Seite 1 von 3 123 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 22
Like Tree3gefällt dies

Thema: Vergeblicher Kinderwunsch? Ein paar Tipps und Erklärungen von uns LZP'lerinnen

  1. #1
    Gast

    Idee Vergeblicher Kinderwunsch? Ein paar Tipps und Erklärungen von uns LZP'lerinnen

    Wir, die derzeitigen Langzeitplanerinnen haben uns entschlossen für Euch einen Thread zu gestalten, in dem die häufigsten Fragen erörtert werden.

    Solltet ihr trotzdem noch Fragen haben, so eröffnet ruhig einen neuen Thread und fragt nach - wir beißen nicht


    Wenn es nach einer gewissen Zeit nicht klappt, wird oft gefragt:

    Wie geht es jetzt weiter?


    Wichtig ist erstmal ein Frauenarzt des Vertrauens.
    Dazu muss gesagt werden, dass viele Frauenärzte dank der Beschränkungen des Gesundheitsystemes viele Untersuchungen nicht mehr machen können, weil sie das von den Krankenkassen nicht bezahlt bekommen.

    Allerdings klärt ein seriöser Frauenarzt über diese Misere auf und überweist gegebenenfalls an einen Kinderwunschfacharzt bzw. Kiwuklinik. Viele Ärzte sind allerdings auch Ärzte mit Leidenschaft und machen diese Untersuchungen auf eigene Kappe. Hut ab vor soviel Engagement!

    Wenn es nicht so klappt:
    Was kann man selbst schon mal kontrollieren?


    Man sollte sich mit seinem Zyklus auseinandersetzen:


    Ist der Zyklus regelmäßig?
    Wie lang ist der Zyklus durchschnittlich?
    Fühlt man evtl. den Eisprung?
    Wie lang sind jeweils die beiden Zyklushälften?
    PMS-Symptome?
    Länge und Intensität der Mens?

    Solche Fragen wird evtl. auch der untersuchende Frauenarzt stellen, daher kann man ihn schon toll unterstützen, wenn man seinen Zyklus selbst auch kennt.

    Den Eisprung kann man selbst mit verschiedenen Möglichkeiten bestimmen:

    Ovulationstests:
    Hier ein Link über die Verwendung und Auswertung von Ovutests:

    Ovulations-Tests: So finden Sie Ihre fruchtbaren Tage heraus - Fruchtbarkeit - Eltern.de

    Des weiteren kann man per Temperaturmessmethode viel über seinen Zyklus erfahren:

    Da dies ein sehr weites Thema ist hier der Link
    myNFP - Einführung in die symptothermale Methode (NFP)

    Im Planieforum gibt es bei den angepinnten Threads auch eine sehr gute Abhandlung!


    Dann gibt es verschiedene Untersuchungen, die ein Frauenarzt oder ein Kiwu-Arzt durchführen kann:


    Zyklusmonitoring: Ultraschalluntersuchungen an 3 Terminen (Anfang/Mitte/Ende) des Zyklus inkl. Hormonkontrolle.

    Spermiogramm (Ja nun muss auch mal der Partner dran glauben - oft eines der größten Probleme den Liebsten zum Urologen oder Kiwu-Arzt zu bekommen ) : Bitte auf Spermiogramm nach WHO-Richtlinien bestehen, sonst hat es keine Aussagekraft! Und wenn er grade da ist, kann man gleich eine Untersuchung machen lassen, ob der männliche Geschlechtsapparat völlig ok ist (z.B. Hodenultraschall bzgl. Krampfadern im Hoden)

    Blutuntersuchung auf Chlamydien: Eine Infektion kann zu Eileiterverklebungen führen

    Schilddrüsenkontrolle und Insulinresistenztest beim Endokrinologen (Facharzt für Hormonkrankheiten)

    Wenn bei diesen Untersuchungen noch keine Diagnose gestellt werden konnte, werden oft eine Eileiterdurchgängigkeitsuntersuchung (z.B. Echovist) sowie eine Bauchspiegelung empfohlen, um zu schauen, ob organisch alles ok ist (z.B. Verklebungen, Endometriose etc.)

    Je nach Diagnose wird in einer Kinderwunschpraxis dann das weitere Vorgehen besprochen.

    Es gibt hier auch ein Forum, in dem Erfahrungen über Kinderwunschpraxen und -kliniken ausgetauscht werden! Schaut doch mal rein oder fragt nach, welche Erfahrungen der Klinik eurer Wahl gemacht wurden.

    Im Anschluss dieses Threads gibt es noch viele Themen und Erklärungen bzgl. Kinderwunsch!

    Liebe Grüße
    Shari
    Geändert von camino (23.03.2009 um 22:53 Uhr)
    Babychhichi gefällt dies

  2. #2
    Gast

    Idee Teil 2 : Abkürzungen und "der normale Zyklus" zusammengestellt von Syberia

    Hier gibts Erklärungen von Abkürzungen damit ihr mitreden könnt:


    Was heißt eigentlich........?


    AS = Ausschabung

    Bino = Binomette=Internetfreundin oder Bekannte ganz wie du willst...sie ist eine Mitstreiterin die uns im Schwangerschafts- und Babywahnsinn unterstützt; ihr tauscht im besten Fall Telefonnummern...damit sie den Mädels Grüße oder Botschaften überbringen kann wenn du verhindert bist....alles kann nichts muß

    Bus/Busfahrer = Tradition: bedeutet es fährt jeden Monat ein Bus mit lauter "frischen" Schwangeren los....drum reservier dir einen Platz beim Busfahrer damits was wird :D

    BS = Bauchspiegelung

    Clomi =Bei diesem Medikament handelt es sich um Tabletten zum Einnehmen, Clomifen dient dem Auslösen einer Ovulation bei Frauen mit anovulatorischen Zyklen bei aber ansonsten normaler Hormonfunktion, die Gonadotropine und Prolaktin betreffend, und anderen Zyklusstörungen, ebenso bei Gelbkörperschwäche.

    ELS = Eileiterschwangerschaft

    ErE = Eltern raten Eltern Forum

    ES = Eisprung

    ET = Entbindungstermin

    EZ
    = Eizelle

    FA/FÄ/
    Gyn
    = Frauenarzt/Frauenärztin

    FG = Fehlgeburt

    Folli = Follikel

    Folli TV/
    Folli-Schau
    = Ultraschalluntersuchung zur Kontrolle der Grösse der Follikel

    GV = Geschlechtsverkehr oder auch herzeln

    HCG
    = human Choriongonadotropin, Hormon welches während der SS in der Plazenta gebildet wird

    IUI = Bei intrauteriner Insemination werden ausgewählte Samenzellen direkt in die Gebärmutterhöhle eingebracht (intrauterin).Im Fall von IUI werden nur die Samenzellen in die Gebärmutter eingebracht.

    IVF =In-vitro-Fertilisation=Transfer der befruchteten Eizellen in die Gebärmutter bei der IVF soll die Samenzelle aus eigener Kraft in eine Eizelle eindringen

    ICSI =steht für intrazytoplasmatische Spermieninjektion. Es handelt sich hierbei um eine besondere Form von IVF bei unerfülltem Kinderwunsch.Im Fall von ICSI wird eine ausgewählte Samenzelle direkt in die Eizelle eingebracht.

    Kryo =Unter Kryokonservierung (”kryo ” griechisch für Kälte) versteht man das Einfrieren und Lagern von Zellen bei tiefen Temperaturen in flüssigem Stickstoff.

    KK
    = Krankenkasse

    KiWu = Kinderwunsch

    LG = Lebensgefährte

    LH = luteinisierendes Hormon, Geschlechtshormon, fördert den ES und die
    Gelbkörperbildung

    LZP = Langzeitplanie (aktive Planung über 12 Monate)

    Möpf/ Mönchi
    / MP
    = Mönchspfeffer, homöopatisches Mittel zur Zyklusregulierung und evtl. Verringerung der PMS

    Mumu = Muttermund

    NMT = Nicht - Mens - Tag = bei einem regelmäßigen Zyklus z.B. von 30 Tagen wäre der 31 Tag dein NMT, ab da hibbelst du

    Mens/Olle
    /Pest
    =Menstruation,Regel,Tage,Blutung

    ot = off topic

    Ovutest = Ovulationstest;Eisprungtest

    PCO =Das Polyzystische Ovarialsyndrom =PCO-Syndrom, PCOS ist eine der häufigsten Stoffwechselstörungen geschlechtsreifer Frauen, ausgelöst durch unterschiedliche pathogenetische Mechanismen. häufigste Ursache für erhöhte Androgenspiegel , Zyklusstörungen und Unfruchtbarkeit bei der Frau. Die ältere Bezeichnung Stein-Leventhal-Syndrom ist auch heute noch in Gebrauch.

    PMS = PräMenstruellesSyndrom

    PN = persönliche Nachricht =klicke auf den Namen der betreffenden

    SB = Schmierblutung

    SG = Spermiogramm=ist eine Untersuchung der Qualität der Samen des Mannes

    SLP = Sinnlosposting

    Sig. =Signatur

    SS = Schwangerschaft =schwanger

    SST = Schwangerschaftstest

    SSW = Schwangerschaftswoche

    Tempi = Temperatur, Temperaturkurve

    Tempmessen = Temperatur messen

    Uro = Urologe

    US = Ultraschall

    ÜZ = Übungszyklus benennt die Anzahl von Monaten, die du schon gezielt am üben bist, um schwanger zu werden

    Viren/
    Virenalarm
    = Tradition :ganz "frisch"schwangere Mädels verteilen Schwangerschaftsviren an die wartenden Mädels, um die Chance aufs schwanger werden zu erhöhen

    WuKi
    =wunschkinder oder wunschkinder.net, Tempi. kann dort geführt werden

    ZS = Die Zervixschleim-Methode geht auf das Ärzte-Ehepaar Billings zurück. Sie beruht auf der Tatsache, dass die Konsistenz des Zervixschleims sich mit dem Zyklus verändert und anhand seiner Beschaffenheit der Beginn der fruchtbaren Zeit festgestellt werden kann

    ZT = Zyklustag= nennt man die Tage ab deinem ersten Menstruationstag bis zum nächsten Menstruationszyklus



    -------------------------------------------------------

    Wie funktioniert das eigentlich mit dem Eissprung???


    Warum Menstruation?
    Alles dient der Reproduktion.
    Frauen bekommen Kinder. Diese Feststellung hört sich überflüssig und simpel an. Sie ist aber grundlegend für alles, was sich im Körper der Frau im monatlichen Rhythmus abspielt. Ziel der periodischen Veränderung ist es, immer optimale Bedingungen für eine mögliche Schwangerschaft herzustellen. Das bezieht sich insbesondere auf den Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, in die sich eine befruchtete Eizelle einnistet.


    Nichts existiert ohne "Verfallsdatum".
    Da aber nichts Organisches ohne "Verfallsdatum" existieren kann, kann auch der Körper die optimalen Bedingungen nicht unendlich lange erhalten. Deshalb wird, wenn die Eizelle unbefruchtet bleibt, die oberste Schicht der Schleimhaut abgestoßen. Mit dem Heranreifen einer neuen Eizelle wird dann auch die Gebärmutterschleimhaut wieder optimal aufgebaut, um eine befruchtete Eizelle aufzunehmen.


    30 Jahre immer im Kreis.
    Diesem Kreislauf unterliegt jede Frau von der ersten Monatsblutung an, bis hin zur Menopause, dem Ende der Blutungen. Das sind durchschnittlich 30 Jahre. Jeder Zyklus dauert zwischen 25 und 35 Tagen. Das ist keinesfalls bei jeder Frau gleich. Frauen haben ihre individuellen Zyklen. Bei der einen dauert der Zyklus vom ersten Tag der Blutung bis zum ersten Tag der nächsten Blutung 26 Tage, bei der anderen 28 und bei der nächsten 31 Tage.


    Was geschieht im Eierstock?

    Primärfollikel sind schon vor der Geburt angelegt.
    Jede Frau besitzt zwei Eierstöcke, die links und rechts von der Gebärmutter angelegt sind. Die Eierstöcke oder Ovarien sind nur etwa drei Zentimeter groß. Schon vor der Geburt eines Mädchens werden in den Eierstöcken die Eizellen angelegt. Jedes Mädchen kommt sozusagen mit einem eigenen Vorrat an Eizellen auf die Welt. Das können bis zu 400.000 Eizellen sein. Jede Eizelle ist von einem Eibläschen, dem Follikel umgeben. Auf diese Weise kann die Eizelle Jahrzehnte überdauern. Follikel in diesem Stadium werden Primärfollikel genannt.


    Immer entwickeln sich mehrere Follikel gleichzeitig zu Sekundärfollikeln.
    Mit Beginn der Pubertät beginnt die fruchtbare Phase der Frau. Ab dieser Zeit bleibt die Frau etwa 30 Jahre lang in einem monatlichen Zyklus von Eisprung und Regelblutung. In der Pubertät beginnt der Hypothalamus, das hormonelle Steuerungssystem im Gehirn, das Hormon GnRH auszuschütten. Dieses Hormon wirkt auf die Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) ein. Die Hypophyse hängt wie ein Tropfen unter dem Hypothalamus und produziert auf Befehl des Hypothalamus eine Reihe von Hormonen. Durch das GnRH erhält die Hypophyse den Befehl, das Hormon FSH in das Blut abzugeben. Unter dem Einfluss des Hormons FSH (follikelstimulierendes Hormon) beginnen im Eierstock jeweils einige Follikel gleichzeitig zu wachsen. Der Zellensaum wächst zu mehreren Schichten an. Auch die Eizelle wird etwas größer. In dieser Phase wird das Follikel Sekundärfollikel genannt.

    Die Zellstrukturen im Innern lockern immer mehr auf. Es bilden sich kleine "Zwischenräume", die sich mit einer Flüssigkeit füllen. Das Tertiärfollikel ist mit etwa einem Zentimeter Durchmesser so groß, dass es andere Strukturen im Inneren des Eierstocks beiseite drängt. Besonders wichtig aber ist das Tertiärfollikel auch deshalb, weil es selbst Hormone produziert. In der inneren "Wand" des Tertiärfollikels werden Östrogene hergestellt und in die Blutbahn und in das Innere des Tertiärfollikels abgegeben. Die Höhe der Konzentration des Östrogens im Inneren des Tertiärfollikels ist ausschlaggebend für die weitere Reifung der Eizelle.


    Von den Follikeln, die sich in beiden Eierstöcken bis zum Tertiärfollikel entwickelt haben, wird schließlich in der Regel eines so dominant, dass es die anderen verdrängt. Sie gehen zugrunde. Dennoch sind sie nicht überflüssig. Sie produzieren das für den Körper so wichtige Östrogen in ausreichender Menge. Ein einziges Tertiärfollikel würde das gar nicht schaffen. Unser übriggebliebenes Tertiärfollikel entwickelt sich noch weiter, bis es so voller Follikelflüssigkeit ist, dass es Druck auf die Wand des Eierstocks ausübt. Es wird jetzt Graaf-Follikel oder einfach sprungreifer Tertiärfollikel genannt. Mit Hilfe der vermehrt ausgeschütteten Hormone LH (luteinisierendes Hormon) und FSH aus der Hypophyse und weil der Druck auf die Follikelwand so groß geworden ist, reißt schließlich das Follikel auf. Dabei strömt die Follikelflüssigkeit aus und schwemmt die reife Eizelle aus dem Eierstock aus. Zu diesem Zeitpunkt haben sich die Fimbrien des Eileiters über den Eierstock gestülpt. Sie fangen die ausgeschwemmte Eizelle auf. Die Eizelle ist jetzt für 12 Stunden befruchtungsfähig.


    Aus dem Follikel entwickelt sich nach dem Eisprung der Gelbkörper.
    Das Follikelepithel, das im Eierstock zurückbleibt, wandelt sich unter dem Einfluss von LH zum Gelbkörper um. Der Gelbkörper produziert das wichtige Hormon Progesteron. Progesteron sorgt dafür, dass die Schleimhaut der Gebärmutter auf eine befruchtete Eizelle vorbereitet wird. Gleichzeitig geht die Produktion von Östrogen zurück. Wird die Eizelle nicht befruchtet, so entwickelt sich der Gelbkörper innerhalb der nächsten 10 bis 11 Tage zurück. Nach zwei Monaten ist schließlich nur noch ein winziges Fleckchen weißes Narbengewebe vorhanden. Der zurückgebildete Gelbkörper produziert auch kein Progesteron mehr. Das führt zur monatlichen Blutung. Am Ende der Blutung beginnen wieder Primärfollikel zu reifen und der Zyklus beginnt von vorn. Kommt es zu einer Schwangerschaft, dann wird der Gelbkörper immer größer und produziert sehr viel Progesteron. Erst mit dem vierten Schwangerschaftsmonat geht auch dieser Gelbkörper zugrunde. Dann übernimmt die Plazenta die Hormonproduktion.

    Jede Frau hat ihren individuellen Rhythmus.
    Der Zyklus beginnt mit dem ersten Tag der Monatsblutung (Menstruation) und endet am ersten Tag der nächsten Blutung. Jeder Zyklus dauert zwischen 25 und 35 Tagen. Für die Beschreibung der Phasen wird von einem klassischen 28-Tage-Rhythmus ausgegangen.


    Vier Phasen beschreiben genau, was in der Schleimhaut der Gebärmutter passiert.
    Eingeteilt wird der Zyklus in mehrere Phasen, die sich am Zustand der Gebärmutterschleimhaut orientieren. Je nach Genauigkeit wird der Zyklus in entweder zwei, drei oder vier Phasen unterteilt. Bei zwei Phasen teilt man den Zyklus in eine Phase vor und eine nach dem Eisprung auf. Um genauer zu erklären, was mit der Gebärmutterschleimhaut geschieht, werden hier vier Phasen beschrieben:

    * Menstruations- oder Blutungsphase
    * Proliferations- oder Aufbauphase
    * Sekretions- oder Gelbkörperphase
    * Ischämie- oder Sauerstoffmangelphase

    Bei dem Dreiphasenmodell werden die Sekretions- und die Ischämiephase zusammengefasst.


    3.-7. Tag: Menstruations- oder Blutungsphase


    Der erste Tag der Menstruation oder Blutung ist der Beginn des Zyklus. Normalerweise dauert die Blutung zwischen 3 und 7 Tagen. In dieser Zeit löst sich die oberste Schicht der Gebärmutterschleimhaut, die Funktionalis, ab. Die abgelösten Teile der Funktionalis mischen sich mit Blut. Das sind ungefähr 50 ml Blut, die jeden Monat verloren gehen. Während der Menstruation zieht sich die Muskulatur der Gebärmutter zusammen, um die Ablösung der Funktionalis zu unterstützen. Das kann manchmal zu Schmerzen im Unterbauch führen. Am Ende der Menstruationsphase beginnen schon wieder die Aufbauprozesse im Eierstock. Das führt schließlich zu einem Ende der Blutung.


    5.-14. Tag: Proliferations- oder Aufbauphase

    Etwa von 5. bis zum 14. Tag befindet sich die Frau in der Proliferations- oder Aufbauphase. Diese Phase heißt so, weil sich in dieser Zeit die Funktionalis der Gebärmutterschleimhaut wieder aufbaut. Gesteuert wird der Aufbau durch die Östrogene, die das Follikel im Eierstock ausschüttet. Die Östrogene gelangen über die Blutbahn an die Gebärmutterschleimhaut. Wie bei einer Pflanze, die neue Wurzeln bildet, sprießen dann neue Blutgefäße in die Funktionalis ein. Die Schleimhautdrüsen beginnen wieder zu wachsen. Am 14. Tag der Proliferationsphase erreicht schließlich der Östrogenspiegel im Blut eine bestimmte Konzentration. Das legt in der Hypophyse sozusagen "einen Schalter um". Die Hypophyse beginnt jetzt mit der stark vermehrten Ausschüttung von LH (luteinisierendes Hormon). Das LH wiederum löst den Eisprung aus und es beginnt die nächste Phase des Zyklus.


    15.-28. Tag: Sekretions- oder Gelbkörperphase


    In der Sekretionsphase, die nach dem Eisprung beginnt, wird vom Gelbkörper Progesteron abgegeben. Dieses Hormon führt in den Drüsen der Gebärmutterschleimhaut zu einer vermehrten Produktion von Drüsensekret. Außerdem wachsen die Drüsen noch weiter, obwohl die Funktionalis ihr Wachstum abgeschlossen hat. Deshalb spricht man in dieser Phase auch oft von einem Umbau der Gebärmutterschleimhaut. In die Gebärmutterschleimhaut wird vermehrt Glykogen eingelagert. Glykogen ist die Speicherform von Glukose. Kommt es zu einer Schwangerschaft, so wird der Embryo in den ersten Wochen durch die Gebärmutterschleimhaut ernährt. Die Sekretions- oder Gelbkörperphase beginnt mit dem 15. Zyklustag. Sie dauert bis kurz vor der nächsten Menstruationsphase an.


    Ischämie- oder Phase des Sauerstoffmangels

    Wenn es nicht zu einer Schwangerschaft kommt, bildet sich der Gelbkörper zurück. Das bedeutet auch, dass der Gelbkörper kein Progesteron mehr produziert. Das führt dazu, dass sich die Arterien der Gebärmutter zusammenziehen. Die Durchblutung der Funktionalis nimmt stark ab und es entsteht ein örtlicher Sauerstoffmangel. Sauerstoffmangel wird in der Fachsprache als Ischämie bezeichnet. Die Ischämie führt innerhalb kürzester Zeit (wenige Stunden) zum Absterben der Funktionalis. Damit beginnt die Menstruationsblutung und der Kreislauf schließt sich.

    Quelle zum Text: Der weibliche Zyklus
    __________________
    Babychhichi gefällt dies

  3. #3
    Gast

    Idee Teil 3: Medikamente in der Kinderwunschzeit

    Liste über Medikamente, die einen in der Kinderwunschzeit begegnen können:

    Follikelstimulierende Hormone:

    Clomifen: Medikament zur Follikelreifung ( also kein FSH direkt, sondern es stimuliert auf andere Weise den Follikel), es wird normalerweise vom 5-9. ZT genommen. Der FA sollte den Zyklus mit Ultraschallkontrolle begleiten, da bei Überdosierung (und die ist sehr individuell!) eine Überstimulation erfolgen kann und mehr als 1-3 Follikel gebildet werden und dann eine gefährliche Mehrlings-SS (mit mehr als 2 Embryos) nicht ausgeschlossen werden kann.
    Es sollten normalerweise nur 3 Zyklen hintereinander eingesetzt werden und höchstens 6 Zyklen, da sonst eine SS durch Clomifen nicht mehr anzunehmen ist und weitere Untersuchungen durchgeführt werden sollten.
    Clomifen sollte nicht oder nur unter genauester ärztlicher Aufsicht bei Leberfnktionsstörungen, Zystenbildung der weiblichen Geschlechtsorgane sowie bei Sehstörungen vorangegangener Clomifenbehandlungen genommen werden.

    Nebenwirkungen: Häufig: Hitzewallungen, Vergrösserung der Eierstöcke
    Gelegentlich: Kopfschmerzen, Sehstörungen, Unterbauchbeschwerden (Mensgefühl, Blähungen, Völlegefühl), Brustspannen
    Selten: Gewichtszunahme, Depressionen, Nervösität, Müdigkeit, Schwindel, Schlaflosigkeit, Hautrötungen, Haarausfall, verstärkte Regel, Blasendrang

    Interessant ist: Clomifen hat sein Wirkungsmaximum 6 Stunden nach Tabletteneinnahme und bei schon einer Tablette kann die Wirkung bis zu 96 Stunden anhalten


    Puregon: Medikament zum injizieren zur Follikelstimulierung, Wird per Pen unter die Haut gespritzt. (Geht auch mit Spritzen, ist aber wesentlich unangenehmer laut einiger Userinnen hier)... Stärker als Clomifen, da FSH direkt genommen wird und nicht nur die FSH-produzierenden Zellen aktiviert und besonders geeignet für PCO-lerinnen

    Nebenwirkungen: Häufig Blutergüsse, Schmerzen, Rötung, Schwellung, Juckreiz an der Injektionsstelle. Gelegentl. allg. Überempfindlichkeitsreakt. einschl. Hautausschlag u. Juckreiz. Frauen: Unerwünschte Überstimulation der Ovarien (OHSS) (Schmerzen im Unterbauch, Verstopfung, Bauchschmerzen, Blähungen, Beschwerden an d. Brust, Vergrößerung d. Eierstöcke, Spontanaborte). Ein leicht erhöhtes Risiko bezügl. Bauchhöhlen- SS u. Mehrling-SS. Kopfschmerzen, Übelkeit. Thromboembolien wurden in seltenen Fällen mit einer Puregon/hCG-Therapie in Verbindung gebracht

    Wechselwirkungen:
    Gleichzeitige Anwendung von Puregon u. Clomifen kann die Reaktion der Follikel verstärken.
    Warnhinweis!!!: Erstinjektion nur unter medizinischer Aufsicht; unbehandelte Erkrankungen anderer hormonproduzierender Organe (z. B. Schilddrüse, Nebenniere, Hypophyse) sollen ausgeschlossen werden.
    Die Therapie mit Puregon muss! immer durch den Arzt mit regelmässigen Ultraschallkontrollen begleitet werden, ebenso sollte regelmässig der Estradiolgehalt im Blut getestet werden!
    Puregon muss im Kühlschrank gelagert werden! Auch Puregon ist zur Follikelstimulation für IVF oder ICSI geeignet!

    Gonal F : Anwendung: Medikament zum injizieren subcutan zur Follikelstimulierung.Bei Frauen mit Anovulation (einschl. polyzystisches Ovarialsyndrom [PCOS]), die auf eine Behandl. mit Clomifen nicht angesprochen haben. Stimulation einer multifollikulären Entwicklung (Superovulation) zur Vorbereitung auf eine Technik der assistierten Konzeption wie IVF. Zur Stimulation der Follikelreifung b. Frauen mit schwerem LH- u. FSH-Mangel; Stimulation der Spermatogenese bei Männern mit angeborenem od. erworbenem hypogonadotropem Hypogonadismus zus. mit humanem Choriongonadotropin (hCG).
    Gegenanzeigen: Vergrößerung der Eierstöcke od. Zysten, die nicht auf einem polyzystischen Ovarialsyndrom beruhen, gynäkolog. Blutungen unbekannter Ursache
    Nebenw.: Sehr häufig: leichte bis schwere Reakt. an der Injektionsstelle (Schmerzen, Rötung, Bluterguss, Schwellung u./od. Reizung), Ovarialzysten, Kopfschmerzen; häufig: leichtes bis mäßig schweres ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS), Unterleibsschmerzen u. gastrointest. Sympt. wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Unterleibskrämpfe u. Völlegefühl; gelegentl.: schweres OHHS; selten: Torsion der Ovarien, eine Kompl. des OHSS; sehr selten: Thromboembolien, gewöhnl. zus. mit einem schweren OHSS, leichte system. allerg. Reakt.

    Warnhinweis!: Bei Entwicklung eines schweren ovariellen Hyperstimulationssyndroms (OHSS) Absetzen der Gonadotropinbehandlung!!!
    Hinweis: Eine sorgfältige Überwachung der Therapie durch Sonographie u./od. Messung der Östradiolwerte im Serum ist erforderlich! Eine überschießende Reaktion der Ovarien auf die Behandlung führt selten zu einem Hyperstimulationssyndrom, wenn nicht hCG zur Auslösen der Ovulation angewendet wird. Die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft im Vergleich zur natürlichen Konzeption ist erhöht, die Häufigkeit von Fehlgeburten u. ektopen Schwangerschaften ist bei Patientinnen mit Stimulationsbehandl./Technik der assistierten Reproduktion höher als bei der Allgemeinbevölkerung. Ein Überstimulation tritt mit höherer Wahrscheinlichkeit bei Patienten mit PCO auf.

    Menogon Hier gilt eigentlich gleiches wie für Gonal F - also bitte da lesen. Menogon kann s.c. wie auch i.m. gespritzt werden!


    Luveris
    zur Stimulierung besonders bei schweren LH/FSH-Mangel per s.c. -Injektion
    Nebenwirkungen : siehe oben


    Medikamente zur Auslösung des Eisprunges:

    Predalon (sowie Brevactid
    - andere Firma gleich Wirkungsweise
    Ovulationsauslösung nach Stimulation des Follikelwachstums; Auslös. d. abschließ. Follikelreifung u. Luteinisierung nach Stimulation des Follikelwachstums.
    Die Injektionslösung sollte unverzüglich nach Herstellung langsam i.m. (intramuskulär) verabreicht werden.
    Anwendungsbeschränkung: Ausschluss unbehandelter Erkrankungen anderer endokriner Organe (z. B. d. Schilddrüse, Nebenniere od. Hypophyse).
    Frauen mit allg. bek. Risikofaktoren für Thrombosen, (Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass auch eine Schwangersch. selbst ein erhöhtes Thromboserisiko mit sich bringt.)

    Nebenwirkungen: lokale Reaktion an d. Injektionsstelle, z. B. blaue Flecken, Schmerz, Rötung, Schwell. u. Juckreiz. Gelegentl. allerg. Reakt., die sich meistens in Form v. Schmerz u./od. Rötung an d. Inj.-stelle äußern. Selten generalisierte Reakt. wie Ausschlag, Fieber u. Angioödem. unerwünschte Überstimulation d. Ovarien u. ovarielles Überstimulations-Syndrom (OHSS) .

    Wechselwirkungen: Nach der Anwendung v. Predalon kann bis zu 10 Tage lang zu einem falsch pos. Schwangerschaftstest führen.

    Warnhinweis!: Bei SS nach Auslösung mit Gonadotropinen ist das Risiko für Mehrlings-SS erhöht. Da unfruchtbare Frauen, die sich einer künstl. Befruchtung unterziehen, u. im Speziellen IVF, oft Eileiterabnormitäten haben, könnte die Häufigkeit v. ektop. Schwangerschaft erhöht sein. Daher so früh wie mögl. mittels Ultraschall eine intakte SS bestätigen.
    In Einzelfällen kann das möglicherweise. lebensbedrohliche Überstimulationssyndrom auftreten. Es ist gekennzeichnet durch die Entwicklung großer Ovarialzysten mit d. Gefahr eines Eierstockrisses,Bauchhöhlenwasserbildung, Gewichtszunahme, häufig Wasser in der Lunge u. gelegentlich Thromboembolien.
    Bei einer bestehenden Überstimulation d. Ovarien darf kein hCG zum Eisprungauslösen angewendet werden. Eine sorgfältige Überwachung. d. Estradiolspiegel u. d. Eierstöcke mittels Ultraschall vor und während d. Stimulationstherapie für alle Patientinnen empfohlen, um das Risiko eines OHSS u. einer Mehrlings-SS zu verringern. Mehrlingsschwangersch.
    Die Injektionslösung sollte unverzüglich nach Herstellung langsam i.m. (intramuskulär) verabreicht werden.

    Ovitrelle: ebenfalls zur Auslösung des Eisprungs, hier ist es eine Fertigspritze deren Lösung man unter die Haut spritzen kann. Muss im Kühlschrank gelagert werden.
    Ansonsten gilt oben genanntes wie bei Predalon



    Medikamente gegen Östrogenmangel:


    Estradiol: Hier gibt die rote Liste leider nicht viel her
    Dieses Präparat wird verwendet bei Östrogenmangel.
    Es gibt es in Tablettenform wie auch als Depotspritze.
    Nebenwirkungen: vielfältige: unter anderem Kopfschmerzen, Haarausfall, Schwindel, Hautrötungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen,psychische Probleme

    Progesteronpräparate für die zweite Zyklushälfte

    Diesen Präparaten kommt eine Doppelbedeutung zugute:


    1.) Nach dem Eisprung: Unterstützung einer möglichen Schwangerschaft - bei positiven Test normalerweise bis zur 12. Woche genommen.
    2.) Eisprungverhinderung und Auslösen der Mens: Soll aufgrund von Überstimulation kein Eisprung stattfinden oder ist die Mens lange überfällig, kann eine Einnahme dieser Präparate über eine gewisse Zeit mind. 10 Tage) dazu führen, dass nach Absetzen die Mens ausgelöst wird.

    Interessanterweise ist keines der Präparate zur Schwangerschaftserhaltung laut der Fachinfo der Roten Liste zugelassen, weshalb viele bspw. Utro auch komplett selbst zahlen müssen



    Utrogest /Utrogestan

    Interessanterweise steht im Beipackzettel orale Einnahme, aber im Kiwu wird allgemeinen eine vaginale Anwendung empfohlen. Dazu werden wie beim Tampon 1-2 Kapseln (bitte nach Anweisung des Arztes!) in die Vagina schieben. uU. mehrmals täglich

    Nebenwirkungen: Häufig: Depressive Verstimmungen, migräneartige Kopfschmerzen, Müdigkeit, Schwindel
    Gelegentlich: Spannungsgefühl in den Brüsten sowie Übelkeit


    Duphaston-Tabletten


    Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Durchbruchblutungen, Depressionen, Bauchschmerzen, Brustspannen, Schwindel, Übelkeit, Wadenkrämpfe

    Progesteron Depot

    Interessanterweise das einzige Präparat was zur Erhaltung einer Schwangerschaft offiziell dient.
    Ausserdem wird es angewandt bei sistierenden Blutungen, bei Gelbkörperschwäche, sowie zur Mensauslösung
    Es wird alle 2 Wochen bei drohendem Abort in den Muskel gespritzt.

    Nebenwirkungen
    wie die anderen Progesteronpräparate.


    Mensauslösendes Medikament
    Da die Rote Liste alles sehr sogar für mich schwer verständlich ausgedrückt hat, hier eine Übersicht aus Netdoctor.de:

    Primolut Nor ist ein weibliches Sexualhormon aus der Gruppe der Gestagene. Es wird bei Hormonstörungen und Störungen des Monatszyklus eingesetzt.



    Medikamente zur Verhinderung eines verfrühten Eisprungs besonders zur IVF/ICSI-Therapie


    Cetrotide

    Injektionen die ab ca dem 5 Stimulationstag s.c. 1x tgl gespritzt werden.

    Nebenwirkungen: Überstimulationssyndrom, Kopfschmerzen, Allergische Reaktionen

    Synarela- Nasenspray

    Wird auch bei gesicherter Endometriose angewandt.

    Anwendung: je nach Indikation 1-2 Sprühstösse morgens und abends, bei 2 Sprühstössen, sollte je einer in jedes Nasenloch gesetzt werden.

    Anwendungsbeschränkung: Frauen mit PCO-Syndrom wegen Gefahr einer übermäßigen Follikelstimulation.

    Nebenwirkungen: Hyperstimulationssyndrom, Kopfschmerzen, Akne, Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen, trockene Vagina und vieles andere

    Bitte nicht gleichzeitig mit anderen Nasentropfen verwenden!



    Medikamente gegen Prolaktinüberschuss:


    Dostinex

    Zur Behandlung von Störungen, die im Zusammenhang mit Hyperprolaktinämie stehen (Amenorrhoe, Oligomenorrhoe, Anovulation, Galaktorrhoe), sowie zum Abstillen
    Viele starke Nebenwirkungen, die oft im psychischen Bereich sind: Aggression, Depression, Suchtverhalten (Spielsucht wurde z.b. aufgeführt), Veränderung des Sexualverhaltens, Wahnverhalten, Kopfschmerzen, Schwindel, niedriger Blutdruck mit Ohnmachtsanfällen

    Quelle: Rote Liste der Apotheker
    Babychhichi gefällt dies

  4. #4
    Gast

    Idee Teil 4: Das PCO-Syndrom zusammengefasst von Lollefee

    Geinschaftsarbeit der PCO-lerinnen hier im Forum zusammengefasst von Lollefee

    Das PCOS (= Syndrom der polyzystischen Ovarien) ist die häufigste hormonelle Störung bei Frauen.


    PCO bezeichnet eigentlich nur das Leitsymptom:
    In den Eierstöcken werden viele kleine Eibläschen (mindestens 10, max. 8mm Durchmesser im Mittel) gebildet, die nicht heranreifen können und vorzeitig verkümmern Im Ultraschall kann man diese sehr gut sehen – wie an einer Perlenschnur reihen sie sich in den Eierstöcken auf.

    Jede Frau mit dem PCO-Syndrom hat diese polyzystischen Ovarien, aber nicht jede Frau mit polyzystischen Ovarien hat das PCO-Syndrom. Denn etwa jede dritte Frau hat polyzystische Ovarien, die ihr jedoch kaum Schwierigkeiten bereiten.

    Frauen mit PCOS können hormonelle Unregelmäßigkeiten haben: Es sind erhöhte Spiegel von Testosteron, Östrogen, LH und/oder Insulin im Blut nachweisbar. Diese ziehen weitere Symptome nach sich:

    * Zyklusstörungen:
    Die Erdbeersaison wird nur in sehr großen Abständen (Oligomenorrhoe) oder gar nicht mehr (Amenorrhoe) eingeläutet. Einhergehend sind ein unregelmäßiger Eisprung oder ein ausbleibender Eisprung (Anovulation). Oft sind die Blutungen verstärkt (wenn sie denn noch auftreten :D )

    * Gewichtsprobleme
    Hier beißt sich die Katze selbst in den Schwanz
    Übergewicht ist nicht nur Symptom, sondern kann auch Auslöser für PCOS sein.
    Das Insulin – obwohl es u.U. in erhöhtem Maße produziert wird – kann die Nahrung nicht vollständig in Energie umwandeln. Der erhöhte Insulinspiegel begünstigt also die Fetteinlagerung und somit Übergewicht, das auch nur schwer regulierbar ist. Durch Übergewicht werden aber die PCOS-Symptome noch verstärkt. – Mädels: 100 Punkte

    Vielleicht aber mal was zur Aufmunterung: Ich habe mal 30 Kilo mehr gewogen und habe diese durch eine Ernährungsumstellung, Sport und eisernen Willen und Geduld abgenommen (mein Mann hat mit abgespeckt, und bei ihm ging´s viiiiiel leichter!) – es geht also doch! Wehmutstropfen: Das PCOS hat sich bei mir nicht verbessert
    Mein Mann hat übrigens wieder zugenommen, ich halte :D :D :D

    * Hautprobleme
    Auf Grund eines erhöhten Testosteronspiegels haben manche PCOS-Frauen mit Akne (Gesicht/Rücken) und/oder unerwünschtem Haarwuchs (Gesicht, Brust, Arme, Beine) sowie mit fettiger Haut und fettigen Haaren zu kämpfen. Außerdem können bei PCO auch kleine Stielwarzen im Oberkörperbereich und dunkle Hautverfärbungen unter den Achseln,im Nacken und den Kniekehlen auftreten, was dann so aussieht wie nicht gewaschen...

    * Unfruchtbarkeit

    – der Grund, warum wir uns wahrscheinlich hier lesen Durch den unregelmäßigen oder gar fehlenden Eisprung haben die PCOS-Frauen es sehr schwer, schwanger zu werden.

    Nicht jede PCOSlerin hat alle diese Symptome. Doch sollten alle möglichen Faktoren in der Diagnostik berücksichtigt werden, so dass Blutuntersuchungen zur Bestimmung des Hormonstatus´, Ultraschall der Gebärmutter und der Eierstöcke und die Bestimmung des Cholesterinspiegels stattfinden sollten. Ein Glukosetoleranztest wird oft gemacht, um die Wirkung von Insulin zu bestimmen; dieser Test ist jedoch ein Screeningverfahren und nicht immer aussagekräftig. Besser sollte der HOMA-Wert im Blut bestimmt werden. Nicht selten werden eine Durchgängigkeitsprüfung der Eileiter (mit Kontrastmittel) und eine Gebärmutterspiegelung durchgeführt. Außerdem sollte die Schilddrüse ggf. auch mal näher betrachtet werden, einige Mädels hier haben auch damit zu tun… - denn es gibt nicht nur eine ovarielle Form, sondern auch eine metabolische. Bei dieser sind auch die Schilddrüse und der gesamte Stoffwechsel betroffen, was langfristige unschöne Folgen haben kann (bspw. Krebsneigung, frühzeitiges Verkalken der Herzkranzgefäße)


    Was kann man nun tun?

    – versuchen, ein normales Körpergewicht zu erreichen, was sehr schwer sein kann. Mir hat eine kohlenhydratarme, eiweißreiche Ernährung in Verbindung mit Bewegung geholfen. Eiweiß begünstigt den Muskelaufbau, während das Insulin gerade die Kohlenhydraten lieber in Fett als in Energie umwandeln

    Eine große Herausforderung und auch das Ziel ist es, den Zyklus zu normalisieren, damit die Schleimhaut regelmäßig abgestoßen und nicht zu dick wird. Denn ohne Zyklus gibt´s nicht nur keine Schwangerschaft – gelegentlich kann bei einem zu dicken Endometrium Gebärmutterkrebs auftreten. Deshalb ist ein regelmäßiger Zyklus nicht nur für KiWu-Patientinnen wichtig.
    Besteht kein KiWu (nur der Vollständigkeit halber :D ), reguliert die Einnahme der Pille einen (künstlichen) Zyklus.
    Für PCOS-Frauen mit KiWu soll jedoch ein Zyklus erreicht werden, indem auch ein Eisprung stattfindet.

    Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten:

    * Metformin
    Eigentlich als Diabetes-Medikament bekannt kann es bei manchen Frauen durch die Regulierung des Insulins wieder die Erdbeersaison auslösen, da u.a. die Funktion der Eierstöcke verbessert werden kann. Außerdem kann es bei der Gewichtsregulierung helfen.

    * Stimulation der Follikelbildung und –reifung
    mit Medikamenten (bspw. Clomifen, Puregon, Gonal F)
    sowie medikamentöses Auslösen des Eisprungs (bspw. Ovitrelle).

    * Manchmal ist zu Beginn eine Bauchspiegelung notwendig, um die Eierstöcke zu sticheln, damit die Mini-PCO-Bläschen in sich zusammenfallen und abgestoßen werden können, damit überhaupt wieder was passiert.

    Liebe PCOSlerinnen,
    wir schaffen das trotzdem!


    Und für mehr:
    PCO-Syndrom | Die Kinderwunsch-Seite
    Syndrom der polyzystischen Ovarien (PCO-S) - Kinderwunsch
    PCO-Syndrom.de: Ihre PCOS-Ansprechpartner in Deutschland
    PCOS Selbsthilfe: Bundesweites Netzwerk für Frauen mit dem Polyzystischen Ovarialsyndrom


    Liebe Grüße von mir
    Eure Lollefee

  5. #5
    Gast

    Standard Re: Teil 4: Das PCO-Syndrom zusammengefasst von Lollefee

    boah wie fleißig, respekt . . . ist sicher ne super hilfe, dann muss man net tausendmal die gleiche frage beantworten ( net bös´ gemeint) und keine von uns muss sich schämen sie zum tausendsten mal zu stellen . . . DANKE

  6. #6
    Avatar von bunny81
    bunny81 ist offline endlich Mama
    Registriert seit
    29.12.2006
    Beiträge
    6.072

    Standard Teil 5: IVF/ ICSI

    IVF/ ICSI


    Unterschied zwischen IVF und ICSI:

    Bei einer IVF werden nach der Stimulation der Frau die gewonnenen Eizellen zusammen mit den Spermien des Mannes in einem Gefäß zusammengebracht. So kommt es zu einer „fast“ normalen Befruchtung der Eizellen, da nur die stärksten Schwimmer ans Ziel kommen. Nach erfolgreicher Befruchtung werden die Embryonen nach 2 Tagen wieder zurück in die Gebärmutter der Frau gebracht.
    Allerdings ist bei einer IVF eine Mindestanzahl von 50.000 bis 100.000 funktionsfähigen und schnell beweglichen Spermien pro Eizelle notwendig, um eine Befruchtung zu erzielen. Wenn das Spermiogramm so schlecht ist, dass diese Zahlen nicht erreicht werden können, dann ist die ICSI eine letzte und erfolgversprechende Therapieoption.
    Bei einer ICSI liegt das Prinzip darin, dass die Eizelle „gezwungen“ wird, sich mit nur einem Samenfaden befruchten zu lassen. Dazu wird die Eizelle mit der Glaskanüle fixiert und mit einer sehr feinen Pipette wird das Spermium unter dem Mikroskop direkt in die Eizelle eingespritzt.
    Ansonsten unterscheidet sich diese Therapie nicht von der IVF. Auch für die ICSI wird eine hormonelle Stimulation durchgeführt und anschließend die Eizellen durch eine Punktion gewonnen.

    Voraussetzungen:

    • Hinreichende Aussicht auf Erfolg mit der geplanten Maßnahme.
    • Das Paar muss verheiratet sein. Dies ist nur standesrechtlich für die Ärzte Voraussetzung und für die Kostenübenahme der Krankenkassen, das Embryonenschutzgesetz regelt dies nicht.
    • Ei- und Samenzellen dürfen nur von dem behandelten Paar verwendet werden.
    • Eine Beratung über die medizinischen, psychischen und sozialen Aspekte der IVF durch einen Arzt, der die Behandlung nicht selbst durchführt (in der Regel der “Haus”-Gynäkologe)
    • Durchführung nur durch entsprechend ermächtigte Ärzte oder unter Aufsicht derselben
    • Negativer HIV-Status beider Partner
    • Rötelnimmunität der Frau
    • Die Frau darf ihr 40. Lebensjahr nicht vollendet haben. Das gilt nur für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Ansonsten ist eine Behandlung natürlich auch später möglich. Der Mann darf nicht älter als 50 Jahre alt sein und beide nicht jünger als 25.
    • Einfrieren von Embryonen ist keine Kassenleistung
    • IVF ist nur dann indiziert, wenn eine Tubenschädigung nicht operativ behoben werden kann

    Vorbereitung:

    Im Vorfeld beider Behandlungen ist die konkrete Abklärung der Probleme mit Hilfe eines Spezialisten (Kiwu-Praxis) notwendig. In ausführlichen Gesprächen wird geklärt, welche Behandlung für die Paare die Beste ist.
    Vor jeder Stimulation wird mit einer sog. Down-Regulierung begonnen. Sehr oft wird im Vorzyklus auch die Pille verabreicht.
    Downregulierung bedeutet, dass der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) die Fähigkeit genommen wird, den Eisprung (vorzeitig) auszulösen. Üblich ist dafür der Begriff “Downregulation”.

    Stimulation:

    Bei einer künstlichen Befruchtung ist es wichtig, dass mehr Eizellen als im Normalfall heranreifen. Deswegen müssen sich die Frauen Hormone spritzen. Eigentlich ganz einfach, denn so eine kleine Speckfalte hat doch fast jede von uns. Die Dosis und das jeweilige Medikament sind von Frau zu Frau und von Zentrum zu Zentrum unterschiedlich.
    Es sind dabei zwei Hormone zu unterscheiden: Das Follikelstimulierende Hormon (FSH), welches bei der Frau -wie der Name schon sagt- eine Eizellreifung und das Wachstum der Eibläschen (Follikel) bewirkt und das luteinisierende Hormon (LH), welches bei Vorhandensein eines reifen Follikels den Eisprung auslöst. Diese beiden Hormone gibt es auch als Medikamente zur Stimulation der Eierstöcke.
    Mit Hilfe von regelmäßigem Ultraschall-Termin macht sich der Arzt in der Kiwu ein Bild der heranreifenden Follikel. Wenn nach einigen Tagen die gewünschte Follikelzahl, -größe und Hormonwerte erreicht sind, wird der Eisprung ausgelöst. Auch hierzu wird ein Medikament (hCG) in die Bauchfalte gespritzt. Etwa 36 Stunden später ist dann der Eisprung.

    Punktion:

    Bei der Entnahme der Eizellen (meist 36 Stunden nach Auslösen des ES), auch Punktion genannt wird die Frau in der Regel in eine kurze Narkose versetzt. Je nachdem wie viele Eizellen in der Frau herangereift sind dauert die Punktion etwa 5 bis 15 Minuten. Zum selben Zeitpunkt muss der Mann sein Ejakulat abgeben.

    Transfer:

    2 Tage (Ausnahme: Blastozystentransfer 5 Tage nach Befruchtung) nach der Befruchtung der Eizellen werden der Frau 2 oder 3 Embryonen zurück in die Gebärmutter gesetzt. Im Idealfall nistet sich dann mindestens ein Embryo ein.

    Bluttest/ Schwangerschaftstest:

    Frühestens 14 Tage nach dem Transfer wird ein Bluttest (in der Kiwu) oder ein Schwangerschaftstest (zu Hause) durchgeführt.

    Chancen/ Erfolgsquoten:

    Die Erfolgschancen liegen etwa bei 25% (bei IVF und ICSI gleich). Manche Kiwu-Kliniken können jedoch wesentlich höhere Erfolgschancen aufweisen. Fragt doch am Besten mal nach der Liste der einzelnen IVF-Zentren. Diese ist leider nicht öffentlich, aber jede Klinik wird darüber informiert, wie gut oder wie schlecht sie sind.

    Bitte beachtet, dass dieser Beitrag extrem verkürzt ist. Es gibt sooo viele weitere Informationen, die ich euch gerne geben würde. Aber dies würde meinen Beitrag wahrscheinlich sprengen. Sofern ihr Fragen habt, könnt ihr diese gerne per PN an mich richten. Natürlich könnt ihr eure Fragen auch im Unterforum „Letzter Ausweg künstliche Befruchtung“ stellen auch hier wird euch weitergeholfen.

    Zur Info: Ich habe diesen Beitrag mit Hilfe von Informationen von wunschkinder.net geschrieben
    Meine liebe Bino ist joeda
    _____________________________________________

    1. IUI November 2008 - Negativ
    1. ICSI Januar 2009 - Negativ
    1. Kryo Mai 2009 - Negativ
    2. Kryo November 2009 - Negativ
    2. ICSI September 2010 - Negativ
    3. Kryo April 2011 - Negativ


    Nach 6 Jahren Kiwu dann doch noch ein Wunder...

    http://lb1f.lilypie.com/o7hTp2.png

  7. #7
    Avatar von Lollefee
    Lollefee ist offline MAIdli-Mama!
    Registriert seit
    18.01.2009
    Beiträge
    13.593

    Standard Re: Vergeblicher Kinderwunsch? Ein paar Tipps und Erklärungen von uns LZP'lerinnen

    Supidupi! Der Eissprung ist das Beste
    Liebe Grüße von Lolle

    MAIdli, *4. Mai 2010 :liebe:

    Wenn Träume Hand und Fuß bekommen und aus Liebe Leben wird,
    dann kann man wohl von einem Wunder sprechen.


    Zwei Sterne im JUNIversum Herbst 2011 *8.SSW und *10.SSW

  8. #8
    Leah23 ist offline Carpal Tunnel
    Registriert seit
    04.06.2007
    Beiträge
    2.982

    Standard Teil 6: Echovist / Eileiterdurchlässigkeitsprüfung

    Echovist

    Ist eine Untersuchung bei der, durch Kontrastmittel, die Durchlässigkeit der Eileiter geprüft wird. Dies bietet eine Alternative zur Bauchspiegelung die operativ durchgeführt werden muss.
    Die Echovist-Substanzen basiert auf einer speziellen Zuckerlösung und kann somit Luftbläschen einschließen. Luft stellt sich im Ultraschall hell dar. Wenn man diese Lösung also in die Gebärmutter einspritzt und diese in die Eileiter abfließt, lässt sich dieser Vorgang mit Ultraschall darstellen. Auch der Austritt der Flüssigkeit in die freie Bauchhöhle, der beweisend ist für durchgängige Eileiter, ist mit dem Ultraschall zu sehen.

    Vorgehensweise

    Beim Echovist wird ein kleiner Katheder mit Ballonverschluss in die Gebärmutterhöhle eingeführt. Der Ballon am Kathederende wird mit Flüssigkeit gefüllt, damit er fest sitzt und die Untersuchungsflüssigkeit nicht zurückläuft. Das kann zu einem vorübergehenden ziehenden Schmerz führen (ähnlich wie Regelschmerzen - manche emfinden es schlimmer, andere spüren so gut wie Nichts). Anschließend wird durch den zweiten Eingang des Katheters langsam die Echovist-Lösung eingespritzt. Mit dem Ultraschallkopf, der in der Scheide platziert ist, lässt sich nun das Ablaufen der Flüssigkeit durch die Eileiter nachverfolgen. Auch die untersuchte Patientin kann sich das Ergebnis am Ultraschallmonitor ansehen und mit verfolgen (ein sehr großer Vorteil dieser Untersuchung).





    Risiken /Nachteile

    Der Nachteil dieser Untersuchung ist, die fehlende Darstellung der Beweglichkeit des Eileiters. Diese ist nur mit Hilfe der Bauchspiegelung einschätzbar. Die Verwendung von Echovist kann zu allergischen Reaktionen führen. Eine weitere Komplikation, die nur sehr selten vorkommt (< 0,1%) ist eine Entzündung der Gebärmutter). Durch die Reizung des Bauchfells durch die einlaufende Flüssigkeit kann es zu Kreislaufbeschwerden kommen. Die Flüssigkeit selbst wird innerhalb kurzer Zeit rückstandslos resorbiert.

    (wurde mit Hilfe von Die Kinderwunsch-Seite erstellt)
    Geändert von Leah23 (15.04.2009 um 13:33 Uhr)

  9. #9
    Avatar von jonna75
    jonna75 ist offline Poweruser
    Registriert seit
    20.08.2006
    Beiträge
    7.009

    Standard Re: Teil 4: Das PCO-Syndrom zusammengefasst von Lollefee

    danke! Vor vier Jahren wurde ich hier noch dumm angeguckt, als ich nach PCOS gefragt habe :)
    jonna :)
    mit schulkind 2007

  10. #10
    Danii 3 ist offline Veteran
    Registriert seit
    12.09.2003
    Beiträge
    1.491

    Standard Re: Vergeblicher Kinderwunsch? Ein paar Tipps und Erklärungen von uns LZP'lerinnen

    Hallo ihr tapferen LPZ's. Hab auch 8 Jahre lang zu Euch gehört und heute bin ich glückliche Mutter. Wollte zu Euren Tipps noch hinzufügen, dass man sich unbedingt auf Endometriose untersuchen lassen soll. Diese Gebärmutterschleim-Krankheit war nämlich bei mir der Grund und darauf kommen viele Aerzte gar nicht. Dabei ist das recht häufig und damit kann man nicht schwanger werden.
    Danii 3

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •