Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
    silkfred ist offline Stranger
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    Standard Rechtschreibprobleme aber im Lesen gut

    Hallo,
    habe ein ähnliches Problem, wie Amygdala (ebenfalls im Forum). Unsere Tochter, fast 10, 4. KLasse ist gut bis sehr gut in der Schule, liest gerne und viel und liest auch gut vor. In den ersten zwei Schuljahren waren ihre Diktate immer in Ordnung, aber nie spitze, nun wird es immer "schlimmer". Auch Üben scheint nichts zu bringen. Ich übe ein Diktat mit ihr und sie macht jedes mal andere Fehler aber nie weniger :( Oft schreibt sie auch Nomen klein, also wirklich "dumme" Fehler. Wenn ich sie auf die Regel anspreche oder sie mündlich frage, kann sie mir sagen ,wie das Wort geschrieben wird. So langsam kommt der Frust bei uns hoch, zumal ich es sehr schade finde, da sie die Freude am Schreiben verliert. Ich habe nun ein bißchen gesurft und ein bißchen klingt es nach einer "isolierten Rechtschreibstörung". Ich scheue mich aber davor, Kindern immer ein Defizit anzuhängen, vielleicht habe ich ja auch zu wenig mit ihr geübt, vielleicht lernt sie es ja noch und ich habe noch nicht die richtige Methode gefunden. Als Hintergrund wäre es auch wichtig zu wissen, dass ihr Vater eine diagnostizierte Legasthenie hat, außerdem hatte sie als Baby eine Meningokokkensepsis.

    Weiß jemand Rat? Danke
    Geändert von silkfred (09.10.2008 um 10:47 Uhr)

  2. #2
    Gast

    Standard Re: Rechtschreibprobleme aber im Lesen gut

    Rat habe ich leider keinen.
    Meine Tochter ist ebenfalls im Lesen gut und in der Rechtschreibung schlecht.
    Ihr Vater ist auch Legastheniker.

    Bei meiner Tochter kommt es noch häufig vor, dass sie die Wörter so schreibt, wie sie gesprochen werden (geschprochen z.B.).

  3. #3
    silkfred ist offline Stranger
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    Standard Re: Rechtschreibprobleme aber im Lesen gut

    Tust du jetzt irgendwas besonders, oder übst du im normalen Rahmen mit ihr uns läßt es erstmal laufen? In welcher klasse ist sie denn?

  4. #4
    Gast

    Standard Re: Rechtschreibprobleme aber im Lesen gut

    Sie geht in die 3. Klasse.

    Als ich ihre Klassenlehrerin darauf angesprochen hatte, meinte diese, dass sie erst anfangen auf die Rechtschreibung zu achten.

    Ich übe zurzeit (noch) nicht extra mit ihr.

  5. #5
    F.J.Neffe ist offline old hand
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    Standard Probleme sind Leben-Stärkungs-Aufgaben

    Jedesmal andere Fehler machen ist doch ein Zeichen überdeutlicher KREATIVITÄT. Es schreit mir als Ich-kann-Schule-Lehrer direkt entgegen:"Habt Ihr denn nichts Intelligenteres für mich als dieses stumpfsinnige Einochsen von Wortbildern für das Unterwerfungsrutual des Diktates?"
    Wenn Du genau hinschaust, erkennst Du, dass sie nicht die Lust am Schreiben sondern die Lust amn DIESEM Schreiben verliert. Und KEINER denkt an andere Schreibqualitäten. Ich würde als erstes Deine Tochter mal bewundern und sie frragen, ob sie nicht Gedichte oder Geschichten schreibt und ob sie nicht mal einen Roman schreiben will und ob ich ein Autogramm bekomme, wenn sie berühmt ist. Wenn Du genau hinfühlst, dann ist es doch auch für DICH nur Stumpfsinn und Plackerei, so mit Deiner Tochter zu "Üben". Ihr macht nichts anderes mehr als Euch der Schablone zu unterwerfen. Also da würde auch mein UNBEWUSSTES schon längst rebelliert haben. Der Sinn meines Lebens ist doch nicht, mich jahrelang nur immer in die Schablone zu drücken. Wann habt Ihr denn zuletzt zu Euch selber gesagt: "Ich bin gut. Ich mag mich. Ich denke selber. ....."? Das wäre für mich das Mindeste, dass ich mich bestätige und dass ich das, wozu ich ggf. gezwungen werde, zumindest für mich beim Namen nenne. Dann ist der Dampf raus, dann bin ich mit meinen Kräften wieder EINS, und dann mache ich vielleicht das Diktat, und zwar diesmal weil ich wissen will, ob die Lehrerin in Ohnmacht fällt, wenn ich keinen Fehler mache. Verstehst Du: ICH bestimme die Qualität meines Tuns neu und ganz original.
    Und noch was aus der Ich-kann-Schule-Sicht: Ganz egal, ob das Kind Masern oder Mumps und ob der Vater Platt- oder Spreizfüße hatte: Das Leben muss mit den TALENTEN bewältogt werden. Talente entwickeln sich manchmal von selbst aber nicht immer. Talent sind wie Samenkörner, ein großer Baum wächst aus ihnen, wenn wir den Samen gießen und pflegen und nicht davon, dass wir Namensschilder wie "Legastöhnie" o.ä. aufstellen. Ich wünsche besten Erfolg.
    Franz Josef Neffe
    Franz Josef Neffe

  6. #6
    schneefrau_13 ist offline old hand
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    Standard Re: Rechtschreibprobleme aber im Lesen gut

    Zitat Zitat von silkfred Beitrag anzeigen
    Hallo,
    habe ein ähnliches Problem, wie Amygdala (ebenfalls im Forum). Unsere Tochter, fast 10, 4. KLasse ist gut bis sehr gut in der Schule, liest gerne und viel und liest auch gut vor. In den ersten zwei Schuljahren waren ihre Diktate immer in Ordnung, aber nie spitze, nun wird es immer "schlimmer". Auch Üben scheint nichts zu bringen. Ich übe ein Diktat mit ihr und sie macht jedes mal andere Fehler aber nie weniger :( Oft schreibt sie auch Nomen klein, also wirklich "dumme" Fehler. Wenn ich sie auf die Regel anspreche oder sie mündlich frage, kann sie mir sagen ,wie das Wort geschrieben wird. So langsam kommt der Frust bei uns hoch, zumal ich es sehr schade finde, da sie die Freude am Schreiben verliert. Ich habe nun ein bißchen gesurft und ein bißchen klingt es nach einer "isolierten Rechtschreibstörung". Ich scheue mich aber davor, Kindern immer ein Defizit anzuhängen, vielleicht habe ich ja auch zu wenig mit ihr geübt, vielleicht lernt sie es ja noch und ich habe noch nicht die richtige Methode gefunden. Als Hintergrund wäre es auch wichtig zu wissen, dass ihr Vater eine diagnostizierte Legasthenie hat, außerdem hatte sie als Baby eine Meningokokkensepsis.

    Weiß jemand Rat? Danke
    Hallo!
    Beimeiner Tochter (9 Jahre, 4.Klasse) sinddie Problemewie bei deiner Tochte auch.
    Sie liest gut und gerne, zwar nicht allzu viel,aber doch immer wieder mal.
    Die Rechtschreibung ist jedoch von Anfang an eine einzige Katastrophe.
    Sie konnte auch so schreiben, wie sie wollte,es kam nur darauf an, daß sie Lust am Schreiben hat.
    Fehler wurden erst ab der 3.Klasse angestrichen,und dann auch nur solche, wo sie zuvor die Rechtschreibregeln gelernt hatten.
    Nun,im 4.Schuljahr ist alles anders. Es wird alles bewertet und prompt hat sie ihre erste 6 in einer Grammatik/ Rechtschreibarbeit nach Hause gebracht.
    Der Frust war natürlich riesengroß!
    Wir haben von der Lehrerin Übungsblätter bekommen mit Abschreibtexten,diese soll sie entweder abschreiben ( wobei sie den Text verdecken soll und immer den kompletten Satz,nicht Wort für Wort, abschreiben soll, im Wechsel diktiere ich ihr einen Textund sie kontrolliert hinterher erst selbst, was sie geschrieben hat, danach ich.

    Wir haben das jetzt zwei Wochen auch mal wirklich jeden Tag gemacht,leider mit keiner Verbesserung.
    Sie ist Gottseidank sehr willig und arbeitet fleißig mit,doch so langsam merktsie selbst auch, daß es nicht besser wird.

    Einen LRS Test hat sie gemacht,hat dabei aber durchschnittliche Ergebnisse erzielt.
    Bei ihr ist es mehr eine Konzentrationssache,wie mir auch die Lehrerin bestätigt.
    Sie hat demnächst einen Termin noch mal beim Kinderarzt, wo wir über dieses Problem reden werden,es besteht der Verdacht auf auditive Wahrnehmungsstörungen, das soll dann mal abgeklärt werden und evtl. dann eineTherapie gemacht werden.

    Ich hoffe,daß wir ihre Probleme in der Rechtschreibung in so weit verbessern können, daß sie nicht die Lust am Schreiben verliert, sie schreibt nämlich sehr gerne und auch ganz tolle Geschichten, die muss sie mir zwar hinterher vorlesen, weil ich es vor lauter Fehlern kaum lesen kann,aber ihre Phantasie kann sie in diesen Geschichten voll ausleben!
    Außerdem werden wir natürlich auch weiterhin viel zusätzlich üben.

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