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Thema: Entscheidung: Waldorf oder nicht?

  1. #11
    Andrea B ist offline Legende

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    Standard Re: Entscheidung: Waldorf oder nicht?

    Zitat Zitat von Isabella22 Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für die vielen Antworten!!

    Das mit dem Bauchgefühl denke ich auch, aber irgendwie ist das nicht so einfach, eben weil wir beide ein unterschiedliches Bauchgefühl haben...

    Der Vorschlag mit der Pro- und Contra-Liste ist gut, das werden wir mal in Angriff nehmen.

    Beides Ausprobieren - das wäre ja sehr verlockend. Ich denke aber nicht, dass das geht (auch wegen dem Kitagutschein).
    Außerdem wollen wir uns eigentlich so schnell wie möglich entscheiden, um einen der Plätze für jemand anderen freizugeben (das ist ja geradezu ein unerlaubter Luxus zwei Zusagen zu haben und sich entscheiden zu dürfen...).

    Warum sollte es nicht gehen beide KiGas auszuprobieren? Vereinbare mit er Leitung Schnuppertage ohne Mama. Dann siehst du ja wie dein Kind danach drauf ist.

    Beim ersten Termin der Spielgruppe in der Waldorfkita war mein Mann mit. Ihm war das alles zu abgedreht, die Kinder zu "öko" und die Leiterin (eine Mutter, die selbst Kinder im Kindergarten hat) hatte laut ihm eine "Vollmeise", weil sie ständig am Singen war. Ich musste ihm (zu meinem Erstaunen) sogar teilweise zustimmen, denn obwohl ich selbst Waldorfkindergarten und -schule hinter mir habe waren mir manche Mütter zu abgedreht, aber unserer Tochter gefällt es nach wie vor jede Woche sehr gut und die Atmosphäre ist einfach so ruhig und angenehm, dass die eine Stunde in der Kita sogar für mich entspannend ist. Aber ist das zu weltfremd?

    Ich glaube ich wäre direkt wieder geflüchtet. Eine Erwachsene Person, die laufend am Singen ist ist irgendie abgedreht nd hat ne Vollmeise. se kann ja mit den Kindern singen. Dann soll sie sich aber auch mit den Kindern in einen Kreis setzten und es ird dann gemeinsam gesungen.

    Vorgestern haben wir in der staatlichen Kita einen Spielplatzfreund unserer Tochter mit abgeholt (auch so ein Aspekt, weshalb mein Mann für die Kita ist), ich hatte mir erhofft, dass ich ein wenig Einblick bekomme, wie man da mit den Kindern umgeht, weil es ja dort keine Spielgruppe oder ähnliches gibt. Aber sehr viel hat man leider nicht gesehen. Die Tür war schnell wieder zu (ist ja auch verständlich, die wollen da nicht so nen Rummel im Gruppenraum), aber weiter sind wir nun auch nicht... Einige Dinge, die ich gesehen hab gefielen mir nicht so, zum Beispiel, dass schon so viel gelernt wird - Zahlen malen, Verkehrserziehung (sind Kinder in dem Alter in einer Großstadt schon alleine unterwegs?) etc. Mein Mann findet das nicht schlimm, ich denke im Kindergarten sollte man vorwiegend spielen und nicht lernen, die Schulzeit ist noch lang genug... Oder wird in der Grundschule vorausgesetzt, dass man schon Zahlen lesen kann und derartige andere Dinge? (Ich weiß das nicht, da ich, wie gesagt, auf der Waldorfschule war und da wird nichts vorausgesetzt.) Aber unsere Tochter soll in eine staatliche Grundschule gehen und es wäre natürlich auch nicht schön, wenn alle anderen Kinder ihr dann meilenweit voraus sind und sie aufgrund ihrer Zeit im Waldorfkindergarten die Schule als zu schwer und damit auch nicht schön empfindet.

    Das in einem KiGa nicht jeder ein- und ausgehen kann wie er Lustig ist ist vollkommen verständlich. Das die die Tür hinter sich zu machen wenn alle drin sind auch. D läßt ja bestimmt deine Haustür auch nicht sperrangelweit offen damit jeder, der vorbei läuft Einblick in deine "gute Stube" hat. Oder?
    Das der Kindergarten nur zum Spielen da ist, ist eine total mittelalterliche Einstellung. Außerdem lernt das Kind von der Minuste seiner Geburt an. Bevor es geboren ird kann es auch schon vieles.
    Mit Verkehrserziehung kann man nicht rüh genug anfangen. Damit fängt man idealerweise an wenn das Kind noch im KiWa ist. Egal ob (Groß)Stadt oder Kuhdorf ein 2jähriges Kind ist da bestimmt nicht alleine unterwegs. Wenn es dann mal alleine unterwegs ist kennt es wenigstens die Grundlagen wie es sich im Straßenverkehr verhalten soll.
    Es verlangt bestimmt keine Grundschule, daß die Kinder schon schreiben, lesen und rechnen können. Es schadet den Kindern aber auch nicht wenn sie schon einzelne Buchstaben und Zahlen kennen.


    Schwer, schwer...

    Mir würde die ahl nicht schwer fallen. Denn Waldorf kommt für mich nie im Leben in Frage.

    Als erstes also mal die Pro- und Contra-Liste und am nächsten Montag geht mein Mann (allein!) mit unserer Tochter zur Spielgruppe.

    Vielleicht bringt uns das ja weiter.
    Dann mal vie Spaß deinem Mann in der Spielgruppe.
    Wo wohnt ihr? Berlin?
    Andrea

  2. #12
    Raunchen ist offline Stranger

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    Standard Re: Entscheidung: Waldorf oder nicht?

    Also wenn ich das teils so lese kann ich die Abneigung gegen Waldorf ehrlich gesagt verstehen, aber jedem sein Ding...

    Zu den "Lerninhalten" im Kiga...

    Kinder haben ein natürliches Lernbedürfnis, und es ist gut wenn das auch gefördert wird.

    Es ist logisch das man ein Kind mit 2 Jahren nicht dazu anhalten kann und sollte nun anzufangen Zahlen etc zu lernen.... wird so aber auch nicht praktiziert.

    Mit den älteren Kindern allerdings schon. Kann mich noch gut dran erinnern das meine mit ihren 3 Jahren stolz nach Hause kam und erzählte das sie jetzt endlich auch bis 10 allein zählen konnte und die Grundfarben richtig beherrschte...

    Im KiGa wird genau das gefördert, aber nach dem Tempo der Kinder.

    Genau das ist aber auch gleichzeitig die richtige Vorbereitung auf die Schule.

    Und was noch wesentlicher ist: Nur ein relativ kleiner Prozentsatz der schulpflichtigen Kinder haben zuvor einen Waldorfkindergarten besucht.

    Das mag keinerlei Probleme geben solange es auch bei Schule dann Waldorf bleibt.

    Bei Eurem Kind wird es allerdings anders ein. Heißt im Klartext Ihr könnt damit rechnen das zu 98 - 99 % die späteren Schulkameraden in dem gleichen staatlichen KiGa (falls im Ort nur einer vorhanden ist) sind und sich somit schon in der Hinsicht einen großen Vorsprung haben.

    Das ist auch ein Fakt den ich nicht außer acht lassen würde...

  3. #13

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    Standard Re: Entscheidung: Waldorf oder nicht?

    Uiii na da hast du ja ein Diskussions freudiges Thema angeschnitten.

    Also wir haben uns für den Waldi Kiga entschieden, aber Waldorf ist ja nicht gleich Waldorf. Das ist ja auch übrigens bei den Waldi Schulen so. Finde das ist ein wichtiger Punkt.

    Wir sind sehr froh das wir uns dafür entschieden haben und wir waren auch schon vorher in der Spielgruppe.

    Bei uns macht jedoch keine Erzieherinn einen durchgeknallten Eindruck...ganz im Gegenteil.
    Wenn ihr jedoch jetzt schon am überlegen seid, dann könnte es schwierig werden....

    Ich habe auf mein Bauchgefühl gehört und das war auch gut so

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