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  1. #1
    Wehla ist offline Stranger
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    Standard Integrationsplatz in Kita endet - Können Eltern die Förderung übernehmen?

    Hallo ihr Lieben,

    ich wollte euch einmal unseren Fall schildern im Zusammenhang mit unseren gerade 7 Jahre alt gewordenen Sohn.
    Er kam viel zu früh auf die Welt und hat unter anderem deswegen eine Entwicklungsverzögerung. Wir haben seit 2 Jahren in der Kita einen Integrationsplatz bewilligt bekommen.
    Jedoch finde ich, dass die Kita damit und auch sonst durch den Personalmangel überfordert ist.
    Die Kita hat wenn dann nur durch das SBZ (kam einmal für 1,5h pro Woche in die Kita) etwas im Sinne von Unterstützungen für die Entwicklung unternommen. Das SBZ kommt seit 2 Monaten nicht mehr in die Kita. Ansonsten ist da nicht viel passiert. Einen Bericht über bisherige Maßnahmen oder Hilfestellungen haben wir bisher nicht bekommen.

    Und nun, wo der Platz ausläuft fragt mich die Kita an, dass ich den Platz verlängern möge. Einen Integrationspfleger gibt es seit einigen Abgängen vor einigen Monaten vom Personal auch nicht mehr. Ich sehe nicht ein, dass die Kita sich hier Förderungsvorteile einschiebt aber nichts macht.

    Die Frage, welche ich gern an euch richte möchte lautet: Wäre es möglich diese Integrationsförderung auf sich selbst als Eltern zu beantragen, um dann gezielt Maßnahmen zu unternehmen? Da dies das letzte Kita-Jahr ist, möchte ich nun selbst auf die Möglichkeiten schauen und mein Kind somit bestmöglich fördern.

    Kennt sich hier jemand aus?
    Es wäre sehr lieb, wenn ihr uns einige Tipps schreibt.
    LG Wehla

  2. #2
    Avatar von Zickzackkind
    Zickzackkind ist offline Legende
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    Standard Re: Integrationsplatz in Kita endet - Können Eltern die Förderung übernehmen?

    Du kannst Dein Kind als Regelkind laufen lassen und Dir vom Kinderarzt Therapien verschreiben lassen (meist wird aber entweder Logopädie, oder Ergotherapie verschrieben, also im Wechsel) Außerdem könntet ihr über die Frühberatung (in Baden Württemberg läuft das zumindest so), eine Integrationskraft (ist das vielleicht das Gleiche wie der Integrationspfleger?) beantragen. Da kommt jemand von der Frühförderung in den Kindergarten und stellt den Bedarf fest und dann werden vom Landratsamt an einem Ruden Tisch, gemeinsam mit Eltern und Erziehern, Ziele und Stundenanzahl besprochen und festgelegt. Es gibt dann Stunden für die begleitende IG (das muss keine Fachkraft sein) und für die pädagogische IG (das muss eine Fachkraft sein). Letztere macht dann auch gezielte Angebote für Dein Kind - entweder Einzelstunden und/oder Kleingruppen und pädagogische Unterstützung und Integration im Alltag. Eventuell wäre es möglich, dass Du die begleitende IG übernimmst und stundenweise mit im Kiga bist. Ob das aber für Deinen Sohn eine so gute Entscheidung ist, weiß ich nicht.


    99/02/07/13

  3. #3
    Wehla ist offline Stranger
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    Standard Re: Integrationsplatz in Kita endet - Können Eltern die Förderung übernehmen?

    Zitat Zitat von Zickzackkind Beitrag anzeigen
    Du kannst Dein Kind als Regelkind laufen lassen und Dir vom Kinderarzt Therapien verschreiben lassen (meist wird aber entweder Logopädie, oder Ergotherapie verschrieben, also im Wechsel) Außerdem könntet ihr über die Frühberatung (in Baden Württemberg läuft das zumindest so), eine Integrationskraft (ist das vielleicht das Gleiche wie der Integrationspfleger?) beantragen. Da kommt jemand von der Frühförderung in den Kindergarten und stellt den Bedarf fest und dann werden vom Landratsamt an einem Ruden Tisch, gemeinsam mit Eltern und Erziehern, Ziele und Stundenanzahl besprochen und festgelegt. Es gibt dann Stunden für die begleitende IG (das muss keine Fachkraft sein) und für die pädagogische IG (das muss eine Fachkraft sein). Letztere macht dann auch gezielte Angebote für Dein Kind - entweder Einzelstunden und/oder Kleingruppen und pädagogische Unterstützung und Integration im Alltag. Eventuell wäre es möglich, dass Du die begleitende IG übernimmst und stundenweise mit im Kiga bist. Ob das aber für Deinen Sohn eine so gute Entscheidung ist, weiß ich nicht.

    Vielen Dank für deine Antwort. Wie kann denn die Kita sich so einen Platz für mein Kind bewilligen lassen, wenn sie nicht einmal eine Integrationskraft beschäftigen?

  4. #4
    Avatar von Zickzackkind
    Zickzackkind ist offline Legende
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    Standard Re: Integrationsplatz in Kita endet - Können Eltern die Förderung übernehmen?

    Zitat Zitat von Wehla Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für deine Antwort. Wie kann denn die Kita sich so einen Platz für mein Kind bewilligen lassen, wenn sie nicht einmal eine Integrationskraft beschäftigen?
    In der Regel bedeutet Integrationsplatz, dass in einem normalen Kindergarten, weniger Kinder in der Gruppe aufgenommen werden, da ein integratives Kind mehr Betreuung beansprucht. Eventuell wissen die Erzieher dort gar nicht, dass sie eine Integrationskraft beantragen können (das geht auch auf Grund einer drohenden Behinderung). Das Personal ist dort meistens nicht besonders geschult und wollen einfach den Kindern ermöglichen, in einem „normalen“ Kindergarten zu sein. Therapien laufen dann zu Hause und es braucht auch nicht jedes Kind mit Förderbedarf eine Integrationskraft.

    Es gibt Integrative Kindergärten (ich glaube davon bist Du ausgegangen), da werden gezielt ein bestimmte Anzahl Kinder mit Förderbedarf aufgenommen, meist arbeitet dort auch eine Heilpädagogin und manchmal gibt es dort auch gezielte therapeutische Angebote (Logopädin, Ergotherapeutin oder Physiotherapeutin kommt in den Kindergarten) - aber auch nicht immer. Dort gibt es Kinder, die eine Integrationskraft haben, aber bei manchen reicht auch die kleinere Gruppe und geschulte Besetzung.

    Und es gibt Heilpädagogische Kindergärten, in denen nur Kinder mit Förderstatus sind - dort werden immer Therapien angeboten, die Gruppen sind sehr klein und die Erzieher entsprechend geschult, oder es arbeiten Heilpädagogen dort.

    Ich habe zum Beispiel auch schon einmal ein extrem Frühgeborenes Mädchen in der Vorschule betreut. Es hatte ganz zu Anfang ihrer Kigazeit eine IG, aber dann wollte man es ohne versuchen. Im Vorschuljahr bekam sie dann mich, um sie noch einmal gezielt im Hinblick auf die Schule zu unterstützen.


    99/02/07/13

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