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Thema: Gut Hombecke

  1. #1
    Avatar von bluemchen510
    bluemchen510 ist offline HipHopperin ;-)

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    Standard Gut Hombecke

    wer hat davon schon was gehört? ich habe einen flyer von univita.com gelesen, das klang alles super.

    war evt. schon einmal jemand dort?
    [/URL]

  2. #2
    monsterjana Gast

    Beitrag Re: Gut Hombecke

    Zitat Zitat von bluemchen510 Beitrag anzeigen
    wer hat davon schon was gehört? ich habe einen flyer von univita.com gelesen, das klang alles super.

    war evt. schon einmal jemand dort?
    Meinst du "Gut Holmecke" im Sauerland?

  3. #3
    Elke67 ist offline newbie

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    Standard Re: Gut Hombecke

    Hallo,

    von Univita wird Gut Holmecke im Sauerland betrieben.

    Ich war 2006 dort und ich würde niemanden empfehlen dorthin zu fahren.

    Das Essen war eine Katastrophe, die Betreuung der Kinder schlecht, die Zimmer noch viel schlechter. Das Schwimmbad war voller Bakterien - wir hatten alle eine Bindehautentzündung, ohne Auto ist man total aufgeschmissen.

    Wenn du dice möglichkeit hast, dann solltest du woanders hinfahren.

    Grüße

    Elke

  4. #4
    EsthermitMax ist offline Stranger

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    Standard Re: Gut Hombecke = GUT HOLMECKE

    Unser Kuraufenthalt auf der Holmecke (Gut Holmecke, Hemer-Ihmert) Juni/Juli 2009 – BESTNOTE!

    Zusammengefasst: Es hat uns sehr gut dort gefallen, wir haben uns gut erholt und ich kann diese Kureinrichtung nur empfehlen!

    Gut Holmecke liegt oberhalb des Ortsteils Ihmert, zwei Haarnadelkurven durch den Wald nach oben und man ist da. Die Kurklinik besteht aus vier Häusern, die teilweise in den Hang gebaut sind und einer Halle: Haupthaus, Appartementhäuser 1, 2 und 3, Haus in dem die medizinische und die psychosoziale Abteilung untergebracht sind und die Halle: links Pferdestall, dann Umkleidekabinen, Fitnessraum, Solarium, Turnhalle / Psychomotorikhalle.

    In der Kurzeit Juni/Juli 2009 waren nach Angaben des Hauses 70 Familien (oder Teile davon) auf Gut Holmecke. Ich war mit meinem Sohn da (ich als Kurpatientin, mein Sohn als Begleitkind), mein Lebensgefährte war als Gast für die gesamte Zeit mit eingebucht aber nur teilweise bei uns.
    Ankunft war an einem Donnerstag Nachmittag. Wir wurden freundlich begrüßt, nachdem wir unser Auto auf dem Waldparkplatz abgestellt hatten. Thema Auto: Die Holmecke liegt schon recht ländlich und eben auf dem Berg. Viele Mütter waren ohne Auto dort – es gab regelmäßigen Transfer nach Iserlohn (kostenpflichtig) aber ich war schon froh ein Auto dabei zu haben. Eine pädagogische Fachkraft führte uns in unser Zimmer im Haupthaus (1. Etage) – wir hatten dort zwei Doppelzimmer mit jeweils Dusche/WC und Verbindungstüre. Die Zimmer dort (andere habe ich nicht gesehen) sind hell und zweckmäßig eingerichtet. Die Betten waren für uns bequem, die Dusche hatte Thermostat (eine Wohltat – und es gab auch immer warmes Wasser!), jedes Zimmer hatte ein großes Fenster, allerdings keine Rollläden, sondern einen Verdunklungsvorhang. TV war auf dem Zimmer – das konnte man sich freischalten lassen. Telefon war auch auf dem Zimmer, da konnte man immer angerufen werden, für’s Raus-Telefonieren musste man es auch freischalten lassen. Haartrockner, Wasserkocher etc. konnte man an der Rezeption gegen Pfand ausleihen. Uns fehlte es an nichts und die Zimmer waren gut, ruhig (mit Ausnahme des Brötchenwagens, den wir morgens bei 6 Uhr kurz hörten – aber irgendwo müssen die Brötchen ja herkommen) mit schönem Blick über Wiesen.

    Bevor ich jetzt aber noch weitere Romane schreibe, fasse ich ein bisschen kürzer zusammen:

    Warum ich dort war: Erschöpfung, Infektanfälligkeit, Mehrfachbelastung Selbständigkeit, Alleinerziehend,

    Medizinische Anwendungen:
    - Meine Anwendungen wurden in der Erstuntersuchung und im psychologischen Erstgespräch mit mir abgestimmt: Walken, Psychomotorik, Progressive Muskelentspannung, Gruppenberatung Erziehung, Massage und Elektrotherapie, Einzelgespräche, Beckenbodengymnastik, Rückengymnastik
    - Darüber hinaus gab es (für Erwachsene): Wassergymnastik, Ernährungsangebote, verschiedene andere Anwendungen in der Bäderabteilung (Kneip, Bäder, Wärme,…), Gruppenberatung AD(H)S, Stress, Selbstbewusstsein, Eltern-Kind-Interaktionen,…
    - Für Kinder war im Angebot: Psychomotorik, Entspannung, Ernährung (und vielleicht noch mehr, was ich gar nicht mitbekommen habe).

    Freizeitprogramm:
    - Ich hatte insgesamt 40 Termine auf drei Wochen, wobei die Wochenenden frei sind, heißt es waren 3-5 Termine pro Tag – da ist noch reichlich Zeit zwischen um die anderen Angebote zu nutzen:
    - In Eigenregie: Sauna, Schwimmbad, Solarium, Reiten, Fitnessraum, Kegelbahn, Werkraum, zwei große Spielplätze, Hof mit Bobbycars etc., Beschäftigungsräume drinnen, viel Wald drumrum
    - Angebote des Hauses: basteln, zusätzliche Bewegungsangebote wie Latin Dance, Eltern-Kind-Turnen, Wanderung, christliche Angebote, Morgengebet (auch für Kinder), Videoabende, Kennenlernabend und Abschiedsfest, Showabend, festliches Abendbuffet zur Halbzeit

    Kinderbetreuung:
    - Es gab in unserer Kur acht Kindergruppen mit jeweils zwei Betreuerinnen, die altersgemäß aufgeteilt waren.
    - Die Betreuung war m.E. durchweg altersgemäß, abwechslungsreich und liebevoll.
    - Kinder unter drei wurden von 8.45 bis 11.20 Uhr und nachmittags auch noch mal betreut (die genauen Zeiten hab ich nicht im Kopf). Für die Mittagszeit konnte man für schlafende Kinder den Babysitterdienst in Anspruch nehmen, ebenso wie für manche Abende. Allerdings haben Mütter mit Kindern unter drei darüber geklagt, dass die Betreuungszeiten zu kurz seien – sie andererseits aber die Kinder gar nicht so lange weggeben wollen. Ich denke, wer mit einem Kind unter drei fährt sollte entweder ein Haus suchen (falls es da gibt) was den Schwerpunkt auf dieser Altersstruktur hat oder aber sich dessen bewusst sein, dass man so kleine Mäuse eben nicht sieben Stunden pro Tag in die Betreuung geben kann.
    - Kinder über drei konnten von 8.45 bis 15.45 in der „normalen“ Betreuung sein inkl. Mittagsessen, das Mittagessen aber auch bei der Mama einnehmen. Es war unproblematisch sein Kind auch mal später zu bringen, vorher zu holen oder zwischendrin, wenn man es vorab sagte. Mein Sohn (5) war begeistert von der Vielfältigkeit des Programms. Es wurde viel gebastelt, rausgegangen, zweimal waren die Kids reiten, einmal schwimmen und einmal Eis essen in Hemer, dazu Bewegungsspiele, Spiele auf dem Hof, Schnitzeljagd,… Ihm hat es sehr gut gefallen. Auch ich fand die Kinderbetreuung gut. Die Erzieherinnen waren sehr nett und haben es gut gemacht!
    - Zusätzlich gab es für die Kinder eine Spätbetreuung, wenn die Mutter noch Anwendungen hatte. Ich hatte das nie, daher brauchte ich diese nicht in Anspruch zu nehmen.
    - 5 oder sechs Mal hab es für die Kinder über 6 ein Abendangebot (Partyspiele, Kinoabend,…) – alternativ wird für die schlafenden Kinder dann ein Babysitterdienst angeboten, der allerdings nur über die Flure geht (also nicht beim Kind bleibt, ggf. aber die Mama anruft)
    - Am Wochenende war täglich eine Kinderbetreuung für die über-3-jährigen von 9-12 Uhr.

    Essen:
    - Zwei Speisesääle, da war es natürlich nicht wirklich leise drin.
    - Frühstück von 7.30 – 9 Uhr: Brötchen, Brot, Müsli und Getreide, Milch, Naturjoghurt, gesüsster Naturjoghurt, Fruchtjoghurt, Kaffee, Tee, Butter, Margarine, Süsser Aufstrich, Käse und Wurst, teilweise Obst, Wasser, selbst gebackene Vollwertbrötchen
    - Mittagessen 11.30 – 13.00 Uhr: abwechslungsreiche Kost, i.d.R. zwei Gerichte + Salatbar + Nachtisch
    - Kaffee und Kuchen (Kaffee kostenlos, Kuchen wochentags 0,80 €, am Wochenende 1,- €): 14.30 – 16.00 Uhr
    - Abendessen: 17.30 – 19.00 Uhr: Brot und ggf. Brötchen, Aufstrich, Wurst, Käse, Salat, Tee, Wasser, Saftschorle, Salatbüffet, selbst gebackene Vollwertbrötchen, teilweise Abendbeilage wie Pizza, Milchreis,…
    - Das Essen hat oberes Jugendherbergsniveau. Es ist immer reichlich da und es wird auch nachgelegt. Wenn man etwas vermisst muss man nur fragen. Uns hat es durchweg gut bis sehr gut geschmeckt und wir haben es genossen mittags und abends frischen Salat zu bekommen, viel Obst,… Immer frisch
    - Obst steht ansonsten tagsüber noch an der Rezeption. Ein Kaffee-Cappuccino-Kakaoautomat steht in der Halle, wo auch der Wasserspender steht (der zwei teilweise kaputt war, aber dann bekamen wir einen Kasten Wasser auf’s Zimmer).

    Positiv aufgefallen ist uns:
    - Vor allem die positive Stimmung im Haus, bei den Mitarbeitern. Überall ist man sehr um die Kurgäste bemüht, uns wurde sehr wertschätzend begegnet.
    - Auch die Bemühungen Probleme zu lösen – uns konnte immer geholfen werden.
    - Vor allem die Psychomotorik (Frau Eustermann) und die Physiotherapie (Herr Peun und sein Team), die kompetent, stets gut gelaunt, sehr engagiert und motivierend waren.
    - Das abwechslungsreiche und reichhaltige Essen.
    - Die Sauberkeit im Haus und Gelände (2x wöchentlich werden die Zimmer gereinigt und man kann immer neue Handtücher und Wäsche haben)
    - Die Rund-um-die-Uhr Betreuung.
    - Ein gesunder Mix aus Anwendungen aber auch Freizeit, an Angeboten, aber auch selbstbestimmter Zeit.
    - Man durfte Essen und Getränke mit ins Zimmer nehmen – morgens lag sogar Butterbrotpapier aus, so dass man Brote schmieren und mitnehmen konnte.

    Negativ aufgefallen ist uns / Es sind Kleinigkeiten, die wir anders machen würden:
    - Abfahrtag ist relativ früh (bis 8.30 Uhr sollen die Zimmer geräumt sein – das ist Stress, wenn man es nicht richtig plant)
    - Manchmal sind die Abendveranstaltungen an Abenden, wo keine Kinderbetreuung statt findet – schade für diejenigen, die ihre Kinder nicht alleine lassen können.
    - Für die Mütter und Familien, die nicht im Haupthaus untergebracht sind, heißt es zu den Mahlzeiten immer, dass sie ins Haupthaus kommen müssen. Das ist nicht weit, ich stelle es mir aber im Februar erheblich blöder vor, als jetzt im Sommer.

    Mitnehmen sollte man:
    - Ein Lanyard / Band für den Schlüssel
    - Eine Gürteltasche, zumindest wenn man walken geht.
    - Für Kinder nur dunkle Klamotten (die Umgebung lädt einfach zum wild rumtoben, auf Bäume Klettern,… ein und so sah dann auch die Kleidung aus)
    - Waschpulverpads (die man dort allerdings auch kaufen kann) – eine Waschmaschinenrunde kostet 1 €, 1x Trockner ebenfalls
    - Zwei große Ikeataschen um seine Wäsche zu transportieren – es gibt zwar Wäschekörbe, aber die wurden recht schnell auf den Zimmern gebunkert – leider…
    - Feste Schuhe, v.a. wenn man zum Walken geht und es hat vorher geregnet.

    Besonderheiten:
    - Noch gar nicht habe ich vom Streichelgehege mit Ziegen gesprochen. Auch Schafe und Rinder sind im Gelände, aber an die kommt man nicht dran.
    - Wer reiten möchte ist dort gut aufgehoben. Vier Pferde stehen für Therapie aber auch Freizeit zur Verfügung.

    Fazit: Wir würden jederzeit wieder hinfahren. Familien mit ganz kleinen Kindern sind evtl. woanders besser aufgehoben. Für Kinder über 12-14 gibt man sich zwar auch viel Mühe, aber da mögen andere, weniger ländliche Ziele, attraktiver sein.

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