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Thema: Unfall im Kindergarten und keiner half...

  1. #11
    yggdrasil2009 Gast

    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    Zitat Zitat von Tani4ka75 Beitrag anzeigen
    Hallo alle zusammen,

    ich brauche einmal ein paar Meinungen, weil ich noch nicht klar denken kann. Folgendes ist passiert:

    Meine Tochter, 4 Jahre alt, geht im Nachbardorf in den Kindergarten, der nur bis mittags geöffnet ist. Vor 2 Tagen bot sich mir beim Abholen folgendes Bild: Wie immer bei trockenem Wetter, waren alle Kinder draußen auf dem Spielplatz. Es sind nur 2 Gruppen mit 20 und 25 Kindern, von denen aber schon einige abgeholt waren. 2 Erzieherinnen + Direktorin waren anwesend. Diese waren alle oberhalb vom Spielplatz bei einer Sitzgruppe. Meine Tochter war alleine bei einer anderen Bank, abseits von den Erzieherinnen, und brüllte aus Leibeskräften, sie weinte nicht nur einfach und hatte auch keinen Trotzanfall, sondern schrie wirklich ganz schlimm, immer wieder "Aua" und hielt sich einen Arm. Auf meine Frage, was denn los sei, antworteten mir die Erzieherinnen, sie sei mit der Hand vom Sandkastenrand abgerutscht und sie können sie nicht beruhigen, sie hätten den Arm gekühlt und sie versucht zu trösten, aber selbst eine angebotene Belohnung (!!!) hätte sie nicht beruhigen können - es sei gar nichts passiert, sie würde übertreiben, denn der Arm ist ja nicht geschwollen. Ich habe mein Kind sofort auf den Schoss genommen und versucht sie zu tröste, nichts zu machen, und so etwas kenne ich von ihr gar nicht. 10 Tage vorher hatte sie schon einen kleinen Unfall im KiGa, bei dem sie sich das Kinn aufgeschlagen hatte, was mit Sicherheit auch sehr weh tat, aber als ich ankam war sie schon getröstet und eine Erzieherin beschäftigte sich mit ihr - so wie es auch sein sollte. Nicht so jedoch am Dienstag, da wurde sie als Simulantin hingestellt. Als ich mit ihr dann ging, meinte die Direktorin nur, wenn ich als Mutter meine, dass sei eine ungewöhnliche Reaktion von ihr, dann könne ich ja mal zum Arzt gehen, als Mutter mache man sich ja doch oft sehr viel Sorgen, aber schauen Sie doch nur, da kommen ja gar keine Tränen, sie schreit ja nur einfach Auf meine Frage, warum man mich denn nicht angerufen habe, als man sie nicht beruhigen konnte, bekam ich keine Antwort.

    Ich fuhr dann gleich ins Krankenhaus.

    Ergebnis: Kompletter Unterarmbruch, Speiche und Elle gebrochen, Gips von den Fingern bis zur Achselhöhle für 4 Wochen.

    Aber nein, es könne ja unmöglich gebrochen sein, der Arm sei ja nicht geschwollen, so meinte die Erzieherin.

    Wie es mir geht, kann sich keiner vorstellen, auch jetzt beim Schreiben zittere ich, obwohl 2 Tage vergangen sind. Mein Kind schrie vor Schmerzen und wurde allein gelassen, schlimmer noch, sie wurde nicht ernst genommen und als Simulantin hingestellt.

    Gestern war sie nicht im KiGa (heute und morgen hat er zu) und ich rief morgens an, um Bescheid zu sagen, dass sie nicht kommt. Die Direktorin war dran und reagierte moderat bestürzt auf die Nachricht mit dem Knochenbruch und meinte, dann hätten sie ja die Situation komplett falsch eingeschätzt. Absolut! Sie wollte sich dann rechtfertigen, dass man das bei Kindern ja nie wisse, und mein Kind hätte ja auch mal Phasen, in denen sie anhänglich sei - darauf bin ich gar nicht eingegangen sondern bat um einen Termin für ein Gespräch. dies wird nun am Montag stattfinden mit mir, der Direktorin und einer der Erzieherinnen, die dabei war und aus der Gruppe meiner Tochter ist und sie seit 14 Monaten kennt, oder besser gesagt kennen sollte. Ich werde eine Mutter aus dem Elternbeirat mitnehmen.

    Ich weiß nicht genau, wie ich mich in dem Gespräch verhalten soll. Ich will keine großen Konflikte, weil es für uns keinen anderen Kindergarten gibt (man wird nach Wohnort eingeteilt, und der private in der Nachbargemeinde ist auch nicht gut) und meine Tochter dort noch 2 Jahre lang hingehen wird. Es geht auch nicht darum, dass sie sich den Arm gebrochen hat - das kann immer mal passieren. Aber dass man sie weinend alleine lässt, dass man sie nicht ernst nimmt und dass man mich nicht anruft, das kann nicht sein. Die Kinder müssen zwischen 12 und 13 Uhr abgeholt werden und ich komme nicht immer zur gleichen Zeit, ich arbeite auch nicht und kann in 5 Minuten da sein, das wissen sie auch, man hätte mich also wirklich anrufen können. Was wäre, wenn ich statt um 12.30 erst um kurz vor 1 gekommen wäre?

    Wie seht Ihr die Sache? Sehe ich das zu emotional-übertrieben, oder kann man von den Erziehern wirklich nicht eine objektive Einschätzung der Situation verlangen?

    Würde mich über Meinungen sehr freuen, vielleicht schreiben hier ja auch Erzieherinnen mit?

    Vielen Dank im Voraus!
    Ich kann kein grobes Fehlverhalten feststellen und ja in vielem was die Erzieherinnen und Leiterin sagte stimme ich zu.

    Bei Kindern weis man nie und wenn typische Anzeichen eines Bruches fehlen wie soll eine Erzieherin dies einschätzen ? Sie sind keine Ärzte.

    Sie hat doch extra noch zu dir gesagt wenn das Verhalten nicht typisch ist dann sollst du einen Arzt aufsuchen.

    Sowas passiert im Kiga nunmal und sie haben sich ja gekümmert, sie haben alles versucht, der Arm schwoll nicht an was ja erstmal auf keinen Bruch hindeutet.

    So was kann selbst Arzthelferinen passieren wie meiner Tante, sie lies ihren Sohn quasi 2 Tage mit gebrochenem Arm rumlaufen und schob sei ´n jammern auf Kampf um Aufmerksamkeit, solche Kinder gibt es nämlich auch.


    Deswegen so ein Fass auf zu machen halte och für extrem übertrieben.


    Sie wurde nicht alleingelassen, man hat sich extrem bemüht und da sie keine medizinisch Ausgebildeten Fachkräfte sind konnten sie auch nicht von einem Notfall ausgehen.

    Ich würde diese Situtaion lediglich dazu nutzen mal anzusprechen eine Erste Hilfe Ausbildung speziell für Kindergärtnerinen zu machen und im übrigen nenne die Leiterin doch nicht Direktorin, sie ist es nicht und diese Bezeichnung in ihrem zusammenhang erinnert mich ans 18.Jahrhundert

  2. #12
    Heike2202 ist offline Veteran

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    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    Zitat Zitat von yggdrasil2009 Beitrag anzeigen
    Ich kann kein grobes Fehlverhalten feststellen und ja in vielem was die Erzieherinnen und Leiterin sagte stimme ich zu.

    Bei Kindern weis man nie und wenn typische Anzeichen eines Bruches fehlen wie soll eine Erzieherin dies einschätzen ? Sie sind keine Ärzte.

    Sie hat doch extra noch zu dir gesagt wenn das Verhalten nicht typisch ist dann sollst du einen Arzt aufsuchen.

    Sowas passiert im Kiga nunmal und sie haben sich ja gekümmert, sie haben alles versucht, der Arm schwoll nicht an was ja erstmal auf keinen Bruch hindeutet.

    So was kann selbst Arzthelferinen passieren wie meiner Tante, sie lies ihren Sohn quasi 2 Tage mit gebrochenem Arm rumlaufen und schob sei ´n jammern auf Kampf um Aufmerksamkeit, solche Kinder gibt es nämlich auch.


    Deswegen so ein Fass auf zu machen halte och für extrem übertrieben.


    Sie wurde nicht alleingelassen, man hat sich extrem bemüht und da sie keine medizinisch Ausgebildeten Fachkräfte sind konnten sie auch nicht von einem Notfall ausgehen.

    Ich würde diese Situtaion lediglich dazu nutzen mal anzusprechen eine Erste Hilfe Ausbildung speziell für Kindergärtnerinen zu machen und im übrigen nenne die Leiterin doch nicht Direktorin, sie ist es nicht und diese Bezeichnung in ihrem zusammenhang erinnert mich ans 18.Jahrhundert
    mehr fällt mir dazu nicht ein...

  3. #13
    Heike2202 ist offline Veteran

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    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    ich kann mich fast allen anderen nur anschließen. Du reagierst überhaupt nicht über, eher im Gegenteil, ich wüßte nicht wie ich reagiert hätte...
    Wie Du selbst schon geschrieben hast, es können Unfälle passieren, aber dann sollte man sich angemessen drum kümmern oder wenigstens bei der Mutter anrufen, damit diese dann das Kind holen kann. Für mich wäre das auch ein riesiger Vertrauensbruch. Super, dass Du das Gespräch suchst. Hoffentlich kommt da dann von den Zusändigen auch wirkliche Einsicht, so dass Du möglichst schnell wieder Vertrauen aufbauen kannst.

  4. #14
    mopsianke ist offline old hand

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    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    mal was ganz anderes:

    hast du das der gesetzlichen und privaten Unfallversicherung gemeldet? falls da was zurückbleibt...

    lg anke



  5. #15
    Andrea B ist gerade online Legende

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    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    Zitat Zitat von Tani4ka75 Beitrag anzeigen
    Hallo alle zusammen,

    ich brauche einmal ein paar Meinungen, weil ich noch nicht klar denken kann. Folgendes ist passiert:

    Meine Tochter, 4 Jahre alt, geht im Nachbardorf in den Kindergarten, der nur bis mittags geöffnet ist. Vor 2 Tagen bot sich mir beim Abholen folgendes Bild: Wie immer bei trockenem Wetter, waren alle Kinder draußen auf dem Spielplatz. Es sind nur 2 Gruppen mit 20 und 25 Kindern, von denen aber schon einige abgeholt waren. 2 Erzieherinnen + Direktorin waren anwesend. Diese waren alle oberhalb vom Spielplatz bei einer Sitzgruppe. Meine Tochter war alleine bei einer anderen Bank, abseits von den Erzieherinnen, und brüllte aus Leibeskräften, sie weinte nicht nur einfach und hatte auch keinen Trotzanfall, sondern schrie wirklich ganz schlimm, immer wieder "Aua" und hielt sich einen Arm. Auf meine Frage, was denn los sei, antworteten mir die Erzieherinnen, sie sei mit der Hand vom Sandkastenrand abgerutscht und sie können sie nicht beruhigen, sie hätten den Arm gekühlt und sie versucht zu trösten, aber selbst eine angebotene Belohnung (!!!) hätte sie nicht beruhigen können - es sei gar nichts passiert, sie würde übertreiben, denn der Arm ist ja nicht geschwollen. Ich habe mein Kind sofort auf den Schoss genommen und versucht sie zu tröste, nichts zu machen, und so etwas kenne ich von ihr gar nicht. 10 Tage vorher hatte sie schon einen kleinen Unfall im KiGa, bei dem sie sich das Kinn aufgeschlagen hatte, was mit Sicherheit auch sehr weh tat, aber als ich ankam war sie schon getröstet und eine Erzieherin beschäftigte sich mit ihr - so wie es auch sein sollte. Nicht so jedoch am Dienstag, da wurde sie als Simulantin hingestellt. Als ich mit ihr dann ging, meinte die Direktorin nur, wenn ich als Mutter meine, dass sei eine ungewöhnliche Reaktion von ihr, dann könne ich ja mal zum Arzt gehen, als Mutter mache man sich ja doch oft sehr viel Sorgen, aber schauen Sie doch nur, da kommen ja gar keine Tränen, sie schreit ja nur einfach Auf meine Frage, warum man mich denn nicht angerufen habe, als man sie nicht beruhigen konnte, bekam ich keine Antwort.

    Ich fuhr dann gleich ins Krankenhaus.

    Ergebnis: Kompletter Unterarmbruch, Speiche und Elle gebrochen, Gips von den Fingern bis zur Achselhöhle für 4 Wochen.

    Aber nein, es könne ja unmöglich gebrochen sein, der Arm sei ja nicht geschwollen, so meinte die Erzieherin.

    Wie es mir geht, kann sich keiner vorstellen, auch jetzt beim Schreiben zittere ich, obwohl 2 Tage vergangen sind. Mein Kind schrie vor Schmerzen und wurde allein gelassen, schlimmer noch, sie wurde nicht ernst genommen und als Simulantin hingestellt.

    Gestern war sie nicht im KiGa (heute und morgen hat er zu) und ich rief morgens an, um Bescheid zu sagen, dass sie nicht kommt. Die Direktorin war dran und reagierte moderat bestürzt auf die Nachricht mit dem Knochenbruch und meinte, dann hätten sie ja die Situation komplett falsch eingeschätzt. Absolut! Sie wollte sich dann rechtfertigen, dass man das bei Kindern ja nie wisse, und mein Kind hätte ja auch mal Phasen, in denen sie anhänglich sei - darauf bin ich gar nicht eingegangen sondern bat um einen Termin für ein Gespräch. dies wird nun am Montag stattfinden mit mir, der Direktorin und einer der Erzieherinnen, die dabei war und aus der Gruppe meiner Tochter ist und sie seit 14 Monaten kennt, oder besser gesagt kennen sollte. Ich werde eine Mutter aus dem Elternbeirat mitnehmen.

    Ich weiß nicht genau, wie ich mich in dem Gespräch verhalten soll. Ich will keine großen Konflikte, weil es für uns keinen anderen Kindergarten gibt (man wird nach Wohnort eingeteilt, und der private in der Nachbargemeinde ist auch nicht gut) und meine Tochter dort noch 2 Jahre lang hingehen wird. Es geht auch nicht darum, dass sie sich den Arm gebrochen hat - das kann immer mal passieren. Aber dass man sie weinend alleine lässt, dass man sie nicht ernst nimmt und dass man mich nicht anruft, das kann nicht sein. Die Kinder müssen zwischen 12 und 13 Uhr abgeholt werden und ich komme nicht immer zur gleichen Zeit, ich arbeite auch nicht und kann in 5 Minuten da sein, das wissen sie auch, man hätte mich also wirklich anrufen können. Was wäre, wenn ich statt um 12.30 erst um kurz vor 1 gekommen wäre?

    Wie seht Ihr die Sache? Sehe ich das zu emotional-übertrieben, oder kann man von den Erziehern wirklich nicht eine objektive Einschätzung der Situation verlangen?

    Würde mich über Meinungen sehr freuen, vielleicht schreiben hier ja auch Erzieherinnen mit?

    Vielen Dank im Voraus!


    Hallo,
    was hätte der Kiga noch tun sollen außer dich anrufen? Rettungsdienst/Notarzt rufen? Mit deinem Kind zum Arzt gehen? Dürfen sie nicht, da sie nicht die Erziehungsberechtigten sind.

    Das es gebrochen ist konnte keiner sehen auch die Erzieherinnen nicht. Die haben, wie alle Anderen auch, keine Röntgenaugen.
    Andrea

  6. #16
    Heike2202 ist offline Veteran

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    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    Klar können die nicht mit dem Kind zum Arzt und auf nen Rettungswagen würde ich jetzt auch nicht bestehen, aber ich würde anstelle der Mutter auf jeden Fall erwarten, dass ich angerufen werde, dass man mein Kind ernst nimmt, sich um es kümmert, es also tröstet bis ich da bin und es eben nicht brüllend alleine sitzen lässt.

  7. #17
    Tani4ka75 Gast

    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    Zitat Zitat von yggdrasil2009 Beitrag anzeigen
    Sie wurde nicht alleingelassen, man hat sich extrem bemüht und da sie keine medizinisch Ausgebildeten Fachkräfte sind konnten sie auch nicht von einem Notfall ausgehen.
    Direktorin nennt sie sich selbst ;-)

    Und doch, das Kind wurde sehr wohl allein gelassen, und genau das ist der Knackpunkt. Man hat den Arm kurz gekühlt, man hat sie kurz versucht zu trösten, man hat ihr Gummibären angeboten als Belohnung (was für ein Schwachsinn!) und als dies alles nicht half, ließ man sie links liegen und sagte ihr, es sei doch nichts und sie solle jetzt aufhören, so ein Theater zu machen. Dass man sich nur kurz um sie gekümmert hat und sie lange allein geweint hat, haben mir in der Zwischenzeit immer mehr kleine Zeugen bestätigt.

    Natürlich sind die Erzieherinnen keine ausgebildeten medizinischen Fachkräfte und Röntgenaugen haben sie schon gar nicht, das ist klar. Aber dann dürfen sie doch im Umkehrschluss auch keine "Diagnose" stellen, es könne auf keinen Fall ein Bruch sein und das Kind würde simulieren, oder?

    Und davon mal abgesehen, egal aus welchem Grund (abgesehen vom Trotz) - können Erzieher ein Kind so lange allein lassen in seiner Not? Ob es sich dabei um einen gebrochenen Arm handelt oder ob das Kind Heimweh hat oder was auch immer, ist doch egal, Fakt ist, dass es dem Kind nicht gut geht. Was für Signale setzt das denn beim Kind, wenn es nicht nur nicht ernst genommen, sondern sogar abgewertet wird?

    Natürlich passieren Brüche, das ist mir klar und nicht Bestandteil meines Fasses, das ich Deiner Meinung nach aufmache. Verletzungen passieren und gehören zur Kindheit dazu, da bin ich sehr gelassen.

    Allen Anderen danke ich für die Empathie!

  8. #18
    Tani4ka75 Gast

    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    Zitat Zitat von Heike2202 Beitrag anzeigen
    Klar können die nicht mit dem Kind zum Arzt und auf nen Rettungswagen würde ich jetzt auch nicht bestehen, aber ich würde anstelle der Mutter auf jeden Fall erwarten, dass ich angerufen werde, dass man mein Kind ernst nimmt, sich um es kümmert, es also tröstet bis ich da bin und es eben nicht brüllend alleine sitzen lässt.
    Eben, genau darum geht es mir.

    @mopsianke: Da es ein Kindergarten-Unfall ist, läuft es automatisch über die Unfallkasse. An unsere private Unfallversicherung habe ich noch gar nicht gedacht, danke, die werde ich morgen mal kontaktieren.

  9. #19
    Avatar von SofieAmundsen
    SofieAmundsen ist offline Urgestein

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    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    Zitat Zitat von Tani4ka75 Beitrag anzeigen
    Hallo alle zusammen,

    ich brauche einmal ein paar Meinungen, weil ich noch nicht klar denken kann. Folgendes ist passiert:

    Meine Tochter, 4 Jahre alt, geht im Nachbardorf in den Kindergarten, der nur bis mittags geöffnet ist. Vor 2 Tagen bot sich mir beim Abholen folgendes Bild: Wie immer bei trockenem Wetter, waren alle Kinder draußen auf dem Spielplatz. Es sind nur 2 Gruppen mit 20 und 25 Kindern, von denen aber schon einige abgeholt waren. 2 Erzieherinnen + Direktorin waren anwesend. Diese waren alle oberhalb vom Spielplatz bei einer Sitzgruppe. Meine Tochter war alleine bei einer anderen Bank, abseits von den Erzieherinnen, und brüllte aus Leibeskräften, sie weinte nicht nur einfach und hatte auch keinen Trotzanfall, sondern schrie wirklich ganz schlimm, immer wieder "Aua" und hielt sich einen Arm. Auf meine Frage, was denn los sei, antworteten mir die Erzieherinnen, sie sei mit der Hand vom Sandkastenrand abgerutscht und sie können sie nicht beruhigen, sie hätten den Arm gekühlt und sie versucht zu trösten, aber selbst eine angebotene Belohnung (!!!) hätte sie nicht beruhigen können - es sei gar nichts passiert, sie würde übertreiben, denn der Arm ist ja nicht geschwollen. Ich habe mein Kind sofort auf den Schoss genommen und versucht sie zu tröste, nichts zu machen, und so etwas kenne ich von ihr gar nicht. 10 Tage vorher hatte sie schon einen kleinen Unfall im KiGa, bei dem sie sich das Kinn aufgeschlagen hatte, was mit Sicherheit auch sehr weh tat, aber als ich ankam war sie schon getröstet und eine Erzieherin beschäftigte sich mit ihr - so wie es auch sein sollte. Nicht so jedoch am Dienstag, da wurde sie als Simulantin hingestellt. Als ich mit ihr dann ging, meinte die Direktorin nur, wenn ich als Mutter meine, dass sei eine ungewöhnliche Reaktion von ihr, dann könne ich ja mal zum Arzt gehen, als Mutter mache man sich ja doch oft sehr viel Sorgen, aber schauen Sie doch nur, da kommen ja gar keine Tränen, sie schreit ja nur einfach Auf meine Frage, warum man mich denn nicht angerufen habe, als man sie nicht beruhigen konnte, bekam ich keine Antwort.

    Ich fuhr dann gleich ins Krankenhaus.

    Ergebnis: Kompletter Unterarmbruch, Speiche und Elle gebrochen, Gips von den Fingern bis zur Achselhöhle für 4 Wochen.

    Aber nein, es könne ja unmöglich gebrochen sein, der Arm sei ja nicht geschwollen, so meinte die Erzieherin.

    Wie es mir geht, kann sich keiner vorstellen, auch jetzt beim Schreiben zittere ich, obwohl 2 Tage vergangen sind. Mein Kind schrie vor Schmerzen und wurde allein gelassen, schlimmer noch, sie wurde nicht ernst genommen und als Simulantin hingestellt.

    Gestern war sie nicht im KiGa (heute und morgen hat er zu) und ich rief morgens an, um Bescheid zu sagen, dass sie nicht kommt. Die Direktorin war dran und reagierte moderat bestürzt auf die Nachricht mit dem Knochenbruch und meinte, dann hätten sie ja die Situation komplett falsch eingeschätzt. Absolut! Sie wollte sich dann rechtfertigen, dass man das bei Kindern ja nie wisse, und mein Kind hätte ja auch mal Phasen, in denen sie anhänglich sei - darauf bin ich gar nicht eingegangen sondern bat um einen Termin für ein Gespräch. dies wird nun am Montag stattfinden mit mir, der Direktorin und einer der Erzieherinnen, die dabei war und aus der Gruppe meiner Tochter ist und sie seit 14 Monaten kennt, oder besser gesagt kennen sollte. Ich werde eine Mutter aus dem Elternbeirat mitnehmen.

    Ich weiß nicht genau, wie ich mich in dem Gespräch verhalten soll. Ich will keine großen Konflikte, weil es für uns keinen anderen Kindergarten gibt (man wird nach Wohnort eingeteilt, und der private in der Nachbargemeinde ist auch nicht gut) und meine Tochter dort noch 2 Jahre lang hingehen wird. Es geht auch nicht darum, dass sie sich den Arm gebrochen hat - das kann immer mal passieren. Aber dass man sie weinend alleine lässt, dass man sie nicht ernst nimmt und dass man mich nicht anruft, das kann nicht sein. Die Kinder müssen zwischen 12 und 13 Uhr abgeholt werden und ich komme nicht immer zur gleichen Zeit, ich arbeite auch nicht und kann in 5 Minuten da sein, das wissen sie auch, man hätte mich also wirklich anrufen können. Was wäre, wenn ich statt um 12.30 erst um kurz vor 1 gekommen wäre?

    Wie seht Ihr die Sache? Sehe ich das zu emotional-übertrieben, oder kann man von den Erziehern wirklich nicht eine objektive Einschätzung der Situation verlangen?

    Würde mich über Meinungen sehr freuen, vielleicht schreiben hier ja auch Erzieherinnen mit?

    Vielen Dank im Voraus!
    Puh. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in unserem KiGa vorkäme *hoff*

    Ich finde schon, dass man von Erziehern erwarten kann, das sie realistisch einschätzen können, ob ein ärztlich behandlungsbedürftiger Unfall (=Mutter anrufen oder Krankenwagen) vorliegt oder nicht.
    Und du kannst ruhig sagen, dass du darüber bestürzt bist, finde ich.
    Liebe Grüße

    Sofie

  10. #20

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    Standard Re: Unfall im Kindergarten und keiner half...

    Zitat Zitat von Tani4ka75 Beitrag anzeigen
    Hallo alle zusammen,

    ich brauche einmal ein paar Meinungen, weil ich noch nicht klar denken kann. Folgendes ist passiert:

    Meine Tochter, 4 Jahre alt, geht im Nachbardorf in den Kindergarten, der nur bis mittags geöffnet ist. Vor 2 Tagen bot sich mir beim Abholen folgendes Bild: Wie immer bei trockenem Wetter, waren alle Kinder draußen auf dem Spielplatz. Es sind nur 2 Gruppen mit 20 und 25 Kindern, von denen aber schon einige abgeholt waren. 2 Erzieherinnen + Direktorin waren anwesend. Diese waren alle oberhalb vom Spielplatz bei einer Sitzgruppe. Meine Tochter war alleine bei einer anderen Bank, abseits von den Erzieherinnen, und brüllte aus Leibeskräften, sie weinte nicht nur einfach und hatte auch keinen Trotzanfall, sondern schrie wirklich ganz schlimm, immer wieder "Aua" und hielt sich einen Arm. Auf meine Frage, was denn los sei, antworteten mir die Erzieherinnen, sie sei mit der Hand vom Sandkastenrand abgerutscht und sie können sie nicht beruhigen, sie hätten den Arm gekühlt und sie versucht zu trösten, aber selbst eine angebotene Belohnung (!!!) hätte sie nicht beruhigen können - es sei gar nichts passiert, sie würde übertreiben, denn der Arm ist ja nicht geschwollen. Ich habe mein Kind sofort auf den Schoss genommen und versucht sie zu tröste, nichts zu machen, und so etwas kenne ich von ihr gar nicht. 10 Tage vorher hatte sie schon einen kleinen Unfall im KiGa, bei dem sie sich das Kinn aufgeschlagen hatte, was mit Sicherheit auch sehr weh tat, aber als ich ankam war sie schon getröstet und eine Erzieherin beschäftigte sich mit ihr - so wie es auch sein sollte. Nicht so jedoch am Dienstag, da wurde sie als Simulantin hingestellt. Als ich mit ihr dann ging, meinte die Direktorin nur, wenn ich als Mutter meine, dass sei eine ungewöhnliche Reaktion von ihr, dann könne ich ja mal zum Arzt gehen, als Mutter mache man sich ja doch oft sehr viel Sorgen, aber schauen Sie doch nur, da kommen ja gar keine Tränen, sie schreit ja nur einfach Auf meine Frage, warum man mich denn nicht angerufen habe, als man sie nicht beruhigen konnte, bekam ich keine Antwort.

    Ich fuhr dann gleich ins Krankenhaus.

    Ergebnis: Kompletter Unterarmbruch, Speiche und Elle gebrochen, Gips von den Fingern bis zur Achselhöhle für 4 Wochen.

    Aber nein, es könne ja unmöglich gebrochen sein, der Arm sei ja nicht geschwollen, so meinte die Erzieherin.

    Wie es mir geht, kann sich keiner vorstellen, auch jetzt beim Schreiben zittere ich, obwohl 2 Tage vergangen sind. Mein Kind schrie vor Schmerzen und wurde allein gelassen, schlimmer noch, sie wurde nicht ernst genommen und als Simulantin hingestellt.

    Gestern war sie nicht im KiGa (heute und morgen hat er zu) und ich rief morgens an, um Bescheid zu sagen, dass sie nicht kommt. Die Direktorin war dran und reagierte moderat bestürzt auf die Nachricht mit dem Knochenbruch und meinte, dann hätten sie ja die Situation komplett falsch eingeschätzt. Absolut! Sie wollte sich dann rechtfertigen, dass man das bei Kindern ja nie wisse, und mein Kind hätte ja auch mal Phasen, in denen sie anhänglich sei - darauf bin ich gar nicht eingegangen sondern bat um einen Termin für ein Gespräch. dies wird nun am Montag stattfinden mit mir, der Direktorin und einer der Erzieherinnen, die dabei war und aus der Gruppe meiner Tochter ist und sie seit 14 Monaten kennt, oder besser gesagt kennen sollte. Ich werde eine Mutter aus dem Elternbeirat mitnehmen.

    Ich weiß nicht genau, wie ich mich in dem Gespräch verhalten soll. Ich will keine großen Konflikte, weil es für uns keinen anderen Kindergarten gibt (man wird nach Wohnort eingeteilt, und der private in der Nachbargemeinde ist auch nicht gut) und meine Tochter dort noch 2 Jahre lang hingehen wird. Es geht auch nicht darum, dass sie sich den Arm gebrochen hat - das kann immer mal passieren. Aber dass man sie weinend alleine lässt, dass man sie nicht ernst nimmt und dass man mich nicht anruft, das kann nicht sein. Die Kinder müssen zwischen 12 und 13 Uhr abgeholt werden und ich komme nicht immer zur gleichen Zeit, ich arbeite auch nicht und kann in 5 Minuten da sein, das wissen sie auch, man hätte mich also wirklich anrufen können. Was wäre, wenn ich statt um 12.30 erst um kurz vor 1 gekommen wäre?

    Wie seht Ihr die Sache? Sehe ich das zu emotional-übertrieben, oder kann man von den Erziehern wirklich nicht eine objektive Einschätzung der Situation verlangen?

    Würde mich über Meinungen sehr freuen, vielleicht schreiben hier ja auch Erzieherinnen mit?

    Vielen Dank im Voraus!


    Ich bin zufällig auf deinen Beitrag gestoßen und zunächst mal - mein absolutes Beileid und auch ein großes "Hut ab". Ich hätte wohl nicht so cool reagiert....
    Leider leider leider passiert etwas derartiges bei uns in der Kita auch schon mal häufiger...nicht mit so schlimmen Folgen - soweit ich weiss, aber auch meine kleine Maus musste schon gegen stumpfe Ignoranz ankämpfen und war da nicht die einzige.
    Woran sowas liegt oder was du konkret machen kannst - leider keine Ahnung....

    Ich wünsche euch alles Gute und eine schnelle und gute Genesung!!!
    http://lb4f.lilypie.com/d5g0p2.png


    Am 7. Januar haben wir das Herzchen schlagen gesehen und gehört :liebe: :liebe: :liebe:

    http://www.pregnology.com/preggotick...08/28/2010.pngMake a pregnancy ticker

    meine binos:
    annika1407
    mamamia0709
    Ihr schafft das!!!!
    yanni06 wieder


    und meine August-Bino Hexerl2 hat schon ihre kleine Pia im Arm

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