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    Avatar von Elbschwester
    Elbschwester ist offline Stranger
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    Ausrufezeichen Vorlage - Widerspruch-Mutter-Kind-Kur!!!!

    ...dieser Widerspruch wurde inspiriert von Septembermami2005, lieben Dank!



    Ich habe schon nach zwei Jahren wieder ein Kur beantragt. Dass es nicht leicht und selbstverständlich ist, dann schon wieder eine Zusage zu erhalten war mir klar, aber nach zig Attesten, von mehreren Fachärzten, vom Kinderarzt bis zu Psycholigin und einer ausführlichen Selbsterklärung, kam eine Absage, die mir nach den ganzen Diagnosen, sehr unverständlich war!

    Dieser Widerspruch soll allen Mut machen und auch gern als Vorlage dienen. Mein Widerspruch wurde nach langem hin und her statt gegeben und bewilligt.
    Also nicht aufgeben, auch wenn es Kraft kostet!

    LG, Elbschwester



    Sehr geehrte Damen und Herren,

    hiermit lege ich fristgerecht gem. §§ 78 ff. des Sozialgesetzbuches Widerspruch gegen Ihr Schreiben vom 25.11.2010 und die damit verbundene Ablehnung der Kostenübernahme zur vorzeitigen Mutter-Kind-Kur nach zwei Jahren ein.

    Aus Ihrem Brief geht nicht hervor, in welcher Form Sie meine Voraussetzungen für eine Kur geprüft haben und welche Punkte meines Antrages auf eine Mutter-Kind-Kur nicht den Voraussetzungen für eine stationäre Reha-Maßnahme entsprechen. Sie nennen lediglich den Grund „einer psychosozialen, mütterspezifischen Mehrfachbelastung“. Dieser Grund trifft allerdings in meinem Fall „allein“ nicht zu. Dies werden Sie sicherlich bei einer genauen Prüfung meines Kurantrages feststellen.

    Ferner musste ich bemerken, dass die zeitliche Bearbeitung sehr schnell erfolgte, eine gründliche Prüfung jedoch zweifelhaft erscheint, da Sie unter Anderem weder aussagekräftige Patientenakten eingesehen haben, noch Kontakt mit den im Antrag genannten Fachärzten aufnahmen. Auch kam es im Rahmen Ihrer Prüfung zu keiner persönlichen Begegnung zwischen mir als Patientin und dem MDK.

    Wie Sie bei einer genauen Durchsicht meiner Antragsunterlagen feststellen können, sind die Atteste meiner Ärzte und Fachärzte sehr ausführlich und aussagekräftig, mit den Begründungen, warum wir als Familie eine solche „Mutter-Kind-Maßnahme“ benötigen! Ich habe in den letzten Jahren schon zahlreiche ärztlich verordnete Maßnahmen in Anspruch genommen. Darüber hinaus habe ich auch zahlreiche Maßnahmen in Eigeninitiative unternommen. Sicherlich können Sie nachvollziehen, dass man diesen Zeit- (Therapiezeiten, Wartezeiten, Sprechstunde beim Arzt, Fahrtzeiten usw.) und Kostenaufwand, sowie ständige Organisation der Kinderbetreuung, unter anderem, für die Zeit des Aufenthalts in der Tagesklinik über einen Zeitraum von fast drei Monaten nur auf sich nimmt, wenn man unter den entsprechenden Beschwerden (z.B. schwerer Depressionen) leidet. Worunter unter diesen Gegebenheiten und dem Zustand die Kinder am meisten zu leiden hatten und haben!

    Ich möchte mich zudem auch auf den § 10 SGB VI berufen, woraus hervorgeht:
    1. deren Erwerbsfähigkeit wegen Krankheit oder körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung erheblich gefährdet oder gemindert ist und
    2. bei denen voraussichtlich
    a) bei erheblicher Gefährdung der Erwerbsfähigkeit eine Minderung der Erwerbsfähigkeit durch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben abgewendet werden kann,
    b) bei geminderter Erwerbsfähigkeit diese durch Leistungen zur medizinischen Rehabilitation oder zur Teilhabe am Arbeitsleben wesentlich gebessert oder wiederhergestellt oder hierdurch deren wesentliche Verschlechterung abgewendet werden kann,
    c) bei teilweiser Erwerbsminderung ohne Aussicht auf eine wesentliche Besserung der Erwerbsfähigkeit der Arbeitsplatz durch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben erhalten werden kann.

    Des Weiteren heißt es in dem § 27 Abs.1 SGB V
    (1) Versicherte haben Anspruch auf Krankenbehandlung, wenn sie notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbeschwerden zu lindern. Die Krankenbehandlung umfasst unter anderem den Punkt:
    5. Krankenhausbehandlung,
    6. Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und ergänzende Leistungen.
    Bei der Krankenbehandlung ist den besonderen Bedürfnissen psychisch Kranker Rechnung zu tragen,…

    Sicherlich können Sie auch nachvollziehen, dass diese ständigen ambulanten und stationären Arzt- und Therapietermine (wobei es leider unsicher ist, wie lange das noch gehen wird) sowie permanente Organisation der Kinderbetreuung in den schweren Phasen der Mutter, nicht gerade förderlich für eine gute Mutter-Kind-Beziehung, aber auch speziell für einen pubertierenden Jugendlichen, ist.

    Auch hier möchte ich noch mal kurz und speziell darauf hinweisen, wie schon meine Ärztin in ihrem Attest und Widerspruchs, dass es für meinen Sohn gerade in der jetzigen Lage, besonders aber auch in der schweren und jetzt so wichtigen Zeit der Weiterentwicklung und Findung der Persönlichkeit, sowie die Ausbildung und die Stärkung zu einem Jungen-Selbstständigen-Heranwachsenden, sehe ich es gerade nach diesen Jahren als außerordentlich wichtig, ihm zusätzliche Stärkung und Rückhalt durch die Familie bieten zu können!

    Wenn Sie meine Anträge genaustens geprüft haben, dann haben sie sicherlich nicht überlesen, dass wir erst vor einem Jahr meinen Onkel (3. Grades) an Krebs verloren haben!-

    (......................"!!an dieser Stelle könnt/solltet ihr genaustens, sehr ausführlich und auch immer nochmal dramatischer, eure vergangene & derzeite Situation schildern.!"..................)

    -Gerne können Sie mir (weitere bzw. alle) kassenpflichtige Behandlungen, die meinen (und natürlich denen meiner Kinder) Indikationen entsprechen und an meinem Wohnort durchführbar sind, nennen. Bitte nennen Sie mir aber auch für diese Zeit der ambulanten Behandlungen Möglichkeiten der weiteren Kinderbetreuung, für meine 9-jährige Tochter, deren Tagesmutter nicht zur Betreuung ärztlicher Termine dient, sondern für meine Arbeitszeiten! Außerdem die Unterstützung für meinen Sohn, der sich zurzeit in der schwierigen Zeit der schulischen und weiterführenden Situation wie Ausbildung befindet.

    Aufgrund der Indikationen und familiären Situation käme für meine Kinder und mich, soweit ich mich informiert habe (u.a. Internet, Prospekte und die Beratung durch den Gesundheitsservice der AWO) als Kurklinik das „Caritas-Haus Feldberg“ in Frage. Die angebotenen Therapien entsprechen den Indikationen des Kindes/Jugendlichen und der meinen. Die Klinik bietet eine optimale Kinderbetreuung und schulische Versorgung auch für Jugendliche im Alter von 16 Jahren an. Diese Klinik hat bereits einen Kurtermin in dem Zeitraum vom 15.02.2011 – 08.03.2011 für uns reserviert. Einen stressfreien Aufenthalt in einer Kurklinik sowie ein kompetentes, kooperatives und kinderfreundliches Personal zur optimalen Genesung setze ich verständlicherweise voraus. Selbstverständlich sind auch die Mitarbeit und Annahme der Verordnungen und Hilfen vor Ort unsererseits unabdingbar.

    Der Kurantrag liegt Ihnen bereits vor. Sicherlich können Sie weitere Auskünfte von meinen behandelten Ärzten erhalten und auch Einsicht in die entsprechenden Patientenakten nehmen. Selbstverständlich können Sie mich zur weiteren Prüfung zu einem Termin beim MDK laden. Bitte schlagen Sie mir in diesem Fall einen Termin schriftlich vor und stimmen diesen dann mit mir (wegen einer möglicherweise benötigten Kinderbetreuung sowie eventuellen anderen schon vereinbarten Arztterminen) ab.

    Der Kurantrag vom 16.11.2010 bleibt im vollen Umfang bestehen.

    In Erwartung Ihres Leistungsbescheides verbleibe ich


    mit freundlichen Grüßen
    Geändert von Elbschwester (02.03.2011 um 23:37 Uhr)

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