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Thema: Mit 2 in den Kindergarten - Pro/Contra???

  1. #31
    Avatar von Sittich
    Sittich ist offline Kuckuck!!!

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    Standard Re: Mit 2 in den Kindergarten - Pro/Contra???

    Hallo Astrid und Chocobo,

    ich mag mich mal etwas spät hier noch herein hängen.

    Ich stehe vor der gleichen Entscheidung für August, denn ab da habe ich für den Floh einen KiGa-Platz. Erst wollte ich bis Nachmittag buchen, das habe ich ganz schnell gelassen. Ich denke, es reicht, wenn er das bis 12.30 Uhr schafft - das würde schwer genug. Der Schlüssel ist halt doch sehr stressfördernd (meine Ansicht), da niemand die kleinen Sorgen und Nöte auffangen kann. Da bist dann Du als Mutter nachmittags voll gefordert, um das auszugleichen, falls das geht.

    Ich muss allerdings 20-25 Stunden/Woche arbeiten und komme mit der Lösung Tagesmutti kostenlos (gute Freundin) für 2x 8 h/Woche nicht alleine weiter, da er da voll verwöhnt und be-powert wird. 4 Erwachsene turteln mit ihm rum und unternehmen viel, keine Kinderkontakte und ernährungstechnisch auch nicht so ganz super-toll. Aber da sage ich nicht viel, dass fange ich dann wieder auf. Und emotional hat er es da supergut, es ist wie eine große Ersatzfamilie, die ihn sehr liebt. Das ist mal vorläufig (fast) das wichtigste in meinen Augen.

    Nun habe ich eine weitere Tagesmutter (Erzieherin älteren Semesters) gefunden, die als Klein-Betreuung fungiert. Die hat bis zu 9 Kindern mit 1 Praktikantin bzw. 1 Erzieherin, wobei meist nur 7-8 Kids da sind. Alter gemischt von 6 Monaten bis zum Schulalter, schwerpunkt aber bei 2-3 Jahren. Dort gewöhnt er sich gerade ein. Mittags gibt es vom Ehemann der Leiterin das Essen gekocht und er hilft auch beim Füttern und Mittagsschlaf betreuuen. Ich finde das bisher total klasse und überlege, das als Kindergartenalternative im gesamten nächsten Jahr so zu belassen und einfach die Zeiten aufzustocken. Da bin ich aber noch unsicher, wieviel Betreuung (auch bei diesem sehr vorteilhaften Schlüssel) er packt in dem Alter.

    Übrigens das Jugendamt sponsort das hier bei uns sehr stark, sodass mich das eigentlich nur ca. 50-60 EUR im Monat mehr kosten würde als der KiGa. Das versuche ich auf jeden Fall aufzubringen!

    Ich finde das Abwägen ist sehr schwer zwischen dem was an Arbeit und Mamazeit sein MUSS und dem was das Kind an Mama und Individualbetreuung braucht bzw. was es an Sozialerfahrung sucht und braucht.

    Ich wünschte mir da bessere oder mehr Beratung. Hier ein Link, der mich sehr nachdenklich gemacht hat, und den ich sehr wichtig finde!!!

    Krippenausbau in Deutschland - Psychoanalytiker nehmen Stellung

    Liebe Grüße,
    Sittich
    ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥ ♥
    Viele Grüße vom Sittich
    und dem kleinen Powerfloh (11/07)

  2. #32
    fabala Gast

    Standard Re: Mit 2 in den Kindergarten - Pro/Contra???

    Zitat Zitat von Sittich Beitrag anzeigen

    Ich wünschte mir da bessere oder mehr Beratung. Hier ein Link, der mich sehr nachdenklich gemacht hat, und den ich sehr wichtig finde!!!

    Krippenausbau in Deutschland - Psychoanalytiker nehmen Stellung

    Liebe Grüße,
    Sittich
    Dem schließe ich mich an.

    Für meine Tochter (atypische Autistin) wäre ein früher Kindergartenstart nichts gewesen.

    Selbst mit 3 Jahren war es sehr schwierig.

  3. #33
    Birgit72 ist offline newbie

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    Standard Re: Mit 2 in den Kindergarten - Pro/Contra???

    Hallo,
    ich bin Erzieherin und arbeite in einer Gruppe mit 27 Kindern. Vom Personalschlüssel ist es in etwa so, das zwei Erzieherinnen auf 27 kommen. Definitiv viel zu wenig. Ich bin gerne Erzieherin, aber ich würde liebend gerne mehr Zeit für das Einzelne haben.

    Wir nehmen demnächst auch U3 Kinder auf, dann ist es zunächst so, das sie in die Tagesstättengruppe kommen. Dort sind 20 Kinder von dann 2 bis 6 Jahren bei 2,5 Erzieherinnen. Auch zu wenig für die Kleinen, wie ich finde.

    Meine eigenen Kinder habe ich mit 3 Jahren in einen kleinen privaten Vorkindergarten gegeben. Allerdings nur für 2 bzw. 3 Vormittage die Woche. Es gab dort 5 Erzieherinnen auf 15 Kinder, optimal für meine Vorstellungen. In den normalen Kindergarten kamen sie dann mit 4 Jahren.

    Meine kleine Tochter ist definitiv weiter als es ihre Schwester in dem Alter war. Somit denke ich, das wirklich kleinere von größeren viel lernen. Das als pro für den Kindergarten.

    Negativ würde ich allerdings sehen, das so kleine Kinder noch ganz andere Bedürfnisse nach Nähe, Ruhe und Ausgeglichenheit haben. Das wird in einer großen Kindergartengruppe mit wenig Personal nicht befriedigt werden können. Das sehe ich als sehr negativ an.

    Kontakt zu Kindern kann ein Kind auch bekommen, wenn man zusammen mit seinem Kind andere Kinder besucht. Ich war von Kleinauf mit den Kindern in Spiel- und Turngruppen, später im Musikgarten.

    Ob ein Kind große Anfangsschwierigkeiten hat oder nicht, hängt meiner Meinung nach im Wesentlichen von der Einstellung der Mutter ab (die ja in der Regel das Kind in den Kindergarten bringt). Steht sie hinter der Entscheidung "Kindergarten", so vermittelt sie es dem Kind auch bewußter. Bei Unsicherheiten seitens der Mutter überträgt sich das schnell aufs Kind. Egal, wie alt das Kind ist...

    Gruß
    Birgit

  4. #34
    limi05 ist offline Stranger

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    Standard Re: Mit 2 in den Kindergarten - Pro/Contra???

    Genau über dieses Thema mache ich mir z.Zt. auch meine Gedanken. Zwar ist mein Sohn erst 11 Monate, trotzdem beschäftigt mich die Frage, was besser für ihn wäre. Meine Tochter ging mit 3,3 Jahren in den Kiga. Fand ich eigentlich ideal... und trotzdem war auch sie doch noch sooo klein. Man darf nicht vergessen, dass man sein Kind, von diesem Zeitpunkt an, in andere Hände gibt und nicht erfährt, was es minütlich getan hat. Die Oma, bei der es übernachtet hat, berichtet später schließlich alles haarklein und man hat wenigstens noch das Gefühl dabei gewesen zu sein. Ich bin weiß Gott keine typische Gluckenmutter, aber genau dieses Gefühl habe ich anfangs vermisst...was tut sie, wie verhält sie sich, was erzählt sie, worüber lacht sie etc.
    Ich hätte so viel Unbeschwertheit mit ihr verpasst, wenn sie ein Jahr früher in den Kiga gegangen wäre. Im Bett lümmeln, einfach zum Tierpark fahren, spontan bei Oma schlafen. Mehr Bedenken habe ich noch, ob die Erzieherinnen sich tatsächlich rund um die Kleinsten kümmern können. In unserem Kiga sehen die Knirpse mit ihrem Schnulli und dem Schnuffeltuch immer so verloren aus neben den "Großen". Es wird sicher nicht schlecht sein für ihre Entwicklung, aber glücklich und ungezwungen wirken sie oft nicht. Es sind einfach zuviele Kinder für so wenige Betreuerinnen. Hat sich das Kind erstmal eingelebt, ist das vielleicht nicht mehr so schlimm, aber bis dahin gehen sie zu oft unter.
    Ich überlege, ob ich meinen Sohn nicht lieber zwei Tage zu einer Tagesmutter gebe, die sich im kleineren Rahmen um eine Gruppe Kinder kümmert. In meinen Augen kann diese ihm gerechter werden und seit der Reform ist das ja jetzt sogar bezahlbar. So kann ich meinen Sohn auf den Kiga vorbereiten (ab 3,3 Jahren) und muß ihn trotzdem nicht täglich schicken.
    Mit meiner Tochter war ich übrigens auch in Spielgruppen und Schwimmkursen unterwegs. Sie war mit Kindern zusammen und trotzdem war Mama in der Nähe. Bis sie 2 wurde, war sie auch recht anhänglich. Dafür hatten wir später in der Kiga Eingewöhnung nur ein paar Tränchen beim Abschied in den ersten zwei Wochen, das war's. LG

  5. #35
    Avatar von blondchen
    blondchen ist offline addict

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    Standard Re: Mit 2 in den Kindergarten - Pro/Contra???

    ich hatte ähnliche bdenken wie du. Paul ist mit 2 Jahren und 3 monaten in den Kindergarten gekommen. bis dahin war er sehr auf mich fixiert und auch eher der schüchterne typ.

    aber im nachhinein kann ich sagen, es war eine gute entscheidung für ihn. er hat sehr schnell sehr viel dazu gelernt, die eingewöähnung verlief super und er geht sehr gerne hin. man merkt einen enormen entwicklungsschub und merkt auch das der Kiga ihm fehlt, wenn er mal frei hat.

    nachteile sind für mich, das er momentan viel krank ist weil sein immunsystem auf hochtouren gefordert wird, aber früher oder später , wäre das sicher eh so gekommen.
    Blondchen (mama vom Pubi89 und Zwerg06)grüsst euch lieb:p

    Meine Schlafstörung heisst PAUL:z

  6. #36
    Montaine ist offline newbie

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    Standard Re: Mit 2 in den Kindergarten - Pro/Contra???

    Also ich kann nur zustimmen... mit 2 in den KiGa erleichtert nicht nur die Umgewöhnung sondern bringt vor allem dem Kind etwas!

    Bei Larissa wars genauso, anfangs noch teils verschüchtert, ein bisschen ängstlich.. das war letzten September. Sie wurde am 10. September 2 Jahre alt, einen Tag davor war sie das erste Mal bereits im KiGa.

    Bei uns läuft es so ab das die U3-jährigen als eigene Spielgruppe im KiGa integriert sind. Für die Kleinen gibt es ein komplett anderes Förderungs-Konzept, dennoch sind sie aber mit den "Großen" schon zusammen. Spielgruppe ist bei uns auch nur von Montag bis Mittwoch.

    Sobald sie 3 wird geht sie dann ganz regulär 5 Tage die Woche in den KiGa, hat aber den riesen Vorteil das sie ihre Erzieherinnen dann schon längst kennt und auch schon ihre ersten Kindergartenfreundschaften aufgebaut hat.

    Wenn Dein Kleiner die Möglichkeit bekommt mit 2 schon in den KiGa zu gehen, dann lass ihn.

    Erkundige Dich rechtzeitig vorher wie das mit der Eingewöhnung gehandhabt wird.. meistens hast Du die Möglichkeit jetzt vor den Sommerferien mit ihm für einen halben Vormittag zusammen in den KiGa zu gehen, dann kannst Du schon sehen wie seine Reaktionen sind, ob es ihm da gefallen könnte.

    Bei uns wars so das eine von uns in der ersten Woche morgens mit dabei war.. und das täglich dann reduziert wurde... dauerte keine 1,5 Wochen und sie blieb gerne alleine dort.

    Zwischendrin hatten wir zwar mal ne Phase wo sie mal nicht gehen wollte, aber nach 2 Tagen war auch das rum.

    Frag im Kindergarten auch nach ob bei den U3-jährigen erlaubt bzw. erwünscht ist das Lieblingskuscheltier mitkommt. Das erleichtert Deinem Kleinen das Eingewöhnen :-)

    Auf jeden Fall bereuen wir es nicht Larissa mit 2 schon in den KiGa gegeben zu haben. Mittlerweile ist sie 2,5 und hat sich in dem halben Jahr wahnsinnig gut entwickelt. Nicht nur vom Sprechen und Lernerfolg her sondern auch körperlich gesehen.

    LG Montaine

  7. #37
    Avatar von stellarose
    stellarose ist offline Ruhrpottgöre

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    Standard Re: Mit 2 in den Kindergarten - Pro/Contra???

    Fynn ist seit seinem 16.Lebensmonat in einer Kita, im Mai wird er nun 2. Es war eine gute Entscheidung! Für usn zumindest Fynn liebt es dort zu sein, er ist jeden Tag bis nachmittags da und es klappt super. Wir arbeiten beide und wir waren so erleichtert, dass wir dort einen Platz bekommen haben.
    Er spielt dort super, lernt von den Großen, kümmert sich mit um die Babys und ist schlichtweg glücklich. Klar ist es viel für die Kleinen, aber er hat sich dort gut in den Alltag eingefunden.
    Am Wochenende ruft er immer nach seiner "Geka" (eine Erzieherin).

  8. #38
    tamilein Gast

    Standard Re: Mit 2 in den Kindergarten - Pro/Contra???

    Zitat Zitat von limi05 Beitrag anzeigen
    Man darf nicht vergessen, dass man sein Kind, von diesem Zeitpunkt an, in andere Hände gibt und nicht erfährt, was es minütlich getan hat. Die Oma, bei der es übernachtet hat, berichtet später schließlich alles haarklein und man hat wenigstens noch das Gefühl dabei gewesen zu sein. Ich bin weiß Gott keine typische Gluckenmutter, aber genau dieses Gefühl habe ich anfangs vermisst...
    Aehm - doch, in meinen Augen schon :rolleyes:
    Nee, ich lasse mir auch von der Oma keinen Minutenbericht abliefern.

  9. #39
    ValVel ist offline fra fjellet

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    Standard Re: Mit 2 in den Kindergarten - Pro/Contra???

    2 Jahre ist kein Alter für den Kindergarten. Wenn es nicht anders geht - dann muss es so sein, und das Kind wird damit zurecht kommen (müssen). Besser halbtags glückliche Mutter als ganztags unglückliche Mutter. Selbst eine Wochenendmutter ist besser als gar keine Mutter...

    Wenn man so manchen Beitrag hier liest, könnte man meinen, dass der sozial zuträglichste Ort für's Baby nur einer sein kann: das Waisenheim...

    Gesellschaftlicher Zwang kontra von der Natur gegebenem Drang - die Entscheidung, die Betreuung der ersten Schritte ins Leben aus Kostengründen oder gar eigenem Unvermögen besser zu "outsourcen", liegt bei jedem selbst.

    Grüße,
    ValVel

  10. #40
    Avatar von stellarose
    stellarose ist offline Ruhrpottgöre

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    Standard Re: Mit 2 in den Kindergarten - Pro/Contra???

    Puh!
    Gut, dass es verschiedene Ansichten gibt... ich arbeite gerne, arbeite sogar voll und mein armer Sohn musste sich damit abfinden. Und ihm geht es sogar gut damit...
    Leider haben sich die zeiten geändert und in vielen Familien müssen beide arbeiten gehen oder sie wollene s sogar, weil die Mutter vielleicht nicht den lieben langen Tag daheim mit dem Kindelein sein mag.
    Warum dann Kinder bekommen? Die Frage hängt mir zum Hals raus... ehrlich.
    Weil ich Kinder liebe, aber ich liebe auch mein eigenes Leben und solange beides gut unter einen Hut zu bekommen ist... dann soll es so sein.
    Jeder wählt seinen Lebensentwurf. Ich wäre totunglücklich, wenn ich jahrelang zuhause wäre. Ich würde wahnsinnig werden.

    Wer bestimmt denn eigentlich wann die richtige zeit ist für den Kindergarten?
    Komisch, dass in anderen europäischen Ländern da anders drüber gedacht wird... nehmen wir die skandinawischen Länder beispielsweise.Da werden Mütter nicht komisch angesehen, die nach einem Jahr oder eher wieder arbeiten gehen.

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