Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 15 von 15
  1. #11
    Avatar von Jule32
    Jule32 ist offline frustriert
    Registriert seit
    02.05.2013
    Beiträge
    1.399

    Standard Re: Baby Blues...?

    Zitat Zitat von KatzalGrau Beitrag anzeigen
    Hallo HappyHappy!

    Es beruhigt mich sehr dass es anderen Müttern genauso ergeht wie mir derzeit. Ich könnte einfach 24/7 nur noch weinen. Ich vermisse mein altes Leben und die Freiheit. Damit meine ich auch nicht Dinge wie shoppen gehen oder mit Freunden treffen. Es fehlen mir schon die elementaren Dinge wie in ruhe duschen, essen oder aufs Klo gehen. Nichts kann ich mehr alleine oder muss verschwitzt bis zum Abend warten, wenn mein Mann nach Hause kommt.
    Ich fühl mich zudem nicht als Mutter, ich spiele eine Rolle. Das Beispiel des Roboters trifft es sehr gut.
    Hat sich von euch professionelle Hilfe geholt? Hab zunehmend das Gefühl daran zu zerbrechen

    Evtl mal mit der Hebamme reden, wenn es so weitergeht, bzw das Gefühl bleibt.
    Projekt Kind 3 ab 2/19.
    Ich bin 39 und habe schon 2 Söhne. 5 und 2.

  2. #12
    KatzalGrau ist offline Stranger
    Registriert seit
    17.02.2020
    Beiträge
    2

    Standard Re: Baby Blues...?

    Liebe Jule23,
    erstmal möchte ich dir für deine Antwort, und viel mehr, für deine aufmunternden Worte danken!! In der heutigen Zeit ist es nicht mehr alltäglich, sich für fremde Leute und dessen Probleme zu interessieren. Deine Worte haben mir Mut gegeben!!
    Ein paar Mamas kennen ich und treffe mich auch mit ihnen. Leider bin ich danach noch mehr frustriert, denn sie meistern das so toll und mit einer Leichtigkeit, von der ich echt nur träumen kann. Sie lieben ihre Kinder, eben die klassische Mutterliebe, die mir, wie es scheint fehlt. Natürlich bekommt die Kleine alles was sie braucht. Ich kuschel viel mit ihr, trag sie den ganzen Tag umher, geh viel spazieren usw. doch bin es nicht ich, sondern eine für mich völlig fremde Person. Es ist wirklich schrecklich!!
    Ging es dir genauso oder ähnlich? Ich fühle mich echt als ein Monster...

  3. #13
    Avatar von Jule32
    Jule32 ist offline frustriert
    Registriert seit
    02.05.2013
    Beiträge
    1.399

    Standard Re: Baby Blues...?

    Dein Baby ist doch erst ein paar Wochen alt... die erste Zeit ist eh so anstrengend und in so eine Rolle muß man ja auch erstmal reinfinden. Wenn du aber das Gefühl hast, du entwickelst eine postnatale Depression, hol dir Hilfe.
    Projekt Kind 3 ab 2/19.
    Ich bin 39 und habe schon 2 Söhne. 5 und 2.

  4. #14
    HappyHappy ist offline Stranger
    Registriert seit
    13.01.2020
    Beiträge
    6

    Standard Re: Baby Blues...?

    Hallo KatzalGrau,

    vielleicht muntert es dich auf, aber seitdem ich diesen Beitrag veröffentlicht habe, ist es schon besser geworden. Wie Jule32 gesagt hat, kleine Schritte.
    Mir fällt es an manchen Tagen trotzdem auch noch extrem schwer aber es wird besser.
    Hatte bereits auch ein paar Gespräche mit einer Psychologin einfach mal um "Dampf" abzulassen und weil ich das Gefühl hatte, das es schlimmer wird. Meine Psychologin meinte das sich viele Mütter gar nicht trauen, dass zu sagen, was wir hier aussprechen.
    Und es gibt Mütter, da läuft vielleicht wirklich alles glatt und sind von Anfang an mega happy aber es gibt auch viele, da ist halt nicht alles rosarot und Sonnenschein.
    Wenn du möchtest, kannst du mir auch gerne eine Nachricht schicken und wir tauschen uns aus, vielleicht hilft es uns ja
    Liebe Grüße!!!!

  5. #15
    Ellouise ist offline Stranger
    Registriert seit
    22.02.2020
    Beiträge
    2

    Standard Re: Baby Blues...?

    Hallo in die Runde,

    beim Lesen kamen mir schon wieder die Tränen, weil ich mich absolut darin wiedererkannt habe - unsere Kleine ist nun auch knapp 9 Wochen alt & jeder Tag fühlt sich aufs Neue wie eine Bewährungsprobe an. Das Schlimmste für mich ist, das Gefühl zu haben, dass ich einfach kein Stück vorankomme sie verstehen zu lernen, ihre Bedürfnisse zu erkennen & eben auch alles nur wie ein Roboter abzuarbeiten (Windel, Füttern, Kuscheln/Trösten). Nach der Entlassung musste sie kurzfristig noch einmal stationär aufgenommen werden, weil sie bedingt durch die Geburt ein Hämatom am Kopf hatte & die Ärzte sich uneinig waren, wo genau es sich befindet ("nur" unter der Haut oder direkt am Gehirn). Dazu war sie mit knapp 2700 Gramm auch ein kleines Leichtgewicht, so dass wir da auch unter Druck gesetzt wurden/waren, dass sie unbedingt zunehmen musste. Umständebedingt bekommt sie auf Anraten meiner Hebamme (die sonst immer ausdrücklich für's Stillen ist!) seit der 3. Lebenswoche ausschließlich die Flasche, anfangs die PreNahrung & mittlerweile die Comfortnahrung, weil sie so stark mit Bauchschmerzen & Spucken zu kämpfen hat - das wurde zwischendurch auch etwas besser - und mittlerweile aber irgendwie auch wieder das Gleiche - bei jeder Flasche ein Theater - sie schreit & weint & überstreckt sich - wenn nicht schon während, dann spätestens nach der Flasche. Ich habe schon manchmal an schlechten Tagen (heute ist definitiv einer!) Panik davor, dass es bald wieder soweit ist, sie zu füttern & will dann einfach nur weglaufen, wenn sie wieder so dermaßen am Schreien & Weinen ist & sich nicht beruhigen lässt ( alles schon probiert, Massage, "Fahrrad fahren", Lefax, Wärme, Fencheltee, Tragen, Schaukeln, Federwiege..). Dann denke ich mir irgendwann - vllt sind es ja doch keine Bauchschmerzen & ich verstehe sie halt einfach nur nicht. Das macht mich alles so wahnsinnig fertig und tieftraurig, eben wie auch beschrieben, dass ich mir denke, ich möchte nur weglaufen. Und dann plagt mich genauso über diese Gedanken wieder das schlechte Gewissen. Freitags haben mein Mann & ich seit 3 Wochen das Abkommen (normal ist er bis 18 Uhr im Büro), dass er sich die Zeit nimmt & nur bis Mittag arbeitet & ich mir eine kleine Auszeit nehmen darf - Wochenendeinkauf erledigen, was eben so anfällt & ich mich mit ihr nicht traue - denn genauso wie beschrieben, habe auch ich bisher noch total Panik mit ihr, abgesehen von Spaziergang im Viertel, Wege zu erledigen, die nicht zwingend sein muessen - aus Angst auch unterwegs ihre Bedürfnisse nicht zufriedenstellend befriedigen zu können & sie aus dem Schreien nicht rauskommt. Dazu kommt - je mehr sie schreit, desto mehr Luft schluckt sie - mehr Bauchschmerzen. Gefuehlt ist sie nie wach ohne gleich loszuweinen bitterlich. Klar denke ich an sie & ich mache mir. Gedanken, ob es ihr gut geht, wenn ich dan an den Freitagen Besorgungen erledige - aber letzte Woche Freitag, wäre ich am liebsten gsr nicht mehr nach Hause gefahren. Und auch da wieder Zack das schlechte Gewissen.
    So, jetzt war es doch ganz schön viel. Auf jeden Fall empfindest du nicht allein so & ich habe leider aber auch noch kein Patentrezept gefunden, was die Situation besser macht - ausser auf bessere Zeiten zu hoffen - die auf jeden Fall kommen werden - auch wenn es im Moment furchtbar schwer fällt.

    Liebe Grüße & auf die guten Tagen, die Hoffnung schenken.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •