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  1. #1
    Manefred81 ist offline Stranger

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    Standard Künstliche Befruchtung; Behandlungskosten für privat u. gesetzlich versichertes Paar

    Hallo,


    meine Frau (35) und ich (37) versuchen seit nun 2,5 Jahren erfolglos ein Kind zu bekommen.
    Seit Oktober letzten Jahres sind wir nun in einer Münchner Kinderwunschklinik in Behandlung.
    Wenn ich jedoch ehrlich bin – so wirklich zufrieden mit den Informationen und dem ,wie soll ich sagen, „gutaufgehobengefühl“ sind wir dort jedoch leider nicht. Es läuft halt alles nach Schema F ohne das Gefühl zu haben, dass auf einen eingegangen wird....andererseits.... was sollen die auch schon groß machen.

    Kurz zur Situation: Bei meiner Frau wurde 2017 Endometriose diagnostiziert und im März endometrioseherde mittels Bauchspiegelung entfernt. Zu dieser Op hat uns damals der Frauenarzt geraten.
    Eisprung/Periode kam vor der Op und kommt auch nach der Op regelmäßig.
    Spermiogramm unauffällig und normgerecht.

    Leider stellte sich seit der OP immer noch keine Schwangerschaft ein. Darum sind wir seit Oktober in der Kiwuklinik.
    Anfang Januar musste meine Frau Clomifen nehmen . (Auslösung des Eisprungs mittels Spritze musste nicht gemacht werden, da der Eisprung von selbst kam – wenn auch paar Tage zu früh; wurde bei einer dieser Routineuntersuchungen in der Kiwuklinik festgestellt und uns gesagt wir brauchen die Spritze nicht). Dieses ganze Procedere sollen wir jetzt noch einmal machen (2 x wurde uns empfohlen um das ganze nicht unnötig herauszuzögern; Stichwort Alter) und wenn das dann auch wieder erfolglos bleibt gleich zur künstlichen Befruchtung übergehen.

    Wäre es denn Sinnvoll noch ein paar weitere Versuche zu starten oder doch gleich zur künstlichen übergehen? Hat von Euch jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

    Glaub jeder der das schon mal mitgemacht hat weiß, dass diese ganze Situation schon sehr sehr belastend und frustrierend ist.

    Das Geld sitzt bei uns leider auch nicht soooo locker, als dass wir uns unendlich viele Versuche leisten können – geschweige denn wollen.

    Ich bin Polizist (Privatversichert) meine Frau Angestellte (Gesetzlich Krankenversichert )
    Weiß von Euch jemand wie das ist wenn einer Gesetzlich und der andere Privat versichert ist?
    Ich weiß manche Krankenkassen (wie zum Beispiel die DAK) übernehmen unter „gewissen Voraussetzungen“ (unter anderem: Ehepaar bei der DAK versichert) 100% der Behandlungskosten für 1-3 Versuche. Für mich ist ein Wechsel zur DAK nicht möglich.

    Wir wären über Vorschläge und/oder Erfahrungen sehr dankbar!!!

  2. #2
    Avatar von Tinkerbell128
    Tinkerbell128 ist offline Keep the faith

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    Standard Re: Künstliche Befruchtung; Behandlungskosten für privat u. gesetzlich versichertes P

    Da noch niemand geantwortet hat, mache ich mal den Anfang.

    Die Situation bei meinem Mann und mir war bzgl. der Versicherungen gleich. Er ist als Beamter privatversichert, ich als Angestellte gesetzlich.
    Bei der Kostenübernahme der Versicherungen gilt immer das "Verursacherprinzip". Soll heißen, dass die Versicherung der Person, die Grund für die unerwünschte Kinderlosigkeit ist, bezahlen muss. Wenn bei dir also alles in Ordnung ist, wäre die GV Deiner Frau dran. IdR werden dort 3 Versuche zu 50% der Kosten übernommen. Wenn deine Frau bei einer guten Versicherung, die 100% übernimmt versichert ist, um so besser.
    Im Falle, dass die PV übernimmt, MÜSSEN 6 Versuche zu 100% bezahlt werden. Häufig wollen die PVs den Geldhahn spätestens nach dem 4. Versuch zudrehen. Per Gerichtsbeschluss wurden aber alle PV dazu verpflichtet, 6 Versuche zu zahlen.
    Da bei uns nie wirklich ein Grund gefunden werden konnte, warum es nicht funktionierte, haben wir das schlechteste Spermiogramm meines Mannes eingereicht, sodass die PV bei uns übernehmen musste.

    Bevor wir in die vollen gegangen sind (ICSI), hatten wir 3 erfolglose IUIs. Danach wurde uns direkt die ICSI empfohlen (auf IVF haben wir also verzichtet).
    Im Nachhinein ärgere ich ich fast ein bisschen, dass wir die IUIs überhaupt gemacht haben. Die haben uns auch fast ein Jahr "gestohlen".

    Aber auch die Behandlung mit ICSI hat nicht sofort den gewünschten Erfolg gebracht. Insgesamt hatten wir 8 Embryonen-Transfers (3 Frischversuche und 5 Kryokonservierte Embryonen). Mit dem 3. Frischversuch und einer längeren Kultivierung zu Blastozysten haben wir nun unser persönliches Wunder erreicht und warten darauf, dass unser kleines Mädchen in den nächsten Tagen zur Welt kommt.
    Es kann also ein sehr steiniger Weg sein (bei uns mit 2 Fehlgeburten und 5 negativen ICSI-Versuchen). Ingesamt waren wir fast 3 Jahre in unserer KiWu-Klinik, in der wir uns aber auch zu jeder Zeit sehr gut aufgehoben und beraten gefühlt haben.

    Wenn ihr euch in eurer Klinik nicht gut aufgehoben oder gar nur wie eine weitere Nummer fühlt, würde ich mir an eurer Stelle eine andere Klinik suchen. Dieser sensible Bereich hat ja auch sehr viel mit Vertrauen zu tun und wenn das nicht gegeben ist, ist das Ganze vielleicht sogar zum Scheitern verurteilt.

    Da wir ganz aus dem Norden der Republik kommen, kann ich dir auch keinen Tipp für eine Münchener Klinik geben...

    Ich hoffe, ich konnte dir schonmal etwas weiterhelfen.

    Viele Grüße
    Tinkerbell

  3. #3
    Manefred81 ist offline Stranger

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    Standard Re: Künstliche Befruchtung; Behandlungskosten für privat u. gesetzlich versichertes P

    Vielen lieben Dank für Deine ausführliche Antwort!

    So wie ich das lese, habt ihr einiges durchgemacht!! Freut mich aber, dass das Ganze letztendlich ein gutes Ende gefunden hat! Glückwunsch!!!!

    War denn das Spermiogramm zu schlecht oder habt ihr – eben weil nie wirklich ein Grund gefunden werden konnte – das als „Grund“ bei der Versicherung angegeben und hat die es dann auch so akzeptiert?

    Das es mit dem Kinderwunsch nicht klappt ist alleine für sich schon belastend!
    Dann auch noch der finanzielle Aspekt und „rumgeärgere“ mit den Versicherungen kommt noch hinzu.

  4. #4
    Quasimodo247 ist offline enthusiast

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    Standard Re: Künstliche Befruchtung; Behandlungskosten für privat u. gesetzlich versichertes P

    Mein Mann hat Azoospermie und ist in der PKV. Bei mir ist alles ok, ich bin gesetzlich versichert. Mit dem Verursacherprinzip habe ich mich auseinandergesetzt, aber die PKV offenbar nicht. o.O Sie weigern sich, meine Behandlungskosten (ICSI) zu bezahlen. Wir haben jetzt ein letztes Mal medizinische Dokumente eingereicht in der Hoffnung, dass sie zahlen werden. Ansonsten werden wir klagen, da es keinen Grund gibt, warum die PKV nicht zahlen sollte.

  5. #5
    FrauTaui ist offline journey (wo)man

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    Standard Re: Künstliche Befruchtung; Behandlungskosten für privat u. gesetzlich versichertes P

    Hallo Manfred,

    Wir können auf natürlichem Weg keine Kinder bekommen. Ich habe das PCO Syndrom und mein Mann leider Azoospermie. Ich bin privat versichert, mein Mann gesetzlich. Meine Versicherung ist der Ansicht, dass mein Mann Hauptverursacher ist und wollte zunächst keinerlei Kosten übernehmen. Da wir aber nur durch eine ICSI schwanger werden können, fallen die Hauptkosten bei mir an. Lange Rede: ich habe mich nicht abspeisen lassen und der Versicherung öfters geschrieben, sodass sie wirklich zumindest beim 2. Versuch die vollen Kosten getragen haben. Was ich damit sagen will: man kann das pauschal einfach nicht sagen, da es von ganzen vielen Faktoren abhängt.

    Wir haben aber seit über einem Jahr einen wundervollen Sohn und würden es immer wieder tun.

    Ihr müsst für euch entscheiden, wie ihr vorgehen möchtet. Ein positives Gefühl in der Klinik halte ich aber für unglaublich wichtig, damit ihr auch positiv an die Sache rangehen könnt.

    Ich drücke euch die Daumen.

  6. #6
    Fr.Dachs ist offline Member

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    Standard Re: Künstliche Befruchtung; Behandlungskosten für privat u. gesetzlich versichertes P

    Darf ich mich einklinken? :)

    Bei uns ist die Konstellation auch privat / gesetzlich und wir sind gerade mit der KIWu dran, alle Anträge auszufüllen .... es geht um IVF / ICSI in unserem Fall. Der Arzt meinte, wir würden „in jedem Fall“ auf ca. 2 tsd Euro sitzen bleiben .... nach dem Lesen eurer Beiträge bin ich jetzt verwirrt :D

    Und wie ist das dann mit der Beihilfe - gerade als Beamter. Weiß das hier jemand?

    Seid lieb gegrüßt!

  7. #7
    Quasimodo247 ist offline enthusiast

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    Standard Re: Künstliche Befruchtung; Behandlungskosten für privat u. gesetzlich versichertes P

    Von Beihilfe habe ich leider gar keine Ahnung, sorry.

    Wer ist denn bei euch der Verursacher und wer ist wie versichert? Darauf kommt es ja letzten Endes an.
    Diagnose: Azoospermie mit TESE
    04/2019 1. ICSI - positiv mit * in 6. SSW
    10/2019 2. ICSI - negativ
    11/2019 3. ICSI - negativ
    03/2021 Embryoadoption - negativ

  8. #8
    Fr.Dachs ist offline Member

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    Standard Re: Künstliche Befruchtung; Behandlungskosten für privat u. gesetzlich versichertes P

    Mh, ich bin Verursacherin und ich bin die mit der privaten Kasse 😄
    Danke dir trotzdem!!

  9. #9
    Quasimodo247 ist offline enthusiast

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    Standard Re: Künstliche Befruchtung; Behandlungskosten für privat u. gesetzlich versichertes P

    In dem Fall sollte deine PKV eigentlich die Kosten übernehmen. Allerdings ist es bei PKV manchmal etwas undurchsichtig, was und wie viel sie übernehmen.
    Wieso denkt denn der Arzt, dass ihr auf jeden Fall auf einem Teil der Kosten sitzenbleiben werdet?

    Bei uns war es so: Mann Verursacher, seine PKV lehnte ab. Daraufhin hat meine GKV zugesagt, 3 Versuche mit 50% zu bezuschussen. Im Endeffekt hat sich herausgestellt, dass irgendwo im Kleingedruckten der PKV tatsächlich irgendwo ein Ausschluss ist für IVF/ICSI ist. Seufz. (Die Versicherung ist eine uralte Familienversicherung aus den 90ern.)

    Wünsche dir viel Glück mit der Behandlung! Komm doch gerne in den Herbsthibbeln Thread. :)
    Diagnose: Azoospermie mit TESE
    04/2019 1. ICSI - positiv mit * in 6. SSW
    10/2019 2. ICSI - negativ
    11/2019 3. ICSI - negativ
    03/2021 Embryoadoption - negativ

  10. #10
    Schnuti81 ist offline Stranger

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    Standard Re: Künstliche Befruchtung; Behandlungskosten für privat u. gesetzlich versichertes P

    Hallo ihr Lieben,
    mein Mann ist Verursacher und wir sind beide privat versichert. Er ist, da er noch studiert, über mich beihilfeberechtigt. Nach langem Kampf mit beiden Versicherungen übernimmt seine nun 50% der Kosten und die Beihilfe die anderen 50 %. Allerdings zahlen die nur drei Versuche und der zweite war leider nicht erfolgreich, wie wir heute erfahren haben 😢
    Wir hatten zuvor 3 erfolglose Inseminationen, von denen wir aber nur 2 eingereicht haben, weil die Beihilfe sich zuerst derart kryptisch ausgedrückt hat, dass unklar war, ob sie jeweils drei Versuche oder insgesamt drei übernehmen. Das konnte man mir dort auch nicht einwandfrei beantworten. Ich kann das gut nachvollziehen, dass das Geschacher extrem nervt. Wir fanden es auch megafrech und nervig, vor allem, weil man nie irgendwelche Kosten verursacht hat und immer schön seinen Beitrag zahlt, aber wenn man was braucht, machen alle dicht. Ganz liebe Grüße

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