Ergebnis 1 bis 5 von 5
  1. #1
    BibiundTina ist offline Stranger
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    Standard LRS + Probleme beim Satzbau?

    Hat von Euch jemand ein Kind mit LRS, das auch Probleme beim Satzbau hat bzw. sich oft umständlich oder unpassend ausdrückt?

  2. #2
    F.J.Neffe ist offline old hand
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    Standard Statt ihm DEINS aufzudrängen, stärke und entwickle SEINS!

    In meiner SCHULE frage ich mich sofort, was mir das Kind damit über mich und alle anderen Erwachsenen in seiner Umgebung sagt. Warum ist das Kind nicht begeistert dabei, seine Botschaften auf Papier zu bannen und dann kreativ Gebrauch von diesem Papier zu machen?
    Warum kommt so wenig HERAUS aus dem Kind?
    Die genaue Beobachtung zeigt, dass die Pädagogik zuerst nur das Interesse hat, Ihres in das Kind HINEIN zu bekommen. Und dann soll es wieder nur IHRES wiedergeben.
    Wo geht es für das Kind um SEINES?
    Oft können die Kinder ES zu Hause und in der Schule können sie ES nicht.
    Wiederum zeigt die genaue Beobachtung, woran das liegt: Die Mama hat ein echtes Interesse, dass aus ihrem Kind SEINES HERAUS kommt; die Schule hat das Hauptinteresse, dass das Kind IHRES endlich GEFRESSEN hat und IHRES wiedergibt, NICHT SEINES.
    Würde diese Pädagogik tatsächlich Erfolg haben, bestünde der Mensch binnen kurzem nur noch aus FREMDEM und nicht aus SICH.
    Es ist doch wohl klar, dass da die fürs Überleben zuständige Instanz im Kind nicht mitspielt.
    Wenn das Kind also in Rechtschreiben und Satzbau schnell sich gut entwickeln soll, dann mache ich genau das, was ihm die anderen nicht zutrauen, zu SEINEM. Ich bewundere es dafür, dass es genau dafür gut begabt ist und sich prächtig entwickeln wird. Statt MEINES dem Kind aufzudrängen, stärke ich SEINES. Dann wächst es und kommt mir entgegen und löst die Probleme.
    Damit ein Kind ein Genie wird, muss man aufhören, es als Trottel zu behandeln, und anfangen es als das zu behandeln, was es werden soll. Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

  3. #3
    Flaschengeist75 ist offline Stranger
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    Standard Re: LRS + Probleme beim Satzbau?

    netter Ansatz, aber ecken Sie damit nicht recht an?

    Mein Sohn hat ein ausgeprägtes LRS. Oft kann ich das was er schreibt nicht mal lesen. Vielleicht fehlt mir die Phantasie, aber ich denke in der 4. Klasse sollte das drin sein. Ich habe genau das, was Sie beschreiben, die ersten Jahre gemacht. Ihn gelobt, mich darüber gefreut das er überhaupt Buchstaben aneinander reiht, aber wenn ich dann heute ein Diktat von ihm sehe, in dem dann mehr rot als blau hervor sticht, überlege ich mir ob ein wenig mehr Drill nicht besser gewesen wäre. Er ruht sich jetzt nämlich auf dieser Diagnose aus, und weil seine Lehrerin ihn darüber aufgeklärt hat das er ja anders bewertet wird, lehnt er sich erst recht zurück. Ich weiß nicht ob das alles so richtig ist...

  4. #4
    F.J.Neffe ist offline old hand
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    893

    Standard Re: LRS - Probleme beim Seelenbau?

    Es geht doch nicht um mich; es geht um die konkrete Problemlösung.
    "Diagnose" heißt auf Deutsch "Durchblick". Haben die den Durchblick, die "die Diagnose gestellt" haben? Wenn ja, warum lösen sie dann das Problem nicht sondern stellen die Weichen auf Problemwachstum und schauen zu?
    Untersuchen wir doch einmal konkret, was Ihr Sohn durch den konkreten Umgang mit dem Problem gelernt hat? Was bedeutete jede einzelne Maßnahme für ihn? Zeigte sie ihm, dass er a) klug ist und es sich b) rentiert, seine Klugheit zu entfalten? Oder waren die unterschwelligen Botschaften genau umgekehrt: "Du kannst es nicht. Wir brauchen Dich als Nichtkönner, damit wir selber ungestört so weiter machen können."
    In meinem Schulmodell wird auf die FEINEN, SUGGESTIVEN Wirkungen geachtet, denn sie entscheiden das geschehen, nicht die groben päd. Alibibemühungen.
    Auch ich meine, dass in jeder Klasse alles drin sein sollte. Dann muss ich aber auch das Hirn einschalten und erkennen, dass meine Aufgabe als Lehrer nicht darin gesteht, es ständig in das Kind HINEINdrücken zu wollen, sondern ich muss es HERAUS bekommen.
    Dafür brauche ich überhaupt keinen DRUCK und deshalb gilt in meinem Schulkonzept das SOG-Perinzip. Ich muss mir was ein- oder/und auffallen lassen, was ZIEHT.
    DRUCK komprimiert das Problem; das ist das exakte Gegenteil von LÖsung. SOG LÖST. Sog richtet auf. Sog macht wachsen. Mit Sog kann man die Kräfte punktgenau lenken. Bei uns aber machen alle ständig DRUCK, und wenn sie damit scheitern, machen sie noch mehr DRUCK undn infolgedessen scheitern sie dann noch mehr. Daran ist dann natürlich nie die eigene Dummheit und Sturheit schuld sondern immer nur, dass die anderen nicht richtig mitgemacht haben.
    Nun, wie schon gesagt, mit SOG kann man die Kräfte punktgenau lenken.
    Und die Kräfte, die uns das Problem lösen können sind keine Sklaven, sie sind CHEFS. Wer käme auf die Idee, den Schulleiter den ganzen Tag zu quälen und zu glauben, dadruch lerne er und würde dann alles richtig machen? Mit den Kräften unserer Kinder gehen viele aber - nach dem Vorbild der Profis -genauso haarsträubend um.
    Es geht nicht um ein technisches Lob. Es geht darum, ob ich verstanden habe, wonach Seele und Geist HUNGERN. Wenn ich das verstehe, kann ich mit ihnen so umgehen, dass sie alles für mich tun. Alles für mich zu tun, ist ihre Lebensaufgabe und ich finde es eine Verschwendung, dass wir mit unseren besten Kräften so schlecht umgehen und Chancen vernichten statt sie zu nutzen.
    Die Chancen, die Potentiale, die Kräfte, die Talente, ... müssten wir sehen und nutzen lernen; das ist derzeit völlig durch eine Fixierung ins Problem hinein verdrängt.
    Ich meine, genau das ist doch die ursprüngliche Aufgabe des LEHRERS: sich selbst für das zu Lernende zu begeistern, damit er durch sein Wohlergehen im Lernen alle mitreißen kann.
    Ich finde das sog. Legasthenieproblem sehr gut lösbar.
    Mit herzlichen Grüßen
    Franz Josef Neffe

  5. #5
    Avatar von henni75
    henni75 ist offline Mathilda ist da!
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    1.707

    Standard Re: LRS + Probleme beim Satzbau?

    Um mal die Frage zu beantworten:

    Beobachte mal, ob er die Satzbauprobleme auch mündlich hat.
    Wenn ja, dann kann es sein, dass die Lautsprachentwicklung noch nicht abgeschlossen ist und diese ist eben eine Vorausläuferfähigkeit für den Schriftspracherwerb.

    Hat er Schwierigkeiten, den Satz grammatisch korrekt zu bilden (das wäre dann ein Hinweis auf eine Sprachentwicklungsstörung...) oder kann er nicht ausdrücken, was er meint?

    Wenn es nur im schriftlichen der Fall ist, dann liegt es eben an der Schwierigkeit, Wörter sicher und flüssig zu schreiben und somit kommt eben auch kein Text zu Stande.
    LG Henni :)

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    Meine liebe Bino: Romy1980 mit dem süßen Charlie im Arm :liebe:


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