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Thema: SG schlecht - und nun?

  1. #1
    Mimöschen ist gerade online addict

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    Standard SG schlecht - und nun?

    Hallo zusammen,
    mein Mann und ich (37) versuchen seit August 2018, ein Kind zu zeugen. Bei mir scheint mitttlerweile alles okay, hatte eine Zyklusprüfung und eine Eileiterdurchlässigkeitsprüfung und habe tolle Anti-Müller-Hormone, nur einen leicht erhöhten Prolaktin-Wert, da nehme ich nun was gegen. Das SG bei meinem Mann sah leider nicht gut aus, die Rede ist von OAT-Snydrom im Befund.

    Spemienkonzentration beträgt 11,4 Mio (gut wäre ab 15), insgesamt waren 37,6 Mio. Spermien vorhanden (gut wäre ab 40), die "totale Motalität" beträgt 39 Prozent (32 progressiv, 7 nicht progressiv) (ok wäre ab 40). Am schlimmsten ist vermutlich, dass nur 2 % der Spermien normal geformt sind, davon weisen 97 Prouent Kopfdefekte auf. Noch auffällig war, dass freies Carnitin zu niedrig ist und "Zitronensäure" leicht erhöht...

    Jedenfalls meint der Arzt, auch ein Kontrollspermiogramm in drei Monaten könnte nicht soviel besser sein, als dass man so auf natürlichem Wege ein Kind zeugen könne. Er wird uns nun nächste Woche über mögliche technischen Hilfen - wohl künstliche Befruchtung - aufklären.

    Gestern war ich ein wenig erleichtert, weil ich erstmal dachte "nun wissen wir, woran es liegt - und sooo schlecht klingen die Werte doch nicht", aber nach der Arztaussage heute bin ich wieder ziemlich deprimiert. Er hat meinem Mann auch nicht vorgeschlagen, zum Andrologen oder Urologen zu gehen.
    Mein Mann steht einer künstlichen Befruchtung sehr negativ gegenüber - "wenn man es nicht bringt, dann bringt man es eben nicht!" , er ist ziemlich traurig, was ich eigentlich am schlimmsten finde. Ich fände es schade, wenn es nicht klappt, aber ich liebe ihn und wir sind auch so glücklich. Dennoch denke ich, man sollte künstliche Befruchtung versuchen, denn erstens ist die Hoffnung ja defintiv nicht unbegründet, dass es dann doch klappt und zweitens könnte ich dann besser damit abschließen. Sonst würde ich vielleicht die nächsten Jahre denken: Ach, hätten wir das doch noch probiert.

    Nächste Woche ist mein ES und ich mag auch die Hoffnung nicht aufgeben, dass es doch noch spontan klappen kann, aber mein Mann hält es für ausgeschlossen.

    Vielleicht hat ja jemand schon eine Ahnung, welche Methode anhand der Werte in Frage käme, wohl nur dieses ISCS oder wie das heißt, oder? Vielleicht mag auch jemand beschreiben, wie er in ähnlicher Situation vorgegangen ist, mein Mann tut mir so leid und gleichzeitig habe ich Angst, dass das nun wirklich etwas ganz Schlimmes ist, was ich nur noch nicht realisiert habe (Wir bekommen keine Kinder!!) Sorry, ich bin vielleicht auch durcheinander, habe kaum geschlafen.

  2. #2
    JeMa-Hope ist offline enthusiast

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    Standard Re: SG schlecht - und nun?

    Hallo Mimöschen,
    ich habe deinen Beitrag gestern gelesen und fühlte mich sofort angesprochen. Ich war noch nicht registriert und konnte daher erstmal nicht antworten. Du gingst mir aber nicht aus dem Kopf, sodass ich mich heute erstmalig entschlossen habe an einem solchen Forum aktiv teilzunehmen.

    Ich bin 33Jahre alt und stecke in derselben Situation wie du, wahrscheinlich ist meine noch etwas schlechter.
    Wir versuchen seit September 2017 ein Baby zu kriegen, aber leider hat es auf dem natürlichen Wege nicht sein sollen.
    Das erste Jahr habe ich mir gar keine Gedanken gemacht- manchmal dauert es eben etwas und wir haben auch so ein schönes Leben und reisen sehr viel. Aber als das Jahr überschritten war, fing dann doch das an womit ich bei uns nie gerechnet hatte- ich fing an Temperatur zu messen, mein Freund ging zum Urologen, ich sprach mit meinem Frauenarzt. Am Anfang fand ich das alles total ok, man dachte ja immer noch "irgendwann klappt es". Nun sind wir seit März in einer Kinderwunsch-Klinik und mittlerweile fühlt es sich nach einem ziemlichen Albtraum an- und wie das so ist, obwohl ich nie dachte dass ich zu den Frauen gehöre, die so werden...der Wunsch wird immer präsenter und ich kann seit letztem Samstag an nichts anderes denken als dass die Möglichkeit besteht, dass wir keine Kinder bekommen.
    Und genau da komme ich zu dir: Wir erhielten am Samstag die Post mit ebenfalls einem sehr schlechten Ergebnis des Spermiogramms.
    Unseres ist sogar noch schlechter als eures, 0% normal geformte, zu wenige (7,2Mio., insgesamt 25Mio.) und besonders beweglich sind sie auch nicht (37%). Also von allem was dabei und das ganze nennt sich dann Oligoteratozoospermie. Am Montag haben wir dann mit unserer Ärztin in der KiWuKlink gesprochen. Sie hat nun alle Befunde beisammen und sieht das einzige Problem auch in dem Spermiogramm, bei mir ist alles in Ordnung außer einer ganz leichten Unterfunktion der Schilddrüse gegen die ich nun eine Tablette am Tag nehme und eine Kontrolle hat ergeben, dass ich damit schon gut eingestellt bin und nichts weiter getan werden muss. Sie sagt natürlich schwanger zu werden ist sehr unwahrscheinlich (wenn auch nicht komplett ausgeschlossen). Sie hat uns das Spermiogramm genau erklärt und wir haben uns bei ihr wohl gefühlt. Sie hat das alles auch nicht als hoffnungslos beschrieben. Danach waren wir eigentlich einigermaßen positiv aber dann beginnt man wieder das Zweifeln.Man liest von anderen, die auch nach bis zu 10 Versuchen keinen Erfolg hatten und es kreist immer die Frage: Warum wir? Wird es nie klappen? Wie soll ich damit umgehen?

    Ich habe das Glück viele Freundinnen zu haben, aber irgendwie kann ich mich im Moment noch niemandem anvertrauen. Die Frauen würden es ihren Männern erzählen, meine Familie würde sich wahrscheinlich auch allein aus Sorge austauschen und mein Freund ist leider auch nicht so der große Redner. Ich habe auch Freundinnen, die auch einen schwereren Weg zum Baby hatten (Fehlgeburten, Eileiterschwangerschaften) aber bei allen ist es mittlerweile gut ausgegangen. Bitte versteh mich nicht falsch- ich freue mich für jede von ihnen und habe auch (noch) keine Probleme von neuen Schwangerschaften zu hören, mich mit zu freuen oder die Mütter und Babys um mich herum zu haben. Ich bin auch der Problem-Abladeplatz, so bekomme ich eigentlich jeden Tag Nachrichten von irgendwem wie anstrengend die Nacht war, oder das Kind wieder krank ist oder, oder, oder.
    Ist auch ok, weil ja keiner weiß in welcher Situation wir stecken, aber ich fürchte das alles wird mit der zeit nicht einfacher.
    Ich weiß nicht mit wem ich sprechen könnte, der sich nicht genauso fühlt. Ich meine es gibt halt nicht was man sagen könnte. "Das klappt schon noch", "Ich kannte eine bei der war das so" oder "Ein Leben ohne Kinder ist auch schön", "Denk nicht mehr drüber nach"....Das braucht ja irgendwie keiner. Ich überlege jetzt schon wenn ich in ein, zwei Jahren immer noch nicht schwanger bin wie ich es den anderen erklären soll. Gerade für Männer ist das mit ihrem Sperma ja so eine Sache und ich weiß, dass er nicht möchte dass ich darüber rede. Aber die Fragen nach einer Schwangerschaft werden natürlich mit der Zeit immer mehr und irgendwann kann ich mich nicht mehr mit Reisen heraus reden. Die wissen ja dass wir grundsätzlich Kinder wollen und mein Freund ist auch schon 42.

    Naja nun habe ich versehentlich angefangen so viel über mich zu schreiben und bin viel zu wenig auf dich eingegangen.
    Also dass ich dich verstehen kann ist glaube ich offensichtlich. Warum wird denn erst in drei Monaten ein Kontrollspermiogramm gemacht?
    Bei uns findet das zweite schon nächste Woche statt, also 2Wochen nach dem ersten. Wird dein Mann bis dahin therapiert?
    Ich würde an euer Stelle gleiche in eine KiWuKlinik gehen. Das ist nichts anderes als eine Praxis aber man wird gemeinsam beraten wird. Dass dein Mann so reagiert hat ist ja verständlich. Für Männer ist es glaub ich noch eher ein Problem die Ursache zu sein als für die Frau. Meiner war auch so, war bockig aber wollte nicht reden und mich nicht an sich ran lassen. Der einzige Unterschied ist, dass wir es nun künstlich versuchen werden und er da auch offen ist. Nächste Woche ist das Kontroll-Spermiogramm und übernächste Woche besprechen wir dann den Zeitplan mit der Ärztin.
    Vorausgesetzt natürlich, dass es nicht noch schlechter ausfällt und sie da ein paar gesunde Spermien heraus kriegen.
    Die einzig sinnige Möglichkeit ist bei dem Spermiogramm die teure Variante ICSI, d. h. Eizellen werden entnommen und außerhalb befruchtet und wieder eingesetzt. Ich hatte auf ein einfacheres Verfahren gehofft, da wir nicht verheiratet sind und es somit komplett selber bezahlt werden muss.

    Da ich euer Spermiogramm um einiges besser anhört als unseres, hoffe ich natürlich für euch, dass es doch noch so klappt.
    Und wenn nicht, dass sich dein Mann doch noch mit dem Gedanken anfreunden kann, dass geholfen werden muss.
    Vielleicht muss er das erstmal sacken lassen und steht dem Ganzen dann anders gegenüber.

    Ich hoffe meine Nachricht ist jetzt nicht total wirr und ich bezogen, ich war etwas aufgeregt beim Schreiben und habe bestimmt ganz viel vergessen.

    Liebe Grüße und ich würde mich freuen von dir zu hören
    JeMa-Hope

  3. #3
    Mimöschen ist gerade online addict

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    Standard Re: SG schlecht - und nun?

    Liebe JeMa,

    vielen Dank, ich freue mich, dass du geantwortet hast! Und ich kann mir gut vorstellen, dass die Gedanken kreisen, mir geht es auch so, aber nun ist es schon ein wenig besser nach einigen Tagen...und ich versuche positiv nach vorne zu sehen.

    Der Arzt meint, das SG könnte sich zwar verbessern, aber nie so viel, dass er in allen drei Werten über die Normgrenze kommen könnte, darum ist aktuell gar kein zweites SG angedacht. Aber das wird natürlich sowieso kommen, wenn wir in eine Kinderwunschklinik gehen, ich denke nur, solange brauchen wir nicht warten. Die Wartezeit wäre, weil die Spermien sich ja erst nach einigen Wochen regenerieren. Eine Therapie gibt es nicht. Mein Mann sagt, man könne da nix therapieren. (Ich gebe ihm nur jeden Abend eine Handvoll Nüsse)

    Bitte schreibe doch, was bei euch beim zweiten SG rauskam! Ich drücke die Daumen, dass es besser wird - das kann ja nie schaden... Und ich denke, die Wahrscheinlichkeit, dass du - du bist ja auch jünger! - in den nächsten Monaten schwanger wirst, ist recht hoch!! Natürlich kann es sein, dass wir zu denen gehören, bei denen es gar nicht klappt, aber ich versuche nun eins nach dem anderen anzugehen und halte eine Schwangerschaft in den nächsten 12 Monaten immer noch für durchaus wahrscheinlich.

    Ja, den Druck von außen spüre ich auch... Zumal mein Mann Einzelkind ist, die Schwiegereltern wünschen sich einen Enkel, meine Mutter hätte auch gerne einen und Bekannte scheinen auch drauf zu lauern. Aber ich habe hier auch keine engen Freundinnen, weil ich eben vor einem halben Jahr zu meinem Mann ins Ausland gezogen bin, ich rede eigentlich mit niemandem darüber...

    Mir hat auch Folgendes geholfen: Vorher war die Wahrscheinlichkeit vielleicht pro Zyklus bei 3 Prozent (ich rate), durch eine künstliche Befruchtung liegt sie rund 10mal höher (ist nun auch nicht wissenschaftlich, aber ich denke, du verstehst das Prinzip).

    Ich habe mittlerweile nun ziemlich viel im Internet quergelesen und es kommt anscheinend oft vor, dass manche Leute trotz schlechtem SG schwanger werden, aber ich bin wirklich zu alt, um mich auf sowas zu verlassen.

    Da wir nicht in Deutschland leben, müssen wir auch komplett selbst zahlen - habt ihr schon eine Ahnung von den Kosten? Wir haben morgen unser Gespräch mit dem FA, der ja mit einer Kinderwunschklinik zusammenarbeitet. Ich bin schon sehr gespannt und hoffe, wir haben dann einen Plan!!

    Freue mich, wenn du dich wieder meldest!!

  4. #4
    JeMa-Hope ist offline enthusiast

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    Standard Re: SG schlecht - und nun?

    Hallo Mimöschen,

    vielen Dank für deine Antwort.
    Ich war total erleichtert, dass ich nicht ins Leere geschrieben habe :-)

    Das mit dem zweiten SG hatte ich falsch verstanden, dachte in drei Monaten wird nochmal eins gemacht.
    Euer Arzt scheint aber auch recht rigoros in seinen Aussagen zu sein, es ist ja nur eine Momentaufnahme und kann an einem anderen Tag ganz anders ausfallen. Wir hatten eins beim Urologen im November machen lassen, da war zumindest die Anzahl viel besser. Allerdings war die Praxis eine Katastrophe, wir sind wochenlang hinter dem Ergebnis hergelaufen und man kann das auch nicht wirklich als Grundlage nehmen. Unsere KiWuKlinik hatte sogar Probleme das auszuwerten, die Normwerte waren teilweise falsch angegeben, die Morphlogie (Form) war gar nicht ausgewertet und als Datum war 2010 angegeben. Sehr unproffessionell, hätten wir uns sparen können. Aber natürlich hoffe ich noch, dass da ein bißchen was dran war und die Anzahl vielleicht nicht immer so schlecht ist. Daher würde ich an eurer Stelle noch hoffen, dass es beim nächsten Mal anders aussieht. Ihr versucht es doch auch noch nicht so lange und ja, du bist ein bißchen älter aber 37 ist doch eigentlich noch gar kein Problem.
    Unsere Ärztin hatte uns erklärt, dass ja nur 2x200Spermien überhaupt angeguckt werden und die normal geformten sind sowieso immer gering mit max. 4%. Da ihr immerhin schon 2% hattet und die Beweglichkeit ja auch an der Grenze zum Normbereich liegt, finde ich durchaus, dass es Hoffnung gibt. Ich drücke die Daumen. Das sieht bei uns etwas schlechter aus und wir versuchen es ja auch schon seit über 1,5 Jahren, da glaubt man irgendwann nicht mehr dran, wenn dann so ein Ergebnis vorliegt. Ich habe neben den Vitaminen, die wir sowieso immer nehmen und uns auch eigentlich nichts fehlt, nun noch so ein Präperat zur gesunden Spermienproduktion geholt. Wahrscheinlich ist das Quatsch- unsere Ärztin hat gesagt, dass das eigentlich nichts bringt, wir es aber gern probieren können ), aber so haben wir auch das wenigstens versucht.

    Den Druck von der Schwiegerfamilie ist bei mir leider auch enorm, wir haben ohnehin viele Probleme mit seiner Mutter, da wir mindestens 2mal die Woche was ist und sie letztes Jahr einen Schlaganfall hatte und das Thema spielt immer mit. Sie wird mitunter auch sehr böse. Sie hatte den Schlaganfall, weil sie nichts fit hält, ich würde ihr ja keine Enkelkinder schenken, ist nur eine Äußerung, die mir da so an den Kopf geflogen ist.
    Meine Familie sagt und fragt nichts, ich denke aber langsam, dass sie vermuten, dass es nicht klappt.
    Und meine Schwester hat auch zwei Kinder (beide im ersten ÜZ gezeugt), sodass keiner mit der Enkellosigkeit kämpfen muss.

    Dass du vor Ort keine engen Freundinnen hast tut mir Leid. Auch wenn man das Thema nicht besprechen will, lenken gute Freunde ja auf andere Weise ab. Ich hoffe, dass sich das mit der Zeit vor Ort dann noch ergibt.

    Zu den Kosten: Bei unserer Klinik steht auf der Internetseite ein Betrag von 3.800€ inkl. aller Medikamente für dieses Verfahren (die anderen wie Insemination lagen z. B. bei 1.000€). Den Betrag hatte ich so auch im Hinterkopf, habe aber leider inzwischen gelesen, dass bei der Klinik bei konkreten Kostenvoranschlägen dann auch Beträge über 5.000€ genannt wurden. Nächste Woche muss ich mich da nochmal erkundigen, die Ärztin hatte uns Info-Material und die Telefonnummer für alle Fragen rund um Kosten mitgegeben.
    Also wenn ich bei anderen von 7 oder 8 Versuchen lese, dann wüsste ich gar nicht wie wir das zahlen sollten.
    Aber soweit sind wir natürlich noch nicht und ich versuche die negativen Gedanken wegzuschieben- sie drängeln sich nur leider immer wieder durch.

    Wenn du Lust hast, dass wir unsere Geschichten weiter teilen, würde ich mich freuen.
    Ich kenne mich hier noch nicht so gut aus und durchschaue die Funktionen noch nicht so richtig (hatte zum Bespiel keine Benachrichtigung über deine Antwort) sodass du mich auch gerne als Kontakt speichern kannst, wenn du weisst wie das geht.

    Erstmal wünsche ich euch heute ein aufschlussreiches Gespräch heute bei deinem FA.

    Ganz liebe Grüße
    JeMa

  5. #5
    Mimöschen ist gerade online addict

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    Standard Re: SG schlecht - und nun?

    Hallo JeMa,
    danke für deine Nachricht! Also das Gespräch mit dem FA heute war ganz okay, natürlich kann er uns auch keine Garantie geben, aber immerhin sieht er es optimistisch. Er rät direkt zur ISCI, weil er von IUI anscheinend grundsätzlich nicht viel hält und meint, die Erfolgswahrscheinlichkeit sei fast wie im normalen Zyklus. Das hat meinem Mann nicht so gefallen, weil er die Hoffnung hatte, dass mir dadurch die Narkose erspart bleibt usw.

    Naja, er hat meinem Mann auch empfohlen, einen Andrologen aufzusuchen. Erst wollte er nicht so recht, aber er macht es nun doch parallel zur Anmeldung in der Kinderwunschklinik. Ich finde gut, wenn dann doch nochmal hingeschaut wird, ob es einen Grund gibt für das SG. Im schlimmsten Fall verliert man etwas Zeit und Geld (wir zahlen hier bis zu 2.500 CH auch jeden Arztbesuch selbst), im besten Fall verbessert sich doch noch was. Was für ein Produkt hast du noch gekauft? Ich gebe meinem Mann nun was von meinen "Kinderwunschvitaminen", ist ja auch Zink und Folsäure usw. drin , habe aber auch mal überlegt, ob ich Maca kaufen soll.

    Die Kosten in der Kinderwunschklinik liegen ohne Medikamente bei 3.200 Euro, das wäre dann mit Medis sicher so wie bei dir. ich habe meinen Arzt im Scherz gefragt, ob man auch Beruhigungsmittel in der zweiten Zyklushälfte nehmen könne, denn das wäre ja sehr anspannend, da meinte er ernsthaft "klar, da kann ich Ihnen was geben!" Hat mich ja schon verwundert, aber hoffe natürlich, doch ohne auszukommen (hab noch nie sowas genommen, war eigentlich nur so dahergesagt...)

    Wir hoffe nun, dass wir Mitte Mai einen Termin in der Klink bekommen, da hat mein Mann zufällig Urlaub. Mein FA schaut vorher, ob wir noch was an Untersuchungen brauchen.

    das von deiner Schwiegermutter ist heftig :-( Aber wir machen uns wahrscheinlich schon genug Stress... Wenn ich mir überlegt habe, wie ich mir letztes Jahr gewünscht habe, meiner Familie an Weihnachten gute Nachrichten präsentieren zu können und nun ist ungewiss, ob ich es dieses Jahr an Weihnachten kann, puhh... Aber Schritt für Schritt und dann werden wir schon sehen...

    Ich glaube, man kann in den Einstellungen ankreuzen, wenn man über die Threads in denen man geschrieben hat, informiert werden möchte. Bei mir geht das automatisch. Du kannst mir auch jederzeit eine PN schreiben! Bei mir wird wohl in den nächsten Wochen nicht viel passieren. Ich muss mich noch dran gewöhnen, dass ich den normalen Zyklus auch ohne Hibbeln erleben kann bzw. muss.... Normalerweise würde ich spätestens in zwei Wochen wieder nervös und hoffen, doch schwanger zu sein, aber so kann ich mir das ja sparen.
    Bitte melde dich doch, wenn du das SG-Ergebnis hast, ich drücke die Daumen, dass es doch besser wird!!
    Hab ein schönes Wochenende!

  6. #6
    JeMa-Hope ist offline enthusiast

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    Standard Re: SG schlecht - und nun?

    Hallo Mimöschen,
    ich freue mich von dir zu hören.
    Ich finde das klingt doch durchaus positiv. Also erstmal, dass dein FA optimistisch war und auch dass dein Mann bereit ist sich doch nochmal untersuchen zu lassen. Meinst du denn es macht Sinn das parallel zur Anmeldung in der Klinik zu machen? Die machen ja ohnehin nochmal ihre eigenen Untersuchungen und haben Andrologen in der Klinik. Gerade wo dass bei euch alles extra kostet. Vielleicht kannst du da bei der Klinik die ihr auswählt vorher mal nachfragen? Dass er euch auch zur ICSI rät beruhigt mich in dem Sinne als dass es dann wohl wirklich die sinnigste Lösung ( bzw.ein Versuch) ist, wenn ein SG wie in unseren beiden Fällen vorliegt. Eine Garantie gibt es da auch da natürlich nie. Ich habe auch Angst davor, weil ich hier im Forum schon von sehr schmerzhaften Erfahrungen gelesen habe und auch noch nie eine Narkose hatte.

    Ich habe meinem Freund MascuPro besorgt, kannst du ja mal googlen. Wie gesagt-viel Hoffnung mache ich mir da nicht aber man hat es zumindest probiert. Ich habe mir noch noch Femi Baby besorgt auch wenn ja bei mir alles gut ist, können ein paar Vitamine ja nicht schaden. Parallel hatten wir beide Vitamin D von der Klinik bekommen. Da hat wohl momentan wegen der fehlenden Sonne quasi jeder n Mangel und deswegen schreiben sie es auf.

    Ich würde mich freuen, wenn wir weiter voneinander hören. Bei uns liegt jetzt nächste Woche die Kosteninfo und das SG an. Am 24.sprechen wir dann nochmal mit der Ärztin. Wegen unseres Urlaubes im Mai und einem Festival-Urlaub meinerseits sehe ich aber auch erst im Juli einen echten Versuch mit ISCI als realistisch. Ich möchte im Juni auch nichts absagen, da ich mich lange darauf freue und ich nicht mein ganzes Leben um die Hoffnung herum ändern und einschränken will.

    Was das hibbeln angeht ist das natürlich gemein. Denn auch wenn man es gar nicht will-man tut es ja doch. War bei mir Anfang der Woche auch wieder so.Mein Zyklus war dann auch noch einen Tag länger und meine Femo-App zur Messung der BT war dann auch noch total voreilig und teilte mir mit:"Herzlichen Glückwunsch, Sie könnten schwanger sein". Habe zwar nicht wirklich dran geglaubt, weil es sich so anfühlte als käme die Mens, aber natürlich keimte Hoffnung auf. Am nächsten Morgen fiel dann die Temperatur und ich wusste Bescheid. Schon krass wie der Körper funktioniert. Naja au

  7. #7
    JeMa-Hope ist offline enthusiast

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    Standard Re: SG schlecht - und nun?

    Upps...zu früh gesendet aber war eigentlich auch schon am Ende. Also:
    Naja auch wenn man sich vornimmt nicht zu hibbeln, passiert es trotzdem.

    Ich melde mich gerne wieder wenn ich nächste Woche weitere Infos erhalte-zu Kosten und SG.

    Dir nun auch erstmal ein schönes Wochenende.

    Liebe Grüße
    JeMa

  8. #8
    JeMa-Hope ist offline enthusiast

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    Standard Re: SG schlecht - und nun?

    Hallo Mimöschen, ich wollte mich ja wieder melden wenn es Neuigkeiten gibt. Wir haben heute das Ergebnis vom zweiten SG bekommen und es ist viel besser. Normalformen ist immer noch nicht gut, aber immerhin haben wir nun 1% und da ja auch der Normalwert nur bei 4% gibt, bin ich schonmal froh dass überhaupt welche da sind. Die Konzentration ist jetzt auch viel besser, über 18Mio.-letztes mal hatten wir nur 7Mio. (Normalwert 15Mio.) Tja und die Beweglichkeit ist auch viel besser 67% a+b. Ich bin jetzt erstmal happy weil mein Freund damit hart zu kämpfen gehabt hätte wenn das Ergebnis schlechter gewesen wäre. Die Diagnose ist nun korrigiert worden, Anzahl im unteren Normalbereich, normale Beweglichkeit, eingeschränkte Morphologie. Auch wenn es ja nichts daran ändert, dass es nicht klappt, ist das doch jetzt sehr erleichternd. Mal gucken was unsere Ärztin nächste Woche sagt. Ob trotzdem ICSI oder vielleicht doch IVF. Ich bin gespannt. Von den Kosten gibt es auch erst nächste Woche nähere Infos, da die zuständige Dame Urlaub hatte.
    Gibt es bei euch noch etwas Neues was Termine angeht?
    Würde mich freuen von dir zu hören.
    LG
    JeMa

  9. #9
    Mimöschen ist gerade online addict

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    Standard Re: SG schlecht - und nun?

    Guten Morgen JeMa,

    wow, das sind ja wunderbare Nachrichten, freue mich für euch!! Und es überrascht mich, dass die Werte so auseinanderliegen können - und das nach nur zwei Wochen! Überall steht ja, die Spermien bilden sich erst nach zwei Monaten neu etc., aber diese Werteverbesserung... Mein FA meinte zu meinem Mann, selbst wenn man den Lebensstil ändert und Vitamintabletten nimmt, könne man nur geringfügig was ändern. Das ist bestimmt bei vielen so, aber allein dein Beispiel - bzw. dass deines Liebsten - zeigt ja, dass man es nicht so pauschalisieren kann!

    Ich bin gespannt, was deine Ärztin nun sagt und hoffe - hoffe, du schreibst es dann! Abgesehen von der Morphologie wäre ja alles ok..

    Also mein Mann hat in genau drei Wochen einen Termin beim Andrologen und einen Tag später sind wir in der KiWu-Klinik - mein Mann hat in dieser Woche nämlich Urlaub. Aber ich bin weiterhin etwas gelassener als zu Beginn, darum ist die Wartezeit nicht soo schlimm. Nehmen nun auch weiterhin Folsäure und versuche es so zu sehen, dass die Diagnose ja nun die Chancen beträchtlich erhöht, wenn die Behandlung mal ins Laufen kommt....

    Wünsche dir eine gute Woche und freue mich, wenn du mich auf dem Laufenden hälst!

  10. #10
    JeMa-Hope ist offline enthusiast

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    Standard Re: SG schlecht - und nun?

    Hallo Mimöschen,

    ich freue mich, dass du mir wieder geantwortet hast :-)

    Warum die Werte so verschieden sein können weiß ich auch nicht. Ich finde es verrückt, aber genauso finde ich die Aussage mit den drei Monaten immer total verwirrend. Ich meine wer will denn wann wissen wann die neue Produktion einsetzt?
    Das klingt jetzt irgendwie lustig, aber vielleicht verstehst du trotzdem was ich meine :-) Es könnte doch sein, dass genau nach dem ersten SG die neue gesündere Ladung gestartet wurde? :-) Und warum heißt es immer nach drei Monaten, wenn doch der Körper des Mannes laufend produziert und ausscheidet? Naja wie auch immer, ich denke dass meine unqualifizierten Aussagen hier unterstreichen warum ich im Büro sitze und nicht im Op stehe :-)

    Wir hatten also gestern wieder einen Termin bei der Ärztin in der KiWuKlinik. Sie war wieder sehr nett und natürlich auch positiv gestimmt, weil das SG besser war. Sie hat uns erklärt wie der Ablauf einer ICSI wäre, wann man mit welchen Medis und mit welchen Spritzen anfängt usw. Das ging zugegebenermaßen alles etwas schnell, was ich ihr im Gegensatz zu meinem Freund aber nicht krumm genommen habe.
    Ich habe dann gefragt, ob auch eine IVF in Frage kommen würde mit dem jetzt vorliegenden SG. Sie meinte mit diesem schon, mit dem anderen wiederrum nicht. Sie schlug dann vor, da wir ohnehin erst im Juli starten werden und ja von keiner Krankenkasse abhängig sind, Ende Juni nochmal ein SG zu machen um eine Richtung einzuschlagen. Tendiert das Ergebnis zum ersten SG, wird es definitiv auf eine ICSI hinaus laufen, bei einem SG wie jetzt könnte man eine IVF versuchen und das Labor könnte zur Not noch an dem Tag auf eine ICSI umstellen, wenn die SG-Qualität schlecht ist. Das hatte mein Freund so erfragt. Sie sagte so herum wäre es technisch möglich auch wenn das Labor, dass natürlich nicht gern hat, weil die Vorbereitungen eigentlich auf ein Verfahren abgestimmt sind.

    Warum das für uns so eine große Rolle spielt: die Kosten.
    Denn auch an der Front gibt es leider Neuigkeiten. IVF 4.800€ (wir sollen vorsorglich mit 5.000€ rechnen) und eine ICSI 4.000€ on top- d. h. im schlimmsten Fall 9.000€ pro Zyklus/Versuch versteht sich. Ich bin total geschockt und traurig. Die auf der Internetseite veröffentlichen 3.800€ für eine ICSI sind im Prinzip der beste Fall, wenn man volle Zuschüsse von der Krankenkasse erhält. Wahnsinn. Ich würde so gerne mal wissen wie sich die Mädels hier teilweise 7 oder 8 Versuche leisten können? Selbst bei Bezuschussung. Wir haben das Glück beide gut zu verdienen und können es auch trotzdem machen, aber wenn wir wie andere hier 4 oder 5 Versuche brauchen? 40.-50.000€??? Oder es am Ende gar nicht klappt? Das ist doch wirklich alles so ungerecht.
    Vielleicht liest diesen Part ja noch wer anders und hat Lust Kosten-Erfahrungen auszutauschen.

    Wir haben jetzt also erstmal eine Pause von dem Ganzen und wollen unsere Urlaube im Mai und Juni genießen.
    Ende Juni dann das SG und in der gleichen Woche ein Telefontermin mit der Ärztin um das Verfahren festzulegen.
    Dann würde ich mich -egal welches Verfahren- am ersten Zyklustag melden und am dann ginge der ganze Medikamentenkram los.
    Ich glaube am ZT 20-22, dann 5-7Tage Tabletten, dann Spritzen, Ultraschall-Termine, Entnahme und am Ende wieder rein das Ganze...
    Also so habe ich das jetzt erstmal verstanden, kann auch sein, dass ich etwas durcheinander bringe.
    Sehr erschreckend aber ich bin eine ganz gute Verdrängerin bis es los geht. Habe grundsätzlich aber schon große Angst vor der Entnahme und auch vor den Unterleibsschmerzen, wenn die Eier heranreifen sollen. Ich habe bei einem schon immer Schmerzen und auch während der MENS oft dolle Schmerzen und sie meinte da 5-15Eier heranreifen durch die Hormone, wird das schon schmerzhaft im Unterleib (man wird auch ne Woche krank geschrieben).
    Naja schauen wir mal wie das alles so weitergeht. Insgeheim hoffe ich noch auf ein Wunder, aber ich weiß dass das natürlich Quatsch ist.
    Es hat jetzt fast zwei Jahre nicht geklappt also wird sich daran jetzt auch nichts ändern.

    Wenn ihr in drei Wochen eure Termine habt, würde ich mich natürlich auch über deine ausführlichen Infos freuen. Was der Androloge sagt und vor allem wozu er dann rät und ob das nachher mit dem Rat der KiWuKlinik einhergeht und was die auch erstmal nochmal alles testen wollen.
    Wer weiß- vielleicht geht es ja am Ende zeitlich alles sogar ähnlich los bei uns beiden- wobei ich natürlich auch euch ein kleines Wunder wünsche :-)

    Ganz liebe Grüße und bis bald,
    meld dich immer gerne auch wenn jetzt vielleicht erstmal nicht so viel neues gibt in den nächsten drei Wochen.

    JeMa

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