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Thema: Adoption

  1. #1
    Sofie80 ist offline Member
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    Standard Adoption

    Hallo zusammen,

    mein Mann und ich überlegen nach mehreren negativen Versuchen in der KiWu-Klinik ein Kind zu adoptieren. Wir haben auch schon Kontakt mit dem Jugendamt aufgenommen. Auch über eine Auslandsadoption denken wir nach.
    Gibt es hier im Forum welche, die sich auch schon mit dem Thema beschäftigt oder vielleicht selbst adoptiert haben? Über Rückmeldungen würde ich mich freuen!

    Grüße :) Sofie
    Alter: 35 J.
    schlechtes SG (er) / Hashimoto, leichte Endometriose (ich)

    1. IUI Dezember 2014 - negativ
    2. IUI Januar 2015 - negativ

    Erste ICSI März 2015 - Überstimu, deshalb
    1. Transfer / Kryo April 2015 - negativ
    2. Transfer / Kryo Mai 2015 - positiv, zwei Wochen später leider negativ

    Scratching + GS im September 2015

    Zweite ICSI
    + 3. Transfer ("frisch") Oktober 2015 - negativ
    4. Transfer / Kryo November 2015 - BT am 19.11.

  2. #2
    zenobia ist offline Stranger
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    Standard Re: Adoption

    Nach langer Kinderwunschzeit haben wir selbst adoptiert.
    Inzwischen betreibe ich außerdem einen Blog zum Thema Kinderwunsch-Wege.
    Dort verlose ich gerade ein Buch, in dem es um eine Kiwu-Geschichte geht, die mit Adoption endet.
    Vielleicht interessant für dich:
    Mitmachen und ein Kinderwunsch-Buch gewinnen.

    LG

  3. #3
    biobama ist offline Gesperrt
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    36

    Standard Re: Adoption

    ich habe leider keine persönlichen erfahrungen für dich, wollte dir aber auch alles liebe für diesen nicht ganz einfachen weg wünschen! ich kenne zwei familien die adoptiert haben. bei der einen familie ging es ganz schnell und sie bekamen ihre kleine tochter. kurz darauf, und es wäre laut ärzten nicht möglich gewesen, ist sie schwanger geworden. nun hat sie 2 mädchen, die sie beide gleich liebt. bei der anderen familie, gab es anfangs einen schweren start, ihr kleines mädchen wurde wieder weggenommen, weil die leibliche mutter sich umentschieden hat. das darf sie eine gewisse zeit und damit muss man rechnen. das war natürlich sehr schwer, nun haben sie ihren kleinen jungen. was ich persönlich schön fand, war, dass sie die namen der kinder nicht geändert haben. sie haben die namen, die ihnen ihre leibliche mutter mitgegeben hat :) lange rede kurzer sinn. es ist sicher ein schwerer weg, der sich aber allemal auszahlt. ich wünsche euch, dass ihr schnell erfolg habt und eine glückliche familie werdet!
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  4. #4
    trauer ist offline Stranger
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    Standard Re: Adoption

    Wir wollen zwar kein Kind adoptieren, aber haben ein befreundetes Pärchen, das adoptieren will - so haben wir einiges mitbekommen. Das Paar ist übrigens unfruchtbar, hat also keine eigenen Kinder.
    Die beiden mussten mit dem Jugendamt mehrere Gespräche führen, Tests machen, an Kursen teilnehmen... Ihre Wohnung wurde begutachtet, mit dem Ergebnis, dass sie umgezogen sind - Wohnung war zu klein, Kinderzimmer muss eine bestimmte Größe haben etc. Dann wurden natürlich auch die Finanzen überprüft. Leider verdienen die beiden nicht so gut und sind zwischendurch auch mal aus dem Programm geflogen, weil sie unter die Einkommensgrenze gerutscht sind. Nun haben sie neue Jobs und können wieder hoffen. Ich glaube, das ganze Verfahren dauert nun schon fast 3 Jahre.
    Ein anderes Paar aus ihrem Kurs konnte von Anfang an alle Bedingungen erfüllen und hat schon nach einem Jahr ein Kind vermittelt bekommen - sogar ein Neugeborenes! Es kann also auch schnell gehen. Wie schnell es geht, hängt unter anderem davon ab, wozu ihr bereit seid - man muss da einen Fragebogen über seine Vorstellungen ausfüllen. Gesunde Babys werden natürlich schneller vermittelt, als ältere Kinder oder Kinder mit Behinderung. Euer Alter spielt übrigens auch eine Rolle! Wenn dein Mann schon 30 ist, müsstet ihr euch ran halten - bei 35 ist Schluss.
    Ehrlich gesagt, ich denke, dass eure Chancen eher schlecht sind - weil ihr fruchtbar seid, eigene Kinder habt und weitere zeugen könntet. Das Jugendamt wird sicher die Gefahr sehen, dass ihr euren leiblichen Kindern in schwierigen Zeiten den Vorzug einräumt. Da gibt es genug Paare, die keine eigenen Kinder bekommen können!
    Ich weiß zwar nicht, was eure Motive sind - aber so ein Adoptionsverfahren ist kein Zuckerschlecken! Wenn ihr noch ein drittes Kind wollt, zeugt lieber ein eigenes - das ist einfacher!

  5. #5
    Bembi ist offline Stranger
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    3

    Standard Re: Adoption

    Wir haben uns Anfang des Jahres auch intensiv mit diesem Thema auseinander gesetzt, da es bei uns mit eigenem Nachwuchs zunächst nicht so geklappt hat.
    Auf Nachfrage bei dem "für uns zuständigen" Jugendamt wurden wir zu einem Info-Abend (ca. 2x im Jahr) eingeladen, auf dem die wichtigsten Informationen dargelegt wurden - allerdings zeigte sich schon hier, dass die Chancen für eine Adoption (zumindest bei uns im Kreis) sehr schlecht stehen. In der Regel werden nur Säuglinge zur Adoption vermittelt - und in den letzten 2,5 Jahren gab es bei uns im Kreis keine Adoption mehr. Die Veranstaltung war eigentlich mehr eine Werbung für die Pflegschaft - hier stehen die Chancen wohl ganz gut. Man muss sich das aber vorstellen können ...
    Wir haben uns dann doch entschieden einen Adoptionsantrag zu stellen, da wir beide noch relativ jung sind und eigentlich auch vor hatten, uns bei anderen Jugendämtern zu bewerben (nachdem uns unser Jugendamt dann geprüft hatte). Der Adoptionsantrag ist relativ umfangreich, gespickt mit sehr persönlichen Fragen - auf die es gar nicht so einfach ist, immer eine richtige Antwort zu finden. Dazu kommt ein ausführlich geschriebener Lebenslauf sowie ein Motivationsbericht, ärztliches Attest usw. Insgesamt also jede Menge Arbeit.
    Wir waren froh, als wir alles soweit fertig hatten und haben den Antrag im März abgegeben.
    Dann kam alles anders, unsere letzte ICSI war erfolgreich, ich bin in der 17. Woche und aus der Prüfung wurde nix. Wir haben zwar im Hinterkopf ein zweites Kind zu adoptieren - allerdings hat das Jugendamt nun von einer Prüfung abgesehen, da sich die Voraussetzungen geändert haben und sich unsere neue Situation auch erst mal einspielen muss.
    Große Kosten hatten wir bisher nicht (abgesehen von der vielen Arbeit). Bei einer geplanten Auslandsadoption (das muss man vorher angeben) kostet die Antragstellung und Prüfung auf Eignung bei unserem Jugendamt so um die € 1.200,00.
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  6. #6
    Sofie80 ist offline Member
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    Standard Re: Adoption

    Hallo zusammen,
    erstmal danke für die ganzen Antworten, insbesondere für die aufbauenden Beiträge! Ich finde es immer etwas schwierig, wenn man eigentlich keine Ahnung hat, aber dann doch seinen Senf dazu abgibt, v.a. wenn es dann so demotivierende Beiträge sind. Wie gesagt, über aufbauende und nett gemeinte Ratschläge freue ich mich immer! Wir möchten ja auch nicht die Augen vor der Realität verschließen, aber so ganz ohne Hoffnung kann man so ein schwieriges, langwieriges und nervenaufreibendes "Projekt" wie eine Adoption nun auch nicht angehen. Mit 35 ist übrigens definitiv nicht Schluss! Im Gegenteil, die Frau vom Jugendamt sagte uns, wir sind eher junge Bewerber (wir sind 32 und 35). In der Regel sollte der Abstand zwischen KInd und Eltern nicht über 40 Jahren liegen. Ach ja, wir haben keine leiblichen Kinder und können - aller WAhrscheinlichkeit nach - auch keine kriegen. Die Jugendämter gehen auch beileibe nicht nach Bedarf - nach dem Motto: das arme Paar kann keine Kinder kriegen, den vermitteln wir schnell eins. Insofern ist Unfruchtbarkeit kein Kriterium für deutsche Jugendämter. Und noch was: nein, ich möchte kein Buch gewinnen.
    Ich freue mich über ernst gemeinte Ratschläge und ermunternde Worte!
    Beste Grüße
    Sofie
    Alter: 35 J.
    schlechtes SG (er) / Hashimoto, leichte Endometriose (ich)

    1. IUI Dezember 2014 - negativ
    2. IUI Januar 2015 - negativ

    Erste ICSI März 2015 - Überstimu, deshalb
    1. Transfer / Kryo April 2015 - negativ
    2. Transfer / Kryo Mai 2015 - positiv, zwei Wochen später leider negativ

    Scratching + GS im September 2015

    Zweite ICSI
    + 3. Transfer ("frisch") Oktober 2015 - negativ
    4. Transfer / Kryo November 2015 - BT am 19.11.

  7. #7
    Sofie80 ist offline Member
    Registriert seit
    06.10.2015
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    114

    Standard Re: Adoption

    Bembi, das ist ja toll! Glückwunsch zur SS!! :) :D
    Habt ihr denn parallel zur Bewerbung noch ICSIs gemacht?? Das JA hat uns das quasi untersagt - der Wunsch nach einem leiblichen Kind müsse ganz abgeschlossen sein, sonst dürften wir uns nicht bewerben...
    Liebe GRüße! Sofie
    Alter: 35 J.
    schlechtes SG (er) / Hashimoto, leichte Endometriose (ich)

    1. IUI Dezember 2014 - negativ
    2. IUI Januar 2015 - negativ

    Erste ICSI März 2015 - Überstimu, deshalb
    1. Transfer / Kryo April 2015 - negativ
    2. Transfer / Kryo Mai 2015 - positiv, zwei Wochen später leider negativ

    Scratching + GS im September 2015

    Zweite ICSI
    + 3. Transfer ("frisch") Oktober 2015 - negativ
    4. Transfer / Kryo November 2015 - BT am 19.11.

  8. #8
    Potsdamerin ist offline Gesperrt
    Registriert seit
    10.04.2016
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    34

    Standard Re: Adoption

    Es ist ein großer Unterschied, ob man ein deutsches Kind oder ein Kind aus einem anderen Land adoptiert. Im zweiten Fall habe ich Bedenken, da diese Kinder aufgrund des "fremden" Aussehens zumindest hierzulande bzw. in Europa immer wieder Probleme bekommen werden. In den USA weniger, ich bin zur Hälfte Amerikanerin und auch dort aufgewachsen und kann sagen, dass man die Situation in den USA in Bezug auf Internationalität wirklich nicht mit den europäischen Ländern vergleichen kann! Ich meine, es gibt hier immer noch viele Leute, die sich ernsthaft darüber wundern, dass jemand, der "anders" aussieht, perfektes Deutsch spricht! In Amerika würde sich kein Mensch über so etwas wundern!
    Und dies ist schon mal eine Situation, mit der Adoptivkinder immer wieder konfrontiert werden, außerdem ist bei ihnen (im Gegensatz zu Einwandererkindern) meist keinerlei Verbindung zu ihrer Ursprungskultur vorhanden, sie werden also von Außenstehenden in Schubladen gesteckt, mit denen sie überhaupt nichts anfangen können. Türkische Migrantenkinder zum Beispiel sehen nicht nur türkisch aus, sondern sprechen auch die Sprache, kennen die Religion und Traditionen, die Eltern sind auch Türken, sie fahren oft zu Verwandten in die Türkei usw.. Ein z.B. afrikanisches Adoptivkind dagegen sieht zwar afrikanisch aus, hat aber null Bezug zu Afrika, wird jedoch von allen anderen automatisch als "Afrikaner" bezeichnet und wahrgenommen.
    Außerdem können die weißen Adoptiveltern die Rassismus-Erfahrungen, die diese Kinder manchmal machen müssen, nicht wirklich nachvollziehen, da sie selber nicht anders aussehen und sich somit gar nicht wirklich vorstellen können, was dies in manchen Situationen bedeuten kann. Die türkischen Eltern eines türkischen Kindes können das hingegen schon nachvollziehen - wieder ein Unterschied zwischen Adoptiv-und Einwandererkindern.
    Deshalb sollte man meiner Meinung nach nicht naiv sein, wenn man ein Kind aus Asien, Afrika oder Südamerika adoptiert, es kommt natürlich auch auf das Umfeld (Großstadt oder Provinz) an. Bei europäischen Kindern (z.B. aus Russland, Rumänien, Ungarn,....) sehe ich dagegen weniger Probleme.
    Ich habe auch schon über Adoption nachgedacht, so lange ich jedoch hier in Europa lebe, würde ich nur Kinder aus maximal Südosteuropa adoptieren, falls ich eines Tages in die USA zurückkehre, wäre auch ein Kind aus Asien oder Afrika möglich. Wie gesagt, die Gesellschaft dort ist zumindest an der Ost-und Westküste viel, viel multikultureller - und zwar in allen Lebensbereichen.

  9. #9
    Xeniain ist offline Gesperrt
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    53

    Standard Re: Adoption

    Für Adoptivkinder kann eine Adoption ein einziges Glück sein.
    Ich kannte eine schwerstbehinderte Schwangere, mittlerweile ganz allein, der Vater des Kindes hatte sie geschwängert und umgehend verlassen, als sie schwer erkrankte. Familie hatte sie nicht (mehr) und bei der Geburt des Kindes, bzw. kurz danach ist sie gestorben. Das Kind wurde von der Behörde zur Adoption freigegeben.....es war gesund, was eigentlich unvorstellbar bei dem Krankheitsbild der Mutter war. Es kam sicherlich heiß gewünscht und voll Freude begrüßt in eine Familie mit allem drum und dran. Eine wunderschöne Sache, wie ich finde.
    Sofie80 gefällt dies

  10. #10
    Gast

    Standard Re: Adoption

    Hallo sofie 80! Wir überlegen auch, nächstes Jahr einen Antrag zu stellen. Was mich verwundert ist, dass das Jugendamt eine künstliche Befruchtung "verbietet". Das geht sie doch nichts an. Und wie soll das überprüft werden, ob wir uns vom eigenen Wunsch verabschiedet haben?

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