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Thema: Entscheidung: Waldorf oder nicht?

  1. #1
    Isabella22 ist offline Stranger

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    Frage Entscheidung: Waldorf oder nicht?

    Unsere Tochter (gerade 2 geworden) soll ab dem Sommer von der Tagesmutter in den Kindergarten wechseln.
    Wir haben eine Zusage für den Waldorfkindergarten hier im Bezirk und eine Zusage für eine staatliche Kita mit Situationsansatz.
    Nun können wir uns nicht entscheiden...
    Mein Mann ist für den staatlichen Kindergarten, ich liebäugele mit dem Waldorfkindergarten, weil ich selbst einen besucht habe und ihn so gut in Erinnerung habe.
    Ich habe das Gefühl, egal wie wir uns entscheiden, es wird immer in der Luft liegen, dass einer eben für das andere Modell gewesen ist. Das möchte ich aber nicht, wenn wir uns entschieden haben, dann möchte ich das wir beide dahinter stehen (vor allem gegenüber unserer Tochter) und dann auch nicht mehr mit dem anderen vergleichen.
    Soll ich nun also von meinem Standpunkt abrücken?
    Ich kann auch nicht sagen, welche Kita für unsere Tochter besser geeignet ist. In die Waldorfkita gehen wir jeden Montag zu einem Spielkreis, er gefällt ihr gut. Bei der staatlichen Kita waren wir bisher nur zu einem Infogespräch, der Leiter wirkte aber super nett.
    Von der Einrichtung, Garten etc. sind beide Kitas sehr freundlich gestaltet.
    Gibt es jemanden, der in einer ähnlichen Situation war und der einen Tipp geben kann?
    Bin für jeden Beitrag dankbar!

  2. #2
    Avatar von Martha74
    Martha74 ist offline Urgestein

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    Standard Re: Entscheidung: Waldorf oder nicht?

    ganz genau aufs Bauchgefühl hören. Und danach schauen, wo das Kind sich besonders wohl fühlt.

    Wir haben uns gegen alle Einrichtungen mit super Konzept, tollem Aussengelände, schicker Innengestaltung etc entschieden und den Kiga gewählt, der vom Gebäude völlig verratzt ist.
    Der Kiga hat im Ort den Ruf von "Assi-Kiga".

    Wir hatten von den Erzieherinnen dort den besten Eindruck und das hat sich durchgängig bestätigt. Auch wenn uns jeder schief ansieht, dass wir unser Kind genau dort hingegeben haben

  3. #3
    Wusel72a ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Entscheidung: Waldorf oder nicht?

    Man sollte schon hinter der Walddorfpaedagogik stehen.

    Warum schickst Du Deinen Mann nicht einmal mit der Tochter zum Spielkreis. So kann er sich ein besseres Bild machen, als nur mal einen kurzen Besuch.

    Was sind denn die Gegenargumente?

  4. #4
    Abbi ist offline Carpal Tunnel

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    Standard Re: Entscheidung: Waldorf oder nicht?

    Gibt es denn sonstige Punkte, die eher für A oder B sprechen? Für euch praktischere Entfernung, Bring- und Abholzeiten, Kindergartenferien?
    Das wäre für mich im Zweifel entscheidend :)

  5. #5
    Usch08 ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Entscheidung: Waldorf oder nicht?

    Wir haben uns damals einen Waldorfkindergarten angeguckt und waren im Grunde begeistert. Aber. Es war einfach nicht unsere Welt, die Eltern alle irgendwie huschi-puschi-weltfremd, und wir bodenständige Eltern, die Fernsehen und Fruchtzwerge nicht verteufeln, dazwischen. Man muss wirklich zu 100% hinter der Pädagogik stehen, beide.

    Ich würde einfach auf mein Bauchgefühl hören.

  6. #6
    Raunchen ist offline Stranger

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    Standard Re: Entscheidung: Waldorf oder nicht?

    Guten morgen,

    also ich kann aus eigener Erfahrung nur sagen das auf das Bauchgefühl hören wirklich das beste ist.

    Das ist allerdings schwierig wenn man sich in der Hinsicht komplett uneinig ist. Dein Herz schlägt für Waldorf, was in Deinem Fall auch absolut verständlich ist da Du als Kind ja ebenfalls einen besucht hast.

    Die Gründe die Dein Mann für einen staatlichen KiGa hat sind aber wahrscheinlich ebenso verständlich.

    Wichtig ist was langfristig gesehen für Euer Kind am besten ist und wo es sich wohl fühlt.

    Es wird auch mit Sicherheit die eine oder andere Möglichkeit geben das man mit dem jeweiligen KiGa eine Art Probezeit vereinbart?

    Und grade bei den 2jährigen ist es so das man eine längere Eingewöhnungszeit ruhig veranschlagen kann. Die hatte bei uns damals insgesamt ganze 2,5 Wochen gedauert da auch ich sicher gehen wollte das sie in ihrem KiGa nicht nur gut aufgehoben war sondern sich auch selbst dort gut fühlte und somit gerne hin ging.

    Vielleicht wäre ein Kompromiss nach dem Motto: Ausprobieren und sehen wie es sich entwickelt vielleicht ganz gut für Euch? Und das meine ich auch im Bezug auf den staatlichen KiGa.

    Guckt Euch beide KiGas richtig an, vereinbart Probewochen, schließt vielleicht Kontakt zu anderen Eltern die ihre Kinder dort ebenfalls haben, guckt Euch die Beziehung zwischen Kindern und Erziehern an und entscheidet dann was für Euer Kind am besten ist.

    Das wäre vielleicht fürs Erste auch eine Lösung mit der Ihr beide gut klar kommt und vielleicht relativieren sich ja die Bilder somit die Ihr jeweils vom anderen KiGa habt? :-)

    LG Raunchen

  7. #7
    nicki80 ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Entscheidung: Waldorf oder nicht?

    Hallo,

    ich würde den Waldorfkindergarten nehmen.

    Unsere Tochter geht auch in einem und ich würde es immer wieder so machen. und gerade du die selber in einem war, ist es sicher richtig und ganz wichtig war bei mir auch ein hauptkriterium deine tochter kennt den kindergarten und die räumlichkeiten, das macht viel aus.

  8. #8
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick

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    Standard Re: Entscheidung: Waldorf oder nicht?

    Zitat Zitat von Isabella22 Beitrag anzeigen
    Unsere Tochter (gerade 2 geworden) soll ab dem Sommer von der Tagesmutter in den Kindergarten wechseln.
    Wir haben eine Zusage für den Waldorfkindergarten hier im Bezirk und eine Zusage für eine staatliche Kita mit Situationsansatz.
    Nun können wir uns nicht entscheiden...
    Mein Mann ist für den staatlichen Kindergarten, ich liebäugele mit dem Waldorfkindergarten, weil ich selbst einen besucht habe und ihn so gut in Erinnerung habe.
    Ich habe das Gefühl, egal wie wir uns entscheiden, es wird immer in der Luft liegen, dass einer eben für das andere Modell gewesen ist. Das möchte ich aber nicht, wenn wir uns entschieden haben, dann möchte ich das wir beide dahinter stehen (vor allem gegenüber unserer Tochter) und dann auch nicht mehr mit dem anderen vergleichen.
    Soll ich nun also von meinem Standpunkt abrücken?
    Ich kann auch nicht sagen, welche Kita für unsere Tochter besser geeignet ist. In die Waldorfkita gehen wir jeden Montag zu einem Spielkreis, er gefällt ihr gut. Bei der staatlichen Kita waren wir bisher nur zu einem Infogespräch, der Leiter wirkte aber super nett.
    Von der Einrichtung, Garten etc. sind beide Kitas sehr freundlich gestaltet.
    Gibt es jemanden, der in einer ähnlichen Situation war und der einen Tipp geben kann?
    Bin für jeden Beitrag dankbar!
    Macht für jeden Kindergarten eine Pro-und-Kontra-Liste. Und schaut dann, von welchen Dingen ihr auf keinen Fall abweichen könnt.

    Beim Waldorf-Kindergarten würde ich mich noch erkundigen, in wie weit die Eltern das Konzept mittragen müssen, was erwünscht ist und was absolut nicht.

    LG

  9. #9
    Isabella22 ist offline Stranger

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    Standard Re: Entscheidung: Waldorf oder nicht?

    Vielen Dank für die vielen Antworten!!

    Das mit dem Bauchgefühl denke ich auch, aber irgendwie ist das nicht so einfach, eben weil wir beide ein unterschiedliches Bauchgefühl haben...

    Der Vorschlag mit der Pro- und Contra-Liste ist gut, das werden wir mal in Angriff nehmen.

    Beides Ausprobieren - das wäre ja sehr verlockend. Ich denke aber nicht, dass das geht (auch wegen dem Kitagutschein).
    Außerdem wollen wir uns eigentlich so schnell wie möglich entscheiden, um einen der Plätze für jemand anderen freizugeben (das ist ja geradezu ein unerlaubter Luxus zwei Zusagen zu haben und sich entscheiden zu dürfen...).

    Beim ersten Termin der Spielgruppe in der Waldorfkita war mein Mann mit. Ihm war das alles zu abgedreht, die Kinder zu "öko" und die Leiterin (eine Mutter, die selbst Kinder im Kindergarten hat) hatte laut ihm eine "Vollmeise", weil sie ständig am Singen war. Ich musste ihm (zu meinem Erstaunen) sogar teilweise zustimmen, denn obwohl ich selbst Waldorfkindergarten und -schule hinter mir habe waren mir manche Mütter zu abgedreht, aber unserer Tochter gefällt es nach wie vor jede Woche sehr gut und die Atmosphäre ist einfach so ruhig und angenehm, dass die eine Stunde in der Kita sogar für mich entspannend ist. Aber ist das zu weltfremd?

    Vorgestern haben wir in der staatlichen Kita einen Spielplatzfreund unserer Tochter mit abgeholt (auch so ein Aspekt, weshalb mein Mann für die Kita ist), ich hatte mir erhofft, dass ich ein wenig Einblick bekomme, wie man da mit den Kindern umgeht, weil es ja dort keine Spielgruppe oder ähnliches gibt. Aber sehr viel hat man leider nicht gesehen. Die Tür war schnell wieder zu (ist ja auch verständlich, die wollen da nicht so nen Rummel im Gruppenraum), aber weiter sind wir nun auch nicht... Einige Dinge, die ich gesehen hab gefielen mir nicht so, zum Beispiel, dass schon so viel gelernt wird - Zahlen malen, Verkehrserziehung (sind Kinder in dem Alter in einer Großstadt schon alleine unterwegs?) etc. Mein Mann findet das nicht schlimm, ich denke im Kindergarten sollte man vorwiegend spielen und nicht lernen, die Schulzeit ist noch lang genug... Oder wird in der Grundschule vorausgesetzt, dass man schon Zahlen lesen kann und derartige andere Dinge? (Ich weiß das nicht, da ich, wie gesagt, auf der Waldorfschule war und da wird nichts vorausgesetzt.) Aber unsere Tochter soll in eine staatliche Grundschule gehen und es wäre natürlich auch nicht schön, wenn alle anderen Kinder ihr dann meilenweit voraus sind und sie aufgrund ihrer Zeit im Waldorfkindergarten die Schule als zu schwer und damit auch nicht schön empfindet.

    Schwer, schwer...

    Als erstes also mal die Pro- und Contra-Liste und am nächsten Montag geht mein Mann (allein!) mit unserer Tochter zur Spielgruppe.

    Vielleicht bringt uns das ja weiter.

  10. #10
    Maxie Musterfrau ist gerade online 100% Originalnick

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    Standard Re: Entscheidung: Waldorf oder nicht?

    Zitat Zitat von Isabella22 Beitrag anzeigen
    Vielen Dank für die vielen Antworten!!

    Das mit dem Bauchgefühl denke ich auch, aber irgendwie ist das nicht so einfach, eben weil wir beide ein unterschiedliches Bauchgefühl haben...

    Der Vorschlag mit der Pro- und Contra-Liste ist gut, das werden wir mal in Angriff nehmen.

    Beides Ausprobieren - das wäre ja sehr verlockend. Ich denke aber nicht, dass das geht (auch wegen dem Kitagutschein).
    Außerdem wollen wir uns eigentlich so schnell wie möglich entscheiden, um einen der Plätze für jemand anderen freizugeben (das ist ja geradezu ein unerlaubter Luxus zwei Zusagen zu haben und sich entscheiden zu dürfen...).

    Beim ersten Termin der Spielgruppe in der Waldorfkita war mein Mann mit. Ihm war das alles zu abgedreht, die Kinder zu "öko" und die Leiterin (eine Mutter, die selbst Kinder im Kindergarten hat) hatte laut ihm eine "Vollmeise", weil sie ständig am Singen war. Ich musste ihm (zu meinem Erstaunen) sogar teilweise zustimmen, denn obwohl ich selbst Waldorfkindergarten und -schule hinter mir habe waren mir manche Mütter zu abgedreht, aber unserer Tochter gefällt es nach wie vor jede Woche sehr gut und die Atmosphäre ist einfach so ruhig und angenehm, dass die eine Stunde in der Kita sogar für mich entspannend ist. Aber ist das zu weltfremd?
    Genau dieses Waldorf-Verhalten muss man eben aushalten können. Und dahinter stehen. Wenn das eurem Kind im Kindergarten so vorgelebt und mit ihm gemacht wird, werdet ihr große Probleme bekommen, wenn dein mann denkt, die Erzieherinnen dort hätten alle einen an der Klatsche. Das kann auf Dauer nicht zusammengehen, da arbeitet ihr dann zuhause gegen den Kindergarten. Das tut einem Kind nicht gut.

    Erkundige dich nochmal ganz genau, denn das, was du in Erinerrung hast und das, was in genau diesem Kindergarten praktiziert wird, kann weit auseinander gehen.

    Vorgestern haben wir in der staatlichen Kita einen Spielplatzfreund unserer Tochter mit abgeholt (auch so ein Aspekt, weshalb mein Mann für die Kita ist), ich hatte mir erhofft, dass ich ein wenig Einblick bekomme, wie man da mit den Kindern umgeht, weil es ja dort keine Spielgruppe oder ähnliches gibt. Aber sehr viel hat man leider nicht gesehen. Die Tür war schnell wieder zu (ist ja auch verständlich, die wollen da nicht so nen Rummel im Gruppenraum), aber weiter sind wir nun auch nicht...
    Dann frag nach einem Hospitations-Termin. Klar wollen die nicht, dass einfach so jemand am Vormittag im Gruppenraum steht.

    Einige Dinge, die ich gesehen hab gefielen mir nicht so, zum Beispiel, dass schon so viel gelernt wird - Zahlen malen, Verkehrserziehung (sind Kinder in dem Alter in einer Großstadt schon alleine unterwegs?) etc. Mein Mann findet das nicht schlimm, ich denke im Kindergarten sollte man vorwiegend spielen und nicht lernen, die Schulzeit ist noch lang genug...

    Viele Kinder haben halt schon im Kindergartenalter Interesse an Zahlen und Buchstaben. Ich find's gut, wenn das dann gefördert wird, wo Interesse da ist. Verkehrserziehung gehört für mich übrigens zum normalen Kindergartenprogramm dazu. Ich erwarte, dass grundlegende Regeln mit den Kindenr besprochen werden, denn schließlich machen die ja auch mal Ausflüge außerhalb des Kindergartengeländes. Und für Vorschulkinder ist es doch selbstverständlich, dass solche Dinge besprochen und als Thema erarbeitet werden.

    Oder wird in der Grundschule vorausgesetzt, dass man schon Zahlen lesen kann und derartige andere Dinge? (Ich weiß das nicht, da ich, wie gesagt, auf der Waldorfschule war und da wird nichts vorausgesetzt.) Aber unsere Tochter soll in eine staatliche Grundschule gehen und es wäre natürlich auch nicht schön, wenn alle anderen Kinder ihr dann meilenweit voraus sind und sie aufgrund ihrer Zeit im Waldorfkindergarten die Schule als zu schwer und damit auch nicht schön empfindet.

    Schwer, schwer...
    Vielleicht informierst du dich auch mal über die "Lern"inhalte im Kindergarten.

    Als erstes also mal die Pro- und Contra-Liste und am nächsten Montag geht mein Mann (allein!) mit unserer Tochter zur Spielgruppe.

    Vielleicht bringt uns das ja weiter.
    Berichte dann mal, wie's ausgegangen ist.

    LG

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