Seit August 2015 besuchte meine Tochter eine Kita, wo es immer wieder zu Redebedarf zwischen dem KiTa Personal und mir kam.
Sei es, dass meine Tochter häufiger wund war, da die Windeln während des KiTA Alltags GAR NICHT oder nicht häufig genug gewechselt wurden oder weil sie mit anderen Kindern vor den Fernseher im Kindergarten saß, da das Personal nach eigenen Aussagen auch mal Erholung nötig habe. Ohnehin beklagten sie sich des öfteren bei mir, wie anstrengend dieser Job sei und die Arbeit mit Kindern wäre ja immer so stressig. Auch hatten wir Probleme damit, dass den Kindern auf der Toilette keine Hilfestellung geboten wird, weshalb meine Tochter häufig über brennen und jucken im Intimbereich klagt. Mehrfach habe ich die Erzieherinnen mit der Bitte angesprochen, darauf zu achten, aber dies sei Ihnen zeitlich nicht möglich und sie würden es nicht merken, wenn die Kinder auf die Toilette gehen.

Eines nachmittags holte ich sie während der Snack Zeit ab, eine Stunde früher als gewöhnlich...alle Kinder saßen an einem Tisch und sie- alleine an einem anderen Tisch... sie habe sich dorthingesetzt, da am großen Tisch kein Stuhl mehr frei war. Ich sehe es als Aufgabe einer Erzieherin an, dafür zu sorgen, dass sie den Stuhl dann an den großen Tisch trägt und ein Kind nicht ganz alleine sitzen muss oder wie seht ihr das?

Nach einem von mir beobachteten Zwischenfall- meine Tochter wurde von einer Mitarbeiterin getadelt und dabei unsanft geschubst- suchte ich das Gespräch mit der Leitung.
In diesem Gespräch entschuldigte man sich nicht für das unangemessene und grobe Verhalten gegenüber meiner Tochter, sondern schob es auf meine "verkehrte Fremdwahrnehmung".

Mir wurde angeboten, einen Tag in der Gruppe zu hospitieren. Diesem Angebot kam ich nach.

Was ich dort beobachten konnte, entsprach leider nicht mehr dem Tagesablauf, wie er noch in der Eingewöhnungsphase präsentiert wurde und eine Umsetztung des Konzeptes konnte ich leider auch nicht feststellen.
-Dazu muss man sagen, dass eine wirklich tolle Erzieherin nach dem ersten Kitajahr meiner Tochter gewechselt ist- aus betriebsinternen Gründen! -

Laut KiTa Personal werden keine Bastelangebote mehr durchgeführt, da die Kinder daran kein Interesse hätten und die Eltern es nicht Wert schätzen würden. Auch würden wegen Desinteresse der Kinder keine Kreis- und Singspiele mehr stattfinden. Dies wurde mir von der Leitung bestätigt.
Nach Besuch des Aussengeländes beobachtete ich die Kinder beim selbstständigen Händewaschen. Nicht mal die Hälfte benutzte den Seifenspender, da wundert mich auch der Wurmbefall einiger Kinder nicht mehr.

Insgesamt konnte ich nach der Hospitation feststellen, dass ich enttäuscht und traurig über den lieblosen Umgang mit den Kindern bin. In der Gruppe herrschte keine kinderfreundliche Atmosphäre, Anleitung zum gemeinsamen Spiel oder zu anderen Aktivitäten gab es nur wenig und beschränkte sich meist auf "Nimm dir doch ein Puzzle". Eine Förderung der frühkindlichen Entwicklung, Anregungen zum prozesshaften Lernen, die Vermittlung von Zugehörigkeit, Empathie, Akzeptanz, Toleranz und Wertschätzung waren nicht spürbar.

Diese Kita schien mehr ein Ort der Verwahrung zu sein...

Ich schaltete das Jugendamt ein, danach hat sich vieles -nach aussen hin- in der Kita gebessert, aber ich spürte den Unmut mir und meiner Tochter gegenüber. Da wir in der Stadt Aachen wohnen, sind Kita Plätze rar gesät, ich bin nun schon seit über einem Jahr auf der verzweifelten Suche, aber einen Ü3 Platz zu ergattern ist quasi chancenlos. Vor zwei Wochen fing sie an, ihr grosses Geschäft in die Hose zu verrichten- und das täglich. Wir gingen zum Kinderarzt. Da ich selbst als Tagesmutter arbeite, vermutete ich Eifersucht als Ursache. Dies wurde vom Kinderarzt verneint, da ich diesen Job schon seit drei Jahren ausübe und so ein Verhalten beim Kind nicht grundlos von heute auf morgen auftrete.
Nächste Woche haben wir den ersten Termin bei einer Kinderpsychologin, um die Ursache zu klären. Das letzte mal hat sie allerdings an ihrem letzten Kitatag in die Hose gemacht. Seitdem geht es ihr schon wesentlich besser!

Am Montag (das war ihr letzter Kitatag) rief mich eine Erzieherin an, ich möge meine Tochter bitte abholen, sie hätten keine Zeit sie sauber zu machen. Und tatsächlich, ich war 20 min später dort, die Hose war noch immer voll und beide Erzieherinnen saßen demonstrativ nichtstuend am Tisch!!
Ich bin direkt zur Leitung gegangen, diese war nicht über den Anruf informiert worden und sicherte mir ihren Beistand bei einer Beschwerde beim Jugendamt zu. Heute erfuhr ich, dass sie die Situation dem Jugendamt gegenüber anders schilderte.... man habe sich Sorgen um meine Tochter gemacht und mich deshalb gebeten sie abzuholen. Ich fiel aus allen Wolken. Ich bin fassungslos, dass diese Personen auch noch von der Leitung in Schutz genommen werden. Meine Tochter habe ich natürlich abgemeldet. Mir tut es so furchtbar Leid, dass ich sie diesen Leuten so lange ausgeliefert habe. Eltern, die sich vorher noch über die Zustände in der Kita beklagt haben, stehen nach offizieller Beschwerde nicht hinter mir...sicher aus Angst, dass es ihren Kindern ähnlich ergeht wie meiner Tochter und der Job hinge damit auch am seidenen Faden.

Oft werde ich angesprochen, wieso ich meine Tochter 'nicht einfach' mit den Tageskindern betreue... ich bin doch eh zu Hause. So einfach ist das nicht! Es ist tatsächlich Arbeit! Sie fordern volle Aufmerksamkeit, sie werden ihrem Alter entsprechend gefördert und ich führe tägliche Elterngespräche. Es ist mein Traumjob, ich liebe die Arbeit mit den Kindern und auch zwischen mir und den Eltern pflege ich ein harmonisches Verhältnis. Ich möchte auch meiner Tochter die Möglichkeit geben, sich zu entfalten und Freundschaften in einer harmonischen Atmosphäre zu schliessen.

Nun hoffe ich auf Ratschläge, Anregungen, Kritiken.
Meint ihr eine weitere Beschwerde beim Jugendamt könnte etwas bringen? Ich möchte, dass diese Frauen zur rechenschaft gezogen werden und mit ihrem Verhalten nicht durchkommen. Sie sollen andere Kinder nicht auch so gemein behandeln wie meine Tochter. Wenn man doch keine Freude an der Arbeit mit Kindern hat, dann soll man es doch bitte lassen!