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  1. #51
    Plaudileinili ist offline Walross

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    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Zitat Zitat von exmalsch Beitrag anzeigen
    Ich finde das du ziemlich verbohrt bist.
    genau
    schlimmer als jeder katholik :D

  2. #52
    Belgravia ist offline Poweruser

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    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Dein Kind hat das Recht auf einen Kindergartenplatz ab de. 3. Lebensjahr.

    Weitere Rechte hast du nicht.

    Du hast kein Recht auf einen ganz bestimmten Kindergarten und du hast schon gar kein Recht deM Kindergarten vorzuschreiben wie er zu arbeiten hat.

    Entweder du akzeptierst das Konzept des Kindergartens (eben mit beten und Kirchgang) und vertraust dein Kind dieser Einrichtung an oder du akzeptierst es eben nicht und dann kann dein Kind dort nicht hingehen.

    Und von wegen du willst keine finanzielle Unterstützung. Was glaubst du mit wessen die kirchlichen Kindergärten gebaut und unterhalten werden ?

    Unter anderem sind das Kirchensteuern.
    Die du ja wohl nicht zahlst.
    Du willst also von den Zahlungen der anderen profitieren.
    In einen laufenden Kindergartenbetrieb zahlt die Kirche und die Gemeinde ziemlich viel.

    Der geringste Teil der Kosten eines Kindergartenplatzes wird über den Kindergartenbeitrag der Eltern abgedeckt.

    Also bist du letztlich doch Nutznießer fremder Gelder. Und da musst du schon damit leben, dass die Leute die das Geld geben auch die Spielregeln festlegen.

    Oder du musst wirklich mit anderen Betroffenen einen eigenen Kindergarten gründen.

    Was machen eigentlich andere Atheisten oder auch Bürger nichtchristlicher Herkunft im Emsland ?

  3. #53
    laetitia Gast

    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Zitat Zitat von Syrah Beitrag anzeigen
    Die Moslems (gibt's nur einen dort) dürfen das. Aber wir nicht, weil, wir haben Christen zu sein.

    Im kommunalen Kindergarten habe ich auch gefragt, was die mit Kindern anderer Religionen machen. Darauf die Kindergärtnerin: "Davon haben wir auch eins. Das ist aber kein Mohammedaner... Was ist der denn noch... Irgendwas aus Israel." Ich habe dann angeboten "Jude?". Darauf sie "Ja, und die Mutter ist auch noch alleinerziehend!". Da hab ich ja nochmal Glück gehabt, daß ich nicht "auch das noch" bin...

    Wenn's nicht so traurig wäre, wär's fast komisch.

    Das ist ja wirklich ein bisschen wie Mittelalter bei Euch! Echt jetzt, ein jüdisches Kind im KiGa und alle anderen sind Christen?

    Bei uns gibt's so viele Muslime im KiGa und was weiß ich noch alles, keine Ahnung. Aber das ist sowieso ein städtischer, da wird weder gebetet noch in die Kirche gegangen. Aus diesem Grund wollte ich auch nicht unbedingt einen kirchlichen. Meine Kinder dürfen zwar durchaus Kontakt mit Religion haben, aber Dreijährige, die lauthals Lieder über Jesus krähen (so die Tochter von Freunden des nachts auf der Toilette eines Campingplatzes)? Nee, das ist nichts für mich.

  4. #54
    leonie-annik ist offline KatzevorderTürlasserin

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    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Rein rechtlich gesehen hast Du einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz, allerdings nicht auf einen in Deiner Wunscheinrichtung.

    Wenn Du Dein Kind in einer konfessionellen Einrichtung anmeldest, musst Du damit rechnen, daß Glaubensfragen thematisiert werden und der Glauben im Alltag gelebt wird (z.B. durch die Gebete). Sie dürfen Dich nicht wegen Eures Atheismus ablehnen, aber die Aufnahmekriterien legt die Einrichtung/der Träger fest, von daher wird es schwierig. Ich denke, einer Leitung werden genügend andere Kinder einfallen, die sie noch vor Dir aufnehmen möchte. Was ich auch verstehen kann, wenn ich eine Mutter hätte, die schon vor Kindergarteneintritt so grenzüberschreitend wäre (Und einen Privatanruf empfinde ich als grenzüberschreitend; es wäre ja wohl kein Problem gewesen, am nächsten Tag in der Einrichtung anzurufen), würde ich auch alle Register ziehen.

    Probiere es in einer der städtischen Einrichtungen, dort kannst Du sehr wohl etwas gegen das Beten unternehmen bzw. Dein Kind aussen vorlassen. Aber in einer konfessionellen Einrichtung würde ich als Träger auch keinen Grund dazu sehen, denn Glaubenserziehung wird vermutlich ein wichtiger Punkt in der Konzeption sein.
    Liebe Grüße,
    leonie-annik

    - Im Zweifel gilt, was ich meinte; nicht was ich geschrieben habe -

  5. #55
    zoezoe ist offline Bonbonsüchtig

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    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Da bleibt einem glatt die Spucke weg

    Ich verabschiede mich aus diesem Strang. Fassungslos und in höchstem Maße schockiert.
    "Auch aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen." (Johann Wolfgang Goethe)

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  6. #56
    thalli ist offline Poweruser

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    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Zitat Zitat von Syrah Beitrag anzeigen
    Meine Anwältin schreibt den beiden Kindergärten einen Brief. Sie hat sich halb schlapp gelacht, als ich ihr davon erzählt habe. Sie meint, auch das Emsland wäre kein rechtsfreier Raum. Na, mal sehen, wie die Emsländer das sehen.
    ich kann dich zwar sehr gut verstehen, dass du nicht möchtest, dass dein kind an gebeten usw. teilnimmt, aber das was du da machst, ist nicht gerade gut für dein kind. wenn es dann wirklich in einen dieser kindergärten geht, ist doch schon vorprogrammiert, dass es das dort absolut nicht leicht haben wird. es wird von anfang an abgestempelt sein.
    lg Katrin mit Rico 05/89, Kara Amy 12/04 und Ben 07/08

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  7. #57
    Ann Gast

    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Zitat Zitat von Syrah Beitrag anzeigen
    Meine Anwältin schreibt den beiden Kindergärten einen Brief. Sie hat sich halb schlapp gelacht, als ich ihr davon erzählt habe. Sie meint, auch das Emsland wäre kein rechtsfreier Raum. Na, mal sehen, wie die Emsländer das sehen.
    Toll. Dann geht dein Kind demnächst in einen Kindergarten, in dem das gesamte Personal einen Hals auf dich hat und dein Kind nur betreut, weil es dazu gezwungen ist. Und bei den Kindern gerät es auch in die Rolle des Sonderlings, weil es bei diversen Gemeinschaftsaktionen ausgeschlossen ist. Da wird dein Kind ja seinen Spaß an diesem Kiga haben und du auch ...

    Vielleicht solltest du doch mal überlegen, was für dein Kind das Beste ist und nicht einfach nur darauf pochen, auf Biegen und Brechen deine Prinzipien durchzusetzen. In dem Fall auf dem Rücken des Kindes.

  8. #58
    Hortensia Gast

    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Zitat Zitat von zoezoe Beitrag anzeigen
    :confused: Meine Kinder sind aber religiös. Also soll ich ihnen jetzt ihren Glauben verbieten, weil ich eine andere Meinung habe? Interessant...Wurde das oben nicht gerade noch kritisiert?

    Sollte das etwa bedeuten, dass alles falsch ist, sobald irgendeiner nicht gläubig ist *g* Na dann...
    merkst du gar nicht, daß du die Ladys grad arg überforderst? *grins*

  9. #59
    Avatar von Jessi77
    Jessi77 ist offline Legende

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    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Hmm... also im Ausgangspost schreibst du, dass er von deiner Seite aus nicht an Gebeten usw. teilnehmen darf - zwischendrin erwähnst du immer wieder, dass er ja nur nicht dazu gezwungen werden soll. Ich verstehe das nicht so ganz...

    Ich akzeptiere deine Meinung, aber soll er nun nicht dazu gezwungen werden oder willst du es absolut nicht?

    Was ist denn, wenn er freiwillig mit macht und auch noch Spaß daran hätte? Bei uns im KiGa singen sie viele Lieder, in denen Gott vorkommt und mein Kleiner singt sie total gern.

    Ich bin jetzt auch nicht ein total gläubiger Mensch - ich kenne einige Bibelgeschichten und kann meinen Kindern Frage beantworten, weil ich auch selbst mit der Kirche groß geworden bin in Form vom Kinderchor.



  10. #60
    Tijana ist offline Urgestein

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    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Zitat Zitat von zoezoe Beitrag anzeigen
    Boah, was soll dass denn bitte??? Doch, das musst du verstehen! Die Glaubensfreiheit ist nämlich ein Bestandteil der auch für dich geltenden Verfassung. Diese Glaubensfreiheit beinhaltet auch zu respektieren, wenn jemand an keine Religion glaubt.



    Wenn eine Mutter nicht möchte, dass ihr Kind entgegen ihres Glaubens zu religiösen Handlungen angehalten wird, dann ist das ihr gutes Recht. Hätte sie eine andere Religion, müsste man das schließlich ebenso berücksichtigen.




    Ihre Grundsätze unterscheiden sich von deinen. Inwieweit es richtig ist ein Kind von religiösen Inhalten fernzuhalten sei jetzt mal dahingestellt, denn darum geht es nicht. Es ist IHR Recht! So wie es dein Recht ist zu glauben was du willst.




    Wer im Glashaus sitzt...

    Entrüstete Grüße
    zoe
    Dann muss sie ihr Kind entweder in einer Einrichtung unterbringen, in der das ausgeschlossen ist und eben auch die entsprechenden Fahrtwege in Kauf nehmen oder es über eine Tagesmutter betreuen lassen.
    GRUSS Tijana

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