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  1. #81
    Hexenbesen Gast

    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Zitat Zitat von Falke Beitrag anzeigen
    So ein Quatsch. Es heißt nicht, das wenn es ein katholischer Kindergarten ist, das ich als Mutter damit einverstanden sein muß, das mein Kind betet. Außerdem erhalten die Kindergärten vom Staat Geld. Also auch Steuern von Nichtchristen.
    Dann ist auch oft die Situation, das man keine andere Wahl hat einen kirchlichen zu wählen.
    Was ist daran Extrawurst, wenn ein Kind nicht beten soll?
    unser Kiga wird nicht öffentlich gefördert :) der ist rein evangelich und da habe ich kein recht das zu verlangen , wie gesagt diese Meinung habe ich solange es rein kirchlich geförderte Kigas sind

  2. #82
    opus ist offline Muddi h.c.

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    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Zitat Zitat von Tijana Beitrag anzeigen
    Ein katholischer oder evangelischer Kindergarten wird auch zum Teil durch Kirchensteuer finanziert. Da ist es normal, dass sie auch ihren christlichen Glauben weitergeben wollen.

    Außerdem solltest du dann auch so konsequent sein, dass du Sachen die von der Kirche gezahlt werden, nicht in Anspruch nimmst.
    Moment!

    Ein kommunaler Kindergartenplatz, also so einer, auf den ein Kind ab dritten Lebensjahr Anspruch hat, wird selbstverständlich NICHT , auch nicht anteilmäßig, von Kirchensteuergeldern bezahlt, selbst wenn ein konfessioneller KiGa damit beauftragt ist. Der wird der Gemeinde in Rechnung gestellt, die sich das Geld über den Elternbeitrag teilweise wieder zurückholt.

    Bei einer freien Kindergartengruppe hättet ihr Recht, nur die sind ausgesprochen selten, da ohne staatliche Zuschüsse ein Kindergartenplatz für die Eltern sehr teuer würde. Es sei denn, Kirchensteuergelder würden tatsächlich in die Bresche geworfen. Da der Staat sich jedoch zur Förderung der Kinderbetreuung verpflichtet hat, kenne ich keine Kirchengemeinde mehr, die Kirchensteuergelder an dieser Stelle einsetzt, sie muß es ja nicht (was natürlich nicht heißt, das es das nicht mehr gibt).

    Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass Syrah von solch einem öffentlich geförderten KiGaplatz spricht.

    Und daher hat sie mit ihrer Klage nicht Unrecht, während ich die Unterstellung, sie würde in kirchengeförderten Einrichtungen schmarotzen, für fast ein wenig ...hm...sagen wir mal unberechtigt halte.

  3. #83
    Falke ist offline addict

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    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Wenn Du meinen Beitrag gelesen hättest, hättest Du gelesen, das ich geschrieben habe, das manche Eltern keine andere Wahl haben und ihr Kind in einen kirchlichen Kindergarten geben müßen. Da kannst du dir deine albernen Comicfiguren sparen.

    Warum soll mein Kind zu eine mGott beten, der nicht zu unserem Glauben past? Warum soll sie zu einem Gott beten, dessen Anhänger uns beschimpfen und gegen uns hetzen?

  4. #84
    samgee ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass Syrah von solch einem öffentlich geförderten KiGaplatz spricht.
    eben nicht. Es ist ein evangelischer, über den sie klagt. Und zufällig sind wir in einem evangelischen und ich kann zumindest von unserem Kiga sagen, dass jeder Platz von der Stadt nur bezuschusst wird. Einen Teil trägt die Kirche und damit stammen die Gelder aus den Kirchensteuern. Und es ist schon reichlich unfair, diese Gelder in Anspruch zu nehmen und dabei völlig abzulehen, woher sie stammen.

    Klar, bei uns gibts auch das eine oder andere nichtgläubie Kind oder auch Kinder anderer Religionen. Aber im Unterschied dazu haben die Eltern hier kein Problem damit, dass bei uns ALLE Kinder zu Beginn einer Mahlzeit kurz zum "Gebet" innehalten. Und dann habe ich auch kein Problem damit. Wohl aber, wenn Eltern das völlig ablehnen, ihr Kind aber weiterhin in einen konfessionellen Kiga schicken.

    Dass im städt. Kiga ebenfalls gebetet wird, steht auf einem anderen Blatt. Und da finde ich eine entsprechende Abtrennung auch tragbar, bzw. das Beten fehl am Platz. Aber vielleicht auch deswegen, weil hierzulange solche Kitas zu fast 50% aus Migratenkindern bestehen.

  5. #85
    Hortensia Gast

    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Zitat Zitat von samgee Beitrag anzeigen
    Es ist ein evangelischer, über den sie klagt. Und zufällig sind wir in einem evangelischen und ich kann zumindest von unserem Kiga sagen, dass jeder Platz von der Stadt nur bezuschusst wird.
    Einen Teil trägt die Kirche und damit stammen die Gelder aus den Kirchensteuern.
    Die Kirche trägt, wie du schriebst, einen Teil, der Rest wird vom Staat finanziert

    Zitat Zitat von samgee Beitrag anzeigen
    Und es ist schon reichlich unfair, diese Gelder in Anspruch zu nehmen und dabei völlig abzulehen, woher sie stammen.
    und ich finde es unfair, daß die aus dem Kindergarten ausgeschlossen werden, die sich über Steuern an selbigem beteiligen.
    Dass es unchristlich ist, ist ´ne andere Baustelle, oder sind Christen nur christlich, wenn es sich um Christen handelt

  6. #86
    LadyHastur Gast

    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Zitat Zitat von sushiee Beitrag anzeigen
    im grunde hat religion (inklusive beten) in einer öffentlichen schule nichts außerhalb des religionsunterrichtes zu suchen.

    kann man sich in deutschland eigentlich auch vom religionsunterricht in der grundschule (und natürlich danach) abmelden?

    allerdings eine private schule, oder ein privater kindergarten der von einem religiösen verein geleitet wird ist es klar, dass man damit rechnen muss, dass diese religion in den alltag einfließt.

    ja das kann man , haben wir getan da mein Mann ja Jude ist . Allerdings mußten schon vor 17 Jahren die Kinder dann in einen Ersatzunterricht - Ethik

  7. #87
    opus ist offline Muddi h.c.

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    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Zitat Zitat von samgee Beitrag anzeigen
    eben nicht. Es ist ein evangelischer, über den sie klagt. [...]
    Das ist mir schon klar, nur für die Garantie eines Betreuungsplatzes ist zunächst die Gemeinde verantwortlich. Das bedeutet aber nicht, dass sie das mit kommunalen Kindergärten auch selber erfüllen muß. Wenn es in einem Ort ausreichend KiGas in nicht-städtischer Trägerschaft gibt, also üblicherweise kirchlicher, kann die Gemeinde die mit der Kinderbetreuung beauftragen. Der kirchliche Kindergarten arbeitet dann im Auftrag und gegen Kostenerstattung für die Gemeindeverwaltung.
    In diesem Fall müssen keine Kirchensteuergelder aufgewandt werden.

    Dass ich nicht erwarten kann, dass ein von der Kirchengemeinde bezuschusster KiGa für jeden offenstehen soll und dann möglicherweise noch diverse Extraprogramme anbieten soll, ist natürlich selbstverständlich.

    Auch bei den öffentlichen, bzw. öffentlich beautragten Betreuungsplätzen gibt es kein volles Wunschkonzert, allerdings weltanschauliche Neutralität kann man da einfordern (ich glaube sogar, als so ziemlich einziges).

    Generell brauchen wir uns aber nicht zu streiten, denn, würde Syrah etwa in einen freien (also von Kirchengeldern bezuschussten) KiGa Aufnahme begehren, wäre ihr Anliegen nicht nur unberechtigt, sie hätte gar keine Chance damit.

    Ich glaube daher nicht, dass das der Fall ist.

  8. #88
    samgee ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Naja, eine Absage kannst du aber auch in einem anderen Kiga bekommen. Ein Kiga kann ja nicht mehr Kinder nehmen als reinpassen, nur weil sie Gelder vom Staat oder der Gemeinde bekommen. Bei einem konfessionellen Kiga muss man damit leben, dass hier gebetet wird. Und ich finde es verständlich, dass ein konfessioneller Kiga eine Absage an DIE Eltern erteilt, die zu gar keinem Kompromiss bereit sind. Damit die einen Platz bekommen, deren Kinder den Glauben kennenleren sollen. (oder zumindest damit kein Problem haben)

    Und dass Kinder beim Kirchbesuch im Kiga bleiben, bei Gebeten rausgeschickt werden und bei der Morgenandacht später kommen, finde ich nicht gut. Hier werden Kinder aus der Gruppe ausgegrenzt UND es gibt nur Diskussionen unter den Kindern.

    Stell dir mal vor, das Kind geht jetzt in diesen Kiga. Nun ist es das einzige, was bei den Bibelgeschichten was anderes machen soll. Was ist, wenn es heute mal bei Lena, Lukas oder Jonas bleiben will, die alle gleich was über die Arche Noah hörne und malen? Muss das Kind dann die Malstifte abgeben? Was ist, wenn ein Lied gesungen wird, muss es Oropax anziehen? Oder beim Laternenbasteln, Osternest darf es auch nicht mitmachen?

    Aus der Praxis mit unserem Kiga kann ich nur sagen, dass es schlicht unmöglich ist, dass dieses Kind nicht irgendwann was "christliches" aufschnappt, was du nicht willst. Schon mal drüber nachgedacht, dass sich die Erzieherinnen auch den Stress ersparen wollen, den du dann machst, wenn du jetzt schon Privatnummern raussuchst und mit dem Anwalt drohst?

    Nochmal: etwas anderes ist es im städtischen Kiga.

  9. #89
    samgee ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Generell brauchen wir uns aber nicht zu streiten, denn, würde Syrah etwa in einen freien (also von Kirchengeldern bezuschussten) KiGa Aufnahme begehren, wäre ihr Anliegen nicht nur unberechtigt, sie hätte gar keine Chance damit.

    Ich glaube daher nicht, dass das der Fall ist.
    Sie schrieb irgendwo, sie will in einen evangelischen, da ihr der städtische nicht genehm ist.
    Der Kindergarten, den ich zunächst ausgesucht hatte, ist evangelisch.
    Und religiöse Neutralität (oder eine Extrawurst zu deren Pogramm) in einem konfessionellen Kiga zu fordern, find ich etwas daneben.
    Geändert von samgee (16.02.2008 um 23:40 Uhr)

  10. #90
    opus ist offline Muddi h.c.

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    Standard Re: Religions-/Betzwang im Kindergarten?

    Zitat Zitat von Hexenbesen Beitrag anzeigen
    Wo liegt dein Problem ?

    Ich bin kein Christ , sondern gehöre einer ganz anderen Religion an , bezw. einer die vom Christentum quasi vernichtet wurde und trozdem kann ich deinen Hass nicht verstehen.
    Naja... Hass ist sicher der falsche Ausdruck. Dass sie Risiken sieht, dass da Dinge geschehen, die das Kind zumindest irritieren, das kann ich schon verstehen.
    Zitat Zitat von Hexenbesen Beitrag anzeigen
    Für Kinder sind Gebet vor dem Essen z.B. kein Gebet sondern liebe Rituale und reigöse Feste einfach nur schöne Ereignisse

    Meine Kinder besuchten auch einen kirchlichen Kindergarten und stell dir vor sie haben es toll gefunden , wenn Fragen kammen hab ich immer erklärt das es Geschichtens ind usw.
    In den allermeisten Fällen hast du sicher Recht, die Kinder werden keine Psychosen davontragen, wenn sie mal Gebete sprechen sollen.
    Nur, es liegt eben daran, wer da wie die Kinderbetreuung gestaltet und ich habe leider auch schon negative Erfahrungen gemacht.

    Die reinen religiösen Inhalte sind sicher auch nicht das Problem, meine Güte, die Kinder wachsen mit so vielen Geschichten von Zauberern, Zwergen, Hexen, Feen und sonstigen Fabelwesen auf, da werden die schon den einen oder anderen Gott verkraften.

    Es ist aber so, dass zumindest im alten Testament so einige Geschichten, sagen wir mal, nicht wirklich kindgeeignet sind. Dies hindert jedoch leider manche religiös motivierte Erzieher nicht daran, genau diese kleinen Kindern zur erbaulichen Unterhaltung zu erzählen. Wie gesagt, muß nicht sein, kann aber und das habe ich mal in der Verwandtschaft erlebt.
    Auch der Religionsunterricht der evangelischen Volksschule ( wie es bei mir noch hieß), den ich genießen durfte, ist nicht das, was mein Sohn in diesem Alter erleben soll.

    Nicht zuletzt, der Anblick eines realistisch gestalteten Kruzifixes kann einem unvorbereiteten Kind ganz schön zu schaffen machen, denn die erkennen schon, was da passiert. Auch da ist man in mancher Kirche ziemlich unsensibel.

    Ich weiß nicht, ob ich so einen Konflikt so konsequent wie Syrah durchgezogen hätte, aber Verständnis habe ich schon.
    Zitat Zitat von Hexenbesen Beitrag anzeigen
    Die Einstellung zum Thema Glauben wird im Elternhaus vermittelt und wenn du so eine Panik vor dem bisserl Glauben hast ist es mit deinem Selbstbewußtsein zu diesem Thema nichtw eit her . Mit einem Anwalt auf Spatzen schiessen , prima du machst dein Kind zum Aussenseiter und Sonderling . Überleg mal was du ihm antust
    Ich glaube eigentlich nicht, dass es nur um ein Kind gehen wird, wenn die Verhältnisse mal geklärt sind. So homogen ist die religiöse Landschaft in Deutschland nirgendwo mehr, dass du mit irgendeiner Ausrichtung automatisch Sonderling werden mußt. Die meisten Eltern resignieren in so einer Situation nur schnell oder nehmen es einfach nicht so wichtig.
    Vergessen wir nicht, die weltanschauliche Ausrichtung der Erziehung der Kinder bestimmen die Eltern. Das Recht möchte ich mir auch nicht aus der Hand nehmen lassen. Darum geht es doch letztlich.

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