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Thema: Unfall im Kindergarten und keiner half...

  1. #111
    opus ist offline Muddi h.c.
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    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    Zitat Zitat von Martha74 Beitrag anzeigen
    Erzähl doch keinen Quatsch. Erste-Hilfe am Kind muss alle zwei Jahre für Erzieherinnen erneuert werden

    die sind also up-to-date, zumindest was eben die Grundversorgung angeht.
    'Tschuldige, aber so ein Quatsch ist das leider nicht....

    Du hast insofern zwar Recht, als dass Erzieher eine Erste-Hilfe-Grundausbildung und alle zwei Jahre ein Erste-Hilfe-Training zur Wiederauffrischung nachweisen müssen, es handelt sich dabei jedoch um die Kurse, die von der Berufsgenossenschaft vorgegeben sind, mit deren eigenen Inhalten (die den Vorgaben der Hilfsorganisationen aber nicht widersprechen).

    Die Erste-Hilfe-Kenntnisse sind damit zwar wirklich up-to-date, entsprechen aber dem Wissenstand eines Berufskraftfahrers oder eines Betriebsersthelfers eines Fertigungsbetriebes. Das heißt, die Leute können Motorradhelme abnehmen und erkennen (hoffentlich) jeden Herzinfarkt und Schlaganfall.
    Nur, genau das braucht man im Kindergarten eher selten.

    Auf den Verdacht eines Knochenbruchs sollte man damit zwar angemessen reagieren können. jedoch die weiteren Themen aus dem Bereich Erste-Hilfe-am-Kind sind nicht vorgesehen, nicht mal Reanimationsübungen mit Kinderpuppen.

    Erste-Hilfe-am-Kind müßte auf eigene oder Trägerrechnung nachgeholt und aufgefrischt werden... und daran scheitert es üblicherweise. Die BG will davon nichts wissen.

    Einzige sinnvolle und kostengünstige Lösung, die hier in der Gegend tatsächlich schon mehrmals zustande gekommen ist, sieht so aus, dass sich möglichst viele Erzieher-innen (möglicherweise auch aus anderen KiGas des Ortes) zusammentun, bei denen eine EH-Auffrischung fällig ist. Ab einer bestimmten Größe der Gruppe (meist etwa 10) kann man nämlich einen eigenen Kurs organisieren, die Hilfsorganisationen (DRK, Johanniter, Malteser, ASB...) schicken dann einen Ausbilder ins Haus um offiziell einen BHT-Kurs (Betriebshelfertraining) abzuhalten nach den Richtlinien der Berufsgenossenschaft. Nur, bei den Trainings sind die Ausbilder weitgehend frei, welche Themen sie konkret ansprechen und wenn alle Teilnehmer Erzieher sind, kann man sich natürlich darauf einigen, den gesamten Kinderkram durchnehmen und die (als einziges) vorgeschriebenen HLW-Übungen macht man eben an der kleinen Junior-Puppe.

    Wer da was organisieren will, muß halt das Vorgehen mit den Ausbildungsabteilungen der jeweiligen Hilfsorganisation besprechen. Ihr braucht ja einen Ausbilder, der zusätzlich zur BG-Qualifikation die zu den EH-Kind-Kursen hat. Die Abrechnung läuft aber ganz normal über die BG.
    Es ist alledings möglich, dass nicht alle Anbieter von Erste-Hilfe-Kursen das machen wollen, da die BG-Sätze deutlich niedriger sind, als die Kursgebühren für einen EH-Kind-Kurs, aber dann muß eben Konkurrenz das Geschäft beleben.

    Ich habe jedenfalls schon mehrmals solche Kurse speziell für Erzieher gehalten.

  2. #112
    Gast

    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    Zitat Zitat von MeineRasselbande Beitrag anzeigen
    Eine halbe Stunde kann einem Kind dann ganz schön lang vorkommen, daher wäre ein Anruf damit mal eher kommt, durchaus angebracht und auch kein großer Aufwand.
    Wenn das Kind dafür bekannt wäre, gerne mal für nichts und wieder nichts ein Riesengeschrei zu veranstalten (und die Erzieherinnen es gut genug kennen um das zu beurteilen), könnte ich es akzeptieren, aber nicht wenn so etwas erstmalig nach einem Sturz vorkommt.
    da du aber weder das Kind kennst noch dabei war kannst du ja nicht beurteilen ob es so war oder nicht und auch die Mutter war nicht dabei und auf die Aussagend er anderen Kinder ( da die Mutter ja diese fragte ) kann man sich nunmal auch nicht verlassen.

  3. #113
    Nika74 ist offline Stranger
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    11

    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    Hallo !

    Ich bin Mutter von zwei Kindern und gelernte Erzieherin. (zur Zeit aber nicht tätig)

    Ich kenne beide Seiten gut.

    -Ich finde auch, ein Unfall kann immer mal passieren, selbst wenn man direkt daneben steht.

    - Wenn ein Kind weint, egal aus Trotz, Wut oder Schmerzen, läßt man das Kind nicht mit sich allein.

    - Wenn zuwenig Erzieher da wären, wegen Krankheit oder so und sie sich auch noch kurz um die anderen Kinder kümmern müßte, könnte man ein kurzes Vertrösten verstehen.

    - Ich habe eine Kleinkinderturngruppe, da passiert auch schonmal was, das läßt sich trotz aller Vorsichtmaßnahmen und Matten leider nicht vermeiden.
    Entweder bekomme ich das Kind in kürzester Zeit beruhigt oder ich rufe die Eltern an.
    Schließlich kenne ich "meine" Kinder und sie haben Vertrauen zu mir, auch wenn sie nur einmal die Woche zum Turnen kommen.
    Wenn sie sich, trotz trösten, kühlen ,Pflaster usw. nicht beruhigen lassen, dann muß es was Ernstes sein.

    - Wenn man Niemanden telefonisch erreicht bekommt und man damit rechnen kann, dass die Mutter aber gleich kommt um das Kind abzuholen, würde ich mit dem Krankenwagen auch warten. Aber natürlich versuchen mit dem Kind zu reden , um die genauen Schmerzen herauszufinden , um abschätzen zu können , was es sein könnte.
    Vor allen Dingen das Kind ernst nehmen !!!
    Selbst wenn es nur eine Schürfwunde wäre, jeder hat ein anderes Schmerzempfinden oder ist erschrocken , weil die Kita ja ein sicherer Platz für die Kinder ist und nu ist doch was passiert.

    - Würde morgens etwas passieren und ich könnte Keinen erreichen, würde ich , nach allen Bemühungen, den KW rufen.

    - Bevor ich eigene Kinder hatte, habe ich auch vieles anders gesehen. Das berühmte "Sie müssen einfach gehen- dann hört sie schon auf zu weinen " in den ersten Tagen im Kindergarten, kam mir früher leicht über die Lippen.
    Aber jetzt wo ich die Erfahrung selber gemacht habe, bin ich etwas einfühlsamer.
    Ich bin zwar gegangen, weil ich aus Erfahrung wußte, dass die Erzieher recht haben, aber ich habe hinter der nächsten Ecke geheult.

    -Nichts ist schlimmer als wenn dem eigenen Kind Unrecht geschieht. Man würde es dem Kind so gerne abnehmen und ist wütend.
    Ich habe immer , nachdem die erste Wut verraucht war, das Gespräch gesucht.
    Am Besten sind sachliche Argumente und dem Gegenüber die Gelegenheit geben seine Sicht der Dinge zu erläutern und die Möglichkeit geben sich zu entschuldigen.

    - Erzieher sind auch nur Menschen, aber sie sollten ihre Fehler auch klar zugeben können und sich entschuldigen . (Das verlangen sie schließlich von den Kindern auch)
    Und es beim nächsen Mal besser machen !

    Ich hoffe es geht euch inzwischen wieder gut.

    LG
    NIka

  4. #114
    Gast

    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    Danke, Nika. Du hast es schön auf den Punkt gebracht - Unfälle können passieren (und ich mache niemandem einen Vorwurf, dass es passiert ist, das habe ich auch im KiGa deutlich gesagt!), aber ein Kind sollte ernst genommen werden, und das ist ja auch das was ich ankreide. Gott sei Dank hat das Personal das aber selbst auch eingesehen und sich bei mir entschuldigt. Inzwischen ist etwas Gras über die Sache gewachsen und meine Tochter geht wieder täglich hin, auch die Erzieherinnen haben sich an die Situation (Kind mit Gipsarm) gewöhnt - das Leben geht weiter, und das ist auch gut so ;-)

  5. #115
    Neva ist offline Stranger
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    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    Zitat Zitat von Gast

    So was kann selbst Arzthelferinen passieren wie meiner Tante, sie lies ihren Sohn quasi 2 Tage mit gebrochenem Arm rumlaufen und schob sei ´n jammern auf Kampf um Aufmerksamkeit, solche Kinder gibt es nämlich auch.
    Es ist mir gerade egal, wie alt dieser Beitrag ist. Ich bin einfach fassungslos. Wenn ein Kind mit angeblichen Schmerzen um Aufmerksamkeit betteln muss, bekommt es offensichtlich tatsächlich zu wenig davon im Alltag. Anders kann ich es mir auch nicht erklären, dass eine Mutter zwei Tage lang die Schmerzen ihres Kindes nicht ernst nimmt. Traurig, dass man sowas auch noch für normal hält und so locker daher redet, dass das arme Mäuschen zwei Tage mit nem gebrochenen Arm rumgelaufen ist.

  6. #116
    Gast

    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    Zitat Zitat von Neva Beitrag anzeigen
    Es ist mir gerade egal, wie alt dieser Beitrag ist. Ich bin einfach fassungslos. Wenn ein Kind mit angeblichen Schmerzen um Aufmerksamkeit betteln muss, bekommt es offensichtlich tatsächlich zu wenig davon im Alltag. Anders kann ich es mir auch nicht erklären, dass eine Mutter zwei Tage lang die Schmerzen ihres Kindes nicht ernst nimmt. Traurig, dass man sowas auch noch für normal hält und so locker daher redet, dass das arme Mäuschen zwei Tage mit nem gebrochenen Arm rumgelaufen ist.
    du kennst die geschichte mit dem schafhirten und dem wolf...............................

  7. #117
    Neva ist offline Stranger
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    2

    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    Wenn mein Kind sagt, es hat Schmerzen, nehme ich das ernst. Egal ob es das vorher schon mehrfach einfach so gesagt hat und nichts war. (Wie gesagt denke ich, wenn ein Kind sowas tut, läuft irgendwas falsch)... und dann REDE ich mit meinem Kind darüber, dass es sowas nicht machen sollte, wenn eigentlich nichts ist. Aber einfach ignorieren? Niemals! Das muss man sich nur m durch den Kopf gehen lassen. Das eigene Kind ignorieren. Das ist heftig.

  8. #118
    Muddi2205 ist offline Stranger
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    12

    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    ich bin da vollkommen der selben Meinung wie Neva. Das Kind kann man nicht einfach ignorieren wenn es schreit. Klar kann es auch nur um aufmerksamkeit gehen, aber bevor ich das beschließe muss ich mich doch erstmal versichern das es nichts schlimmes ist!

    Es ist die Aufgabe der Erzieherinnen das zu tun! Wenn das Kind sich nicht trösten lässt dann ruf ich eben mal die Mutter und sag ihr auch: bring dein Kind zum arzt! Ignoriren ist hier absolut keine Option!

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