ja offensichtlich. Auch, dass er die Erzieher als Bezugsperson verstanden hat, ist ein gutes Zeichen.

    Dass Kinder immer mal wieder sagen, sie möchten heute nicht in den KiGa gehen, finde ich auch normal. Klar, ist es toll mit Mama und Papa zu Hause zu bleiben, aber wenn sie einmal in der Gruppe sind, dann finden sie das auch toll und bald kommt der Tag, da holst Du ihn ab und er möchte nicht mehr gehen. Wirst sehen.
    Ich glaub, manchmal spielt da auch das Grenzen austesten eine Rolle (wie weit kann ich meinen Willen durchsetzen). Oder sie blenden einfach den Spaß aus, den sie dort haben.
    Unsere Tochter hat auch Tage, da sagt, sie, dass sie heute nicht da hin will. Ich reagiere da meist nicht direkt drauf und oft fragt sie selbst nach ein paar Minuten, ob XY da ist und dann schlage ich vor, dass wir doch mal nachschauen sollten. Und schwupps, saust sie davon. Oder ich frage selbst "Hm, meinst Du denn, dass es heute XY zum Frühstück gibt?" oder "ich glaub, die Turnhalle ist noch schmutzig, wollen wir mal nachgucken?" oder sonstwas. Und das reicht dann auch. Oder sie bringt etwas zum Frühstück für alle mit. Sie ist immer so stolz, wenn sie eine Packung Tomaten oder so den Erziehern geben darf.

    Manchmal rennen die Kinder morgens in die Gruppe und schauen sich noch nicht mal nach ihren Eltern um, manchmal wollen sie kurz vorher nochmal kuscheln, manchmal gibts ein paar Tränchen. Dein Kind wird dich immer wieder überraschen, aber auch Du hast gute und schlechte Tage. Dein Kind eben auch.

    Zickzackkind hat einen wichtigen Punkt gebracht, den ich auch nochmal aufgreife: In den nächsten Monaten sollte er wirklich jeden Tag da hingehen und keine längere Pause einlegen (es sei denn natürlich, er ist krank). Das hilft ihm tatsächlich anzukommen.

    Alles Gute.



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